Notizen 29 (ab 1.7.26)

3.9.26

Vom Wildtaubenruf sind die Blätter so grün,

sind die Dornen so rot,

ist das Herz so bleich.

Des Grünen Seele heißt Moos.

 

Ein Klafter Holz

Webstuhl des Lichts.

Sonnenspinne. Was sie versprinnt,

fällt an Merlin zurück.

(Erika Burkart)

 

„Plattformkapitalismus“

Bücher ausmisten.

Ein Humanist, der seine Kinder ins Waisenhaus steckte. (J.J.R.)

Metalle und Zellen.

„Der Transhumanismus und der Posthumanismus, die Modeströmungen oder Weltanschauungen der High-Tech-Visionäre von heute passen viel alte Ideologie an die ökonomischen Verwertungsinteressen der Zukunft an. Denn um immer weiter in die menschliche Intimität, in unsere Gefühle und Gedanken einzudringen und sie kommerziell auszuschlachten, bedarf es einer Rechtfertigung, die ohne ein neues Menschenbild schlecht funktioniert. Wenn wir nicht weniger als unsere Freiheit von unser traditionelles Verständnis von Würde opfern, so nur, weil dies alles, wie einst bei Comte, einen höheren Zweck, einen großen Schritt für die Menschheit dient. Die positivistische Weltsicht, die den Menschen nicht als Endzweck, sondern als Werkzeug des Fortschritts versteht, muss den Humanismus der Vergangenheit für die Zukunft abräumen.“ (R.D. Precht, S. 116)

Der Rest ist Schweigen.

 

Spiegelbildliche Maßnahmen Russlands.

VW-Aufsichtsrat stimmt Sanierung zu, 50.000 Stellen weniger.

Prognose für Wirtschaft angehoben.

Brandanschlag in München.

Super E10 erreicht neuen Höchststand.

UNO warnt vor gewaltigem El Nino.

Ronald Raue wird Minister für Sport.

 

2.9.26

Jorinde

Kommt im Waldtor Hand

zu nisten in Hand,

Walderde blau,

im Dämmerwasser

Wurzel und Schuh.

 

Waldspruchverzaubert

in Schatten waten und tauchen.

(Erika Burkart)

 

„Man wird nicht einmal aus logischen Gründen Logiker!“ (R.D. Precht, S. 57)

„Künstliche Intelligenz dagegen kennt keine Gemeinschaft und auch keine soziale Kultur von Anerkennung und Wertschätzung, die für Menschen so psychisch existenziell ist.“ (S. 58)

„Künstliche Intelligenz hat einen Tunnelblick, im Zwischenmenschlichen ist sie schnell überfordert.“ (S. 62)

Das Ende des neoliberalen Kapitalismus.

Das Lesen guter Bücher ist die sanfte Aneignung von Welt.

„Aus einer Bedarfsdeckungsökonomie musste nun eine Bedarfsweckungsökonomie werden, um die Märkte neu einzuheizen.“ (S. 75)

Zum Verwechseln ähnlich.

Der Rest ist Schweigen.

 

Zuspruch für Sanktionen für Russland in der EU, Putin: „grober Fehler“.

Angriffe auf das deutsche Stromnetz: Brandenburg, Köln in NRW, zu einem Stromausfall kam es nicht.

Reform der Einkommensteuer, Linke fordern Vermögenssteuer.

Entwurf für neues Vita-Gesetz beschlossen.

 

1.9.26

Auguren der Dämmerung,

Flüstergebüsch.

Über eingesunkene Zäune gebeugt

Sommerengel Holunder.

(Erika Burkart)

 

„… – dieser Satz lässt noch immer viel zu viele Angehörige der Spezies Homo sapiens, nicht sehen, was jeder, der Augen hat zu sehen, täglich sieht: dass unser Erdzeitatler, das Anthropozän eine Monetozän ist, ein Zeitalter des Geldes, in den nicht „der Mensch“ biotisch, sedimentär und geochemisch die Erde umpflügt, sondern die Verwertungsinteressen des Kapitals.“ (R.D. Precht, S. 14)

„Die vom Menschen gemachte Welt nimmt zu, die natürliche Welt nimmt ab.“ (S. 28)

„Hohepriester des Silicon Valley lehren uns, in Menschen unvollständige Maschinen zu sehen, statt in Maschinen unvollständige Menschen.“ (S. 38)

Allersberg (Mfr.) liegt in einem Tal.

„Was KI heute kann, ist zwar beeindruckend, aber in keiner Form ähnlich oder gar gleich menschlicher Intelligenz. KI hat einiges mit Intelligenz zu tun, aber kaum etwas mit Verstand und nicht entfernt mit Vernunft.“ (S. 43)

Der Rest ist Schweigen.

 

gescheiterter Drohnenangriff in Leipzig kam aus Russland, Innen- und Außenminister verkünden Sanktionen, der Kreml wird reagieren, Wadephul: „Wir trauen uns dieses Urteil zu“, „Russland wird spüren, dass wir den Druck erhöhen“.

Sabotage in Brandenburg, mehrere Sprengstoffkörper in Umspannwerk gefunden.

Vor geplanter Reform der Einkommensteuer.

Belastungen durch steigende Mieten.

USA starten mehrere Luftangriffe gegen den Iran.

Nepal: mehr als 1.000 Tote.

 

31.8.26

Unterirdische Füße,

Winkelheilige, augengestirnt,

Silberwindspur und des Schwalbenflugs schwarze

Sichelmonde im Blick.

(Erika Burkart)

 

Geld ist ein starkes Motiv.

„Tatsächlich sind Medienarbeiterinnen nicht langfristig rechtfertigungspflichtig für ihre Ausrutscher; ein Wissen, das die Rücksichtslosigkeit verstärkt. Sie sind, wie Thomas Meyer sagt, unbelangbar.“ (Welzer/Precht, S. 405)

„Je stärker die Leitmedien sich der Wirkungsmechanismen von Direktmedien bedienen, um ihrem Puplikum möglichst nahe zu sein, umso mehr schwindet das Vertrauen in sie.“ ((Welzer/Precht, S. 418)

„Klick-Industrie“

forensische Computer-Tools, „ein unheimlicher Kerl“; die forensischen Beweise belegen, dass seine Geschichte gelogen war. (Medical Detectives)

Richard David Precht, Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens, Wilhelm Goldmann Verlag, München, 2020, eBook.

Der Zyklon vermag eine Stadt wegzufegen, aber nicht einmal einen Brief zu entsiegeln oder den Knoten einer Schnur zu lösen. (Paul Valéry)

Der Rest ist Schweigen.

 

heißester Juni seit 40 Jahren, Extremtemperaturen in Zukunft häufiger.

Nepal: Zahl der Toten auf 950 gestiegen.

USA und Iran greifen sich wieder an seit 4 Wochen, der US-Präsident zeigt sich unbeeindruckt, Zeichen stehen auf Eskalation.

Verdächtiger in der Schweiz festgenommen.

Vor 75 Jahren kam die LP auf den Markt, Vinylplatten erleben ein Comeback.

 

30.8.26

Holdermütter

Kauerst,

Honigmuhme,

in Duft vermummt,

den ungeborenen

Schatten im Schoß.

(Erika Burkart)

 

Das Vertrauen erschleichen.

Strukturwandel der Öffentlichkeit (Jürgen Habermas), Moderne und Ambivalenz (Zygmunt Baumann).

„Es ist eine durchaus bedeutende kulturelle Veränderung, wenn auf einmal jeder Trottel alles beurteilen können soll und von daher verwundern auch kaum noch die von Ärzten und Pflegepersonal vielfältig berichteten Anspruchshaltungen von Patienten und Patientinnen oder gar die Übergriffe und Angriffe auf Polizei, Rettungskräfte und Sanitäter – ein Ergebnis der kollektiven Ermächtigung der ganz und gar Inkompetenten. Und diese Ermächtigung braucht wiederum auf dem durch und durch konsumistischen Gedanken, dass es keinerlei eigener Kopetenz oder gar Qualifikation bedarf, um etwa beurteilen zu können. Es genügt, wenn einem etwas zusteht. Auch die Online-Portale der Leitmedien folgen diesem Prinzip, wenn sie permanent die Rezipientinnen und Rezipienten auffordern, zu urteilen – ob es eine Impfpflicht geben soll oder die dauerhafte Verlängerung des 9-Euro-Tickets. Kontextwissen nicht erforderlich, meinen genügt.“ (Welzer/Precht, S. 400)

„Ich schau´ den weißen Wolken nach, und fange an zu träumen …“

„Nur resiliente Gesellschaften sind starke Gesellschaften.“ (R.D. Precht, Angststillstand, S. 308)

Uwe Ritzer, Der Ausverkauf: Wasser, Boden, Rohstoffe – Wer mit unseren Ressourcen Profit macht und was wir dagegen tun können, Penguin Verlag, München, 2025, eBook.

Der Rest ist Schweigen.

 

29.8.26

Die Pappeln atmen

blonde Wolken um sich.

Äste halten dem Licht

die Opfergaben der Nester hin.

(Erika Burkart)

 

„Was in solcher Polarisierung oder Verzweiseitigung verschwindet, ist sehr weitgehend die gesellschaftliche Realität, die einer Phantomwirklichkeit weicht, die von den Medienkonsumenten dann für die Realität gehalten wird.“ (Welzer/Precht, S. 346)

„Information ist schnell, Wahrheit braucht Zeit.“ (Peter Glaser, S. 357)

Erregungsökonomie – Der Verlust des Kontrastes (Welzer/Precht)

Tweets dienen nicht der Entwicklung und Prüfung eines Arguments, sondern dem sozialen Design des Absenders. (Welzer/Precht, S. 367)

„man darf sich zugleich vorstellen, was sozial-mediale „Schauprozesse“ mit leitmedialer Resonanzwirkung mit der deliberativ gedachten Öffentlichkeit machen. Für den freien Austausch von Meinungen sind sie eine finstere Bedrohung.“ (Welzer/Precht, S. 371)

Der Rest ist Schweigen.

 

Nepal: noch 3.000 Menschen vermisst.

verheerende Attacke in Kiew.

Island richtet sich wieder an die EU aus, Referendum.

USA: Öl-Deal mit Venezuela.

Meta will Jugendschutz verbessern.

Heute vor 75 Jahren kam das erste Mickey-Maus-Heft auf den Markt.

 

28.8.26

Ausgeworfen und eingeholt

das Netz aus Schatten

im Furchenstrom.

Die Lerche erhöht den Himmel und sammelt

die Strahlenrippen über den Saaten

im tönenden Punkt ihres Leibes.

(Erika Burkart)

 

„Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche herrschende Gedanken.“ (Karl Marx und Friedrich Engels, Deutsche Ideologie, Welzer/Precht, S. 297)

„Im 19. Jahrhundert, so hat er (Matthias Döpfner) zwar in seiner Betrachtung des Journalismus in digitalen Zeiten ausgeführt war der Journalist der Vorgesetzte des Lesers, im 20. seien Journalisten und Leser dann weitgehend gleichberechtigt gewesen – „auf der gleichen Hierarchie-Ebene“. Nun aber werde, gewissermaßen in proaktiver Anschmiegung an die klickgenerierenden Algorithmen, der Journalist selbst zum Algorithmus, und – wenn man die Tradition des bekannten Springer-Produkts betrachtet – die Strategie der Bild-Zeitung wird zum Code des Journalismus im 21. Jahrhundert.“ (Welzer/Precht, S. 299)

Verzweiseitigung – Wie Leitmedien durch die Direktmedien an Qualität verlieren (Welzer/Precht)

Der Rest ist Schweigen.

 

König Harald V. von Norwegen gestorben.

Abschluss der Fraktionsklausur, Rente-, Pflege-, Steuermarktpolitik.

Misstrauensvotum in Thüringen gescheitert.

Einwohner sollen Cherson verlassen, Attackierung von Kiew mit Drohnen.

Nepal: über 2.400 Menschen vermisst, Angst vor zweiter Flutwelle.

Dax auf Rekordhoch.

Arbeitslosenquote bei 6,5%.

Massive Unwetter über Deutschland.

 

27.8.26

Der Frühling

Als hätte die Erde

den innenbestickten

Mantel nach außen gekehrt,

Kleekreuz und Blaustern,

Keimblattfalter der Buche:

die rituellen Motive,

eine Heimkehr der Augen,

Wurzelgriff

aus der Tiefe ins Herz.

(Erika Burkart)

 

„Die Kolonisierung der Demokratie durch die Medien und der Wandel zur Mediokratie pflegte diese Topografie, wie geschildert, gewaltig um. Doch Folgen sind hinlänglich bekannt. Debatten im Parlament verloren weitgehend ihre Bedeutung und wichen nach Streitpotenzial besetzten Debatten in Talkshows. Der politische Diskurs verlor sehr weitgehend an Tiefe und Authentizität. Mehrheitsfähigkeit wurde wichtiger als Weltanschauung, Sympathie ersetzte Standfestigkeit. Kein Wunder, dass der Drang der Parteien und der Politiker dahin ging, die „Mitte der Gesellschaft“ zu besetzen.“ (Welzer/Precht, S. 241)

„(Wie aus einem Beispiel ersichtlich), entspricht den Cursor der gefühlten Mitte ein Cursor des gefühlten Anstandes. Wer gerade nicht in der Mitte ist, ist moralisch fragwürdig und zum Abschuss freigegeben.“ (Welzer/Precht, S. 250)

Testseher ab 45 Jahren gesucht (Online-Anzeige)

Sprache ist nicht Wahrheit! – Mathematik ist Wahrheit.

Die große Ansteckung – Wie es kam, dass die Leitmedien so erregt wurden (Welzer/Precht)

Der Rest ist Schweigen.

 

In Nepal ist ein Tag nach der Katastrophe die Lage immer noch unklar.

Koalition will große Reformen beschließen.

Wirtschaft: mehrere Stimmungsbarometer weisen nach oben.

der „Schlächter vom Balkan“ gestorben.

Naumburger Dom

Sie malte und malte bis in die letzten Tage.

 

26.8.26

Die Häuser, die Bäume, als gingen sie heim,

sind ein wenig tiefer gestiegen.

Jedem düstern Ast ward sein strahlender Reim,

und allerorts sieht man den Himmel liegen.

