Notizen 21 (ab 1.7.22)

raucherzone

27.11.22

Die poetischen Zitterer. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Die autoimperiale Lebensweise ist nicht nur in den – wie gesehen komplexen ind in ihren Ausformungen wandelbaren – Klassenverhältnissen verankert. Sie ruht auch auf Geschlechterverhältnissen, die sie gleichzeitig mit hervorbringt: Autos werden mit sexistischen Motiven beworben; ihr Design bedient Geschlechterstereotype; sie begünstigen die Herausbildung einer hegemonialen Männlichkeit entlang von Eigenschaften wie Aggressivität, Gewalt und Technologie; und in Zeiten, in denen physische Stärke aufgrund von Veränderungen der Arbeitswelt an Bedeutung verliert, helfen sie, „Männlichkeit entlang von Fragen technischer Kompetenz wiederherzustellen.“ (Brand/Wissen, S. 293)

Die Investition in Wissen bringt die besten Zinsen.

Die grüne Ökonomie ist die falsche Lösung, da sie offensichtlich nicht gegen die aktuelle braune extraktive und energieintensive Wirtschaft steht; ihre grünen Mechanismen sind nach einer Logik konzipiert, dass die damit geschaffenen Tauschwerte zur aktuellen Wirtschaft komplementär und eng mit ihr verbunden sind. (Camila Moreno)

„Fakt ist, dass es sich bei der Annahme, unter kapitalistischen Verhältnissen sei eine absolute Entkoppelung des Wachstum vom Ressourcenverbrauch denkbar, um eine mehr als kühne Hoffnung handelt. Das gilt zumindest dann, wenn man den Ressourcenverbrauch und die Inanspruchnahme von Senken mit dem material footprint bestimmt, einem konsumbasierten Indikator, der die „Externalisierung von ressourcenintensiven Prozessen reifer Ökonomen“ sichtbar macht. Konkret misst er das Ressourcenäquivalent der in einem Land konsumierten Güter und berücksichtigt sowohl die Ressourcen, die in ein Gut eingehen (z.B. Metalle), als auch jene, die zu seiner Herstellung benötigt werden (z.B. Wasser) beziehungsweise im Herstellungsprozess anfallen (z.B. Abfälle), ohne im Endprodukt aufzuscheinen. Die Differenz aus den Ressourcenäquivalenten der Importe plus der einheimischen Ressourcenextraktion und den Ressourcenäquivalenten der Exporte ergeben den material footprint eines Landes. Legt man diesen zugrunde, hat es in den meisten OECD-Ländern kaum Verbesserungen in der Ressourcenproduktivität, geschweige denn eine absolute Entkopplung gegeben. Vielmehr ist der material footprint im Gleichschritt mit dem Bruttoinlandsprodukt gewachsen. Die größte Revolution hat das Problem der Externalisierung sozial-ökologischer Kosten bislang ausgespart.“ (Brand/Wissen, S. 319)

„Ein grundsätzliches Problem der skizzierten Debatten ist das Fehlen eines Begriffs von Staat und kapitalistischer Gesellschaft. Kein Gedanke wird daran verschwendet, dass es sich bei Markt und Staat nicht um eine neutrale Institution handelt. Der Markt ist nicht einfach eine Instanz zur effektiven Allokation von Ressourcen, ebenso wenig lässt sich der Staat als eine über den gesellschaftlichen Interessengegensätzen stehende Einrichtung zur Schaffung verbindlicher Regeln und zur Lösung von Kollektivproblemen begreifen. Stattdessen handelt es sich im Kern um soziale Herrschaftsverhältnisse. Das ist nicht nur die Erfahrung von Lohnabhängigen ohne gewerkschaftlichen Schutz auf flexibilisierten Arbeitsmärkten oder von Langzeitarbeitslosen, die den Gängelungen des Sozialstaats ausgesetzt sind. Märkte basieren auf und reproduzieren Ungleichheitsstrukturen, sie bestimmen damit über Lebenschancen von Menschen mit. Un der Staat ist ein höchst asymmetrisches Terrain sozialer Auseinandersetzungen, auf dem sich nur solche gesellschaftlichen Interessen erfolgreich artikulieren und verallgemeinern können, die sich den institutionellen Rigiditäten und kapitalistischen Strukturzwängen zumindest im Grundsatz unterwerfen.“ (Brand/Wissen, S. 321)

Der Klimaprotest wird zum Problem für die Gesellschaft (ttt, ARD)

Der Rest ist Schweigen.

 

Proteste in mehreren chinesischen Städten wegen der Null-Covid-Politik, es gibt auch Festnehmen.

Merz kritisiert Gas- und Strompreisbremse.

massive russische Angriffe auf Cherson.

Präsident des Zentralrats der Juden, Schuster, bestätigt.

Blogger Ronaghi aus Haft entlassen.

 

26.11.22

Er hat eine Seite herunter geLavatert. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Soziopath und Narzisst. (Medical Detectives)

Steinmeier würdigt Hans Magnus Enzensberger (dpa)

Doppelter Strompreis (dpa/vnp)

Von wegen Volksaufstand – Deutsche lassen den „heißen Herbst“ ausfallen (Harald Baumer, NN)

Bodycams können allen helfen – Wenig spricht gegen automatisches Einschalten (Roland Englisch, NN)

Abgehängtes Bayern – Der Ausbau des ÖPNV kommt nicht voran (Arno Stoffels, NN)

Nur noch ein Glimmen – PROTESTE Der Herbst ist nicht so heiß wie befürchtet. Läuft es auf einen Wutwinter hinaus? (dpa)

„Wer Symptome hat, bleibt zu Hause“ – CORONA-KRISE Der Bundesärztekammer-Präsident appelliert an die Eigenverantwortung. (dpa)

Der ewige Kampf gegen die Wölfe – WÜRDIGUNG Hans Magnus Enzensberger war ein Mahner wider das Vergessen. Nun ist er mit 93 Jahren gestorben. (Herbert Heinzelmann, NN), „Der Kulturpreis der Stadt Nürnberg war eine der ersten Ehrungen für Enzensberger. Den wichtigen Georg-Büchner-Preis hatt er allerdings bereits 1963 erhalten. Später kamen viele hinzu: der Heinrich-Böll-Preis 1985, der Heinrich-Heine-Preis 1998, der Frank-Schirrmacher-Preis 2015. Diese nach dem verstorbenen FAZ-Herausgeber benannte Auszeichnung war ein Zeichen für das weltanschauliche Alters-Klima, in das der Schriftsteller freiwillig oder unfreiwillig geraten war.“

Das Bürgergeld kommt: Kompromiss zugestimmt (epd)

Brüssel versucht zu schlichten – ZUSAMMENARBEIT Angesichts des Streits um illegale Migration kamen die EU-Innenminister zu einem Krisentreffen zusammen. (Katrin Pribyl, NN)

Die großen Puffer sind aufgebraucht – PROGRAMM Der Bundestag beschließt den Etat für 2023 und der Bund zieht trotz Krisen wieder die Schuldenbremse. (dpa)

Den Beton der Nazis freigelegt – BIENNALE Die Berliner Künstlerin Maria Eichhorn hatte den Deutschen Pavillon als Nazi-Bau seziert. (dpa)

„Hier zeigt sich ein wichtiges Merkmal der Massenautomobilität: Über sie sickern die kapitalistischen Prinzipien der Konkurrenz und Nutzenmaximierung in die Poren des Alltags. Die automobile „Befreiung“ der Individuen wird zum Medium ihrer kapitalistischen Subjektivierung: „Der Massenautomobilismus ist die Konkretisierung eines vollständigen Triumphs der bürgerlichen Ideologie auf der Ebene der Alltagspraxis: er begründet und unterhält die trügerische Vorstellung, dass sich jedes Individuum auf Kosten aller mehr Geltung verschaffen und bereichern kann.“ (Brand/Wissen, S. 284)

Der Rest ist Schweigen.

 

es ist ein stiller Tag in der Ukraine …

Diskussion über leichtere Einbürgerung.

USA verbieten Geräte von Huawei und ZTE.

Mehr Schutz für Tiere und Pflanzen.

Erdrutsch in Ischia.

 

25.11.22

Ein Grab ist doch immer die beste Befestigung wider die Stürme des Schicksals. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Kanarvogel mit kafig

„Zudem fällt auf, dass der Geländewagen- und SUV-Boom in eine Zeit fällt, in der dem Klimawandel eine immer höhere öffentliche Aufmerksamkeit zuteil wird. SUV´s werden wegen der hohen Kaufpreise – den Volvo XC 90 z.B. gibt es ab 50.000 Euro, für den Audi SQ 7 muss man 89.000 Euro berappen, und der günstigste Range Rover kostet 97.000 Euro – überwiegend von Menschen mit höherem Einkommen gefahren. SUV-FahrerInnen stammen damit aus jenen sozialen Klassen, deren Angehörige auch ein vergleichsweise hohes Umweltbewusstsein haben. Wie passt das zusammen? Wie lässt sich die Gleichzeitigkeit von SUV-Boom und relativem Bedeutungsverlust des MIV im globalen Norden erklären? Warum fahren Menschen einen SUV, obwohl sie wissen, dass sie damit sowohl die natürliche Umwelt als auch andere Menschen gefährden?“ (Brand/Wissen, S. 263)

„Schließlich könnte man es als einen Nebenschauplatz des Klassenkampfes begreifen: Der SUV bringt seine/n BesitzerIn in eine unangreifbare Position, er wird dadurch zu einem Medium, mit dem die Mittelklasse ihre „latenten Abstiegsängste“ bearbeitet.“ (Brand/Wissen, S. 268)

„Der/die SUV-FahrerIn ließe sich als die automobile Subjektivität des neoliberalen Kapitalismus begreifen. Die Polarisierung zwischen Sicherheit und Unsicherheit sowie zwischen Überlegenheit und Subalternität, wie sie mit dem SUV auf den Straßen verschärft wird, korrespondiert mit einer zunehmenden sozialen Polarisierung sowie mit der neoliberalen Diffusion marktförmiger und konkurrenzieller Mechanismen in alle gesellschaftlichen Bereiche hinein. Mehr noch, statt einfach miteinander zu korrespondieren, kokonstruieren sich das Auto und die Subjektivität seines Fahrers beziehungsweise seiner Fahrerin: Der SUV wirkt aufgrund seiner materiellen Eigenschaften verstärkend auf jene von zunehmender Konkurrenz und Rücksichtslosigkeit geprägten sozialen Verhältnisse zurück, deren Produkt er ist. Dies tut er, indem er die ihm entsprechende Subjektivität selbst mit hervorbringt.“ (Brand/Wissen, S. 269)

Der Rest ist Schweigen.

 

Grünes Licht für Bürgergeld, Haushalt für 2023 gebilligt (476,3 Mrd. €), Gesetzentwurf für Preisbremse fertig.

Klima-Proteste: Kritik an Flughafen-Blockade, „neue Qualität des Protests“, C. Özdemir: „für Klimaschutz haben wir Mehrheiten, für Blockaden nicht.“

EU-Innenminister: Sondertreffen zum Thema Migration.

Große Teile Chinas im Corona-Lockdown, Null-Covid-Strategie, überall im Land verwandeln sich Städte zu Geisterstädten.

H.M.E. im Alter von 93 Jahren gestorben, Büchner-Preisträger, großer Intellektueller …

 

24.11.22

Die Einwohner von Ulietta sandten dem Herrn Cook ein Mädchen und ein Schwein zum Zeichen der Freundschaft. Mittel gegen beide Arten von HUnger. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Informationen können goldwert sein!

Wer nicht liest, um nicht dem Bildungsbürgertum in die Quere zu kommen, bringt sich um den Spass der Erkenntnis.

„Ökoimperiale Spannungen: Wir haben darauf hingewiesen, dass sich die sozial-ökologische Widersprüchlichkeit der kapitalistischen Produktionsweise so lange bearbeiten lässt, wie es möglich ist, ihre Kosten auf nichtkapitalistische beziehungsweise weniger entwickelte kapitalistische Räume zu externalisieren und Arbeitskraft zu schlechten Bedingungen in Wert zu setzen. Genau davon hat der globale Norden lange Zeit profitiert. Er hat sich die Ressourcen des globalen Südens angeeignet und die bei der industriellen Produktion und dem Konsum anfallenden Abfälle und Emissionen zumindest teilweise wieder an den Süden zurückgeschickt. Damit hat er sich viele sozial-ökologische Folgen der eigenen Produktionsweise vom Leib gehalten. Die imperiale Lebensweise des globalen Nordens beruht also, sozial-ökologisch gesehen, auf Exklusivität. Sie setzt voraus, dass nicht alle Menschen gleichermaßen auf die Ressourcen und Senken der Erde zugreifen. Nur dann lassen sich ihre Kosten in Raum und Zeit externalisieren. In Anlehnung an die klassische Imperialismustheorie ließe sich sagen, dass der entwickelte Kapitalismus eines nichtkapitalistischen oder zumindest eines weniger entwickelten Außens bedarf, damit er nicht an seinen ökologischen Widersprüchen zugrunde geht.“ (Brand/Wissen, S. 254)

„Die gegenwärtigen Flucht- und Migrationsbewegungen können ebenfalls in diesem Kontext gesehen werden. Sie sind eine Antwort auf die durch die imperiale Lebensweise und ihre Verallgemeinerung induzierten Konflikte, mit der die Betroffenen versuchen, nicht nur ihr Überleben zu sichern, sondern auch an jenen Wohlstand teilzunehmen, von dem sie bisher nur die Folgekosten zu tragen hatten.“ (Brand/Wissen, S. 257)

Der Rest ist Schweigen.