(Erika Burkart)

 

„Die Lösung des Problems kann nicht, wie in den Schauerromanen des 18. Jahrhunderts, in einem geheimen Drahtzieher im Hintergrund gefunden werden, so gerne selbst Soziologen daran glauben möchten. (…) Eher könnte man von einem „Eigenwert“ oder einem „Eigenverhalten“ der modernen Gesellschaft sprechen – also von rekursiv stabilisierenden Funktionen, die dann auch stabil bleiben, wenn ihre Genetik und Funktionsweise aufgedeckt sind.“ (Niklas Luhman, in den 1990-er Jahren, Welzer/Precht, S. 231)

Der Rest ist Schweigen.

 

… abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren abschaffen; Deutschland soll wieder an die Spitze.

Sturzflut in Nepal, die Zahl der Opfer ist noch unklar.

mehrere US-Staaten haben Meta verklagt.

Gamescom in Köln gestartet.

Rekordeinnahmen für Erbschaften, 21,4 Mrd. € = + 60,8%.

1,4 Millionen Wohnungen fehlen in Deutschland.

 

25.8.26

Winter

Wo das Schneien war, sind jetzt reinblaue Lachen

mit Silberfunken davor.

Die Sonne, gehälftet, ein feuriger Nachen,

legt an vor der Wolkenküste des Thor.

(Erika Burkart)

 

„Von den Leitmedien erzeugte Wahrheiten müssen nicht mit der Bevölkerungsmeinung abgeglichen werden. Auf diese Weise erhalten die Stellvertreter aus den Zirkeln der Vierten Gewalt ein Macht, die sich immer weiter vergrößert, weil ihr kaum etwas im Wege steht außer vielleicht die Konkurrenz. Diese Macht ist aber eben nicht nur Deutungsmacht über Thesen, sondern – aus Mangel am Dissens zwischen den vielen Parteien der Mitte – mehr und mehr Deutungsmacht über Personen. Dies lässt sich dort gut beobachten, wo Talkshow-Moderatoren mit unverhohlener Freude politische Akteure damit konfrontieren, dass sie vor sechs Monaten in ihrer ureigensten Sendung das Gegenteil von dem vertreten hättenn, was sie jetzt sagen, in der gerade laufenden Sendung …“ (Welzer/Precht, S. 216)

Kapieren kommt von Kopieren – Wie der Cursor-Journalismus seine Breitenwirkung entfaltet (Welzer/Precht)

Der Rest ist Schweigen.

 

Drohnenvorfall vor 3 Wochen wahrscheinlich schwerwiegender als angenommen.

Abbau tausender Stellen bei VW, Produktion in China kostengünstiger.

USA: 50% Zölle auf kanadische Waren, umgekehrt auch 50% Zölle.

Steuer auf zuckerhaltige Getränke geplant, auch Fruchtsäfte und zuckerfreie Getränke.

 

 

24.8.26

Ich breche dir einen Strauß

blauer und goldener Knospen aus Eis.

Vom Traumort, werde ich sagen.

Ich träumte weiß.

(Erika Burkart)

 

„… den Kopf voller Dinge, die man zu schnell vergißt, … was fang´ ich an, wenn´s soweit ist?…“

„Heißt: Twitter funktioniert als Maschine nicht nur zur Übermittlung von kommunikativen Inhalten, sondern auch zur Herstellung von gefühlter Bedeutsamkeit.“ (Welzer/Precht, S. 195)

„mediale Erregungskurven“ (Welzer/Precht, S. 202)

„Testhandeln“ (Thomas Meyer)

Mitwachshose

„In einer Mediokratie ist „Mitte“ wichtiger als „Pluralität“. Und wo der Windkanal des Zeitgeistes das Design bestimmt, kann die Integration von Vielfalt nur stören.“ (Welzer/Precht, S. 244)

Der Rest ist Schweigen.

 

Vor 35 Jahren löste sich die UKraine von der Sowjetunion und verkündete seine Unabhängigkeit, Unabhängigkeitsfeiern in Kiew.

mögliche Sanktionen der USA gegen den Iran, wenn es keine diplomatische Lösung gibt.

Chat GPT zeigt jetzt Werbung an, andere Anbieter könnten nachziehen.

Amatice vor 10 Jahren: 24. August 2016 Erdbeben, heute erst 40% wieder aufgebaut.

Kühne & Nagel

 

23.8.26

Zweistimmigem Schweigen ein Echo

warte ich tiefer hinein.

Meine Spuren sind Blätter an Zweigen

schmiegsam wie Wolkengebein.

(Erika Burkart)

 

„Die monatliche FAZ-Umfrage des Allensbacher-Instituts verzeichnete im März 2022, dass nur noch 19 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger mit Optimismus in die Zukunft blicken – der niedrigste Wert, der je in der Bundesrepublik gemessen wurde. Selbst nach 9/11 lag er bei 31 Prozent, während der Finanzkrise bei 34 Prozent.“ (Welzer/Precht, S. 116)

Lesen, Malen, Zeichnen, Drucken.

„Je offener eine Gesellschaft ist, umso stärker zeichnet sich dadurch aus, wie viel Diversität, Pluralität und Widerspruch sie zulässt. Ihre selektive Blindheit ist weitaus geringer als jene in autoritären Gesellschaften.“ (Welzer/Precht, S. 165)

„Wenn Politikjournalismus in erster Linie Politiker kommentiert und nicht die realen Geschehnisse im Land und wenn andererseits Politiker als ihre Realität ansehen müssen, was ihnen die Leitmedien spiegeln, so ergibt sich zwangsläufig: Wer in der Politik nicht vorkommt, kommt auch in den Medien nicht vor. Und umgekehrt.“ (Welzer/Precht, S. 189)

Im Traum begegnen uns die Ahnen.

Er kommt sich sehr wichtig vor.

„kultureller Kapitalismus“ (Reckwitz)

„die Bedarfsdeckungsgesellschaft“, „die Bedarfsweckungsgesellschaft“ (Precht, S. 63)

„Die Sinngesellschaft ist eine postheroische Gesellschaft.“ (Precht, S. 66)

„Authentizität ist das wohl wichtigste Wort des kulturellen Kapitalismus.“ (Precht, S. 86)

Der Rest ist Schweigen.

 

AfD-Chef Chrupalla im ARD-Sommerinterview.

EVG droht mit Blockade im Regionalverkehr.

Lage in der Stadt Kiew.

Kanada und USA brechen Zollverhandlungen ab.

Schleswig-Holstein vor 80 Jahren gegründet, auch Nordrhein-Westphalen wird 80 Jahre alt.

 

22.8.26

Weiß

Flocken beschliefen die Knospen.

– Ich habe Weißes geträumt.

Ein Baum im Licht und einer im Schatten.

Schneeland, von Hoffnung geträumt.

(Erika Burkart)

 

Eine Frage des Systemvertrauens – Die Repräsentationslücke (Welzer/Precht)

Das Selbst ist das, was uns mitgegeben wird; das Ich gestalten wir.

Im Nachhinein habe ich diesen Professor geliebt. (W.Sp.)

Ich ist ein anderer.

Für viele Künstler entpuppt sich der (neoliberale) Kapitalismus als Fluch, für wenige als Segen.

Man darf nicht berechenbar sein.

„Der freiheitlich, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.“ (Ernst-Wolfgang Böckenförde, Staatsrechtler und Rechtsphilosoph) … „Der freiheitliche Staat kann nur bestehen, wenn sich die Freiheit, die er seinen Bürgern gewährt, von innen her, aus der moralischen Substanz des einzelnen und der Homogenität der Gesellschaft, reguliert.“ (Welzer/Precht, S. 111)

Richard David Precht, Angststillstand – Warum die Meinungsfreiheit schwindet, Wilhelm Goldmann Verlag, München, 2025, eBook.

Der Rest ist Schweigen.

 

Wadephul zu Gesprächen in Kiew, Bundeswehr in Polen, Ostflanke, bis 2028 soll die Ostflanke stehen.

Merz hat das Waldbrandgebiet in der Eifel besucht.

Verstörende Bilder in Mannheim.

 

21.8.26

überfloß die Zeit –

schäumte in Faltersträußen und Frühschnee,

gerann – immer war eine Glocke dabei –

zu breiten Röten und Eisvogelblau.

Der Himmel trug auf der Schulter

den zweiten Himmel, der stürzte, als ich

nicht mehr ein Kind war,

die Erde sich drehte,

die Herzen sich drehten,

das Kreuz vom Baum,

der Baum sich vom Wald,

die Liebe sich trennte

in ich du er sie,

die Sonne im Kind,

das Kind in der Sonne verschwand.

(Erika Burkart)

 

Fisch mit 4 Stühlen (Kleinanzeige)

„Die basisdemokratische deliberative Öffentlichkeit der zivilgesellschaftlichen Foren bürgerlicher Verständigung über gemeinsame politische Zwecke kann nämlich dem system der Leitmedien nicht nur Themen aufnötigen, sondern ihnen auch ein Maß an Information und Argumentation bei der Behandlung dieser Themen abtrotzen, dass deren Inserierungsgewohnheiten eigentlich fremd ist. Damit verändern sich temporär die Struktur der gesamten Öffentlichkeit und die Arbeitsweise der Leitmedien in Richtung größerer Inklusion und demokratischer Qualität.“ (Welzer/Precht, S. 96)

„Denn Integration im liberalen Staat bedeutet nicht Anpassung und Auf-Linie-Bringen, sondern im Gegenteil: die Aufnahme des Widerspruchs in das Gesamtbild.“ (Welzer/Precht, S. 109)

Der Rest ist Schweigen.

 

Kritik an Israel wegen Siedlungsbau.

Fund eines Waffenverstecks, womöglich geplanter Anschlag, russischer Geheimdienst wird vermutet.

Großkonzerne fordern mehr Tempo bei Reformen.

USA lebt über ihre Verhältnisse, Rekordschulden von 40 Bill. $, Unsicherheit auf den internationalen Finanzmärkten.

Klimaneutrale Zementproduktion.

Feuerwehr-Einsatz im Hürtgenwald beendet.

 

20.8.26

Als ich ein Kind war

Als ich ein Kind war und Kronen verteilte,

das Wasser mich trug, der Spiegel mich einließ,

vogelgestaltig der Dämon mich anflog,

mit Himmel die Wand tapeziert und der Himmel

Decke und Wandung der Rundstube Welt,

#der Hirte ein Gott

und die Gottheit ein Hirt war,

Notenbilder aus Vögeln und DRähten

im Gegenlicht tönten,

die Ähren an Sternen rührten, das Gras

Wanderblumen und Schlafengel barg,

der Strahl aus dem Brunnen

kristallene Grotten höhlte in mir,

(Erika Burkart)

 

Ecke Bank zu verschenken (Kleinanzeige)

Handwerk: Etwas geschafft haben.

„Mediokratie“ (Welzer/Precht)

„Die Leitmedien in Deutschland sind keine Vollzugsorgane staatlicher Meinungsmache.“ (Welzer/Precht, S. 19)

„Wenn der Kampf um Aufmerksamkeit, Marktanteile und Deutungshoheiten mit immer aggressiveren Mitteln geführt wird, kann von einer funktionierenden Öffentlichkeit nicht mehr die Rede sein.“ (Welzer/Precht, S. 26)

„Die Vierte Gewalt hat keinen Verfassungsrang, ihr Mitregieren ist nicht vorgesehen.“ (S. 61)

Der Rest ist Schweigen.

 

Jeder zweite Auszubildende fühlt sich psychisch belastet.

Gesundheitswesen: fast 3.000 Behandlungsfehler festgestellt.

Attackierung russischer Raketen auf Kiew.

Ceuta will Ordnung wieder herstellen, Kinderschützer schlagen Alarm.

Ruhrtriennale startet, (bis 4. September)

Tornados in Brandenburg und Hessen.

 

19.8.26

Dazwischen

Ich suche das Wort

das mich fände.

 

Jedes Wort

ist ein Maß für Distanzen,

die ich mit Worten

nicht überwinde.

 

Wortlos lerne ich lauschen.

Lauschen ist ein Gespräch mit dem Schweigen.

 

Gedichte sind Grade des Schweigens.

(Erika Burkart)

 

„Das Internet, so Lanier, ist eine gewaltige kommerzielle Maschine, die letztlich nichts anderes tut als das: Kultur in Werbung zu verwandeln.“ (R.D. Precht, S. 875)

„Die Gesellschaft ist der Geburtsort des moralischen Bewusstseins.“ (Edward Westermarck)

Harald Welzer, Richard David Precht, Die vierte Gewalt – Wie Mehrheitsmeinung gemacht wird – auch wenn sie keine ist, Goldmann Verlag, München, 2022, eBook.

„Was ist in Deutschland geschehen, dass das Medien vertrauen so schwach ausgeprägt ist? Wir wagen in dieser Frage eine Hypothese: Die Migrationskrise, die Corona-Pandemie und zuletzt der Ukraine-Krieg habe die Rolle, die Funktionsweise und das Selbstverständnis der Leitmedien deutlich verändert …“ (Welzer/Precht, S. 13)

Der Rest ist Schweigen.

 

USA: Prozess gegen Meta, Instagram und Facebokk sind so gestaltet, dass sie süchtig machen.

Sudan: Kürzungen erschweren humanitäre Hilfe.

Merz verurteilt Aussagen von Ben-Gvir.

USA erhöhen Druck auf Strafgerichtshof.

Drohnen und KI gegen Waldbrände.

Zweiter Ukrainer in Kroatien festgenommen (Anschlag auf Nord-Stream-II).

Tanken in Moskau eine Geduldsprobe.

Hubig will mehr Hitzeschutz im Mietrecht.

Neuer Verteidigungsminister in der Ukraine.

Aachen: gesellschaftliches Großereignis.

 

18.8.26

Zünde ein Licht an für mich,

solange ich hier bin.

Neige die Stirne zur Flamme.

Sag drei Worte. Sprich leise.

Bete für mich.

(Erika Burkart)

 

Douglass North (*1926), Wirtschaftshistoriker, Washington: „Pfadabhängigkeit“.

Am allerlautesten sind die, die nichts zu sagen haben. (Gisbert zu Knyphhusen)

Wer Neider hat, hat Brot, wer keine hat, hat Not. (polnisch)

„Das Internet als Ort wohltuender Anarchie – das ist die eine Seite der Medaille.“ (R.D. Precht, S. 868)

„… das Internet, wie es heute ist, ist im Grunde eine Maschine zur Stärkung unserer Vorurteile. Je größer das Angebot an Informationen ist, desto pingeliger entscheiden wir uns mitunter genau für das, was uns zusagt, und ignorieren alles andere. Das Netz gewährt uns die Befriedigung, nur Meinungen zur Kenntnis zu nehmen, mit denen wir bereits konform gehen, nur Fakten (oder angebliche Fakten), die wir schon kennen.“ (R.D. Precht, S. 873)

„Künstler“: Anerkennung um jeden Preis.