 

Bundestag streitet über Bürgergeld, die Linke fordert einen grundlegenden Systemwechsel.

EU-Minister beraten über Notmaßnahmen.

Gewalt in Beziehungen gesunken.

Bolsonaro scheitert mit Wahlbeschwerde.

UN-Menschenrechtsrat: Gewalt im Iran soll untersucht werden.

Klima-Aktivisten legen Berliner Flughafen lahm.

 

23.11.22

Die erste Satyre wurde gewiß aus Rache gemacht. Sie zu Besserung seines Neben-Menschen, gegen die Laster und nicht gegen den Lasterhaften zu gebrauchen, ist schon ein geleckter, abgekühlter, zahm gemachter Gedanke. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Betonpflaster

Buch: Jedes Kind kann Schlafen lernen

„psycho-physische Anpassung an die neue industrielle Struktur.“ (Antonio Gramsci, 1934)

„Je stärker sich ressourcen- und emmissionsintensive Praxen im globalen Norden gesellschaftlich verallgemeinerten, desto größer wurde der Bedarf an einem Außen, von dem die Ressourcen kommen und auf das die sozial-ökologischen Kosten verlagert werden können. Als ein wesentliches Element der Externalisierung dominierte eine not-in-my-backyard-Haltung, d.h., die negativen Auswirkungen sollten nicht im eigenen Hinterhof spürbar werden. Man könnte not in my backyard auch als veralltäglichte Haltung der imperialen Lebensweise bezeichnen.“ (Brand/Wissen, S. 189)

Wir sehen jedoch, daß der Kapitalismus in seiner vollen Reife in jeder Beziehung auf die gleichzeitige Existenz nichtkapitalistischer Schichten und Gesellschaften angewiesen ist. (Rosa Luxemburg)

„Aus der Rückschau betrachtet, war seit den 1980-er Jahren die Antwort auf die Krise des Fordismus da, was später als „neoliberale Globalisierung“ bezeichnet wurde und zu einer enormen kapitalistischen Expansion und Landnahme sowie zu zunehmender innergesellschaftlicher, weltwirtschaftlicher und geopolitischer Konkurrenz führte. (Brand/Wissen, S. 203)

„Die kapitalistische Globalisierung, das wird in der kritischen Debatte oft vergessen, beruht in den Zentren auf einem neuen Kompromiss zwischen Eliten und Subalternen – und hier insbesondere der Mittelklassen -, der im Kern eine neuerliche Vertiefung der imperialen Lebensweise beinhaltet. Dieser Kompromiss wird von vielen Menschen geduldet und aufgrund der durch ihn gestützten materiellen Konsummöglichkeiten sogar mehrheitlich gutgeheißen. Obwohl sie immer wieder von Minderheiten und sozialen Bewegungen infrage gestellt wurde, verfügte die imperiale Lebensweise über eine hohe Akzeptanz. Das ist im globalen Norden bis heute der Fall.“ (Brand/Wissen, S. 205)

Der Rest ist Schweigen.

 

Vermittlungsausschuss billigt Bürgergeld-Reform.

Bundestag: Heftiger Streit über Krisenmanagement.

Gericht verbietet Schottland Unabhängigkeits-Referendum.

Jerusalem.

 

22.11.22

Heutzutage machen drei Pointen und eine Lüge einen Schriftsteller. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Natur – Kultur

Kasperlestheater

Agrarkapitalismus, Industriekapitalismus (Brand/Wissen)

Rösta Gold – vollmundig

„Den Ausgangspunkt der Durchsetzung des Fordismus bilden die USA. Sie waren nach dem Ersten Weltkrieg nicht nur der größte Gläubiger der Welt, sondern ihr Anteil an der Weltindustrieproduktion stieg von einem Drittel im Jahr 1913 auf 42 Prozent unmittelbar vor der Weltwirtschaftskrise. Das Ende des Zweiten Weltkrieges brachte, trotz des beginnenden Kalten Krieges und der Bedeutung des Militärs, ein Umorientierung von der Rüstungsproduktion auf individuell gefertigte Konsumgüter.“ (Brand/Wissen, S. 179)

„Mit der Herausbildung „moderner“ und „westlicher“ Konsumnormen ging zudem eine Verkürzung der Produktlebensdauer einher, und zwar sowohl materiell als auch im Hinblick auf die Wertschätzung von Produkten, die sich am Rhythmus schnelllebiger „Moden“ orientierte.“ (Brand/Wissen, S. 180)

Der Rest ist Schweigen.

 

Kompromiss beim Bürgergeld, schärfere Regeln zu Sanktionen und Grundvermögen, Sanktionen ab dem ersten Tag, Schonvermögen von 40.000 €, Sozialverbände: bestenfalls eine Novelle, Union hat ihre Forderungen durchgesetzt; Gaspreisbremse rückwirkend ab Januar; Abgeordnete beraten über Haushalt 2023.

Bundeswehr soll Mali-Einsatz beenden.

Reform des kirchlichen Arbeitsrechts.

mindestens 260 Tote bei Erdbeben in Indonesien.

Iranisches Regime setzt Militär gegen Kurden ein, bürgerkriegsähnliche Szenen in kurdischen Städten.

Saudi Arabien dagegen schafft die Sensation.

 

21.11.22

Einen Gedanken zu finden, wobei sich allemal jeder Mensch, der ihn hört, totlacht. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Sabu-Scheibe; Menschenopfer der Maya; Rituallandschaft in Peru. (ZDF info)

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

Arbeitnehmer sind austauschbar.

In dieser unserer Welt, einer Welt mächtiger Metropolen und unterjochtes Hinterland, gibt es keinen Reichtum, der nicht zumindest verdächtig wäre. (Eduardo Galeano)

imperiale Lebensweise (Brand/Wissen)

„Die imperiale Lebensweise – so unsere zentrale Überlegung – ist eine Art Kompromiss zwischen den Interessen der Herrschenden und den Forderungen und Wünschen der Subalternen, wobei wichtige Voraussetzungen der Herstellung der Lebensbedingungen und die negativen Folgen teilweise externalisiert werden: Das ist die imperiale Dimension der Lebensweise. Sehr häufig ist sie ja die Konsequenz aus gesellschaftlichen Kompromissen in jenen Teilen der Welt, in denen überhaupt Kämpfe um bessere Lebensbedingungen erfolgreich geführt werden und die aufgrund ihrer Stellung in der internationalen Arbeitsteilung und politisch in der Lage waren oder sind, kapitalistische Dynamik und Mehrwertproduktion zu gewährleisten.“ (Brand/Wissen, S. 142)

Der Rest ist Schweigen.

 

FIFA verbietet „One Love“-Binde.

Kosten für LNG-Terminals mehr als verdoppelt.

IAEA untersucht AKW Saporischschja.

Lambrecht bietet Polen militärische Unterstützung an.

Außenministerin Baerbock in Paris, Moldau gilt als ärmstes Land in Europa, Baerbock will in Paris die Wogen glätten.

Verbraucherpreise im Oktober gesunken.

Impfpflicht in Kliniken läuft aus.

Erdbeben in Indonesien mit 100 Toten.

Proteste im Iran gehen weiter.

 

20.11.22

In Zezu sind Professoren, die gesunden Menschen-Verstand lehren. Die Demütigung, in welcher dort der Student lebt. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Wichtig für die Übernahme oder Ablehnung von Alltagspraxen sind zudem unmittelbar Wahrnehmungen, Affekte und Emotionen, aber auch gesellschaftlich verankerte Leitmotive wie etwa die hohe Bedeutung von Konsumsteigerung, Fleischkonsum motorisiertem Individualverkehr. Alternativen werden dadurch erschwert. Zugespitzt: Nichtnachhaltigkeit ist ein ganz praktischer Sachverhalt, der in der Regel unbewusst gelebt wird.“ (Brand/Wissen, S. 93)

„Ein wesentliches Merkmal des Kapitalismus besteht darin, dass die Reproduktion der Arbeitskraft marktabhängig ist: „Befreit“ von den Mitteln, die für die Sicherung der eigenen Existenz notwendig sind (Land, Arbeitsmittel), und herausgelöst aus den gemeinschaftlichen Kontexten einer „moralischen Ökonomie“, ist die Mehrheit der Menschen gezwungen, ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen, um leben zu können.“ (S. 108) „Diese Notwendigkeit zwingt sie zugleich in die imperiale Lebensweise, und zwar in dem Maße, wie der Produktionsprozess, in dem sie ihr Einkommen erwirtschaften, und die Waren, die sie für ihre Reproduktion benötigen, auf der ungleichen Aneignung von Arbeitskraft und Natur andernorts beruhen.“ (Brand/Wissen, S. 109)

Trump darf wieder twittern. (Meldung Bayern 3)

„Wer über ein niedriges Einkommen und Vermögen verfügt oder von der Arbeitslosenversicherung oder Sozialtransfers lebt, kann am gesellschaftlichen Wohlstand nur in dem Maße partizipieren, wie er oder sie – etwas beim Kauf eines T-Shirts oder an preiswerten Lebensmitteln – von den schlechten Arbeitsbedingungen und der Ausbeutung der Natur andernorts profitiert.“ (Brand/Wissen, S. 110)

„Wie das Wuppertal Institut – allerdings unter Vermeidung des Klassenbegriffs – feststellt „weisen ausgerechnet die Lebensstilgemeinschaften, auch soziale Milieus genannt, mit der besten Bildung und Einkommenslage und dem höchsten Umweltbewusstsein gleichzeitig den höchsten Ressourcenverbrauch auf. (…) Die umweltschonende Wirkung ihrer an vielen Stellen durchaus umweltbewussten Entscheidungen wird praktisch aufgehoben, weil sie sich aufgrund ihrer materiellen Lage mehr Produkte und Dienstleistungen leisten können als Menschen in niedrigeren sozialen Milieus. (…) Menschen mit weniger Ausbildung und Geld handeln zwar häufig nicht bewusst umweltorientiert, jedoch faktisch umweltfreundlich – meist deshalb, weil sie über ein zu geringes Einkommen verfügen,,, um sich einen ressourcenintensiven Lebensstil leisten zu können.“ (Brand/Wissen, S. 124)

im Kasten haben.

Der Rest ist Schweigen.

 

Ägypten: Einigung auf Abschlusserklärung, kein großer Wurf, Baerbock: Hoffnung und Frust liegen nah beieinander, Klimaaktivistin: „Farce“, D. Bartsch: „Deutschland muss sich endlich einig machen …“

Türkische Luftangriffe auf kurdische Ziele in Syrien, gefährliche Gewaltspirale.

Kasachstan: deutlicher Vorsprung für Amtsinhaber.

Ukraine: Explosionen am AKW Saporischschja.

Colorada Springs/USA.

Haiti: Cholera breitet sich aus, es fehlt an Medikamenten und sauberem Wasser.

 

19.11.22

So närrisch, daß es dem Krebse vorkommen muss, wenn er den Menschen vorwärts gehen sieht. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Twitter blutet aus (Chr. Sievers, heute journal)

Rote Karte für Katar – Die Fifa hat den Bogen überspannt (Michael Husarek, NN)

Ein Schock auf die Zukunft – Metall-Abschluss kann Weg aus der Krise weisen (Alexander Jungkunz, NN)

In die Verlängerung – WELTKLIMAKONFERENZ Weil noch Fragen offen sind, müssen die Teilnehmer nachsitzen. (epd)

Gekaufte Stimmen, gekaufte Fans – WELTMEISTERSCHAFT IN KATAR Wie sich das kleine Emirat das größte Fußball-Fest der Welt sicherte, das aber vielleicht nur der Anfang war. (Sebastian Gloser, NN)

„Sie ist eine radikale Vereinfacherin“ – INTERVIEW Der Erlanger Osteuropa-Experte Moritz Florin über Gabriele Krone-Schmalz, die neuerdings gegen manche ihrer Kritiker vor Gericht zieht. (Interview Alexander Jungkunz, NN)

Erneut Anschlag auf jüdische Einrichtung (dpa)

Spieler verstummen bei Nationalhymne – PROTESTE IM IRAN Kommt es zu Aktionen bei der Fußball-WM in Katar? Prominente Ex-Fußballer setzen bereits Zeichen. (Thomas Seibert, NN)

Hinter Lecks an Nord Stream steckt Sabotage (dpa)

„Die imperiale Lebensweise ist ein wesentlicher Moment in der Reproduktion kapitalistischer Gesellschaften. Sie stellt sich über Diskurse und Weltauffassungen her, wird in Praxen und Institutionen verfestigt, ist Ergebnis sozialer Auseinandersetzungen in der Zivilgesellschaft und im Staat. Sie basiert auf Ungleichheit, Macht und Herrschaft, mitunter auf Gewalt und bringt diese gleichzeitig hervor. Sie ist den Subjekten nicht äußerlich.Vielmehr bringt sie die Subjekte in ihrem Alltagsverstand hervor, normiert sie und macht sie gleichzeitig handlungsfähig: als Frauen und Männer, als nach bestimmten Formen des guten Lebens Stehende … Der Begriff der imperialen Lebensweise verbindet den Alltag der Menschen mit den gesellschaftlichen Strukturen. Er beansprucht die sozialen und ökologischen Voraussetzungen der vorherrschenden Produktions- und Konsumnormen sowie die Herrschaftsverhältnisse, die in diese Voraussetzungen eingelassen sind, sichtbar zu machen. Und er will erklären, wie Herrschaft im neokolonialen Nord-Süd-Verhältnis, in den Klassen- und Gesellschaftsverhältnissen sowie durch rassisierte Verhältnisse in den Praxen des Konsums und der Produktion normalisiert wird, sodass sie nicht länger als solche wahrgenommen wird …“ (Brand/Wissen, S. 87)

Der Rest ist Schweigen.

 

Streit über geplantes Bürgergeld, Scholz: Merz verhält sich abgehoben …

Weltklimakonferenz steuert auf Einigung zu, vor allem China stand auf der Bremse, der große Wurf ist nicht in Sicht.

APEC-Staaten verurteilen Krieg gegen die Ukraine.

USA: Ermittlungen gegen Trump.

etwa 200 Mrd. € hat Katar für die WM ausgegeben.

 

18.11.22

Man kann sicher bei verschlossenen Augen in das erste beste Buch den Finger auf eine Zeile legen und sagen, hierüber ließe sich ein Buch schreiben. Wenn man die Augen auftut, so wird man sich selten betrogen fühlen. G.Ch. Lichtenberg)

 

Radschnellwege (hr)

digitale Beweise; „Sprache könne genauso verletzen wie körperliche Gewalt“. (heute journal)

Ich bin mein Erinnern. (Augustinus)

„Von spätmittelalterlichen Kaufmannsbriefen bis zur Entstehung von Nachrichtenagenturen hat man die enge Verflechtung von Handelsgeschäften und Zeitungswesen dokumentiert, und insbesondere die Dynamik des Banken- und Börsenverkehrs hat sich stets in Abhängigkeit von medialen Infrastrukturen definiert.“ (J. Vogl, S. 59)

„Die Allianz von Medientechnik und Finanzwesen jedenfalls findet ihren kritischen Faktor oder Spieleinsatz im operativen Status von „Information“.“ (J. Vogl, S. 68)

Ulrich Brand, Markus Wissen, Imperiale Lebensweise – Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus, oekom verlag, München, 2017, eBook.

Man kann nicht alles auf Beliebiges übertragen.

„grüner Kapitalismus“ (Brand/Wissen)

Der Rest ist Schweigen.

 

Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie.

Ägypten: Delegierte ringen um Abschlusserklärung, Uneinigkeit, China gilt als „großer Bremser“.

Kabinett beschließt Hilfe für Studierende.

G7-Innenminister: Kooperation gegen russische Kampagnen.

Erster Kongress zu Long Covid in Jena, 6 – 7 Schädigungsmuster.

Nordstream 1 und 2: Reste von Sprengstoff gefunden.

Katar: Debatte über Teilnahme deutscher Politiker, Katar verbietet Bier rund um die Stadien.

Synagoge Essen: „Anschlag“.

 

17.11.22

Eine Vergleichung zwischen dem, was man denkt und dem, was man sagt anzustellen. Man kann es sagen, ohne deswegen den Staupbesen zu fürchten, daß die Hälfte der Einwohner den Staupbesen bekommen würden, wenn sie öffentlich sagten, was sie denken, und doch ist der Mensch das, was denkt und nicht das, was sagt. Zwo Personen, die sich einander komplimentieren, würden einander an den Köpfen kriegen, wenn sie wüßten, was sie von einander denken. (G.Ch. Lichtenberg)

 

shrinkflation (hr)

Jeder gibt seinen Senf dazu … (BR)

Kontrovers (Ursula Heller), Gewinnmitnahmen im Handel?

Untersuchungsausschuss „Maske“ (Plusminus)

„ohne Drohnen ist heute kein Krieg mehr zu gewinnen.“ (tagesthemen)

Roman Herzog: „Uns geht es eben zu gut.“ (P. Hahne, S. 363)

„Je dünner die Botschaft, desto aufgeblasener die Worthülsen.“ (P. Hahne, Crusade gegen die Rückkehr des Höfischen, S. 437)

„Liebe Leute! Täglich sterben 18 000 Kinder weltweit an Hunger und Krankheit, mehr als eine Million Babys pro Jahr überleben den Tag nach ihrer Geburt nicht, Millionen leiden unter Verfolgung, Diktatur, Völkermord und Bürgerkrieg. Millionen und Abermillionen bis in unsere westlichen Gesellschaften hinein wissen nicht, ob sie am nächsten Tag noch Obdach, Arbeit und Nahrung haben, selbst deutsche Rentner haben Angst vor der nächsten Mieterhöhung … Und wir befassen uns mit semantischem Wortmüll, der damit bitteschön alles korrekt und natürlich gendergerecht zugeht. Haben wir denn den Verstand verloren? Merken wir nicht, dass das Luxusprobleme einer verwahrlosten Wohlstandsgesellschaft sind, die offensichtlich keine anderen Probleme hat?!“ (P. Hahne, S. 444)

Joseph Vogl, Kapital und Ressentiment, C.H. Beck, 2021, eBook.

Finanz- und Informationskapitalismus (J. Vogl)

Der Rest ist Schweigen.

 

Beschuss in der Ukraine, Angriffe auf Infrastruktur, die mit Militär zu tun hat.

Innenminister der G7-Staaten beraten über Ukraine-Krieg, klare Beschlüsse sollen erarbeitet werden.

USA: Demokraten verlieren Mehrheit im Repräsentantenhaus, härteres politisches Klima.

wegen Bedrohung, Beleidigung …

Tarifkonflikt in der Metallindustrie.

Preisbremsen für Strom und Gas: Kabinettsbeschlüsse verzögern sich.

Digitalisierung im Einzelhandel, kassenloser Supermarkt.

Bundesweite Störung im Mobilfunknetz.

 

16.11.22

Auch ich bin erwacht, Freund, und zu dem Grad der philosophischen Besonnenheit gekommen, wo Liebe zur Wahrheit die einzige Führerin ist, wo ich allem, was ich für Irrtum halte, mit dem mir verliehenen Licht entgegengehe, ohne grad laut zu sagen, das halte ich für Irrtum, und noch weniger, das ist Irrtum. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Die Angst vor einem Blackout ist allgegenwärtig; Deutschland wird sich verändern – aber wie? (ZDF)

Den Grad zwischen Wut und Wums (I. Brecht, frontal)

„Nur die Wahrheit macht frei.“ (Johannes 8, 31 – 33, P. Hahne, S. 220)

„erfrecht“ (P. Hahne)

„Denn in Wahrheit ist das keine Politikverdrossenheit, die wie Blei auf den Bürgern liegt – es ist eine Politikerverdrossenheit, die einen in die Rage bringt. Nicht ein Allerwelts-Phänomen also, sondern etwa ganz Konkretes, Personenbezogenes.“ (P. Hahne, S.243)

„abgemeiert“ (P. Hahne)

„Der frühere Bundespräsident Johannes Rau sagte mir einmal: „Unsere Hoffnung muss immer größer sein als unsere Sorge, unsere Erwartung immer größer als unsere Erinnerung.“ Das ist Ostern! Das ist in der Tat die härteste Währung auf den Markt der Hoffnungen.“ (P. Hahne, S. 268)

Grüne Kiste zu verschenken

Beton-Grill

kritische Stimmen.

behutsam mit Geld umgehen.

„Ein Patriot ist jemand, der sein Vaterland liebt. Ein Nationalist ist jemand, der die Vaterländer der anderen verachtet.“ (Johannes Rau)

Kapitalismus: Es gilt, möglichst viel Kapital anzuhäufen, mit welchen Mitteln auch immer.

Der Rest ist Schweigen.

 

Polen: „tragischer Unfall“, NATO geht nicht von gezieltem Angriff aus.

Krisensitzung beim G20-Gipfel auf Bali, Bekenntnis gegen den Einsatz von Atomkraft, Scholz: „(Putin) steht alleine, ist isoliert.“

Trump will erneut kandidieren.

Brasilien: Lula macht Klimaschutz zum Schwerpunkt.

Berliner Wahl muss wiederholt werden, zu gravierend die Pannen am Wahltag.

Vorgehen gegen organisierter Kriminalität.

Isolationspflicht fällt in mehreren Ländern weg.

 

15.11.22

Insel Zezu. Die Insel ist deswegen so lange unbeschrieben geblieben, weil wegen der närrischen Sitten der Einwohner die Verleger überall auf die Gedanken gerieten, es sei eine Satyre auf die Länder, worin sie lebten. Daß es Teile des Leibes gibt, von denen man nicht gerne schreibt, laß ich gelten. Wer hätte aber glauben können, daß es solche Länder gäbe? (G.Ch. Lichtenberg)

 

Berufsschuldner

Actilyse (bei Schlaganfall)(NDR)

Katar: „Diese Forderung ist ein Werbegag“, Benjamin Best: Katar – „WM der Schande“ (hart aber fair)

„Da kommen Städter zum Urlaub aufs Land, doch so ganz Land soll es nun auch nicht sein. Man will nichts hören, nichts sehen und nichts riechen von all dem, was typisch Land ist. Warum fahren die eigentlich dahin? Warum ziehen Leute in die schönste Provinz, wenn sie daran alles schlecht finden?“ (P. Hahne, S. 126)

„Also: Rettet die Sprache! Rettet auch die Mundarten, die schon Hitler und Honecker vergeblich ausrotten wollten! Sprache heißt Sprache, weil sie gesprochen wird und sprechbar bleiben muss. Der ideologische Genderismus ist Selbstmord an einer lebendigen Sprache …“ (P. Hahne, S. 140)

im Kasten haben.

Der Rest ist Schweigen.

 

Angriffe auf Kiew und weiteren Städten, 7 Mio. Haushalte vom Strom getrennt, auch polnischer Ort getroffen worden.

Ukraine-Krieg dominiert den G20-Gipfel, wie ein Friede aussehen kann, bleibt allerdings unklar.

Gasspeicher zu 100 Prozent gefüllt.

IGM weitet Warnstreiks aus.

Streiks und Proteste im Iran, Hass auf den Staat wird immer größer.

Atomgespräch mit dem Iran eingestellt.

Acht-Milliarden-Marke der Weltbevölkerung überschritten.

 

14.11.22

Er pflegte das die Abweichung der Leidenschaften zu nennen, wenn er etwas mit Hitze wollte, was unter oder über das Maximum der bürgerlichen Glückseligkeit fiel. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Jeder soll das tun, was er kann.

Auch nicht gerade die feine englische Art, wenn man auf eine E-Mail keine Antwort bekommt.

Der Neurotiker errichtet sich ein Luftschloss, der Psychotiker wohnt darin.

„Zeit ist, wie der Soziologe Hartmut Rosa klug erklärt, keine Ressource, man kann sie nicht „sparen“.“ (R.D. Precht, S. 423)

Peter Hahne, Nicht auf unsere Kosten! – Aufstand gegen Lug und Trug der Eliten, Quadriga, 2021, e-Book.

Ansprüche stellen.

„Aus Diskussionsdemokratie ist Meinungsdiktatur geworden. So finden auf unliebsame Universitätsprofessoren regelrechte Hexenjagden statt, unerträgliches Mobbing oder der Ausschluss von jeglicher Kommunikation.“ (S. 34) … „Die Intoleranz der Toleranten macht selbst Wissenschaft nicht mehr möglich.“ (S. 35)

Der Rest ist Schweigen.

 

Bundesrat stoppt Bürgergeld-Gesetz, Vermittlungsausschuss, Bundesrat billigt Soforthilfe für Dezember.

Frühere Gazpromtochter wird verstaatlicht.

Treffen von Xi und Biden auf Bali.

Selenskyj besucht befreite Stadt Cherson.

Ermittlungen nach Anschlag in Istanbul.

weitere Sanktionen der EU an Iran.

Ägypten: Schulze wirbt für globalen Schutzschirm für Klimaschäden.

 

13.11.22

Wenn er eine Rezension verfertigt, habe ich mir sagen lassen, soll er allemal die heftigsten Erektionen haben. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Ein Künstler, der nicht in die Annalen eingeht, existiert überhaupt nicht.

„Doch wenn Moral aus den genannten Gründen niemals programmierbar ist, weil sie irrational (Hume, Haidt), kontextabhängig und ein mit unserem Selbstwertgefühl verbundener Akt (Mead) ist, dann sollten wir es auch nicht tun! Was kein Programm ist, kann auch nicht programmiert werden. Die Maschinenethik verlangt, Maschinen nicht selbst „ethisch“ zu programmieren, als Entscheidungen treffen zu lassen, die über Menschen richten. Ethisch mit Maschinen umzugehen ist das Gegenteil davon, sie „ethisch“ zu programmieren.“ (R.D. Precht, S. 310)

„Alles Sinnbedürfnis geht von der Psychologie aus, aller Lebenssinn ist irrational. Und kein Depressiver lässt sich durch logische Argumente dazu bringen, seinem Leben wieder einen Sinn abzugewinnen.“ (R.D. Precht, S. 335)

Rauchen ist tödlich

wenn Laien Drucksachen gestalten.

Tafel für Kinder

Ein Bild ist eine Libidoinvestition.

Volkstrauertag

„Killerroboter sehen Menschen nicht als Menschen, sondern als „Problem“ – und ihren Tod als „Lösung“. Dieser ethische Nihilismus ist prinzipiell und unaufhebbar.“ (R.D. Precht, S. 383)

24symbols

Der Rest ist Schweigen.

 

Istanbul: Explosion, Anschlag, Spekulationen „Islamischer Staat“, PKK.

Vor der Abstimmung über das Bürgergeld, Union: falscher Anreiz.

Scholz besucht Vietnam.

Ministerin Schulze besucht Nil-Delta, Deutschland stellt 170 Mio. € bereit.

USA: Demokraten verteidigen Macht im Senat.