Der Kunstmarkt: Angebot + Nachfrage.

Der Rest ist Schweigen.

 

7% Ernteeinbußen der Landwirte.

Zentrum für Drohnenforschung eröffnet, Investition von 10 Mio. €.

Ukraine: Wohnhäuser und zivile Infrastruktur angegriffen.

„pure Menschenverachtung“.

Dänemark gehört zur Digitalisierung von Schulen als Vorreiter.

Entspannung der Lage im Hohen Venn.

 

17.8.26

Mit einer Kerze

Stelle ein Licht in die Nacht.

Stelle es gegen den Strom.

 

Wohin gehen die Toten?

Wer erinnert Gott an die Erde?

Hat auch Jago gelitten?

Warum gehen die einen nach Antibes,

die andern nach Auschwitz?

Für wen sind die Sterne?

Werden die Wespen

bei der Auferstehung dabeisein?

Erträgt Judas das Licht?
(Erika Burkart)

 

„Doch ob es um Umweltpolitik oder Energiepolitik geht, um Konsumentenschutz oder Agrarpolitik – die Lobbys sind wesentlich mächtiger als die Wähler.“ (R.D. Precht, S. 862)

Er hat keinen Sinn für Werte.

„Es gehört auch Glück dazu.“ (Werner Knaupp zu mir)

Ramschgeschenke

Die Konkordanz der Bürger – Wie die Demokratie reformiert werden könnte (R.D. Precht)

shifting baselines

„Noch nie in der Geschichte hat es so brachliegende Intelligenz gegeben und so viel politisch ignoriertes Wissen.“ (R.D. Precht, S. 838)

G.E. Lessing, Emilia Galotti (Reclam)

Gerald Knaus und Jana Hensel in Blome & Pfeffer, Der ntv-Hauptstadttalk.

„… im wahrsten Sinne brennende Themen.“ (M. Slomka)

Der Rest ist Schweigen.

 

Belgien: Einsatzkräfte haben alle Hände voll zu tun, Hohes Venn, Naturpark Belgiens, eine nationale Tragödie, Moorboden verhindert den Einsatz von Löschfahrzeugen, Feuer ist noch nicht nach Monschau vorgedrungen.

In Thüringen bröckelt die Landesregierung.

Was praktisch wirkt, wird gefährlich: E-Scooter, Helmpflicht steht zur Diskussion.

Ungarn seit 100 Tagen Machtwechsel.

 

 

16.8.26

O, der getrosten Verzweiflung!

Dich trägt, was du trugst.

Einer, den du nicht kennst,

bezahlt die Zeche für dich.

Rosen sind wieder Rosen,

Sterne sind Sterne

und Gott ist Gott.

(Erika Burkart)

 

„Die Welle des „Neoliberalismus“ der letzten zwanzig Jahre hat unsere Kommunen geradezu überrollt. Oft hilflos und überfordert sahen sich die Stadtväter und -mütter mit der Idee eines „New Public Management“ konfrontiert, die sie im Grunde kaum verstanden. Clevere Unternehmer boten ihnen an, ihre Haushaltslage und Bilanzen zu verbessern durch Kommerzialisierungen, Privatisierungen und Teil-Privatisierungen. Dass die Städte dabei häufig über den Tisch gezogen wurden, wie die Bürger der ehemaligen DDR beim Nachwende-Kauf von Rheumadecken und Lebensversicherungen, steht heut wohl außer Frage. Naiv verfielen sie der allgemeinen Stimmung, dass private Unternehmen gleichsam von Natur aus alles besser könnten, was vorher Beamte und Angestellte der Stadt gemacht hatten …“ (R.D. Precht, S. 800)

Die entfremdete Republik – Warum unsere Demokratie leidet (R.D. Precht)

„Nicht Demokratie, sondern „Postdemokratie“ nennt der britische Politikwissenschaftler und Soziologe Colin Crouch (* 1944) von der Universität Warwick diese Theater.“ (Precht, S. 824)

Der Rest ist Schweigen.

 

Es ist einer der größten Waldbrände Belgiens: Hohes Lenn, grenzt an NRW.

Berliner Politik beschäftigt sich mit Hitze, Hitzeschutz als Gemeinschaftsaufgabe soll im Grundgesetz verankert werden.

Italien: Hitzewarnungen.

russische Armee hat 800 ukrainische Drohnen abgefangen.

 

15.8.26

Ein Traum untergräbt deinen Tag,

du stürzest, und unten

berührt ein Blatt deine Stirn.

Die Sternschnuppe fällt und erlischt

in wunschlosen Sinnen.

(Erika Burkart)

 

Goldfische zu verschenken (Kleinanzeige)

„Gut leben statt viel haben.“ (Felix Ekardt, *1972, Prof. für öffentliches Recht und Rechtsphilosophie, Rostock)

Kommunitarismus (in den USA, in Deutschland)

„Werbung ist der Gottesdienst unserer Welt, das ritualhafte Einschwören darauf, etwas zu verkaufen.“ (R.D. Precht, S. 763)

„Sozialisierung von Verantwortung“ (R.D. Precht)

Das erste Mal, in der ein Wissenschaftler Arsen in der Asche nachgewiesen hat. (Medical Detevtives)

„Demokratieentleerung“ (Wilhelm Heitmeyer, Soziologe, *1945)

Upton Sinclair: „Es ist schwierig, einem Menschen etwas begreiflich zu machen, wenn sein Gehalt darauf beruht, es nicht zu begreifen.“

Die einst attraktiven Mädchen aus der Jugendzeit sind jetzt alte Frauen.

Ideen: Realitäten, Träume.

Der Rest ist Schweigen.

 

Vorsichtiger Optimismus in der Eifel: Waldbrand breitet sich nicht mehr aus, Landwirte sind als Helfer vor Ort, Helikopter-Einsatz konnte eingestellt werden. Auch Waldbrand in Belgien, Evakuierung von zwei Ortschaften.

Kabul heute vor 5 Jahren: USA zeihen Truppen ab, für das Regime ist es der Tag des Sieges, Bundesregierung erkennt die Regierung in Afghanistan nicht an.

noch immer befinden sich hunderte von Kindern in Ceuta.

Techno-Parade in Berlin.

 

14.8.26

Krümmungsspannung

Ein Freund treibt dich

einem Kreuz in die Arme,

der Feind schüttet Raupen in deinen Garten

und es werden Falter daraus.

Durch des Freundes Gesicht

geht des Feindes Gesicht

wie Schatten durch Schatten.

Die Sterne sind Nagelköpfe, und Gott

liegt gemordet im Bahrtuch der Nacht.

 

Was ist?
(Erika Burkart)

 

Große Künstler: Es muss ein pathogenes Moment vorhanden sein.

Die Zukunft hängt von uns selbst ab, und wir sind von keiner historischen Notwendigkeit abhängig. (Karl Popper)

„Dieses sich als „neoliberal“ selbst verstehende Finanz-, Wirtschafts- und Denkmodell ist heute bankrott. Die Finanzkrise belehrt ebenso unmissverständlich darüber wie der moralische Notstand unseres Wirtschaftssystems. Die wahren Vordenker des Neoliberalismus, Männer wie Eucken, Rüstow oder Röpke, würde es das Gruseln lehren. So nämlich war die Sache mit der Marktwirtschaft nie gemeint gewesen. Doch zu spät: Der Neoliberalismus ist nicht nur mit der Moral-Kasse durchgebrannt, er hinterlässt auch einen Scherbenhaufen in Kommunen, Ländern und Volkswirtschaften; einen Berg an Schulden und einen Ausverkauf an gesellschaftlichem Besitz. Rüstow und Eucken aber, den wohlmeinenden, besonnenen und mehrenden Vorvätern der Idee, ergeht es nicht anders als den Statuen von Marx und Engels auf dem gleichnamigen Forum am Alexanderplatz in Berlin. Geistreiche Witzbolde hatten ihnen nach dem Zusammenbruch der DDR den Satz auf den Rücken gesprüht: „Wir sind unschuldig!“ (R.D. Precht, S. 722)

Ein Kunststudium in der teuersten Stadt Deutschlands.

Der Rest ist Schweigen.

 

„Ausbau des Rhein müsste jetzt kommen.“

Ernteeinbußen der Landwirte, sogar Totalausfälle im Süden.

Gletscher verlieren Eis.

Automobilindustrie in tiefer Krise.

 

13.8.26

Wurzeldurchwachsen blinden Diademe,

wie geisterklar die Stämme stehn!

Die Fährte führt zur Höhle der Embleme,

– im Walde werden wir uns wiedersehn.

(Erika Burkart)

 

Unterhaltungsromane

„Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer, die Millionen verdienen müssen, um motiviert zu sein, haben in der Tat ein Motivationsproblem und sind sicher keine gute Besetzung für Spitzenpositionen. Und ein Konkursbanker, der seine Boni vom Staat einfordert, wie mehrfach geschehen, beweist nicht seine Qualität, sondern seine soziale Unzurechnungsfähigkeit. Was für seltsame Gewächse hat die Gesellschaft um Adam Smiths willen hier eigentlich gezüchtet?“ (R.D. Precht, S. 690)

„Eine Aktiengesellschaft ist für die persönliche Bereicherung zuständig, aber nicht für die persönliche Verantwortung.“ (Ambrose Bierce, US-amerikanischer Schriftsteller, Ende des 19. Jhrdts.)

Musik kann die Seele berühren.

Der Rest ist Schweigen.

 

Vor 65 Jahren wurde die Berliner Mauer errichtet.

12.500 Menschen sind zuletzt an der Hitze gestorben; Hitzeschutz ist vor allem Aufgabe der Kommunen.

Kernkraftwerk in Rumänien wegen Niedrigwasser der Donau abgeschaltet.

Wettlauf gegen die Zeit in Kolummbien.

Fidel Castro wäre heute 100 Jahre alt geworden, Sanktionen der USA.

Vulkan Ätna spuckt weiter Asche, Schäden in Millionenhöhe.

 

 

12.8.26

Wald, abgeholzt. Blauwolke Wald,

mir eingewachsen und mir ferngerückt.

Der Abend kommt, ich komme bald,

im Schauen wird das Ödland überbrückt.

(Erika Burkart)

 

Das heute journal schürft in anderen Tiefen!

„Viele Wirtschaftswissenschaftler bezweifeln heute, dass sich Wohlstand mit Wachstum gleichsetzen lässt. Doch was dabei hinterfragt wird, ist mehr als ein Messinstrument. Es ist eine Weltanschauung: der Glaube, dass es in unserer Gesellschaft materiell immer weiter vorwärts gehen müsse, koste es, was es wolle. Wie beim Staatssozialismus ordnet die Weltanschauung den Menschen einer Ideologie unter. Nicht um den einzelnen Bürger geht es – es geht ums Wachstum um jeden Preis.“ (R.D. Precht, S. 640)

„Es galt nichts höher als das Wort des guten Kaufmanns, und so bekräftigen sie ihre Eide, indem sie sagen: Bei der Ehre des wahren Kaufmanns.“ (Luca Pacioli, 1445 – 1514)

„Kein Kapitalist liebt den Markt, allenfalls seine beherrschende Stellung darin.“ (R.D. Precht, S. 680)

Der Rest ist Schweigen.

 

Veränderte Bedrohungslage: aktives Vorgehen des BND und des Verfassungsschutzes.

Desinformationen aus Russland sollen den Wahlkampf in Ostdeutschland beeinflußen.

Frühstartrente vom Kabinett beschlossen; ebenso Erhöhung des BaföG.

Neue EU-Regeln für Verpackungen.

 

 

11.8.26

Panischen Blickes schaut´s mich an:

Schwermut und Grauen, Lust der Pollen,

darüber Sternenaugen, aufgetan

ob Knospen, die bei Nacht sich nur entrollen.

(Erika Burkart)

 

„Bruttonationalglück“ (gross national hapiness) in Bhutan.

„Die Art und Weise, wie wir unseren Wohlstand messen, verwechselt Qualität mit Quantität. Den Sozialwissenschaftlern, Soziologen und Ökonomen ist das schon lange bekannt. Nur die Politik, so scheint es, hinkt dieser Entwicklung hinterher. Einer der wenigen Staatschefs der westlichen Welt, die dieses Problem offensichtlich ernst nehmen, ist der französische Präsident Nicolas Sarkozy. Im Februar 2008 berief er die beiden Nobelpreisträger Joseph Stiglitz und Amartya Sen (*1933) zu sich. Gemeinsam gründeten sie eine „Arbeitsgruppe zur Verbesserung der Messung wirtschaftlicher Leistung und gesellschaftlichen Fortschritts.“ (R.D. Precht, S. 637)

„Umarmungsdemokratie“ (Korte, S. 70)

Begabung ist noch lange kein Garant für Erfolg.

„Sachfragen sind immer mit Machtfragen verbunden.“ (Korte, S. 114)

Der Rest ist Schweigen.

 

Ex-Machthaber Assad in Abwesenheit vom syrischen Gericht zum Tode verurteilt.

Kolumbien: noch 3.000 Menschen vermisst, nationaler Notstand ausgerufen.

„Apfel“ (Jabloko) in Russland verboten.

Niedrigwasser des Rheins: Auch die angrenzenden Rheinauen sind betroffen.

weitere Bundesländer heben das LKW-Fahrverbot am Wochenende auf.

„faule“ Generation Z?

Tausende Urlauber sitzen auf Sizilien fest – Ausbruch des Vulkans Ätna.

 

10.8.26

Hochblätter filtern Licht. Strömung, gemischt

aus Harz- und Honigduft. Arom der Stille -,

im ersten Stern, vom Wipfelwind durchfrischt,

löst sich der Prinz aus schlaffer Schwanenhülle.

(Erika Burkart)

 

Pappel-Sperrholz für meine Holzschnitte: eigentlich ungeeignet, da zu weich und langfaserig, aber sehr kostengünstig!