 

12.11.22

Es wird an einem gewissen Ort ein Satyrikus verlangt. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Computerforensiker (Medical Detectives)

Konflikt Gesundheitsminister und Länder, Expertenmeinungen gehen auseinander, Lauterbach: schwere Winterwelle; Streit in der Flüchtlingspolitik. (heute journal)

Bayern kippt die Isolationspflicht (dpa)

„Solange, bis sich was tut“ – LETZTE GENERATION Die Nürnbergerin Maja Winkelmann protestiert an vielen Fronten. (Alexander Jungkunz, NN)

So viel Normalität wie möglich – Es ist richtig, dass Bayern Corona-Regeln lockert (Roland Englisch, NN)

Die Lage eskaliert – ASYLPOLITIK Unter der neuen rechten Ministerpräsidentin Giorgia Meloni fährt Italien einen migrationsfeindlichen Kurs. (Michel Winde, Manuel Schwar, dpa)

FDP rutscht in Umfragen auf fünf Prozent ab (dpa)

Versprochen ist versprochen – KLIMAKONFERENZ US-Präsident Joe Biden will die Klimaschutzziele einhalten und ruft zu gemeinsamen Anstrengungen auf. (dpa)

Jubel nach russischem Abzug aus Cherson (dpa)

Der Kulturpass für 18-jährige kommt (Gerd Roth, dpa)

Musk schließt eine Insolvenz nicht mehr aus – TWITTER Dem Kurznachrichtendienst stehen stürmische Zeiten bevor – auch wegen einer scharfen Warnung der US-Verbraucherschutzbehörde FTC. (Andrej Sokolow, Hannes Breustedt, dpa)

„Trans- und Posthumanismus sind Denkweisen von gestern, als Philosophen der Evolution noch für vorherbestimmt hielten und mit einem Perfektionsauftrag austatteten; Mythologien aus einer Zeit, in der Menschen die Entwicklung der Menschheit noch ohne allzu tiefe Einsicht in Fragen der Individualität, der Soziologie und der Dimension des Sinns betrachteten. Menschen werden nicht willenlos von einem evolutionären Treiber getrieben. Und es geht ihnen gemeinhin eher darum, zufrieden zu leben, als irgendwie „optimal“. Rationalität, Effizienz und Fortschritt sind kein biologisches Naturgesetz und keine „Werte an sich“. Wenn sie mit Werten wie Menschenwürde, der Gerechtigkeit und der Freiheit zusammentreffen, sind sie nach Ansicht der meisten Menschen untergeordnet. Genau das bedeutet der viel gesagte Satz: „Im Mittelpunkt muss der Mensch stehen“.“ (R.D. Precht, S. 206)

„Wer keine Neigungen hat, die er mag, findet keinen Willen, den er will.“ (Martin Seel)

Albert Einstein meinte, „man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich nur in ihr zurechtfinden.“

„Die Erzeugung einer je eigenen Welt macht Menschen nicht zu universellen Problemlösern, sondern zu spezielle. Um es kurz zu sagen: Die Problemslösungsstrategien von Maschinen ist allgemein, das heißt transparent und übertragbar; ihre Intelligenz dagegen ist speziell, das heißt auf gewählte Zielfunktionen beschränkt. Bei Menschen hingegen ist es genau umgekehrt: ihre Problemlösungsmuster und -strategien sind hoch individuell; das heißt, jedes Gehirn denkt anders; ihre Intelligenz dagegen ist allgemein, das heißt hochflexibel und auf alle erdenklichen Bereiche anwendbar.“ (R.D. Precht, S. 265)

Nudging

Weniger Begabung und Virtuosität ist ausschlaggebend, als vielmehr Passion und Durchhaltevermögen (über Jahrzehnte hinweg).

Wahre Liebe.

RH: Landkreis Roth.

Der Rest ist Schweigen.

 

Ukraine feiert russischen Rückzug aus Cherson., auch die Polizei sei zurückgekehrt, Feiern auch in Kiew.

US-Präsident Biden in Kambodscha.

USA: Demokraten verteidigen Senatssitz in Arizona, alle schauen nun auf Nevada, Trump versucht seine Vernehmung juristisch zu verhindern.

EU verschärft Iran-Sanktionen, mit deutlichen Worten kritisiert der Kanzler den Iran.

Such nach Endlager verzögert sich weiter.

Spanien setzt auf grünen Wasserstoff.

 

11.11.22

Das heißt recht Eulen nach Athen oder Kompendia nach Göttingen tragen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Dark Stores in den Städten (für Lieferdienste). (ZDF info)

kein schönes Schaukelpferd.

Apfelgrüner dicker Bastelfilz

aus dem Vollen schöpfen können.

„Die Befürchtung, dass fortgeschrittenes Enhancement sowie der Einsatz immer intelligenterer KI die ganze Gesellschaft ins Wanken bringen, ist keine Spinnerei, sondern naheliegend.“ (R.D. Precht, S. 163)

Der Rest ist Schweigen.

 

Kritik am Ende der Isolationspflicht.

Rückeroberung von Cherson, ukrainische Flagge gehisst, „historischer Tag“.

Inflation auf dem Höchststand: 10,4%.

Einigung auf Bundeshaushalt 2023, 476 Mrd. € Ausgaben, 45,6 Mrd. € mehr Schulden, „… die längste und teuerste Nacht des Bundestages“, AfD: „Buchungstricks“, die Linke: gerechtere Steuerreform, Pläne für „Kulturpass“ für 18-jährige.

Mindestalter für Europawahl auf 16 Jahre gesenkt.

Längere Laufzeiten für AKW, Kritik von der Union.

Ägypten: Biden sagt Einhaltung der Klimaziele zu, „Verantwortung übernehmen“.

Bootsflüchtlinge in Frankreich an Land, Spannungen zwischen Paris und Rom.

Keine Corona-Beschränkungen bei Karnevalsauftakt.

 

10.11.22

Das Wort Laune wird fast heutzutage in einem so weitläufigten Verstand genommen als das Wort Butterbrot. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Kunst ist ein einziger Irrtum.

„Was menschliche Optimierungen durch Implantate oder „Verschmelzungen“ auf die Dauer für die Gesellschaft bedeuten, ist eine zweite Scheuklappe des Trans- und Posthumanismus: der völlige Mangel an Verständnis für die komplexeren Wechselwirkungen der Soziologie. Die Hightech-Visionäre, die den Menschen überwinden wollen, haben weder einen realistischen Gesellschaftsbegriff noch irgendeine differenzierte gesellschaftlich Fantasie. Doch die Optimierung einzelner Menschen bedeuten nicht nur etwas für sie selbst, sie bedeuten auch enorm viel für andere Menschen und schließlich für das gesamte Gesellschaftsgefüge. Technische Revolutionen, die zu optimierenden Eingriffen in den menschlichen Leib führen sollen, versprechen ja nicht nur faszinierende oder verstörende Experimente und fantastische finanzielle Gewinne, sondern sie führen auch zu gesellschaftlichen Reaktionen von vehementer Ablehnung bis zu begeistertem Zuspruch …“ (R.D. Precht, S. 158)

Der Rest ist Schweigen.

 

Das Bürgergeld soll ab Januar schrittweise Hartz-IV ablösen, Ampel begrüßt das Reformierungspaket, Union will das Gesetz blockieren; Inflationsausgleichsgesetz; Bundestag zu Triage-Gesetz.

Ägypten: Demonstrationen für Menschenrechte, etwa 60.000 politische Gefangene in Ägypten.

Russland beginnt Rückzug aus Cherson.

USA: Präsident Biden zeigt sich zufrieden, offen für eine zweite Amtszeit.

Vierte Tarifrunde für Elektriker und Metaller ohne Ergebnisse.

Warnsystem „Cell Broadcast“ wird im Dezember getestet.

 

9.11.22

Das ist wahr, meine Schuh kann ich mir nicht selbst machen, aber ihr Herrn, meine Philosophie laß ich mir nicht zuschreiben. Meine Schuh will ich mir allenfalls selbst machen lassen, das kann ich selbst nicht. (G.Ch. Lichtenberg)

 

einen Kaugummi verschenken.

System der Fallpauschalen abschaffen. (K. Lauterbach)

frontal Youtube-Kanal

„Der gleichen Logik entspringt auch der Auftrag zur permanenten Selbstvernutzung, der Imperativ, sich für sich selbst nutzbar zu machen, indem man sich fortwährend optimiert. Eine solche Selbstvernutzung führt, wie die österreichische Philosophin Janina Loh vorführt, vermutlich nicht ins Paradies, sondern zur „Selbstentsinnung“. Denn, wer sich, anders als andere Tiere, ständig zum Mittel für einen anderen Zweck macht (perfekter machen), der findet nie ein Ende (wie so manche Opfer von Schönheitsoperationen) und damit keinen höheren Sinn. Ständige Optimierer wie die Vertreter der Qualified-Self-Bewegung, die alle ihre Körper- Verhaltensdaten messen, fallen in ihrem Umfeld naheliegenderweise oft als Exzentriker auf und nur äußerst selten als Wohltäter der Menschheit … Der transhumanistische Imperativ dagegen lautet: „Handle so,,dass du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden anderen niemals als Selbstzweck, sondern immer als Mittel brauchst.“ (R.D. Precht, S. 149)

„Verzweckt euch endlich selbst und dient dem Menschheitsfortschritt, lautet die versteckte oder offene Forderung der Transhumanisten.“ (S. 151)

„Im Kapitalismus kann, wie der Kabarettist Volker Pispers sagt, zwar jeder reich werden, aber nicht alle.“ (S. 152)

Der Rest ist Schweigen.

 

USA: Land doch nicht gespalten, Trump abgestraft worden …

Wirtschaftsweise stellen Gutachten vor, keine gute Prognose für das nächste Jahr.

Kindergeld soll stärker erhöht werden.

Verkauf an chinesische Investoren untersagt.

Russland will Truppen aus Cherson abziehen.

Strategie zum Schutz von Mooren, Grüne: wollen Moore schützen.

Erinnerung an Opfer der Novemberprogrome 1938.

 

8.11.22

Eine Fleder-Maus könnte eine als Ovids Art verwandelte Maus angesehen werden, die, von einer unzüchtigen Maus verfolgt, die Götter um Flügel bittet, die ihr auch gewährt werden. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Gesellschaften bewerten menschliche Neugier danach, welche sie achten und welche sie ächten. Mit dem bloßen Neugier-Argument ist es nirgendwo in der Realität getan. Als Rechtfertigung ist es ziemlich mau.

Treiber der technischen Entwicklung ist auch keine unbestimmte Neugier, sondern die kanalisierte Neugier auf künftige Technologie, aus der neue Geschäftsmodell entstehen sollen.“ (R.D. Precht, S. 140)

„Wer Menschheit sagt, will betrügen!“ (Carl Schmitt, Philosoph)

„Der Drang zum Mehr ist kein Urtrieb, sondern eine Logik der Ökonomie.“ (S. 149)

the more you learn, the more you earn. (??)

Naturschnee

Der Rest ist Schweigen.

 

Senatswahlen in den USA, Demokraten haben hauchdünne Mehrheit, so viele wie noch nie bei einer Zwischenwahl, die Wahllokale sind noch bis Abend geöffnet, die Auszählung könnte Tage dauern …

Ägypten: Scholz wirbt für globalen „Klimaclub“, „zu viel Symbolik, zu wenig Versprechen …“

Vorschlag für höheren Spitzensteuersatz.

Habeck will Verkauf einer Fabrik an China verbieten.

Niedersachsen: Weil für dritte Amtszeit als Ministerpräsident bestätigt.

89 Flüchtlinge dürfen in Italien anlegen.

spektakulärer Fund in der Toscana, Bronzestatuen aus der Etruskerzeit.

 

7.11.22

Eine Uhr, die ihrem Besitzer immer um viertel zuruft: Du …, halb: Du bist …, um dreiviertel: Du bist ein …, und wenn es voll schlägt: Du bist ein Mensch. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Kapitalismus: aus jedem Sch. ein Geschäft machen.

„Nudging“ (dem „Schubsen“ durch Anreize, um ein gewünschtes Verhalten zu erzeugen.) (R.D. Precht, S. 109)

„Der Transhumanismus und der Posthumanismus, die Modeströmungen oder Weltanschauungen der High-Tech-Visionäre von heute passen viel alte Ideologie an die ökonomischen Verwertungsinteressen der Zukunft an. Denn um immer weiter in die menschliche Intimität, in unsere Gefühle und Gedanken einzudringen und sie kommerziell auszuschlachten, bedarf es einer Rechtfertigung, die ohne ein neues Menschenbild schlecht funktioniert. Wenn wir nicht weniger als unsere Freiheit um unser traditionelles Verständnis von Würde opfern, so nur, weil dies alles, wie einst bei Comte, einem höheren Zweck, einem großen Schritt für die Menschheit dient. Die positivistische Weltsicht, die den Menschen nicht als Endzweck, sondern als Werkzeug des Fortschritts versteht, muss den Humanismus der Vergangenheit für die Zukunft abräumen.“ (S. 116)

„Staat müsse klare Kante zeigen …“ (M. Söder)

narzisstisch gestörte Künstler.

Der Rest ist Schweigen.

 

Ägypten: es ist der Tag der Regierungschefs, keine neuen Klimaziele.

Italien weist Flüchtlinge zurück, Italien fühlt sich von Europa im Stich gelassen.

Ukraine: Angriffe auf zivile Infrastruktur.

Streit über geplantes Bürgergeld, Vorschlag Merz´abgelehnt, Grüne: „Union muss sich bewegen…“

Wiederholung der Bundestagswahl in Berlin.

Koalitionsvertrag in Niedersachsen, 136 Seiten rot-grüne Pläne.

Cum-Ex-Steuerskandal: Haftstrafen für Bankmanager.

Bündnis fordert Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel.

 

6.11.22

Man ist nur gar zu sehr geneigt zu glauben, wenn man etwa Talent besitzt, arbeiten müßte einem leicht werden. Greife dich immer an, Mensch, wenn du etwas Großes tun willst.

Allzeit: Wie kann diese besser gemacht werden? (G.Ch. Lichtenberg)

 

forensische Computer-Tools, „ein unheimlicher Kerl“, die forensischen Beweise belegen, dass seine Geschichte gelogen war. (Medical Detectives)

Richard David Precht, Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens, Wilhelm Goldmann Verlag, München, 2020, eBook.

Der Zyklon vermag eine Stadt wegzufegen, aber nicht einmal ein Brief zu entsiegeln oder den Knoten einer Schnur zu lösen. (Paul Valéry)

„… – dieser Satz lässt noch immer viel zu viele Angehörige der Spezies Homo sapiens nicht sehen, was jeder, der Augen hat zu sehen, täglich sieht: dass unser Erdzeitalter, das Anthropozän ein Monetozän ist, ein Zeitalter des Geldes, in dem nicht „der Mensch“ biotisch, sedimentär und geochemisch die Erde umpflügt, sondern die Verwertungsinteressen des Kapitals.“ (R.D. Precht, S. 14)

„Die vom Menschen gemachte Welt nimmt zu, die natürliche Welt nimmt ab.“ (S. 28)

(Ohne Abitur zwecklos!)

„Hohepriester des Silicon Valley belehren uns, in Menschen unvollständige Maschinen zu sehen, statt in Maschinen unvollständige Menschen.“ (S. 38)

Allersberg (Mittelfranken) liegt in einem Tal.

„Was KI heute kann, ist zwar beeindruckend, aber in keiner Form ähnlich oder gar gleich menschlicher Intelligenz. KI hat einiges mit Intelligenz zu tun, aber kaum etwas mit Verstand und nicht entfernt mit Vernunft.“ (S. 43)

„Man wird noch nicht einmal aus logischen Gründen Logiker!“ (S. 57)

„Künstliche Intelligenz dagegen kennt keine Gemeinschaft und auch keine soziale Kultur von Anerkennung und Wertschätzung, die für Menschen so psychisch existenziell ist.“ (S. 58)

Das Lesen von guten Büchern ist eine sanfte Aneignung von Welt.

„Aus einer Bedarfsdeckungsökonomie musste nun eine Bedarfsweckungsökonomie werden, um die Märkte neu einzuheizen.“ (S. 75)

„Plattformkapitalismus“

Bücher ausmisten.

Ein Humanist, der seine Kinder ins Waisenhaus steckte. (J.J.R.)

Metalle und Zellen.

Der Rest ist Schweigen.

 

UN-Klimakonferenz hat in Ägypten begonnen, Wetterextreme nehmen dramatisch zu, Ägypten als Pionier des Klimaschutzes, Regierungsbeauftragte kritisiert Ägypten.

Vorstoß der CDU zum Bürgergeld.

2022 bisher teuerstes Tankjahr.

USA: große Kundgebungen vor den US-Zwischenwahlen.

Flugzeugunglück in Tansania.

Steinmeier bekräftigt Vorschlag zur Pflichtzeit, „wir brauchen neue Modelle …“

 

5.11.22

Man liest auch, um andere Schriftsteller kennen zu lernen, der von Kindheit an nichts als die Meisterstücke des menschlichen Verstandes hätte kennen lernen, würde das Gesicht zum Erstaunen verziehen, wenn er einige unsrer Neuen lesen sollte. Es würde ihm vorkommen als eine Musik auf einem verstimmten Klavier oder eine von Pfannen und Mörsern und Tellern. Eine Situation, die zu gebrauchen wäre. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Kritik an Klima-Protest (dpa)

Fürs Klima kämpfen: Ja, aber … – Andere Menschen dürfen nicht gefährdet werden (Alexander Jungkunz, NN)

Ein Riese kennt keine Freunde – Gegenüber China hilft nur eine Doppelstrategie (Harald Baumer, NN)

Begegnung süß-sauer – PEKING Scholz´umstrittene China-Reise hält eine größere Überraschung parat. (Michael Fischer, Andreas Landwehr, dpa)

„Scholz ist in die Falle getappt“ – CSU-POLITIKER Markus Ferber kritisiert die Reise des Bundeskanzlers nach China. (Ralf Müller, NN)

Scharfe Worte an den Iran – G 7 Außenminister berieten wegen Gewalt gegen Demonstranten. Auch Teherans Waffenlieferungen standen auf der Agenda. (Jörg Blank, Gregor Bauernfeind, dpa)

„Letzte Generation“ nicht mitverantwortlich? – UNFALLTOD Die Berliner Polizei soll einen entlastenden Vermerk gemacht haben. Die Aktivisten wollen weitermachen. (dpa)

Die Kündigung kommt per E-Mail – TWITTER Elon Musk baut erheblich Personal ab. Jeder zweite Mitarbeiter soll seinen Arbeitsplatz verlieren. (dpa)

„Was in solcher Polarisierung oder Verzweiseitigung verschwindet, ist sehr weitgehend die gesellschaftlich Realität, die einer Phantomwirklichkeit weicht, die von den Medienkonsumenten dann oft für die Realität gehalten wird.“ (Welzer/Precht, S. 346)

„Information ist schnell, Wahrheit braucht Zeit.“ (Peter Glaser, Welzer/Precht S. 357)

Erregungsökonomie – Der Verlust des Kontextes (Welzer/Precht)

Tweets dienen nicht der Entwicklung und Prüfung eines Arguments, sondern dem sozialen Design des Absenders. (Welzer/Precht, S. 367)

„Man darf sich zugleich vorstellen, was sozial-mediale“Schauprozesse“ mit leitmedialer Resonanzverstärkung mit der deliberativ gedachten Öffentlichkeit machen. Für den freien Austausch von Meinungen sind sie eine finstere Bedrohung.“ (S. 379)

Strukturwandel der Öffentlichkeit (Jürgen Habermas)

Moderne und Ambivalenz (Zygmunt Bauman)

„Es ist eine durchaus bedeutende kulturelle Veränderung, wenn auf einmal jeder Trottel alles beurteilen können soll. Und von daher verwundern auch kaum noch die von Ärztinnen und Pflegepersonal vielfältig berichteten Anspruchshaltungen von Patienten und Patientinnen oder gar die Übergriffe und Angriffe auf Polizei, Rettungskräfte und Sanitäter – ein Ergebnis der kollektiven Ermächtigung der ganz und gar Inkompetenten. Und diese Ermächtigung beruht wiederum auf dem durch und durch konsumistischen Gedanken, dass es keinerlei eigener Kompetenz oder gar Qualifikation bedarf, um etwas beurteilen zu können. Es genügt, wenn einem etwas zusteht. Auch die Online-Portale der Leitmedien folgen diesem Prinzip, wenn sie permanent die Rezipientinnen und Rezipienten auffordern, zu urteilen – ob es eine Impfpflicht geben soll oder die dauerhafte Verlängerung des 9-Euro-Tickets. Kontextwissen nicht erforderlich, meinen genügt.“ (Welzer/Precht, S. 400)

Geld ist ein starkes Motiv.

„Tatsächlich sind Medienarbeiterinnen nicht langfristig rechtfertigungspflichtig für ihre Ausrutscher; ein Wissen, das die Rücksichtslosigkeit verstärkt. Sie sind, wie Thomas Meyer sagt, unbelangbar.“ (S. 405)

Je stärker die Leitmedien sich der Wirkungsmechanismen von Direktmedien bedienen, um ihrem Publikum möglichst nahe zu sein, umso mehr schwindet dessen Vertrauen in sie.“ (Welzer/Precht, S. 418)

„Klick-Industrien“

Schönen Hahn abzugeben

Gehwegplatten Betonplatten

Der Rest ist Schweigen.

 

Tafeln überlastet, Steigerung der Bedürftigen um 50%, ein Drittel der Tafeln haben Aufnahmestopp verhängt.

Renten sollen 2023 steigen.

Scholz wertet China-Reise als Erfolg, Scholz: keine Atomwaffen in diesem Krieg.

Erneut Tote bei Protesten im Iran.

Iran räumt Lieferung von Kampfdrohnen an Russland ein.

Peruanische Indigene lassen Touristen frei, Protestaktion.

Kritik an Ausstattung des Büros der Altkanzlerin im Bundestag.

Georg-Büchner Preis an Schriftstellerin Özdamar.

 

4.11.22

Manches an unserm Körper würde uns nicht so säuisch und unzüchtig vorkommen, wenn uns nicht der Adel im Kopf steckte. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Testseher ab 45 Jahren gesucht (Online-Anzeige)

Sprache ist nicht Wahrheit! – Mathematik ist Wahrheit!

Die große Ansteckung – Wie es kam, dass die Leitmedien so erregt wurden (Welzer/Precht)

„Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche herrschende Gedanken.“ (Karl Marx und Friedrich Engels, Deutsche Ideologie, Welzer/Precht, S. 297)

„Im 19. Jahrhundert, so hat er (Matthias Döpfner) zuvor in seiner Betrachtung des Journalismus in digitalen Zeiten ausgeführt, was der Journalist der Vorgesetzte des Lesers, im 20. seien Journalisten und Leser dann weitgehend gleichberechtigt gewesen – „auf der gleichen Hierarchie-Ebene“. Nun aber werde, gewissermaßen in proaktiver Anschmiegung an die klickgenerierenden Algorithmen, der Journalist selbst zum Algorithmus, und – wenn man die Tradition des bekannten Springer-Produkts betrachtet – die Strategie der Bild-Zeitung wird zum Code des Journalismus im 21. Jahrhundert.“ (Welzer/Precht, S. 299)

Verzweiseitigung – Wie Leitmedien durch die Direktmedien an Qualität verlieren (Welzer/Precht)

Der Rest ist Schweigen.

 

Thema auch die Weltpolitik, China solle Einfluß auf Russland nehmen, als „Geste besonderer Nähe“ gewertet, Videogespräch mit Menschenrechtsanwälten, zweitgrößter Handelspartner Deutschlands, „wir brauchen einen strategischen Gesamtplan“.

G 7: scharfe Kritik an Iran und an Russland, zwei Tage Weltpolitik im kleinen Münster.

Stromausfälle in der Ukraine.

Iran: Präsident Raisi warnt Regimegegner, mehr als 14.000 Festnahmen seit 7 Wochen.

Kompromiss der Ampel beim Bürgergeld.

Kündigungen bei Twitter, enormer finanzieller Druck.

… doch die Faszination von Tutenchamun lässt nicht nach.

 

3.11.22

Wenn jemand Lavatern vor die Stirne schlägt und sagt, so wache doch auf, Träumer, da schimpfen die Kandidaten der Empfindsamkeit, die Bürgen brüllen und murren und die politischen Weisen zischeln sich auf der Straße in die Ohren, so geschäftig, so gesprächig, mit einer so geheimnisvollen Geschwätzigkeit, daß man glauben sollte, die Äbtissin wäre mit Zwillingen niedergekommen oder der Erzbischof hätte den Tripper. Aber wenn jemand der gesunden Vernunft vor den Kopf schlägt, das achtet man so viel als ein Bohnenfleckgen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Von den Leitmedien erzeugte Wahrheiten müssen nicht mit der Bevölkerungsmeinung abgeglichen werden. Auf diese Weise erhalten die Stellvertreter aus den Zirkeln der Vierten Gewalt eine Macht, die sich immer weiter vergrößert, weil ihr kaum etwas im Wege steht außer vielleicht die Konkurrenz. Die Macht ist aber eben nicht nur Deutungsmacht über Themen, sondern – aus Mangel an Dissens zwischen den vielen Parteien der Mitte – mehr und mehr Deutungsmacht über Personen. Dies lässt sich dort gut beobachten, wo Talkshow-Moderatoren mit unverhohlener Freude politische Akteure damit konfrontieren, das sie vor sechs Monaten in ihrer ureigensten Sendung das Gegenteil von dem vertreten hätten, was sie jetzt sagen, in der gerade laufenden Sendung …“ (Welzer/Precht, S. 216)

„Die Lösung des Problems kann nicht, wie in den Schauerromanen des 18. Jahrhunderts, in einem geheimen Drahtzieher im Hintergrund gefunden werden, so gerne selbst Soziologen daran glauben möchten. (…) Eher könnte man von einem „Eigenwert“ oder einem „Eigenverhalten“ der modernen Gesellschaft sprechen – also von rekursiv stabilisierenden Funktionen, die dann auch stabil bleiben, wenn ihre Genetik und Funktionsweise aufgedeckelt sind. (Niklas Luhmann, in den 1990-er Jahren, Welzer/Precht, S. 231)

„Die Kolonisierung der Demokratie durch die Medien und der Wandel zur Mediokratie pflügte eine Topographie, wie geschildert, gewaltig um. Die Folgen sind hinlänglich bekannt: Debatten im Parlament verloren weitgehend ihre Bedeutung und wichen nach Streitpotenzial besetzten Debatten in Talkshows. Der politische Diskurs verlor sehr weitgehend an Tiefe und Authentizität. Mehrheitsfähigkeit wurde wichtiger als Weltanschauung, Sympathie ersetzte Standfestigkeit. Kein Wunder, dass der Drang der Parteien und der Politiker dahin ging, die „Mitte der Gesellschaft“ zu besetzen.“ (Welzer/Precht, S. 241)

„In einer Mediokratie ist „Mitte“ wichtiger als Pluariltät. Und wo der Windkanal des Zeitgeistes das Design bestimmt, kann dieIntegration von Vielfalt nur stören.“ (Welzer/Precht, S. 244)

„(Wie aus diesem Beispiel ersichtlich), entspricht  den Cursor der gefühlten Mitte ein Cursor des gefühlten Anstandes. Wer gerade nicht in der Mitte ist, ist moralisch fragwürdig und zum Abschuss freigegeben.“ (S. 250)

Kapieren kommt von Kopieren – Wie der Cursor-Journalismus seine Breitenwirkung entfaltet (Welzer/Precht)

Der Rest ist Schweigen.