Verlustaversion

„… Denn wie wir alle wissen: Wir brauchen nicht mehr Zeugs, sondern mehr Zeit.“ (R.D. Precht, S. 630)

„Wie leben in einer Bedarfsweckungsgesellschaft statt in einer Bedarfsdeckungsgesellschaft. Und die Werbung flüstert uns Schmeicheleien in die Seele, damit wir unser Glück dort suchen, wo wir es zwar nie vermuteten und langfristig auch nur selten finden.“ (S. 619) … „Status bestimmt darüber, wie andere uns spontan wahrnehmen und wie wir uns – über den Blick der anderen – selbst wahrnehmen … Das Bezeichnete an Status ist, dass er in dem Moment erlischt, in dem ihn jeder erlangt. Seiner Natur nach ist Status exklusiv, das heißt, er schließt andere aus … Status befriedigt kein absolutes Bedürfnis, sondern ein relatives. Worum es geht, ist ein „mehr“ gegenüber anderen, ein Unterscheidungsgewinn. Schon Wilhelm Busch wusste, dass „Neid“ die „aufrichtige Form von Bewunderung ist.“ (R.D. Precht, S. 620)

Der Weltbürgerpass.

Karl-Rudolf Korte, Wählermärkte – Wahlverhalten und Regierungspolitik in der Berliner Republik, Campus Verlag, Frankfurt/New York, 2025, eBook.

inkompetente Berater in Baumärkten.

Der Rest ist Schweigen.

 

700 Mrd. € für das Militär.

verstärkt trifft es Odessa, ohne Strom in Odessa.

Drohnenabwehr soll ausgebaut werden.

Tote bei schwerem Erdbeben in Kolumbien.

Juni und Juli in Westeuropa so heiß wie nie zuvor.

Rhein nicht mehr durchgängig befahrbar.

Waldbrände in Südeuropa.

Die politische Zukunft Sachsen-Anhalts.

Mehr Befugnisse im Kampf gegen Geldwäsche.

E-Auto immer beliebter.

 

9.8.26

Kronfedern fächeln, fremde Blüten

aus Montezumas Schmuck an Farn und Klee.

Die Laub- und Efeuzelte hüten

die Schwester, hingebeugt zum Bruder Reh.

(Erika Burkart)

 

Eine Kunstausstellung ist der abgespaltene Teil einer Persönlichkeit.

„Materieller Wohlstand ist kein Selbstzweck, sondern eine zwar notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für das Wohlbefinden.“ (R.D. Precht, S. 613)

„Materielle Glücksversprechen sind also immer eine flüchtige Sache. Dazu kommt, dass mit jedem Besitz die Summe an Abhängigkeiten wächst. Man muss Versicherungen abschließen, die Dinge in Ordnung halten. Und man sorgt sich vor Verlust, Zerstörung, Einbruch und Diebstahl. Aus diesem Grund darf es nicht verwundern, dass – obwohl die ganze politische Anstrengung darauf gerichtet ist – das Glück der Mittelschichten mit zunehmenden Besitz unterm Strich nicht ansteigt.“ (R.D. Precht, S. 618)

„Es ist eine Krankheit der Menschen, dass sie ihr eigenes Feld vernachlässigen, um in den Feldern der anderen nach Unkraut zu suchen.“ (Victor Hugo)

Sport – Spott

„Wir leben in einer organisierten globalen Verantwortungslosigkeit.“ (Greta Thunberg)

Scharlatane der Künste.

„Im Allgemeinen haben die Weisen aller Zeiten immer dasselbe gesagt, und die Toren, d.h. die unermessliche Majorität aller Zeiten, haben immer dasselbe , nämlich das Gegenteil getan und so wird es denn auch ferner bleiben.“ (Arthur Schopenhauer)

Der Rest ist Schweigen.

 

Bilger will die Manager der Bahn mehr in die Pflicht nehmen.

Straße von Hormus blockiert, Iran stellt sechs Forderungen an die USA – Verhandlungsstrategie Irans.

15-Punkte-Plan für Gazastreifen lehnt Israel ab.

Bürgerkrieg im Sudan dauert nun 3 Jahre, 14 Mio. Sudanesen auf der Flucht.

33 Grad C Wassertemperatur in Mallorca.

 

8.8.26

Verirrte Urgesteine ducken

sich tierhaft ein ins Flechtenfell,

und die bemoosten Flanken zucken

mit toten Blättern, Flaum und Schleierquell.

(Erika Burkart)

 

„Das Gute schlechthin gibt es nicht. Das Gute ist relativ. Als gut erlebe ich das, was ich tue, wenn ich meine, dass mein Tun für andere wertvoll ist. Meine Vorstellungen über wertvolles Handeln mischen sich aus sozialen Instinkten und den Einflüssen meiner Erziehung. Wir halten für gut, was wir als Kinder gelernt haben, was in unserem Umfeld als gut gilt und was besser zu sein scheint als das Verhalten der schlechtesten Gruppenmitglieder unserer Umgebung. Das Gute, was ich tue, strahlt auf mich zurück.“ (R.D. Precht, S. 605)

Woran unsere Gesellschaft krankt. (R.D. Precht, S. 609)

„Ökonomie ist die Umsetzung von Moralphilosophie mit praktischen und finanziellen Mitteln.“ (R.D. Precht, S. 611)

„Wer wagt es, sich den donnernden Zügen entgegenzustellen? Die kleinen Blumen zwischen den Eisenbahnschwellen.“ (Erich Kästner)

„Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“ (Bertold Brecht.)

Liebe deine Feinde, denn dann hast du keine mehr! (F. Leiminer, S. 228)

Der Rest ist Schweigen.

 

7.8.26

Wald, abgeholzt

Gebt alle Brücken frei! Ich muß

in meinen Wald zurück. O blattverschlossnes Wunder:

da ist der Weg ein Licht- und Schattenfluß,

schwemmt Gold der Sagen an und Kindheitsplunder.

(Erika Bukart)

 

Lockvogel

„Soziale Strukturen allein im Namen einer höheren Ordnung zu entscheiden – eines Prinzips, einer Maxime, einer Norm – hat immer etwa Unmenschliches. Man denke nur an die radikalen Abtreibungsgegner in den USA, die in den letzten Jahren wiederholt ein vermeintliches Recht selbst in die Hand nahmen …“ (R.D. Precht, S. 592)

Marie Ceritat de Condorcet (franz. Aufklärer) schrieb: „Glück sei, wenn das gesamte System der Gesellschaft auf der unwandelbaren Grundlage und Gerechtigkeit gegründet ist.“

„Unsere Sozialordnung gleicht einer Landkarte mit Territorien, und unsere Normen markieren die Grenzen.“ (R.D. Precht, S. 595)

aurum nostrum est non aurum vulgi.

„Warum folgt man der Mehrheit? Etwa, weil sie mehr Vernunft hat? Nein, weil sie mehr Macht hat.“ (Blaise Pascal, 1623 – 1662)

„Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.““In einer Zeit allgegenwärtigen Betruges ist es ein rechtmäßiger Akt, die Wahrheit zu sagen.“ (George Orwell)

Der Rest ist Schweigen.

 

Falschmeldungen im Umlauf, nationaler Sicherheitsrat, „keine Zeit mehr zu verlieren …“ (Ischinger), russische Botschaft bestreitet den Vorfall.

1.300 minderjährige Flüchtlinge in Ceuta, Umverteilung hat nur zäh reagiert.

Spanien – Italien: Streit über Grenzkontrollen.

Drei Länder lockern LKW-Sonntagsfahrverbot.

mehr als 4.000 Ebola-Fälle in der DR Kongo.

Tote bei Schüssen in Thailand.

USA: Rechenzentren verbrauchen enorm viel Strom, im ganzen Land läuft der Widerstand.

Deutsche Exporte haben im Juni zugelegt.

 

6.8.26

Ineinandergeneigt,

unbedürftig der Zeit,

ruhender Kreis

und Mitte der kreisenden Ruh,

knien sie,

den Lilienbaum zwischen sich,

und wechseln das Urwort.

(Erika Burkart)

 

Karl Marx: „Der Trieb der Schatzbildung ist von Natur maßlos. Qualitativ oder seiner Form nach ist das Geld schrankenlos, d.h. allgemeiner Repräsentant des stofflichen Reichtums, weil in jede Ware umsetzbar. Aber zugleich ist jede wirkliche Geldsumme qualitativ beschränkt, daher auch nur Kaufmittel von beschränkter Wirkung. Dieser Widerspruch zwischen der qualitativen Schranke und der qualitativen Schrankenlosigkeit desGeldes treibt den Schatzbildner stets zurück zur Sisyphusarbeit der Akkumulation. Es geht ihm wie den Welteroberer, der mit jedem neuen Land nur eine neue Grenze erobert.“

Dan Arriely, Wirtschaftspsychologe, *1968: „Wenn eine soziale Norm mit einer Marktnorm kollidiert, verschwindet Erstere. Mit andern Worten: Es ist nicht leicht, die sozialen Beziehungen wiederherzustellen. Wenn eine Rosenblüte vom Stock herabgefallen ist – wenn eine soziale Norm von einer Marktnorm übertrumpft wurde -, kommt nur selten eine neue nach.“

… Das war Jan von nebenan.

„Visionen sind keine Illusionen: Illusionen kann man zerstören, Visionen nie.“ (H. Opaschowski, S. 230)

Friedrich Leiminer, Umdenken – Ist unsere Wohlstandsgesellschaft am Ende?, Books on Demand, 2022, eBook.

Frustrationstoleranz

Die Depots der Kunstmuseen quellen über.

„Diese Ungewißheit, diese vielsagende Schwebe der Mutmaßung, macht gerade den Reiz des Hörensagens aus, – ebenso wie seine Gefährlichkeit.“ (F. Leiminer, S. 80)

„Nichts setzt dem Fortgang der Wissenschaft mehr Hindernis entgegen, als wenn Leute zu wissen glauben, was sie noch nicht wissen.“ (Georg Christoph Lichtenberg)

Der Rest ist Schweigen.

 

5.8.26

Inparadised

Schau lang in die Sonne

und schließe das Auge.

Ins dunkle Flimmern

der Sonnenmünze geprägt,

erkennst du sie wieder:

 

Zwei, die knien voreinander

im Blütenschatten des Strauches,

der unsichtbar ist.

(Erika Burkart)

 

„Je charakterloser die Gesellschaft durch das Geld wird, umso leichter kommen die Menschen darin miteinander klar – das ist die Pointe. Aber sie zahlen zugleich einen hohen sozialen Preis dafür. Die Bedeutung der Gefühle im öffentlichen Leben schwindet immer mehr. Was für mich persönlich zählt, ist fast nur noch, was in der Gesellschaft allgemein zählt – und das bemisst sich am Geldwert. Mein Leben ist umzingelt von Dingen, die mir eigentlich fremd sind, die mir aber gleichwohl wichtig werden durch ihren Marktwert. Je mehr ich mit ihnen zu tun habe, umso mehr dringen sie dabei in mein Seelenleben ein.“ (R.D. Precht, S. 572)

„Je wichtiger man das Geld nimmt, umso stärker drängt es den Lebensinhalt zusammen. Und statt bloßes Mittel zu sein, wird es zum Mittel der Mittel und dadurch zum Selbstzweck.“ (R.D. Precht, S. 574)

„Oder bewahrheitet sich eine Aussage des französischen Philosophen Voltaire, wonach wir in der ersten Hälfte unseres Lebens die Gesundheit opfern, um Geld zu erwerben, und in der zweiten Hälfte unser Geld opfern, um die Gesundheit wiederzuerlangen?“ (H. Opaschowski, S. 122)

Ein Hobbykünstler kann nicht scheitern.

„The bad news are the better news.“ (S. 205)

Der Rest ist Schweigen.

 

Finanzierbarkeit der Frührente, „soziale Schutzrente“ (Frei), „jetzt ist erstmal Landtagswahlkampf“.

Kurz vor Einigung für die Straße von Hormuz.

KI-Programm hat Hacking-Versuch gestartet, Schadsoftware in Emails versteckt, Antrophie AI.

Mitgliedschaft und Beteiligung einer terroristischen Vereinigung, „LVW“, orientiert am Nationalsozialismus, Radikalisierung und Rekrutierung über das Internet.

SPD: „Recht auf Vergessenwerden einer Krebserkrankung“.

Drohnenvorfälle auf dem Flughafen von Leipzig, neue Stufe der hybriden Kriegsführung, zweitgrößter Frachtflughafen, Umschlagsplatz für militärische Güter, Wer hinter den Anschlägen in Leipzig steckt, ist offen; „ernster Sicherheitsvorfall“ (Armin Schuster, CDU), „kann Staatsterror sein …“, erster Testfall für das Drohnenzentrum, „ukrainisches Hinterland“ (M. Slomka).

 

4.8.26

Wie Alabasterlampen sind die andern

und wir in ihrem Schein aus Milch und Gold,

berückt von Strömen, die uns unterwandern,

wenn groß der Mond an unser Ufer rollt.

(Erika Burkart)

 

Georg Simmel: Philosophie des Geldes (1990)

Oscar Wilde in Lady Windermeres Fächer: „Ein Zyniker ist ein Mensch, der von allem den Preis und von nichts den Wert kennt.“

„Wie eine Spinne webt das Geld das gesellschaftliche Netz. Und wo die klebrigen Fäden ausliegen, wird alles äußerlich und gleichgültig. Alles kann jetzt mit allem getauscht werden. Der Zweck des Geldes heiligt alle Mittel. Und was früher nach seiner Qualität bemessen wurde, bemisst sich nun nach der Qualität des Geldes … Nur was einen Geldwert besitzt, ist auf dem Markt wertvoll. Auf diese Weise wird das Geld in der Moderne zu einer neuen Religion. Es stiftet Sicherheit, Gewissheit und verspricht günstigenfalls auch eine gute Zukunft. Und in all diesen Funktionen trägt es zum Lebenssinn bei.“ (R.D. Precht, S. 570)

Menschen sind sich ähnlich.

Nikotin und Koffein.

„… und Fortsetzung folgt …“

Der Rest ist Schweigen.

 

Bundeskartellamt überprüft Raffinerien.

EU-Innenminister beraten nach Krise in Ceuta.

Angriff auf Zivilbevölkerung in Cherson, „Methode des Terrors“.

Treffen von Vertretern Israels und des Libanons.

 

3.8.26

Sie reichen bis zu unsern Hüften.

Sie tun sich auf vor unsern Herzen.

In ihren Amethyst- und Saphirgrüften

flammt Liebesstaub auf unbewegten Kerzen.

(Erika Burkart)

 

Vor dem Gesetz sind alle gleich.