 

„Januarlüge“, Kritik an Beschluss von Bund und Ländern auch von den Sozialverbänden, soziale Schieflage.

G7-Konferenz in Münster.

Westbalkan-Gipfel in Berlin.

Reisewarnung für den Iran.

Grenzen zur Übermittlung: Datenweitergabe durch den Verfassungsschutz.

Scholz reist nach China.

Letzte Generation: „gefährliche Radikalisierungen müssen unterbunden werden.“

 

2.11.22

Schwachheiten schaden uns nicht mehr, sobald wir sie kennen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Deutschlands Flüsse sind in einem katastrophalen Zustand. (frontal)

„Je offener eine Gesellschaft ist, umso stärker zeichnet sie sich dadurch aus, wie viel Diversität, Pluralität und Widerspruch siue zulässt. Ihre selektive Blindheit ist weitaus geringer als jene in autoritären Gesellschaften.“ (Welzer/Precht, S. 165)

„Wenn Politikjournalismus in erster Linie Politiker kommentiert und nicht die realen Geschehnisse im Land und wenn andererseits Politiker als ihre Realität ansehen müssen, was ihnen die Leitmedien spiegeln, so ergibt sich zwangsläufig: Wer in der Politik nicht vorkommt, kommt auch in den Medien nicht vor und umgekehrt.“ (Welzer/Precht, S. 189)

„… den Kopf voller Dinge, die man zu schnell vergisst, … was fang´ich an wenn´s so weit ist? …“

„Heißt: Twitter funktioniert als Maschine nicht nur zur Übermittlung von kommunikativen Inhalten, sondern auch zur Herstellung von gefühlter Bedeutsamkeit.“ (Welzer/Precht, S. 195)

„mediale Erregungskurven“ (S. 202)

„Testhandeln“ (Thomas Meyer)

Mitwachshose

Der Rest ist Schweigen.

 

… dass die Gaspreisbremse früher kommt, Deutschland-Ticket, neben Einigungen auch Irritationen, Klarheit über Aufteilung Bund – Länder.

Milliardenhilfe für Krankenhäuser bis zu 8 Mrd. €, bis zu 60% der Kliniken machen Verluste.

Kita-Schließungen in der Corona-Krise waren unnötig (Lauterbach).

Arbeitslosen-Quote bei 5,3%.

US-Notenbank hebt Leitzins deutlich an.

Israel: Ex-Premier Netanyahu vor erneuter Amtszeit.

Dänemark

Russland beteiligt sich wieder am Getreideabkommen.

Waffenstillstand für Äthiopien vereinbart.

Hohe Geldstrafe für Fußball-Profi Boateng (1,2 Mio. €).

 

1.11.22

Er hat den Galgen nicht auf dem Buckel, aber in den Augen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

2 Wellensittiche

Fisch mit 4 Stühlen

Sigmund Freud, Studienausgabe (11 Bände im Schuber) günstig erstanden.

Diesen Beruf gibt´s doch gar nicht!

„Die basisdemokratische deliberative Öffentlichkeit der zivilgesellschaftlichen Foren bürgerlicher Verständigung über gemeinsame politische Zwecke kann nämlich dem System der Leitmedien nicht nur Themen aufnötigen, sondern ihnen auch ein Maß an Information und Argumentation bei der Behandlung dieser Themen abtrotzen, das den Inserierungsgewohnheiten eigentlich fremd ist. Damit verändern sich temporär die Struktur der gesamten Öffentlichkeit und die Arbeitsweise der Leitmedien in Richtung größerer Inklusion und demokratischer Qualität.“ (Thomas Meyer, Politikwissenschaftler, H. Welzer, R.D. Precht, S.96)

„Denn Integration im liberalen Staat bedeutet nicht Anpassung und Auf-Linie-Bringen, sondern im Gegenteil: die Aufnahme des Widerspruchs in das Gesamtbild.“ (H. Welzer, R.D. Precht, S. 109)

Eine Frage des Systemvertrauens – Die Repräsentationslücke (Welzer/Precht)

Das Selbst ist das, was uns mitgegeben wird; das Ich gestalten wir.

Im Nachhinein habe ich diesen Professor geliebt. (W.Sp.)

Ich ist ein anderer.

Für viele Künstler entpuppt sich der (neoliberale) Kapitalismus als Fluch, für wenige als Segen.

Man darf nicht berechenbar sein.

„Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.“ … „Der freiheitliche Staat kann nur bestehen, wenn sich die Freiheit, die er seinen Bürgern gewährt, von innen her, aus der moralischen Substanz des einzelnen und der Homogenität der Gesellschaft, reguliert.“ (Ernst-Wolfgang Böckenförde, Staatsrechtler und Rechtsphilosoph, Welzer/Precht, S. 111)

„Die monatliche FAZ-Umfrage des Allensbach-Instituts verzeichnete im März 2022, dass nur noch 19 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger mit Optimismus in die Zukunft blicken – der niedrigste Wert, der je für die Bundesrepublik gemessen wurde. Selbst nach 9/11 lag er bei 31 Prozent, während der Finanzkrise bei 34 Prozent.“ (Welzer/Precht, S. 116)

Lesen, Malen, Zeichnen, Drucken.

Der Rest ist Schweigen.

 

Bund strebt frühere Gaspreisbremse ab Februar an, ab Januar Strompreisbremse.

Gas-Speicher zu fast 99 Prozent befüllt.

Zukunft von Galeria Karstadt Kaufhof, Schutzschirmverfahren, mehr als 17.000 Beschäftigte.

Parlamentswahlen in Israel, Israel ist gespalten.

Parlamentswahl in Dänemark, Sozialdemokraten erneut stärkste Kraft.

Brasilien: bislang keine Reaktion von Bolsonaro, Straßenblockaden.

Ägäis: 60 Bootsflüchtlinge vermisst, Verstoß gegen die Asylpraxis.

Hamburg: Winternotprogramm für Obdachlose.

 

31.10.22

Man ist in die Erde kaum nur den 8000ten Teil ihrer Dicke eingedrungen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Das Atomkraftwerk Isar 2 ist wieder am Netz; E. Musk kündigt an, dass Twitter kostenpflichtig werden soll. (Nachrichten Antenne Bayern)

„Das Internet als Ort wohltuender Anarchie – das ist die eine Seite der Medaille.“ (R.D. Precht, S. 868)

„… das Internet, wie es heute ist, ist im Grunde die Maschine zur Stärkung unserer Vorurteile. Je größer das Angebote an Informationen ist, desto pingeliger entscheiden wir uns mitunter genau für das, was uns zusagt, und ignorieren alles andere. Das Netz gewährt uns die Befriedigung, nur Meinungen zur Kenntnis zu nehmen, mit denen wir bereits konform gehen, nur Fakten (oder angebliche Fakten), die wir schon kennen.“ (R.D. Precht, S. 873)

„Das Internet, so Lanier, ist eine gewaltige kommerzielle Maschine, die letztlich nichts anderes tut als das: Kultur in Werbung zu verwandeln.“ (R.D. Precht, S. 875)

„Die Gesellschaft ist der Geburtsort des moralischen Bewusstseins.“ (Edward Westermarck)

Harald Welzer, Richard David Precht, Die vierte Gewalt – Wie Mehrheitsmeinung gemacht wird – auch wenn sie keine ist, Goldmann Verlag, München, 2022, eBook.

3 Hasen zu verschenken

„Was ist in Deutschland geschehen, dass das Medienvertrauen nur noch so schwach ausgeprägt ist? Wir wagen in dieser Frage eine Hypothese: Die Migrationskrise, die Corona-Pandemie und zuletzt der Ukraine-Krieg haben die Rolle, die Funktionsweise und das Selbstverständnis der Leitmedien deutlich verändert.“ (H. Welzer, R.D. Precht, S. 13)

„Mediokratie“ (H. Welzer, R.D. Precht)

„Die Leitmedien in Deutschland sind keine Vollzugsorgane staatlicher Meinungsmache.“ (S. 19)

„Wenn der Kampf um Aufmerksamkeit, Marktanteile und Deutungshoheiten mit immer aggressiveren Mitteln geführt wird, kann von einer funktionierenden Öffentlichkeit nicht mehr die Rede sein.“ (H.Welzer, R.D. Precht, S. 26)

„Die Vierte Gewalt hat keinen Verfassungsrang, ihr Mitregieren ist nicht vorgesehen.“ (S. 61)

Der Rest ist Schweigen.

 

Expertenkommission: weitere Vorschläge für Entlastungen, es müssen mindestens 20% eingespart werden.

Inflation im Euroraum steigt auf 10,7%, in Deutschland: 11,6%.

Neues Insolvenzverfahren Galeria Karstadt.

Konflikt um Getreidelieferungen, Explosionen über Kiew.

Brasilien: Lula da Silva gewinnt knapp gegen Bolsonaro.

Etwa 1.000 Menschen in Teheran angeklagt.

Eckpunkte für Klimaschutz-Programm.

China bringt drittes Modul zur Raumstation.

 

30.10.22

Sie tun die Taten, und wir übersetzen die Erzählungen davon ins Deutsche. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Das erste Mal, in dem ein Wissenschaftler Arsen in der Asche nachgewiesen hat. (Medical Detectives)

„Die Welle des „Neoliberalismus“ der letzten zwanzig Jahre hat unsere kommende geradezu überholt. Oft hilflos und überfordert sahen sich die Stadtväter und -mütter mit der Idee eines „New Public Management“ konfrontiert, die sie im Grunde kaum verstanden. Clevere Unternehmer boten ihnen an, ihre Haushaltslage und Bilanzen zu verbessern durch Kommerzialisierungen, Privatisierungen und Teil-Privatisierungen. Dass die Städte dabei häufig über den Tisch gezogen wurden, wie die Bürger der ehemaligen DDR beim Nachwende-Kauf von Rheumadecken und Lebensversicherungen, steht heute wohl außer Frage. Naiv verfielen sie der allgemeinen Stimmung, dass private Unternehmen gleichsam von Natur aus alles besser könnten, was vorher Beamte und Angestellte der Stadt gemacht hatten …“ (R.D. Precht, S. 800)

„Demokratieentleerung“ (Wilhelm Heitmeyer, Soziologe, *1945)

Upton Sinclair: „Es ist schwierig, einem Menschen etwas begreiflich zu machen, wenn sein Gehalt darauf beruht, es nicht zu begreifen.“

Die entfremdete Republik – Woran unsere Demokratie leidet (R.D. Precht)

„Nicht Demokratie, sondern „Postdemokratie“ nennt der britische Politikwissenschaftler und Soziologe Colin Crouch (*1944) von der Universität of Warwick dieses Theater.“ (R.D. Precht, S. 824)

„Doch ob es um Umweltpolitik oder Energiepolitik geht, um Konsumenntenschutz oder Agrarpolitik – die Lobbys sind wesentlich mächtiger als die Wähler.“ (S. 832)

Er hat keinen Sinn für Werte.

Die alte Lederpresse (Druckpresse) wieder herrichten.

„Es gehört auch Glück dazu.“ (Werner Knaupp zu mir)

In Baden-Württemberg ist ein Kunstflieger mit 2 Personen abgestürzt – beide sind tot. (Meldung Bayern 3)

Kindernähmaschine Michaela

Beton Gehwegplatten

Indonesien: Vogelforscher haben neue Vogelarten entdeckt. (Antenne Bayern)

Ramschgeschenke

Die Konkordanz der Bürger – Wie die Demokratie reformiert werden könnte (R.D. Precht)

shifting baselines

„Noch nie in der Geschichte hat es so viel brachliegende Intelligenz gegeben und so viel politisch ignoriertes Wissen.“ (R.D. Precht, S. 838)

Douglass North (*1920), Wissenschaftshistoriker, Washington: „Pfadabhängigkeit“.

Am allerlautesten sind die, die nichts zu sagen haben. (Gisbert zu Knyphausen)

Eine Kehrtwende in der Amazonas-Politik?

Das A & O beim Holzschnitt sind scharfe Schneidewerkzeuge.

Der Rest ist Schweigen.

 

Bürgergeld steht auf der Kippe.

Bemühungen um Getreideabkommen.

MAD warnt vor Spionage-Aktivitäten.

Seoul: mehr als 150 Tote bei Massenpanik.

Tote bei Brückeneinsturz im Westen Indiens.

Proteste im Iran dauern an.

Etwa 100 Tote bei Anschlägen in Somalia.

vor der Küste Italiens: Flüchtlinge warten auf Aufnahme.

Präsidentenwahl in Brasilien, Fake-News zu manipulierten Umfragen.

Brückensprengung in Wilnsdorf/NRW.

 

29.10.22

Es gibt Menschen, die nicht so wohl schön schreiben, als viel mehr jedem Decennio und Saeculo das Modegesicht ablernen können, daß der Teufel selbst glauben sollte, sie schrieben von Natur so. Es mag stürmen, wie es will, so schwimmen verzwickte Bälge immer oben. Ich mag immer den Mann lieber, der so schreibt, daß es Mode werden kann, als den, der so schreibt, wie es Mode ist. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Nio Deutschland; historische Rede Steinmeiers; heftige Kritik an Bundesregierung (CSU-Parteitag); Bautzen (fremdenfeindlicher Brandanschlag); „Twitter ist aber ein Medium, das weniger durch Liebe, denn mehr als Hass aufgefallen ist.“ (heute journal)

(Name geändert) – heute show

Wirtschaft ist überraschend stark (dpa)

Steinmeier ist wieder im Spiel – Endlich kam er aus dem monatelangen Abseits (Harald Baumer, NN)

Das Sagbare hat Grenzen – Elon Musks Einstieg bei Twitter löst Sorgen aus (Michael Husarek, NN)

„Es kommen raue Jahre“ – BUNDESPRÄSIDENT Frank-Walter Steinmeier appelliert an den deutschen Widerstandsgeist. (Ulrich Steinkohl, dpa)

Russen kaufen mehr Antidepressiva – ARZNEI Ob die Steigerung mit dem Krieg gegen die Ukraine zusammenhängt, ist unklar. (dpa)

Vorwürfe statt Vorfreude – WM Drei Wochen vor WM-Start wächst die Kritik am Gastgeber Katar. Das Emirat beklagt eine „Kampagne“. (Thomas Seibert, NN)

„Grünes Licht“ für viele Entlastungsmaßnahmen – BUNDESRAT Hauptthema waren erneut die Folgen des russischen Kriegs in der Ukraine. (dpa)

Brandanschlag auf neue Flüchtlingsunterkunft (dpa)

Steuerunterlagen: Trump kassiert erneut Niederlage (dpa)

Angst vor mehr Hass und Hetze auf Twitter – ÜBERNAHME US-Milliardär Elon Musk hat den Kurznachrichtendienst gekauft. EU und Bundesregierung reagieren skeptisch. (dpa)

Die Zukunft hängt von uns selbst ab, und wir sind von keiner historischen Notwendigkeit abhängig. (Karl Popper)

„Dieses sich als „neoliberal“ selbstverstehende Finanz-, Wirtschaft- und Denkmodell ist heute bankrott. Die Finanzkrise belehrt ebenso unmissverständlich darüber wie der moralische Notstand unseres Wirtschaftssystems. Die wahren Vordenker des Neoliberalismus, Männer wie Eucken, Rüstow oder Röpke, würde es das Gruseln lehren. So nämlich war die Sache mit der Marktwirtschaft nie gemeint gewesen. Doch zu spät: Der Neoliberalismus ist nicht nur mit der Moral-Kasse durchgebrannt, er hinterlässt auch einen Scherbenhaufen in Kommunen, Ländern und Volkswirtschaften; einen Berg an Schulden und einen Ausverkauf an gesellschaftlichem Besitz. Rüstow und Eucken aber, den wohlmeinenden, besonnenen und mahnenden Vorvätern der Idee, ergeht es nicht anders als den Statuen von Marx und Engels auf dem gleichnamigen Forum am Alexanderplatz in Berlin. Geistreiche Witzbolde hatten ihnen nach dem Zusammenbruch der DDR den Satz auf den Rücken gesprüht: „Wir sind unschuldig!“ (R.D. Precht, S. 722)

„Gut leben statt viel haben.“ (Felix Ekardt, *1972, Prof. für öffentliches Recht und Rechtsphilosophie, Rostock)

Kommunitarismus (in den USA, in Deutschland)

„Werbung ist der Gottesdienst unserer Welt, das ritualhafte Einschwören, etwas zu kaufen.“ (R.D. Precht, S. 783)

„Sozialisierung von Verantwortung“ (R.D. Precht)

Der Rest ist Schweigen.

 

Augsburg: Merz als Gastredner: „respektlos …“

Sachsens Innenminister Schuster besichtigt Tatort in Bautzen, „nicht nur fremdenfeindlich, sondern menschenfeindlich“.

Warnstreiks in Metall- und Elektroindustrie, IGM fordert 8% mehr Lohn.

Warnungen an Demonstranten im Iran, weltweite Demonstrationen.

Tote bei Massenpanik in Seoul, 120 Tote.

 

28.10.22

Ich bemerkte würklich auf seinem Gesicht den Nebel, der allezeit während des Wonnegefühls aufzusteigen pflegt, das man hat, wenn man sich über andere erhaben zu sein glaubt. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Perlen vor die Säue werfen.

3 Legehennen/ Hühner in gute Hände

„Es gilt nichts höher als das Wort des guten Kaufmanns, und so bekräftigen sie ihre Eide, indem sie sagen: Bei der Ehre des wahren Kaufmanns.“ (Luca Pacioli, 1445 – 1514)

„Kein Kapitalist liebt den Markt, allenfalls seine beherrschende Stellung darin.“ (R.D. Precht, S. 680)

„Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer, die Millionen verdienen müssen, um motiviert zu sein, haben in der Tat ein Motivationsproblem und sind sicher keine gute Besetzung für Spitzenpositionen. Und ein Konkursbanker, der seine Boni vom Staat einfordert, wie mehrfach geschehen, beweist nicht seine Qualität, sondern seine soziale Unzurechnungsfähigkeit. Was für seltsame Gewächse hat die Gesellschaft um Adam Smiths willen hier eigentlich gezüchtet?“ (R.D. Precht, S. 690)

„Eine Aktiengesellschaft ist für die persönliche Bereicherung zuständig, aber nicht für die persönliche Verantwortung.“ (Ambrose Bierce, US-amerikanischer Schriftsteller, Ende des 19. Jhrdts.)

Der Rest ist Schweigen.

 

Rede Steinmeiers: schwierigste Epoche seit der Wiedervereinigung, gemeinsames Handeln …F. Merz: Aufgabenkatalog.

IAEA schickt Inspektoren in die Ukraine.

CSU-Parteitag in Augsburg.

Elon Musk übernimmt Twitter für 44 Mrd. $, „let the good times roll“.

0,3% Wirtschaftswachstum in den letzten drei Monaten, Inflationsrate auf 10,4% gestiegen.

EU: ab 2035 Neuwagen nur noch emissionsfrei.

Proteste im Iran gehen weiter.

gilt als einer der Könige des Rock-and-Roll, das Ende einer großen Legende.

 

27.10.22

Wie dieses der Zaunkönig der Dichter in seinem Abschied an den Amor sehr schön zwitschert. (G.Ch. Lichtenberg)

 

… zu 3 Jahren und 2 Monate verurteilt worden; Finanzminister Lindner gibt Prognose für das Steueraufkommen im nächsten Jahr. (Antenne Bayern)

„Bruttonationalglück“ (gross national hapiness) in Bhutan.

„Die Art und Weise wie wir unseren Wohlstand messen, verwechselt Qualität mit Quantität. Den Sozialwissenschaftler, Soziologen und Ökonomen ist dies schon lange bekannt. Nur die Politik, so scheint es, hinkt dieser Entwicklung hinterher. Einer der wenigen Staatschefs der westlichen Welt, die dieses Problem offensichtlich ernst nehmen, ist der französische Präsident Nicolas Sarkozy. Im Februar 2008 berief er die beiden Nobelpreisträger Joseph Stiglitz und Amartya Sen (*1933) zu sich. Gemeinsam gründeten sie eine „Arbeitsgruppe zur Verbesserung der Messung wirtschaftlicher Leistung und gesellschaftlichen Fortschritts.“ (R.D. Precht, S. 637)

„Viele Wirtschaftswissenschaftler bezweifeln heute, dass sich Wohlstand mit Wachstum gleichsetzen lässt. Doch was dabei hinterfragt wird, ist mehr als ein Messinstrument. Es ist eine Weltanschauung: der Glaube, dass es in unserer Gesellschaft materiell immer weiter vorwärtsgehen müsse, koste es, was es wolle. Wie beim Staatssozialismus ordnet die Weltanschauung den Menschen einer Ideologie unter. Nicht um den einzelnen Bürger geht es – es geht ums Wachstum um jeden Preis.“ (R.D. Precht, S. 640)

Der Rest ist Schweigen.

 

… Uneinigkeit gibt es darüber, für wen die Mehreinnahmen ausgegeben werden sollen.

EZB erhöht Leitzins um 0,75%, nach der Entscheidung Erleichterung auf den Finanzmärkten.

Geplante Entlastung im Dezember für Gasheizung und Fernwärme.

Putin erhebt Vorwürfe gegen westliche Länder.

Antrittsbesuch von Scholz in Griechenland, wichtiger Partner in der Energiepolitik.

Zum 150. Geburtstag von Piet Mondrian.

 

26.10.22

Man darf nur seinen Bart ein einziges Mal streicheln, um einzusehen, daß es in der Welt pp. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Materieller Wohlstand ist kein Selbstzweck, sondern eine zwar notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für das Wohlbefinden.“ (R.D. Precht, S. 613)

„Materielle Glücksversprechen sind also immer eine flüchtige Sache. Dazu kommt, dass mit jedem Besitz die Summe an Abhängigkeiten wächst. Man muss Versicherungen abschließen, die Dinge in Ordnung halten. Und man sorgt sich vor Verlust, Zerstörung, Einbruch und Diebstahl. Aus diesem Grund darf es nicht verwundern, dass – obwohl die ganze politische Anstrengung darauf gerichtet ist – das Glück der Mittelschichten mit zunehmendem Besitz unterm Strich nicht ansteigt.“ (R.D. Precht, S. 618)

„Wie leben in einer Bedarfsweckungsgesellschaft statt in einer Bedarfsdeckungsgesellschaft. Und die Werbung flüstert uns Schmeicheleien in die Seele, damit wir unser Glück dort suchen, wo wir es zuvor nie vermuteten und langfristig wohl auch nur selten finden.“ (S. 619) …“Status bestimmt darüber, wie andere uns spontan wahrnehmen und wie wir uns – über den Blick der anderen – selbst wahrnehmen … Das Bezeichnende am Status ist, dass er in dem Moment erlischt, in dem ihn jeder erlangt. Seiner Natur nach ist Status exklusiv, das heißt, er schließt andere aus … Status befriedigt kein absolutes Bedürfnis, sondern ein relatives. Worum es geht, ist ein „mehr“ gegenüber anderen, ein Unterscheidungsgewinn. Schon Wilhelm Busch wusste, dass „Neid“ die „aufrichtige Form von Bewunderung ist.“ (R.D. Precht, S. 620)

Verlustaversion

„… Denn wie wir eigentlich alle wissen: Wir brauchen nicht mehr Zeug, sondern mehr Zeit.“ (R.D. Precht, S. 630)

Der Rest ist Schweigen.

 

Proteste gegen das iranische Regime wachsen stetig.

Kabinett beschließt Kompromiss im China-Geschäft des Hamburger Hafens, Kritik von der Opposition.

Scholz zu Gast bei Macron in Paris.

Getreidefrachter warten auf Weiterfahrt.

immer mehr Menschen gehen früher in Rente.

Informationsrechte des Bundestages.

Eckpunkte für Cannabis-Legalisierung.

 

25.10.22

Der kühnste Flug des faselnden Menschen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

die Milch, die Milchen, „Weidemilch“, „Landmilch“, „Biomilch“. (markt, NDR)

Lockvogel

„Soziale Situationen allein im Namen einer höheren Ordnung zu entscheiden – eines Prinzips, einer Maxime, einer Norm – hat immer etwas Unmenschliches. Man denke nur an die radikalen Abtreibungsgegner in den USA, die in den letzten Jahren wiederholt ein vermeintliches Recht selbst in die Hand nahmen …“ (R.D. Precht, S. 592)

Marie Caritat de Condorcet (französischer Aufklärer) schrieb, „Glück sei, wenn das gesamte System der Gesellschaft auf der unwandelbaren Grundlage von Wahrheit und Gerechtigkeit gegründet ist.“

„Unsere Sozialordnung gleicht einer Landkarte mit Territorien, und unsere Normen markieren die Grenzen.“ (R.D. Precht, S. 595)

„Das Gute schlechthin gibt es nicht. Das Gute ist relativ. Als gut erlebe ich das, was ich tue, wenn ich meine, dass mein Tun für andere wertvoll ist. Meine Vorstellungen über wertvolles Verhalten mischen sich aus sozialen Instinkten und den Einflüssen meiner Erziehung. Wir halten für gut, was wir als Kinder gelernt haben, was in unserem Umfeld als gut gilt und was besser zu sein scheint als das Verhalten der schlechtesten Gruppenmitglieder unserer Umgebung. Das Gute, was ich tue, strahlt auf mich zurück …“ (R.D. Precht, S. 605)

Woran unsere Gesellschaft krankt (S. 609)

„Ökonomie ist die Umsetzung von Moralphilosophie mit praktischen und finanziellen Mitteln.“ (R.D. Precht, S. 611)

Eine Kunstausstellung ist der abgespaltene Teil einer Persönlichkeit.

Der Rest ist Schweigen.

 

Steinmeier zu Besuch in der Ukraine, im Luftschutzbunker, Städtepartnerschaften, Besuch mit Symbolwert.

Berlin: Wiederaufbau der Ukraine, „neuer Marshallplan des 21. Jahrhunderts“.

Gefahr für Cyberangriffe so hoch wie noch nie.

Streit über Beteiligung an Container-Terminal, Klöckner: „Fuß in der Tür“.

Linde will Frankfurter Börse verlassen.

GB: Sunak zum neuen Premierminister ernennt, „wirtschaftliche Stabilität“.