„Unsere Gesellschaft und unser Wirtschaften machen es unschwer, uns für moralische Fragen zuständig zu fühlen. Dabei ergibt sich noch eine zusätzliche Schwierigkeit von enormer Bedeutung. Die meisten Austauschprozesse in unserer Welt werden mithilfe eines Mediums geführt, das nicht nur wertneutral ist, sondern eine ganz bestimmte Art und Weise sogar zerstört – durch Geld.“ (R.D. Precht, S. 561)

Ich hab´ feste Grundsätz´, fest bleib´ ich dabei. Nur wenn ich ein Geld seh´, da änder ich´s glei. (Johan Nepomuk Nestroy)

Was Geld mit Moral macht. (R.D. Precht, S. 562)

„Mit anderen Worten: Wir werden nicht als Egoisten geboren – wir werden dazu gemacht.“ (R.D. Precht, S. 566)

Aufpassen wie die Heftlesmacher!

 

2.8.26

Dem Sonnenaug wächst eine Florhaut. Blind

geht das Gestirn an unsrer Hand.

Dies ist kein Traum. Die ungestielten Kelche sind

seit immer uns bekannt.

(Erika Burkart)

 

„Der kategorische Komparativ ist den Menschen angeboren, der kategorische Imperativ nicht. (R.D. Precht, S. 502)

Künstler: Es gibt einfach zu viele (in dieser Überflussgesellschaft).

Genie (im Fach) = Krankheit (im Allgemeinen)

Ich wusste es, aber ich habe es nicht geglaubt. Und weil ich es nicht geglaubt habe, wusste ich es auch nicht. (Raymond Aron)

Politiker als „Schönredner“.

„Politische Sprache ist dazu geschaffen, Lügen wahrhaft und Moral respektabel klingen zu lassen.“ (George Orwell, 1956)

„Gerade in einer Gesellschaft, die sich nach wie vor als Aufstiegsgesellschaft begreift, wachsen normative Verunsicherungen, wenn es in der Realität nicht mehr aufwärtsgeht. Viele kennen wahrscheinlich aus ihrer Kindheit die Erfahrung, entgegen der Richtung auf einer nach unten fahrenden Rolltreppe nach oben zu laufen. Das geht selten gut, und falls doch, kommt man mit letzter Kraft auf der nächsten Etage an. In der Abstiegsgesellschaft sehen sich viele Menschen dauerhaft auf einer nach unten fahrenden Rolltreppe. Sie müssen nach oben laufen, um ihre Position überhaupt halten zu können.“ (Oliver Nachtwey, Soziologe)

„Wer die Mobilnummer des entscheidenden Politikers hat, hat soziales Kapital. Wer die Möglichkeit hat, anzurufen und um einen Gefallen zu bitten, hat Macht – ungleich mehr Macht als die allermeisten anderen.“ (Rosa Lyon, S. 223)

Horst Opaschowski, Besser leben statt mehr haben – Wie wir die Zukunft der nachfolgenden Generationen sichern, Kösel-Verlag, München, 2023, eBook.

Der Rest ist Schweigen.

 

Diskussion über abschlagsfreie Rente.

Söder hat sich ausgesprochen, die Reform der Elektrofahrzeuge zu überdenken.

Die Zahl der Toten in Spanien ist auf 72 gestiegen.

Sinti und Roma gedenken der NS-Greueltaten.

Bombenanschlag in Moskau.

Es brennt vor allem in Griechenland.

Wasserstände auf Rekordtief.

„Europa glüht und brennt.“ (Chr. Sievers)

 

1.8.26

Krokusinsel

Ein Eiland hat der Woge sich versöhnt

und scheint, gefaßt ins Jenseitsblau.

Mit Kugelblitzen ist der Fels gekrönt.

Die Muscheln mischen Licht und Tau.

(Erika Burkart)

 

Aus Erfahrung Gut.

„… Und die Pointe daran ist, dass wir uns dabei mehr mit der Rolle identifizieren als mit unserem Selbst. Anders ausgedrückt: Wenn wir uns selbst mit der Taschenlampe beleuchten, so identifizieren wir uns nicht so sehr an dem, auf den das Licht fällt. Sondern wir identifizieren uns mit dem, der die Lampe hält!“ (R.D. Precht, S. 491)

Falls es stimmt, dass die halbe Wahrheit schon eine halbe Lüge ist, muss logischerweise eine halbe Lüge schon ein halbe Wahrheit sein. Zwei halbe Lügen wären dann die volle Wahrheit. (Guy Rewenig)

Der Rest ist Schweigen.

 

Die Rückkehr nach Marokko ist freiwillig, großes Sicherheitsaufgebot in Marokko.

Russland hat in der Nacht Kiew massiv angegriffen.

FIFA hat Plan aufgegeben, Infantino steht unter Druck.

Christopher Street Day in Hamburg.

Verbraucher haben Recht auf Reparatur.

„Europas Waldbrandsaison beginnt jetzt so richtig.“ (Chr. Sievers)

 

31.7.26

Raum

Der Hand blieb die Wange,

die Wange ruht in der Hand.

Die Wände, die nach den vier Wänden stehn,

tönen dich wieder.

Einwärts sickernde Quellen

haben verfremdete Namen

und das Gefälle der sanften Beschwörung,

die man singt, um am Morgen

die Sonne zu rufen.

Der Nebel nimmt den Boden hinweg

und öffnet im Fenster

die andere Zeit.

Das Turmgefühl wächst.

Die Wände runden sich aus.

Zu neuen Bildern geordnet

blühen auf ihnen

einbezogene Sterne.

(Erika Burkart)

 

„Wenn Menschen eine Situation für eal halten, dann ist diese in ihren Folgen real.“ (William Isaac Thomas, 1863 – 1947, und Dorothy Swaice Thomas, 1899 – 1977, US-amerikanische Soziologen)

Ich schwöre Ihnen … sich seiner selbst zu sehr bewusst zu sein ist eine Krankheit, eine richtiggehnde Krankheit. (Fjodor Dostojewskij)

Mihály Csikszentmihályi (*1934): Flow. Das Geheimnis des Glücks (1990).

„Zu Deutsch: Gute Menschen sind wir dann, wenn wir unsere moralischen Pflichten gerne erfüllen. Wenn wir das, was wir sollen, auch wollen.“ (R.D. Precht, S. 491)

Michael Sandel (US-amerikanischer Philosoph): Vom Ende des Gemeinwohls. Wie die Leistungsgesellschaft unsere Demokratie zerreißt. (2020)

Der Rest ist Schweigen.

 

Urteil hat für Sogwirkung gesorgt (über Social-Media), Schengen-Raum regelt Verkehr ohne Grenzen.

Frag den Staat, Regierung will Akteneinsicht einschränken, Informationsfreiheitsgesetz.

Brände: Lage in Türkei und Griechenland kritisch, „in Südeuropa brennt es“ – hat mit dem Klimawandel zu tun.

Regelung mit dem Gazastreifen, jetzt soll es einen Durchbruch geben.

Gegenwind gegen Infantino wird stärker.

Sternbrücke in Hamburg.

 

30.7.26

Auf Dunkelgrund

Nur der Wurm entdeckt die Wärme der Erde,

nur der Stein erfährt die zärtliche Flocke,

nachts nur sieht man die Sterne.

Höhlengänge führen ins Offne,

und das Licht verhüllt seinen Kern.

– Was aber Leben bedeute,

weiß nur,

wer starb.

(Erika Burkart)

 

Weißt du, schwarzt du.

 

Der Weltfußball steckt in einer Zerreiß-Probe.

Infra Test Imap zur Wahl  am 6. September in Sachsen-Anhalt: AfD bei 41%, CDU bei 24%, die Linke 19%, SPD 7%.

Deutsche Bahn schreibt Schwarze Zahlen: 147 Mio. €, schlechte Zahlen bei Verlässlichkeit.

Inflation im Juni bei 2,3%, im Juli 2,8%.

Brände jetzt auch auf Kreta und der Türkei.

9.800 Menschen in Deutschland wegen der Hitze gestorben.

 

29.7.26

Im Fluge bricht er mir das Reis.

Vom Schneebaum stäuben Glitzerpollen,

und hinter ihm hört man die Sonne rollen

über ein Brachgefild aus Glut und Eis.

(Erika Burkart)

 

Diogenes wurde gefragt, was im Leben schlimm sei. Darauf antwortete er: „Eine gutaussehende Frau.“

 

Die Wahl ging glatt: Frei erreichte größeres Ergebnis als Spahn, Merz verspricht Verbesserung.

politische Entschlüsse: EEG soll beendet werden.

Temperaturen um die 40 Grad C und Winde in Spanien und Frankreich, angespannte Lage um Bourdeux, Feuerwehrleute kämpfen bis zur Erschöpfung.

Niedrigwasser macht die Schifffahrt unwirtschaftlich.

Wacken: Metal-Party.

 

28.7.26

Als Einziger wird er zu lesen wissen

die Schrift im Schnee: drei Tropfen Blut.

Erinnern wird er sich und mich vermissen,

durch Feuer reiten und durch Flut.

(Erika Burkart)

 

„… if you come to San Franzisko …“

Bei anmaßendem oder völlig unrealistischen Gegebenheiten oder Forderungen, bei unkonventionellem Geschäftsgebahren oder nur platter Dreistigkeit: einfach schweigen.

 

Berlin: Ermittler haben ein Bekenner-Video gefunden, Treueschwur auf den Islamischen Staat.

Deutschland hat erstmals einen nicht straffälligen Afghanen abgeschoben, konsequent will hier die Regierung vorgehen.

Ukrainischer Präsident im Weißen Haus, Einzelgespräche mit Trump, auch israelischer Premierminister Netanjahu angereist.

Der chinesische Markt bleibt weiterhin für Mercedes schwierig, 30% Umsatz-Einbußen.

Frankreich, Spanien: von Entwarnung kann keine Rede sein, „David gegen Goliath“, es werden Schneisen in den Wäldern geschlagen.

 

27.7.26

Roter Reiter im Schnee

Ein großer Engel, ganz in Rot,

müßte geritten kommen durch den Schnee.

Man sagte mir, die Engel seien tot.

Zum Engel sage ich: Entsteh.

(Erika Burkart)

 

„Moral unterscheidet immer zwischen denen, die dazugehören, und den anderen. Sie ist strukturell immer Doppelmoral.“ (Eckard Voland, *1949)

„Man kann wenigen Menschen lange etwas vormachen und man kann vielen Menschen kurze Zeit etwas vormachen. Aber allen Menschen etwas vorzumachen ist unmöglich.“ (Abraham Lincoln)

Jedermanns privates Motto: Es ist besser beliebt zu sein, als Recht zu haben. (Mark Twain)

„Wer meint, dass er sich auf seine eigenen Grundsätze in jeder Lebenssituation verlassen kann, verrät entweder einen Mangel an Phantasie, oder er ist ein sehr erstaunlicher Mensch.“ (R.D. Precht, S. 446)

shifting baselines

Der Rest ist Schweigen.

 

(etc.)

26.7.26

Geh. Ich bin müde genug

für die Sonne der Kinder,

das ruhmlose Gras und die Wahrheit,

für die ich starb, obgleich ich sie neimals erkannt.

(Erika Burkart)

 

Man kann nur das lehren, was man kann und was man weiß.

Siegfried Kracauer (1889 – 1966): Das Ornament der Masse.

Unzulänglichkeiten

Am anderen Ufer sitzt einer, der von mir denkt: Sieh an, da sitzt einer am anderen Ufer. (Guy Rewening)

„Perochialismus“ (R.D. Precht)

„Wer immer und überall gut zu allen ist, ist schlecht zu sich selbst.“ (R.D. Precht, S. 419)

„Der Gebrauchswert des Kategorischer Imperativs liegt in seiner Erhabenheit, die seine Unanwendbarkeit sicherstellt.“ (Peter Sloterdijk)

Bücher als Dekoration.

zwielichtige Gestalten.

Der Rest ist Schweigen.

 

25.7.26

Nein. Ich weiß nicht,

wessen sie ist, diese Freiheit,

die jeder wünscht und die keiner

zu verdienen sich anschickt.

(Erika Burkart)

 

Die Schallmauer zwischen zwei Räumen durchbrechen.

Graswiese zum Abmähen (Kleinanzeige)

„Was das Herz nicht fühlt, lässt der Verstand nicht rein.“ (Arthur Schopenhauer)

Ein Strom des organischen Lebens von den schicksalhaft verbundenen Gruppen zu ihren Ornamenten, die als magischer Zwang erscheinen … Als Massenglieder allein, nicht als Individuen, die von innen her geformt zu sein glauben, sind die Menschen Bruchteile einer Figur. (Siegfried Kracauer)

„Wir kennen das Gefüge unserer Überzeugungen so wenig wie alle Winkel einer größeren Stadt – mögen wir diese so gut kennen. Genau genommen kennen wir den Lageplan unserer Überlegungen noch sehr viel weniger als irgend eine Lage in der weiteren Welt.“ (Martin Seel)

„gute“, „schlechte“ Ungleichheit (R, Lyon, S. 133)

Nachbarschaft

Der Rest ist Schweigen.

 

verheerende Waldbrände in Südfrankreich und Spanien außer Kontrolle.

Christopher Street Day in Berlin.

Sehnsuchtsort in Bayreuth.

 

24.7.26

Ohne Hoffnung auf Gold

grabe ich weiter

und bringe euch aus dem Berg

Worte wie „bergen“, „verborgen“, „verbirg“,

ein im Geschmack verborgenes Salzkorn

und die Verzweiflung nach Sonne und Gras.

(Erika Burkart)

 

durchsetzungsstark

„Und von den rund 7.000 Gesellschaften der Menschheit kennen die Völkerkundler nur etwa siebzig, die nie Krieg führen oder geführt haben.“ (R.D. Precht, S. 349)

„… Die Quintessenz ist klar: Krieg ist ein Mittel der Fortpflanzung und der genetischen Säuberung. Und das Mittel dazu ist die männliche Aggression.“ (R.D. Precht, S. 353)

„Ein Konfliktforscher, der die Geschichte des Krieges in den letzten Zweijahrtausenden untersuchte, schüttelte über diesen Unsinn nur den Kopf. So einfach kann man es sich nicht machen. Sollte der Aggressionstrieb des Menschen eine Rolle für kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Gesellschaften und Völkern spielen, so ist es gewiss nur eine unter vielen. Und wahrscheinlich nicht einmal eine besonders wichtige.“ (R.D. Precht, S. 355)

Der Rest ist Schweigen.

 

23.7.26

In der Zange Gesetz und Wiedergesetz

entschließe ich mich für die Freiheit,

die unverbrieft ist und weder Gottes noch Teufels.

Ich weiß nicht, wessen sie ist.

Vielleicht des Menschen,

wenn alle Zelte zerfetzt sind

und nichts verbleibt als der Grube

Werkhimmel, ungestirnt, unter Tag.

(Erika Burkart)

 

verschenke vier junge Legehennen (Kleinanzeige)

insgeheim ein Romantiker …

Gute Bücher, in physischer Form, sind viel zu teuer! (ebenso Automobile)

helfen

Ich begreife manuelle – also primitive – Drucktechniken eindeutig als Pendant zur digitalen Bildgestaltung.

wenn einer einem einen werthaltigen Gegenstand abluchsen will.

Kinder – sie sollen keinen Willen haben.

Vor den Krisen: Künstler errichten sich oft ein Wolkenkuckucksheim. Und danach?

In Russland ist Schizophrenie verboten.

Manche Internet-Marketer nerven einfach nur, mit ihrem Emai-Bombardement.

Der Rest ist Schweigen.

 

Kanzler Merz hat sich für eine Kabinettsumbildung entschieden: Linnemann, Warken, im Kanzleramt: Nina Warken.

Nahost: Transport von Rohöl immer schwieriger, 100 $ pro Barrel Öl, Kampfhandlungen zwischen USA und Iran gehen weiter.

USA und Saudi-Arabien haben Atomabkommen beschlossen.

Bundesverfassungsgericht: schnelles Gesetzgebungsverfahren entspricht nicht gegen Verfassung.

EU verhängt 800 Mio. € Strafe gegen Google, zwei Vorwürfe, zwei Strafen.

In Südeuropa wüten verheerende Waldbrände in Spanien und Frankreich.

 

22.7.26

Unter Tag

Müde bin ich

von der Liebe

und der Einsamkeit in der Liebe.

Müde bin ich vom Sterben

und den Erniedrigungen der Wiedergeburt.

Müde bin ich der List und Lust,

der Seiden- und Eisenmasken der Gottheit.

(Erika Burkart)

 

„Die Gesellschaft ist der Geburtsort des moralischen Bewusstseins.“ (Westermarck)

„Ein starker Egoismus ist also nicht einfach schlicht unsere Natur, sondern eine Anpassungsleistung an unsere jeweilige Natur. Oder anders gesagt: Jede Kultur hat die Egoisten, die sie verdient.“ (R.D. Precht, S. 343)

Der Krieg ist darin schlimm, dass er mehr böse Leute macht, als er deren wegnimmt. (Immanuel Kant)

credere

Kapazitäten

Sprache ist nicht die Wahrheit – Mathematik ist die Wahrheit!

J. Hanzak, Das große Bilderlexikon der Vögel, Vorwort von H. Remmert, Bertelsmann Lesering.

„… the answer my friend, ist blowing in the wind, is blowing in the wind ..“

Der Rest ist Schweigen.

 

Kanzleramtsminister Frei soll Fraktionsvorsitzender werden.

Der Konflikt zwischen und Iran eskaliert weiter, Iran: die Menschen haben ihre Kaufkraft verloren, 68% Inflation.

neuer Armeechef in der Ukraine.

Schweigeminute OEZ in München.

autonomieagierende KI hat Unternehmen gehakt.

 

21.7.26

Ein Wort sei ein Flug,

die Höhe zu lernen,

die es trennt von der Wahrheit der Rose.

(Erika Burkart)

 

„Und so wurde die Ethik im 20. Jahrhundert immer logischer, aber leider nicht psychologischer. Man darf sogar sagen: Je mehr Logik die Moral gewann, umso stärker verlor sie ihre psychologische Überzeugungskraft.“ (R.D. Precht, S. 322)

„Bezeichnenderweise sind Sandels Lehrmeister, die Philosophen Chrles Taylor (*1931) Andesclair Mac Intrye (*1929), glühende Anhänger der Philosophie des Aristoteles. Und der Kernsatz ihrer Lehre ist unmissverständlich: Man ist das, was man ist, weil man in einem Umfeld lebt, in dem sich durch permanenten Austausch zu dem macht, wer man ist. Von „sich aus“, als „Mensch“, als „Mitglied der Menschheit“ oder als „vernünftiges Wesen“ sei man zu nichts verpflichtet.“ (R.D. Precht, S. 340)

Der Rest ist Schweigen.

 

Diskussion über Leihmütterschaft.

letztes Jahr wurden mehr als 20.000 Kinder Opfer von sexuellem Mißbrauch, „dramatisch“, „Herausforderung“ (Dobrindt).

Abhängigkeit von amerikanischen Konzernen, schwarz digits in der Nähe von Heilbronn.

Der Nahost-Konflikt weitet sich aus, mit Folgen auf den Ölpreis, Folgen: Spritpreise steigen.

weniger staatliche Förderung für Wärmepumpen.

generelles Alkoholverbot an Bahnhöfen geplant bis Mitte Oktober.

 

20.7.26

Ein Wort sei ein Lot,

zu messen die Tiefe,

die es trennt von allen geduldigen Worten,

dem Ärgernis zwischen Da-sein und Sein.

(Erika Burkart)

 

„Ich hör´ die Möwen singen am Hafen …“

„Die Ehre ist das Geld der Armen; die maßlose Ehre der Großgrundbesitz der Armseligen.“ (R.D. Precht, S. 300)

„Mit sich im Reinen sind nur die Doofen.“ (Martin Seel, *1954)

„Die Philosophie des menschlichen Handelns hat eine lange Tradition, aber ein kurzes Gedächtnis.“ Aristoteles: „Was Wahrheit ist, ist eine Frage der Erkenntnis. Was Moral ist, eine Frage der Erfahrung.“ (R.D. Precht, S. 310)

„Unverwechselbare gute oder schlechte Menschen gibt es eigentlich nur im Märchen. Im wirklichen Leben dagegen haben selbst die übelsten Gestalten ein paar gute Seiten. Kambodschas großer Massenmörder Pol Pot erschien unwissenden westlichen Besuchern als feiner Mensch. Stalin schrieb zartfühlende Liebesgedichte. Und Hitler war gut zu seinem Hund und Eva Braun.“ (R.D. Precht, S. 318)

Rosa Lyon, Mehr als Geld – Warum Ungleichheit unsere Zukunft bedroht, Christian Brandstätter Verlag, 2025, eBook.

Der Rest ist Schweigen.

 

19.7.26

Es gibt auch ein Eichamt für Worte.

Unbesoldet, im Dienst der Zeit,

die ein Sonnenjahr ist des Geistes,

prüft der unbestechliche Meister,

was Kork sei, was Lot.

(Erika Burkart)

 

Scharlatane der Bildenden Künste.

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Toilettentrainer (Kleinanzeige)

Seneca: „Es kann niemand ethisch verantwortungsvoll leben, der nur an sich denkt und alles seinem persönlichen Vorteil unterstellt. Du musst für den anderen leben, wenn du für dich selbst leben willst.“

Ich sehe, dass nicht das falsch ist, was man tut, sondern das, was man wird. (Oscar Wilde)

Wer die Initiative ergreift, ist auch für die Folgen verantwortlich.

Bildende Künstler schmücken sich gerne in ihren Biographien mit den Studien an Kunsthochschulen oder Akademien, den Jahren des Meisterschülers, den Stipendien, den Ausstellungen und diversen Kunstpreisen, ohngeachtet dem Status quo und der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation.

nächtlicher Traum im Morgengrauen: Treffen mit meinem alten Professor, stoße auf Teilakzeptanz.

Introvertierte scheinen leicht Opfer von Mobbingangriffen zu werden.

laesio enormis

Komissar Zufall.

Der Rest ist Schweigen.

 

… besser wäre es, Kleidung gar nicht erst in Massen herzustellen.

Überwachungsvideo liefert keinen dringenden Tatverdacht.

Russland hat in der Nacht Kiew mit ballistischen Raketen angegriffen.

das Finale wird ein amerikanisches Spektakel, „ein Event historischen Ausmaßes“, viel Show und Werbung.

symbolträchtige Brückensprengung auf der A 45 im Sauerland: 4 von 12 Säulen blieben stehen.

 

18.7.26

Worte

Nein,

Worte sind geduldig.

Weigern sich, Schmuggel zu treiben,

wissend, daß an der Grenze

alles entdeckt wird.

(Erika Burkart)

 

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„Haben Ridley, Alexander, Wright, Frank und viele andere Recht, so handeln all diese Menschen entgegen ihrer Natur. Ein rechter Homo sapiens dagegen ist ein Kapitalist westlicher Prägung: Jede seiner Handlungen ist eine Investition – seine Freundschaft, seine Liebe, seine Freundlichkeit. Und das Einzige, was zählt, sind Zinsen, Rendite und Profit.“ (R.D. Precht, S. 255)

Georg Simmel: „Sehr erschwert wird die Entscheidung, ob Egoismus oder Altruismus vorliegt, oft dadurch, dass das Bewusstsein des Handelnden selbst nicht die richtige Auskunft über seine Motive zu geben vermag. Es gibt genug andere Menschen, die in der Meinung, dass Güte eine Schwäche sei, egoistisch zu handeln glauben, während sie unterbewusst von lauter Motiven der Gutmütigkeit und des Altruismus bestimmt werden; andere, die, um ihren fundamentalen Egoismus nicht nur vor anderen, sondern auch vor sich selbst zu verbergen, ihn auf altruistischen Umwegen genügen.“

Corinne Michaela Flick, Welchen Wert hat Balance? Wallstein Verlag, 2026, eBook.

„Wo immer die Wege des Menschen sanft sind, gibt es Handel, und wo immer es Handel gibt, sind die Wege des Menschen sanft.“ (Baron de La Brède et de Montesquieu)

Der Rest ist Schweigen.

 

„… vor allem der öffentliche Druck“ (M. Preiß), Spahn tritt als Unions-Fraktionschef zurück.

Baden-Württemberg: Sicherheitsmitarbeiter der Bahn lebensgefährlich verletzt.

Seit Tagen eskaliert der Konflikt zwischen USA und Iran.

KI-Zukunftstechnologie in China.

 

17.7.21

Hier, – es ist nicht zu hören –

ein Gespräch zwischen Angel und Tür.

Der Wind, die Hände, die Schatten.

Es gibt kein Wort dafür.

(Erika Burkart)

 

„Die Fähigkeit des Menschen zur Moral ist angeboren. Schritt für Schritt spulen wir ein „Programm“ ab, von der Nachahmung über das Mitgefühl bis zu einem Sinn für Gerechtigkeit reicht. Dabei sind wir in der gesamten Spanne starken erzieherischen Einflüssen ausgesetzt. Intensive Bindungen, das Gefühl der Geborgenheit und das Wissen verstanden zu werden, wirken positiv auf unsere Entwicklung ein. Aus dem Zusammenspiel zwischen individuell verschiedenen natürlichen Anlagen und Einflüssen der Erziehung kommt es zu unterschiedlichen Ausprägungen von Charakteren. Die Fähigkeit zum Mitgefühl und das Empfinden von Gerechtigkeit sind jedem normalen gesunden Menschen gegeben, ihre Reichweite und ihr Zuschnitt sind allerdings individuell verschieden.“ (R.D. Precht, S. 240)

Authentizität heißt auch Glaubwürdigkeit.

„… Warum haben Sie nicht gelogen, was das Zeug hält, um sich vor anderen wichtig zu tun?“ (R.D. Precht, S. 244)

lukrieren (L. Wiesböck, S. 142)

Newsletter – Mitteilungen über Belanglosigkeiten.

zu einem Handwerksbetrieb: „… meinen Sie etwa, ich hätte im Lotto gewonnen?“

„Kräuterpädagogik“ (L. Wiesböck, S. 242)

„Journalismus heißt, etwas zu drucken, von dem jemand will, dass es nicht gedruckt wird. Alles andere ist Public Relations.“ (George Orwell)

Der Rest ist Schweigen.

 

CDU: die Glaubwürdigkeit der Politik gerät ins Wanken, manche Politiker legen Spahn den Rücktritt nahe.

noch üben Macron und Merz Schulterschluss, „die Welt, in der wir leben, fordert neue Antworten …“ (Kanzler Merz)

Burnham neuer Vorsitzender der Labour-Partei.

Eigentümer haben Anspruch auf Klimaanlage.

Dresden: Bewährungsstrafe für NSU-Unterstützerin.

Fast 150.000 nicht vollstreckte Haftbefehle.

USA: Rede zur Lage der Nation.

Emissionshandel: CO2-Ausstoss ging um 50% zurück.

Mehr Konkurrenz im deutschen Fernverkehr.

Waldbrand in Aragonien breitet sich aus.

 

16.7.26

Oben die weite Gebärde,

die schenkt und entzieht.

Falstaffs Lachen: „Alles ist Spaß“,

wenn man sich selber von drüben sieht.

(Erika Burkart)

 

„Die Moral des Menschen in sozialen Institutionen ist aus der Zeit unserer Vorfahren. Aus diesem Grund entscheiden wir zumeist schnell und unbewusst, was wir für richtig halten und für falsch. Unsere Gefühle nehmen dabei einen großen Einfluss. Uns überkommt ein Mitgefühl, wir ärgern uns über Unfairness, und wir haben Reflexe der Scham und Respekt vorTabus. So wichtig diese Gefühle sind, so wenig sind wir ihnen hilflos ausgeliefert. Unsere Vernunft versetzt uns in die Lage, unsere sozialen Gefühle zu bewerten, selbst wenn wir davon nicht immer Gebrauch machen. Der Mensch ist das einzige Tier, das seine Absichten (zumindest potentiell) vor sich selbst rechtfertigen muss. Dabei entsprechen unsere moralischen Ansichten nicht zwangsläufig unseren Interessen.“ (R.D. Precht, S. 214)

Zeichen geben (im Straßenverkehr)

Unter Druck kann man nicht kreativ sein.

Der Rest ist Schweigen.

 

höhere Strafen und mehr Kontrolle gegen Steuerkriminalität, keine Straffreiheit bei Selbstanzeige.

In Deutschland ist die Leihmutterschaft verboten.

Ukraine. Demonstrationen gegen die Regierung, Kabinettsumbildung, Verteidigungsminister muss gehen, erneuter Vertrauensverlust.

Morandi-Autobahnbrücken-Einsturz: 12 bzw. 11 Jahre Haftstrafe für die Verantwortlichen, wichtige Wartungsarbeiten versäumt.

Kokainhandel nimmt immer größere Ausmaße an.

Feuer im Müritz-Nationalpark.

 

15.7.26

Hier

Unten das Einmanngespräch,

die Schmach und der Sieg, die Pranke, der Biß:

wie alles Starre zerstörbar, – die Dauer

erweist sich als Schimmer im Dämmerriß.

(Erika Burkart)

 

John Stuart Mill (1806 – 1873): „Gefühl für Gerechtigkeit“ (sentiment of justice)

„Lebewesen, die Absichten haben, die ihnen bewusst sind, und die Absichten bei anderen erkennen können, hegen soziale Erwartungen. Besonders intelligente Tiere, wie Kapuzineraffen, Menschenaffen und Menschen, haben Ansprüche, wie man sie behandeln soll und wie nicht. Ein wichtiger Anspruch ist das Bedürfnis, nicht unfair behandelt zu werden. Diese Erwartungshaltung ist die Grundlage des menschlichen Anspruchs auf Gerechtigkeit. Als intuitives Bedürfnis ist es fest in der menschlichen Natur verankert.“ (R.D. Precht, S. 187)

Mein Leben besteht darin, dass ich mich mit manchem zufrieden gebe. (Ludwig Wittgenstein)

„Burnout und Revolution schließen sich aus.“ (Byung-Chul Han)

Der Rest ist Schweigen.

 

Sommerpressekonferenz mit Kanzler Merz.

„Der militärischen Konflikt zwischen USA und Iran dauert an.“

Sterbehilfe in Frankreich erlaubt, bei Mehrheit der Franzosen Zustimmung.

„In diesem Sommer wird vielerorts das Wasser knapp.“

 

14.7.26

Vita Nova

Gestirnte Nacht.

Der neue Wachstumsring

kristallisiert sich einer Wunde an.

Und ist auch nichts und wird es nie vollbracht:

ein Sternbild schlägt die Qual in Bann.

Die Krone schwebt. – Das neue Leben fing

mit einer Wunde an.

(Erika Burkart)

 

2.300 Delegierte (China)

„Ohne Sprache, so darf man folgern, keine Moral.“ (R.D. Precht, S. 120)

Man sagt mehr über die Welt, wenn man nicht nur die geradlinige Ausbreitung der Wörter und Sätze benutzt, sondern auch ihre Ablenkbarkeit einkalkuliert. (Max Bense)

„… Die Antwort auf all diese Fragen ist überraschend schlicht: weil Sprache kein Instrument der Wahrheit ist! Die Frage nach der Wahrheit war in der Evolution des Menschen und seiner Kultur nicht das wichtigste Problem.“ (R.D. Precht, S. 126)

Herbert Paul Grice, Sprachphilosoph (1918 – 1988)

„Die messbare Seite der Welt ist nicht die Welt; sie ist die messbare Seite der Welt.“ (Martin Seel, Philosoph)

Einen Kaugummi verschenken.

Laura Wiesböck, In besserer Gesellschaft – Der selbstgerechte Blick auf die anderen, Verlag Kremayr & Scherlau, Wien, 2018, eBook.

Der Rest ist Schweigen.

 

Vor 5 Jahren: Flutkatastrophe im Ahrtal, 30 Mrd. € Schäden, der Katastrophenschutz versagt, die Wiederaufbauarbeiten dürften bis in die 2030-er Jahre reichen.

Eigenanteil für stationäre Pflege gestiegen.

Nationalfeiertag in Frankreich zu gedenken der Französischen Revolution. Gedenken in Nizza 14.7.2016, Anschlag in Nizza.

USA: Handels- und Investitionsprogramm, Unsicherheit in der Straße von Hormus.

extremistisches Motiv für Anschlag in Schongau.

 

13.7.26

Du weißt es nicht. Wir treiben schon im Meer.

Ist nichts als Luft und Abgrund um uns her.

Nach Mitternacht, im großen Sternensingen,

muß aus meinem Narrenkleide springen.

Die Himmelskrone glänzt dem Schiff voraus:

freies Geleit, Kind zu keinem Haus

und keinem Land! Da ist nur Wind und Meer …

 

Ist eine solche Krone dein Begehr?

(Erika BUrkart)

 

Samsungs Waschmaschine defekt zu verschenken (Kleinanzeige)

Tomatentum – Tomentum

Kapitalismus ist die Sucht zu konsumieren.

„Sokrates weiß, was den Menschen im Innersten zusammenhält. Er ist der einzige Kenner der Weltformel.“ (R.D. Precht, S. 33)

„Das Gute ist also keine Tatsache, sondern eine Interpretation.“ (R.D. Precht, S. 74)

Ein Tag genügt, um festzustellen, dass ein Mensch böse ist; man braucht ein Leben, um festzustellen, dass er gut ist. (Théodore Jouffry)

Homo homini lupus (Plautus, römischer Komödiendichter)

Der Rest ist Schweigen.

 

Australien als erstes Land für Social-Media-Verbot unter 16 Jahren.

Konflikt USA – Iran weiter eskaliert, Trump: „ab jetzt Hüter der Straße von Hormuz“, „Ankündigung ohne Substanz“ (G. Engel)

Koalition der Willigen.

Im Ahrtal dauert der Aufbau bis heute an.

 

12.7.26

Ich komme als Seemann, König und Tor,

Papier- und Eisenkronen leg ich dir vor,

liliengezackte, – und schmuckrein den Ring

des Saturn: Ende, das sich am Anfang verfing.

 

Ich kniee, ein fahrender Narr, bei den Reifen.

Keinen geruht dein Blick zu ergreifen.

(Erika Burkart)

 

Oskar Wilde, in „Lady Wildermeres Fächer“: „Es gibt im Leben zwei Tragödien. Die eine ist die Nichterfüllung eines Herzenswunsches. Die andere ist seine Erfüllung. Von den beiden ist die zweite die bei Weitem die tragische.“

Rainer Maria Rilke, in Duineser Elegien: „Denn das Schöne ist nur des Schrecklichen Anfang, den wir gerade noch ertragen. Und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, uns zu zerstören.“

Richard David Precht, Die Kunst, kein Egoist zu sein – Warum wir gern gut sein wollen und was uns davon abhält, Goldmann Verlag, 2010, eBook.

„Wer moralisch urteilt, teilt die Welt in zwei Bereiche: in das, was er erachtet, und in das, was er ächtet.“ (R.D. Precht, S. 13)

Arjun Appadurai, Neta Alexander, Versagen – Scheitern im Neoliberalismus, Verlag Klaus Wagenbach, Aus dem Englischen von Hans Freundl, Berlin, 2023, eBook.

Handwerk: Etwas geschafft haben.

Businessex – perten

Der Rest ist Schweigen.

 

„offenbar ohne Ergebnis“ (Susanne Daubner), USA – Iran, „die Meerenge sei wichtiger als ein Duzend Atomwaffen“ (iranischer Militärminister).

Die Linke will eine konsequente Antikriegs-Partei sein.

Volkswagen steht vor einem tiefgreifenden Umbau, weltweit könnten 100.000 Jobs wegfallen, „Stimmung bei VW extrem aufgeheizt“.

BTS wieder zurück, schreiben Pop-Geschichte.

Taifun auf China.

 

11.7.26

Die Krone

Eine Krone ist dein Begehr.

Kind, eine Krone ist schwer.

Gesenkten Hauptes mußt du sie haben,

die unsichtbar ist und dich preßt,

wenn nicht dein Ich sich entläßt,

das tiefere Selbst zu ergraben.

(Erika Burkart)

 

Heisenberg, in Gesammelte Werke: „Die Wirklichkeit, von der wir sprechen können, ist nie die Wirklichkeit an sich, sondern eine gewusste Wirklichkeit oder sogar in vielen Fällen eine von uns gestaltete Wirklichkeit. Wenn gegen eine letztere Formulierung eingewandt wird, dass es doch eine objektive, von uns und unserem Denken völlig unabhängige Welt gebe, die ohne unser Zutun abläuft oder ablaufen kann und die wir eigentlich mit der Forschung meinen, so muss diesem zunächst so einleuchtenden Einwand entgegengehalten werden, dass schon das Wort „es gibt“ aus der menschlichen Sprache stammt und daher nicht gut etwas bedenken kann, das gar nicht auf unser Erkenntnisvermögen bezogen wäre. Für uns gibt es eben nur die Welt, in der das Wort „es gibt“ einen Sinn hat.“

Jacques Schuster (Die Welt) zur Bürokratisierung: „… die Bürokratie in Deutschland habe „längst das Maß einer Menschenrechtsverletzung angenommen“ und sein „wider Willen zu einem organisierten Sadismus (…) verkommen.“ (G. Cremer, S. 250)

Der Rest ist Schweigen.

 

Diplomatische Beziehungen zwischen USA und Iran.

ukrainische Luftabwehr offenbar nicht in der Lage, russische Angriffe abzuwehren.

Srebenica, 11. Juli 1995: 8.000 muslimische Männer ermordet.

Landesparteitag der AfD in Magdeburg.

bei Leverkusen: Anschlag auf Bahn.

In vielen Kliniken fehlt es offensichtlich an Klimakonzepten.

 

10.7.26

Zum Dunkel neig ich mich und sage: Du.

Ein Duft beginnt zu tönen und ein Laut

ist Ruch von Reif und Niemandskraut.

Geduld. – Das Wunder schließt die Wunde zu.

(Erika Burkart)

 

… nicht selten stellt Habgier eine Rolle. (Medical Detectives)

William James: „Eine unmenschlichere Strafe könnte nicht erfunden werden, als dass man, wenn dies möglich wäre, in der Gesellschaft losgelassen und von allen ihren Mitgliedern völlig unbeachtet bleiben würde.“

Viktor Frankl: „Sich selbst verwirklichen kann der Mensch nur in dem Maße, indem er sich selbst vergisst, indem er sich selbst übersieht.“

„… heimatlos sind viele auf der Welt, heimatlos … ein Paar Freunde, eine Liebe, wie es früher, früher einmal war …“

Epiktet: „Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.“

„… es gibt Millionen von Sternen …“

Albert Einstein an Heisenberg, 1926: „Es ist unmöglich, nur beobachtbare Größen in eine Theorie aufzunehmen. Es ist vielmehr die Theorie, die entscheidet, was man beobachten kann.“

Der Rest ist Schweigen.

 

am Ende lässt sich die Mehrheit der Länder überzeugen; Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems bedroht, 500 Mio. € extra für die Kliniken, „Wo soll das Geld herkommen?“ (M. Preiß), Erweiterung der Befugnisse der Bundespolizei, auch das Gebäudeenergiegesetz wurde geändert.

Wegner zieht Spitzenkandidatur zurück.

Bundespräsident Steinmeier zieht ins Bundespräsidialamt um.

In Südspanien sind 12 Menschen bei Waldbränden ums Leben gekommen, der Brand ist noch nicht unter Kontrolle.

 

9.7.26

Geduld

Ein Wehen, doch kein Atem, der es nimmt.

Zwei Hände, aufgetan ins Mondenlicht.

Die Hand, die über mir den Mond zerbricht.

Dann Dunkel, meinem Dunkel eingestimmt.

(Erika Burkart)

 

ein Leuchten der Augen. (Selenskyj)

„Wir aber haben die chronische Knappheit durch ein chronisches Zuviel ersetzt, womit auch die Logik der Natur aus den Fugen getreten ist. In einer Welt des Überflusses essen (und trinken) wir mitunter mehr und bewegen uns weniger, als uns guttut. Wir rauchen. Wir legen uns auf eine Sonnenbank. Wir schlendern gelangweilt durch einen Supermarkt, wo es alles gibt. Und was tun wir? Statt zu den öden Karotten greifen wir beherzt zur Chipstüte. Was unser körperliches Wohl betrifft, treffen wir mit unsren Steinzeitgenen in der Supermarktwelt ganz offensichtlich immer wieder Entscheidungen, die nicht ganz so günstig sind.

Bis zu einem gewissen Grad gilt etwas Ähnliches für unser psychisches Wohlbefinden. Nehmen wir dazu ein einfaches Beispiel, das Ökonomen, als „Pendler-Paradox“ bezeichnen. Vor die Wahl gestellt, wo wir wohnen sollen, scheinen viele von uns einen universellen Stimmungskiller zu unterschätzen: die tägliche Fahrt zur Arbeit. Kaum etwas ist so nervtötend wie morgens in der Rushhour auf dem Weg ins Büro im zähflüssigen Stau zu stecken und sich Meter für Meter zur Arbeitsstelle vorzukämpfen. Abends gibt´s zur Belohnung das Gleiche nochmal in die andere Richtung.

Trotzdem vernachlässigen viele von uns diesen Glückskiller bei der Wahl des Wohnorts …“ (Bas Kast, S. 349)

 

Frank Fechner, Medienrecht – Lehrbuch des gesamten Medienrechts unter besonderer Berücksichtigung von Presse, Rundfunk und Multimedia, Eine Arbeitsgemeinschaft von Verlagen, Mohr Siebeck, Tübingen, 2018.

Der Rest ist Schweigen.

 

„Für die Beschäftigten von VW sind das nervenaufreibende Tage“ (M. Slomka), 100.000 Arbeitsplätze gefährdet, nicht ausgelastet, Standortkosten in Deutschland zu hoch, Betriebsrat hat VW ein Ultimatum gesetzt.

BaföG wird im nächsten Sommersemester erhöht.

Kindergeld soll künftig automatisch kommen.

USA greifen Ziele in Iran an.

„leises Sterben“: Hitzetote, 5.100 Menschen in Deutschland hat es das Leben gekostet.

Zehn Jahre Haft für Anschlag auf Zugbegleiter.

 

8.7.26

Das Kind

In eine Laubgruft hingeduckt,

von Sperlingsblitzen überzuckt,

durch einen Feldstein abgetrennt

von allem, was der Sinn benennt,

fand ich die Sonne, die nicht tönt,

das grelle Gras, das zischelnd höhnt,

und schloß das Aug und war ein Kind,

nicht mehr gesehn, stellt es sich blind.

Verhaltnen Atems, tot in Pan,

brach ich die letzten Blätter, die mich sahn.

(Erika Burkart)

 

Im nächtlichen Traum lebt mein Professor und meine Mutter noch.

Telefonieren Sie gerne? (Stellenanzeige in den NN)

Variatiönchen (E.T.A. Hoffmann, in Greisleriana)

Es gibt Leute, die haben nichts anderes zu tun, als andere Bürger zu überwachen.

Betonwaschplatten zu verschenken (Kleinanzeige)

Paul Watzlawick, Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns, Picus Verlag, Wien, eBook.

Die Antipsychiatrie der 60-er Jahre: „Es ist nicht wahr, daß die Gesellschaft unter der geistigen Abnormität gewisser ihrer Mitglieder leidet. Es ist vielmehr so, daß die Gesellschaft pathogen, also krankheitserzeugend ist und ihre sensiblen Mitglieder eben unter dieser Pathologie leiden.“

„klaudestine Netzwerke“ (G. Cremer, S. 167)

(weil:) … die Staatsquote viel zu hoch ist.

Felix Heidenreich, Demokratie als Zumutung: „Für gewöhnlich ist zu hören, „die Politik“ solle „liefern“. Bürgerinnen und Bürger stellen Ansprüche an die Demokratie – und diese hat zu reagieren.“ „Politische Partizipation nehme die Form von Konsum an, und im schlimmsten Falle bestehe „die Partizipation nur darin, eine möglichst präzise Bestellung aufzugeben und dann darüber frustriert zu sein, dass „die Politik“ nicht „liefert“. Es werde damit eine Vorstellung bedient, wonach eine Demokratie eine Art Supermarkt darstellt, in dem Kunden möglichst schnell das bekommen sollen, was sie wünschen.“ (G. Cremer, S. 181)

Der Rest ist Schweigen.

 

NATO-Treffen in Ankara, 140 Mrd.-Hilfe für die Ukraine, Trump sagt Lizenz für Patriot-Raketen an Ukraine zu, Trump befiehlt erneut Attacken gegen den Iran, NATO sei europäischer geworden (F. Merz), Schlußerklärung.

Reform der Gesundheitsausgaben, Grüne und Linke gehen dagegen juristisch vor, „Prestigeprojekt der Regierung“ (M. Preiß).

Palantiv

Ausnahmezustand in Schongau, 16-jähriger Tatverdächtigter.

Lebenslange Haft für Berliner Palliativarzt, aus Eigennutz gehandelt.

 

7.7.26

Als Wappentiere krönen die Vögel

Feldstein und Kreuz.

 

Manchmal hört man ein Herz.

Immer ist es das eigne.

(Erika Burkart)

 

1, 2, 3 – Develey

„In Städten nehmen Trends und Innovationen ebenso ihren Anfang wie Revolution. Es war das alte Athen, in dem die abendländische Philosophie aufblüht, in Wien Spiele mit Hayden, Mozart, Beethoven und Schubert einst buchstäblich die Musik. Mailand ist die Stadt der Mode, Paris die Stadt der Liebe – Städte haben offenbar wie Menschen ihre ganz eigene Persönlichkeit, als seien Sie ein eigner Organismus.“ (Bas Kast, S. 318)

Meerschweinchen WhatsApp Gruppe Bayern (Kleinanzeige)

„Last but not least ist eine dichte Menschenmasse nicht immer bloß anregend oder ansteckend, sie kann auch schlichtweg anstrengend, überfordernd und sogar beängstigend sein, womit wir bei einem Aspekt wären, den man als „Stadtneurotiker-Effekt“ bezeichnen könnte: Je größer die Stadt, desto mehr kämpfen die Einwohner, wie Studien belegen, mit Stress und psychischen Erkrankungen.“ (Bas Kast, S. 335)

… das war Jan von nebenan.

den Bock zum Gärtner machen.

Das Gros der Künstler: von der Hand in den Mund.

Erfolg und Erfüllung sind zwei Paar Schuhe.

„Medien transportieren Mythen – auch die Qualitätsmedien“ (G. Cremer, Überschrift, S. 157)

Der Rest ist Schweigen.

 

Ankara dient heute als große Bühne, wichtigster Gast ist Donald Trump, die Europäer wollen zeigen, dass sie verstanden haben, „große Bedenklichkeit was die Verlässlichkeit der USA betrifft“ (E. Theveßen).

Rüstungskonzern TKMS produziert für Kanada, größter Rüstungsauftrag in der deutschen Geschichte.

Le Pen: Sie will aber nicht mit Fußfesseln Wahlkampf machen.

Prien will Regeln für Elterngeld ändern.

Wärmepumpen-Förderung soll gekürzt werden.

EU-Parlament für Überprüfung der ESN-Partei.

Umbau der staatlichen Medien in Ungarn.

Immer mehr junge Drogentote.

EU-Parlament stimmt für neue Fluggastrechte.

Olympisches Komitee: Sanktionen gegen Russland aufgehoben.

 

6.7.26

Jeden Tag läßt der Wald

eine Farbe eingehn,

eine Stimme und ein Gefühl.

 

Wie, wenn der Sonne

die Pfeile ausgingen?

(Erika Burkart)

 

Jeden Tag etwas Gutes tun.

Drei Laufenten.

Babywippe ABC Design (Kleinanzeige)

Informationen können goldwert sein!

Von der Stadt zum Neurotiker (Bas Kast, S. 313)

„Und dieser Zusammenhang zwischen Informationsflut und Aufmerksamkeitsdefizit zeigt sich nicht nur im Quer-, sondern eben auch im Längsschnitt. Historisch betrachtet scheine wir alle von einer milden Aufmerksamkeitsdefizitstörung betroffen zu sein. Viel gieriger als früher dürstet das heutige Gehirn nach Unterhaltung, Abwechslung, Neuem, Unterbrechung. Ein mittelalterlicher Mensch würde gewiss jeden von uns für einen ADHS-Patienten halten.“ (Bas Kast, S. 300)

Der Rest ist Schweigen.

 

Nähe von Präsident Trump und FIFA-Präsident, UEFA: „rote Linie überschritten“.

Kabinett stimmt Haushaltsentwurf zu, + 6% mehr als dieses Jahr.

morgiger NATO-Gipfel in der Türkei; mehr als 20 ballistische Raketen schlagen in Kiew ein.

Staatstrauer im Iran.

Waldbrand im Südwesten Frankreichs.

 

5.7.26

Lauschend

Der Nordwind schabt

den Lack von den Gräsern.

Die Wege führen

nirgends mehr hin.

(Erika Burkart)

 

Hochleistungs-Standventilator

„Denn welcher Absicht dient all die Mühseligkeit und all die lärmende Geschäftigkeit dieser Welt? Was ist der Endzweck von Habsucht und Ehrgeiz und der Jagd nach Reichtum, Macht und Vorrang? Ist es der, den natürlichen Bedürfnissen genüge zu tun? Der Lohn des geringsten Arbeitens reicht aus, um diese zu befriedigen. (…) Woher entsteht denn also dieser Wetteifer, der sich durch die Stände der Menschen hindurchzieht (…)? (Adam Smith) Antwort: „Dass man uns bemerkt, (…) dass man mit Sympathie, Wohlgefallen und Billigung von uns Kenntnis nimmt, das sind die Vorteile, die wir daraus zu gewinnen hoffen dürfen. (…) Der reiche Mann rühmt sich seines Reichtums, weil er fühlt, dass dieser die Aufmerksamkeit der Welt auf ihn lenkt (…). Der Arme auf der anderen Seite schämt sich seiner Armut. (…) Unbeachtet kommt und geht der arme Mann, und inmitten der Menschenmenge befindet er sich in der gleichen Verborgenheit, wie wenn er in seiner Hütte eingeschlossen wäre. (…) Dagegen wird der Mensch von Rang und Distinktion von aller Welt beobachtet. (…) Kaum ein Wort kann ihn entfallen, kaum eine Gebärde ihm entschlüpfen, die wirklich ganz und gar unbeachtet bleiben würde.“ (Bas Last, S. 288)

Beobachten, wie die Bilder sich entwickeln.

Taubenabwehr

Ein enges Metallgehäuse außen um den Schließzylinder anbringen, damit nicht gepickt werden kann.

Der Rest ist Schweigen.

 

Parteitag der AfD in Erfurt, zehntausende Menschen protestieren.

mehr Ausgaben, mehr Schulden, Kritik auch aus den eigenen Reihen.

Bundeswehrbrigarde in Litauen.

Rede von Trump zum Unabhängigkeitstag.

Christopher Street Day in Köln.

Schützenausmarsch in Hannover, Tradition reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück.

 

4.7.26

Wie weiß, wie kühl, – ein Schluchtenlicht,

dem Ausgang zuzudrehn.

Durch mein zerbrochenes Gesicht

kannst du die Sterne sehn.

(Erika Burkart)

 

falsche Freunde.

Hühnerstall (Kleinanzeige)

5 Jahre kein Unkraut (Online-Anzeige)

nicht unverschämt sein (bei den Kleinanzeigen)

„Vielleicht gibt mir die Öffentlichkeit etwas, was ich als Kind nicht hatte: Aufmerksamkeit, Liebe.“ (Charlotte Roche)

„Um in einer modernen, namenlosen Massengesellschaft die Chance zu erhöhen, dass man von dieser sozialen Umwelt eine einigermaßen erträgliche Behandlung erfährt, bestehen drei vielversprechende Strategien darin, (1) einen hohen sozialen Rang zu erklimmen, (2) viel Geld zu verdienen und (3) bekannt zu werden (sich einen Namen zu machen). Alle diese drei ersehnten Ziele aber, die hohe Position, das Vermögen sowie die Berühmtheit, gibt es üblicherweise nur um den Preis harter Arbeit und chronischer Rastlosigkeit.“ (Bas Kast, S. 289)

ein Hobby-Fotograf (mit Profi-Ausrüstung).

Der Rest st Schweigen.

 

Papst Leo XIV.

Trauerfeierlichkeiten im Iran.

Die Vereinigten Staaten feiern ihren 250. Unabhängigkeitstag.

 

3.7.26

Von Glitzerscherben starr umlaubt,

vereinsamt und verhüllt –

mit bilderlosen Träumen füllt

der Schnee mein hohles Haupt.

(Erika Burkart)

 

„Wie viele Aufsätze muß ich schreiben, um geliebt zu werden?“ Oder: „Wie viele Flugmeilen muß ich pro Jahr absolvieren, um attraktiv zu bleiben?“ Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun und ist sich auch etwa überpointiert. Aber genau in diesem Mißverhältnis liegt das Problem.“ (Miriam Meckel, einst Deutschlands jüngste Professorin, über Burnout)

„Ein Porsche (zum Beispiel) beweist zwar Investitionspotential, nicht aber Investitionsbereitschaft, zumindest nicht in andere. Je mobiler und unpersönlicher dagegen eine Gesellschaft wird (radikales Beispiel: die Gesellschaft einer modernen Großstadt), desto weniger wissen wir über unsere Nachbarn und Mitmenschen. Das, was wir unsere Mitmenschen erfahren, beschränkt sich zunehmend auf das, was wir unmittelbar sehen können. Das heißt, je anonymer eine Gesellschaft wird, desto mehr Macht bekommt der Schein, desto mehr lohnt es sich für was, in Statussymbole und unser Äußeres zu investieren. Da die Begegnungen mit unseren Mitmenschen flüchtiger und wechselhafter werden, ist das, was andere über uns erfahren, ohnehin häufig auf eben unser Äußeres begrenzt.“ (Bas Kast, S. 284)

Der Rest ist Schweigen.

 

2.7.26

Winterliche Blume

Die Samenherzen klaffen. Leer

sind alle Wurzelklappen.

Der Sinn weiß keine Spiele mehr,

den Spielern zu gefallen.

(Erika Burkart)

 

Michael Buchinger – Der Letzte macht den Mund zu Buch (Kleinanzeige)

„Gut für einen, blöd für alle.“ (Robert Frank, US-Ökonom)

(Der Fall Georg Grün:) Grün endete als ein gefährlicher Winkeladvokat. (K. Schneider)

Mitleidsschwindeleien (K. Schneider)

„Geltungsbedürftige sind für jede Behandlung ungeeignet. Die Unechtheit dieser Charaktere erschwert die Beziehung …“ (Kurt Schneider, Die psychopathischen Persönlichkeiten, S. 92)

oberlehrerhaft

auf Weiß sieht man jeden Dreck.

Georg Cremer, Alles schrecklich ungerecht? – Mythen, Halbwahrheiten, Fakten zum deutschen Sozialstaat, Verlag Herder, Freiburg, 2025, eBook.

Der Rest ist Schweigen.

 

Reformpaket, das 34 Punkte umfasst, geplante Steuerreform, Kritik ließ nicht lange auf sich warten, Lob aus der Wirtschaft, Spielraum für Steuersenkungen begrenzt.

Dresden und die Chipproduktion – Infinion.

Kiew ist in der Nacht nicht zur Ruhe gekommen, schwerster Angriff seit Kriegsbeginn.

Europol meldet Erfolg gegen gewalttätige Sexualstraftäter, lange Recherchen von Journalisten.

 

1.7.26

Drüben

Ein fremder Vogel sprach in der Nacht.

Vier Töne. Klagende, reine.

Ich habe die Klage zu Ende gedacht

und wieder vergessen.

Drüben, zwischen Zypressen,

weidet die Herde der Steine.

War es hier, wo wir schliefen?

Doch wer ist das: wir?

und wer ist das: du?

Ein Buckliger lacht

in den grauen Oliven.

Der Meerwind weht mir

die Lider zu.

(Erika Burkart)

 

verschenke Meerschweinchen Futter (Kleinanzeige)

soziale Zurückweisung.

Läden sind nicht nett zu Menschen. Läden sind nett zu Kreditkarten. (Richard Gree, in Pretty Woman)

ein Büchlein.

Die Wahl zwischen der Familie und der weiten Welt da draußen stellt die hervorstechenste und hartnäckigste Herausforderung dar, vor die Wohlstand der fortgeschrittenen Industrieländer gestellt hat. (Avner Offer, Wirtschaftshistoriker, Universität Oxford)

Katastrophentourismus, Weltraumtourismus (Nitro)

Schrott kostenlos (Kleinanzeige)

„Nichts gegen die Kollegen vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk, aber es gibt eine Grenze zwischen Journalismus und Bußprediger-Aktivismus.“ (N. Blome, S. 243)

ein Kunststudium in der teuersten Stadt Deutschlands.

Der Rest ist Schweigen.