Italien: Meloni gibt Regierungserklärung ab.

Mehr als 300 Menschen im Iran angeklagt.

Finanzierung der AfD-nahen Stiftung.

„smash“

 

24.10.22

Es ließen sich noch viel Versuche mit dem Sehen anstellen. Die Bilder, die man bei verschlossenen Augen sieht, zumal wenn man sie etwas drückt, haben die regelmäßigsten Formen. Franklins Erfahrungen zu erklären. Andere ähnliche Versuche zu machen. Als nämlich lange auf brennend Rot hingesehen und dann die Augen geschlossen oder auf lebhaftes Grün pp. Mit dem einen Auge auf Rot und mit dem andern auf Grün. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Vor dem Gesetz sind alle gleich.

„Unsere Gesellschaft und unser Wirtschaften machen es uns schwer, uns für moralische Fragen zuständig zu fühlen. Dabei ergibt sich noch eine zusätzliche Schwierigkeit von enormer Bedeutung. Die meisten Austauschprozesse in unserer Welt werden mithilfe des Mediums geführt, das nicht nur wertneutral ist, sondern auf eine ganz bestimmte Art und Weise Werte sogar zerstört – durch Geld.“ (R.D. Precht, S. 561)

Ich hab´feste Grundsätz´, fest bleib´ich dabei. Nur wenn ich ein Geld seh´. da änder ich´s glei. (Johann Nepomuk Nestroy)

Was Geld mit Moral macht (R.D. Precht, S. 562)

„Mit anderen Worten: Wir werden nicht als Egoisten geboren – wir werden dazu gemacht.“ (R.D. Precht, S. 566)

Georg Simmel: Philosophie des Geldes (1900).

Oscar Wilde in Lady Windermeres Fächer: „Ein Zyniker ist ein Mensch, der von allem den Preis und von nichts den Wert kennt.“

„Wie eine Spinne webt das Geld das gesellschaftliche Netz. Und wo die klebrigen Fäden ausliegen, wird alles äußerlich und gleichgültig. Alles kann jetzt mit allem getauscht werden. Der Zweck des Geldes heiligt alle Mittel. Und was früher nach seiner Qualität bemessen wurde, bemisst sich nur nach der Quantität des Geldes … Nur was einen Geldwert besitzt, ist auf dem Markt wertvoll. Auf diese Weise wird das Geld in der Moderne zu einer neuen Religion. Es stiftet Sicherheit, Gewissheit und verspricht günstigenfalls auch eine gute Zukunft. Und in all diesen Funktionen trägt es zum Lebenssinn bei.“ (R.D. Precht, S. 570)

Menschen sind sich ähnlich.

„Je charakterloser die Gesellschaft durch das Geld wird, umso leichter kommen die Menschen darin miteinander klar – das ist die Pointe. Aber sie zahlen zugleich einen hohen sozialen Preis dafür. Die Bedeutung der Gefühle im öffentlichen Leben schwindet immer mehr. Was für mich persönlich zählt, ist fast nur noch, was in der Gesellschaft allgemein zählt – und das bemisst sich am Geldwert. Mein Leben ist umzingelt von Dingen, die mir eigentlich fremd sind, die mir aber gleichwohl wichtig werden durch ihren Marktwert. Je mehr ich mit ihnen zu tun habe, umso mehr dringen sie dabei in mein Seelenleben ein.“ (R.D. Precht, S. 572)

„Je wichtiger man das Geld nimmt, umso stärker drängt es den Lebensinhalt zusammen. Und statt bloß Mittel zu sein, wird es zum Mittel der Mittel und dadurch zum Selbstzweck.“ (R.D. Precht, S. 574)

Karl Marx: „Der Trieb der Schatzbildung ist von Natur maßlos. Qualität oder seiner Form nach ist das Geld schrankenlos, d.h. allgemeiner Repräsentant des stofflichen Reichtums, weil in jede Ware unmittelbar umsetzbar. Aber zugleich ist jede wirkliche Geldsumme quantitativ beschränkt, daher auch nur Kaufmittel von beschränkter Wirkung. Dieser Widerspruch zwischen der quantitativen Schranke und der qualitativen Schrankenlosigkeit des Geldes treibt den Schatzbildner stets zurück zur Sisyphusarbeit der Akkumulation. Es geht ihm wie den Welteroberer, der in jedem neuen Land nur eine neue Grenze erobert.“

Dan Ariely, Wirtschaftspsychologe, *1968: „Wenn eine soziale Norm mit einer Marktnorm kollidiert, verschwindet Erstere. Mit anderen Worten: Es ist nicht leicht, die sozialen Beziehungen wiederherzustellen. Wenn eine Rosenblüte vom Stock herabgefallen ist – wenn eine soziale Norm von einer Marktnorm übertrumpft wurde -, kommt nur selten eine neue nach.“

Der Rest ist Schweigen.

 

GB: Sunak wird neuer britischer Premier, A. Dittert: „Er weiss, dass es ihm gelingen muss …“, „harschere Sparpolitik“.

Diskussion über Entlastungen, die Opposition macht Druck, Gaspreis auf tiefstem Stand seit Juni.

Schoigu-Behauptung zu „schmutziger Bombe“, Kiew weist die Anschuldigungen zurück.

Scholz sichert Ukraine Wiederaufbau-Hilfe zu, Schaden bisher 750 Mrd. €.

neuer ukrainischer Botschafter im Amt.

große Schäden durch Tornado in Frankreich.

 

23.10.22

Was geht es dich an, was der Grund dieser guten Tat bei diesem Manne gewesen sein mag? Wenn auch nicht Neid die Quelle der Tat gewesen ist, so kann es doch das Vergnügen, beneidet zu werden, sein. Nicht der eigne Neid also, sondern der Neid andrer. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Aus Erfahrung Gut.

Zu einer Erkenntnis kommen.

„… Und die Pointe daran ist, dass wir uns mehr mit der Rolle identifizieren als mit unserem Selbst. Anders ausgedrückt: Wenn wir uns selbst mit der Taschenlampe beleuchten, so identifizieren wir uns nicht so sehr an dem, auf den das Licht fällt. Sondern wir identifizieren uns mit dem, der die Lampe hält!“ (R.D. Precht, S. 491)

Falls es stimmt, dass eine halbe Wahrheit schon eine halbe Lüge ist, muss logischerweise eine halbe Lüge schon eine halbe Wahrheit sein. Zwei halbe Lügen wären dann die volle Wahrheit. (Guy Rewenig)

„Der kategorische Komparativ ist den Menschen angeboren, der kategorische Imperativ nicht.“ (R.D. Precht, S. 502)

Künstler: Es gibt einfach zu viele davon (in dieser Überflussgesellschaft).

Genie (im Fach) = Krankheit (im Allgemeinen)

Ich wusste es, aber ich habe es nicht geglaubt. Und weil ich es nicht geglaubt habe, wusste ich es auch nicht. (Raymond Aron)

Politiker als „Schönredner“.

„Politische Sprache ist dazu geschaffen, Lügen wahrhaft und Mord respektabel klingen zu lassen.“ (George Orwell, 1956)

Der Rest ist Schweigen.

 

China: Dritte Amtszeit für Generalsekretär Xi.

Wiederaufbau der Ukraine: Schulze fordert globale Kraftanstrengung.

Diskussion über Energiekosten, Ch. Lindner: „technische Fragen, die zu lösen sind …“

Palmer gewinnt OB-Wahl in Tübingen.

Frankfurt: Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an den Ukrainer Zhadan.

mit dem Energy-Drink Red Bull wurde er Millardär.

 

22.10.22

Beim Disputieren ist ein sehr feiner und bitterer Griff erst die Gründe des Gegners noch viel stärker vorzustellen, als er sie selbst vorzustellen im Stand war (hierbei ist allenfalls Sophisterei verzeihlich), und dann alles mit triftigen Gründen zusammen aus dem Wege zu räumen. Dieses läßt sich bei der Satyre gebrauchen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

refraktiver Index (bei Glas) (Medical Detectives)

Entlastung schon ab Januar? (dpa)

Zeit für eine große Rede – Steinmeier müsste sich jetzt Gehör verschaffen (Harald Baumer, NN)

Harsche Kritik der Nachbarn – Deutschland muss sich zu Recht einiges Anhören (Katrin Pribyl, NN)

„Inflation hat Sprengkraft“ – INTERVIEW Historiker Harold James zu den Risiken der Krise – und zu ihren Chancen. (Interview: Alexander Jungkunz, NN)

Die Faschisten sind für viele nur Folklore – ITALIEN Vor 100 Jahre eroberte Mussolini die Macht. Jetzt haben in Rom wieder die Ultrarechten das Sagen. (Manuel Schwarz, dpa)

Kommt Boris zurück? – SPEKULATIONEN Ex-Premier Boris Johnson will in London Liz Truss beerben. (Jochen Wittmann, NN)

Esken attackiert Merz – BRAND SPD-Chefin macht Politiker verantwortlich. (dpa)

Entscheidung über Schicksal der Impfzentren (dpa)

Wartungsarbeiten: Kraftwerk Isar 2 vom Netz (dpa)

Unterschank (auf dem Münchener Oktoberfest)

„Wenn Menschen ein Situation für real halten, dann ist diese in ihren Folgen real.“ (William Isaac Thomas, 1863 – 1947, und Dorothy Swaine Thomas, 1899 – 1977, US-amerikanische Soziologen)

Ich schwöre ihnen … sich seiner selbst zu sehr bewusst zu sein ist eine Krankheit, eine richtiggehgende Krankheit. (Fjodor Dostojewskij)

Mihály Csikszentmihályi (*1034): Flow. Das Geheimnis des Glücks (1990)

„Zu Deutsch: Gute Menschen sind wir dann, wenn wir unsere moralischen Pflichten gerne erfüllen. Wenn wir das, was wir sollen, auch wollen.“ (R.D. Precht, S. 491)

Der Rest ist Schweigen.

 

Italien: … hat es eilig an die Macht zu kommen, Nein zu Masseneinwanderungen.

Berlin: Solidarität mit Protestbewegung im Iran, 80.000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen.

China: Staats- und Parteichef Xi festigt seine Macht, öffentliche Degradierung eines Genossen.

„solidarischer Herbst“ in sechs Großstädten.

Scholz zu Start der Gaspreisbremse.

 

21.10.22

Eine Hauptregel für Schriftsteller, zumal solche, die ihre eignen Empfindungen beschreiben wollen, ist: Ja nicht zu glauben, daß, weil sie solches tun, dieses bei ihnen eine besondere Anlage der Natur dazu anzeige. Andere können dieses vielleicht ebenso gut als du. Sie machen nur keine Geschäfte daraus, weil es ihnen einfältig vorkommt, solche Dinge bekannt zu machen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Erdhügelhaus; warme Gletscher, kalte Gletscher: 6000 Jahre altes Eis, Geothermie. (alles wissen, hr)

Arthur Schopenhauer: „Was das Herz nicht fühlt, lässt der Verstand nicht rein.“

Ein Strom des organischen Lebens wälzt sich von den schicksalhaft verbundenen Gruppen zu ihren Ornamenten, die als magischer Zwang erscheinen. … Als Massenglieder allein, nicht als Individuen, die von innen her geformt zu sein glauben, sind die Menschen Bruchteile einer Figur. (Siegfried Kracauer)

„Wir kennen das Gefüge unserer Überzeugungen so wenig wie alle Winkel einer größeren Stadt – mögen wir diese noch so gut kennen. Genau genommen kennen wir den Lageplan unserer Überzeugungen noch sehr viel weniger als irgendeine Lage in der weiteren Welt.“ (Martin Seel)

Siegfried Kracauer (1889 – 1966): Das Ornament der Masse.

Bücher als Dekoration.

Unzulänglichkeiten

Am anderen Ufer sitzt einer, der von mir denkt: Sieh an, da sitzt einer am anderen Ufer, (Guy Rewening)

„Perochialismus“ (R.D. Precht)

„Wer immer und überall gut zu allen ist, ist schlecht zu sich selbst. (R.D. Precht, S. 419)

„Der Gebrauchswert des kategorischen Imperativs liegt in seiner Erhabenheit, die seine Unanwendbarkeit sicherstellt.“ (Peter Sloterdijk)

„Moral unterscheidet immer zwischen denen, die dazugehören, und den anderen. Sie ist strukturell immer Doppelmoral.“ (Eckard Voland, *1949)

„Man kann wenigen Menschen lange etwas vormachen. Und man kann vielen Menschen kurze Zeit etwas vormachen. Aber allen Menschen immer etwas vorzumachen ist unmöglich.“ (Abraham Lincoln)

Jedermanns privates Motto: Es ist besser, beliebt zu sein, als Recht zu haben. (Mark Twain)

„Wer meint, dass er sich auf seine eigenen Grundsätze in jeder Lebenssituation verlassen kann, verrät entweder einen Mangel an Phantasie, oder er ist ein sehr erstaunlicher Mensch.“ (R.D. Precht, S. 446)

shifting baselines

Der Rest ist Schweigen.

 

Der sogenannte „Doppel-Wums“ geht durch den Bundestag, unklar bleibt, wann und wie die Gaspreisbremse kommt.

Ministerpräsidenten beraten über Energiekrise.

EU-Staaten vereinbaren gemeinsame Gaseinkäufe, China wird als Rivale eingestuft.

Russische Angriffe auf Energie-Infrastruktur.

Italien: Meloni erhält Auftrag zur Regierungsbildung.

Britische Konservative suchen neuen Premier.

Corona: Belastung der Krankenhäuser, dazu kommt Personalmangel, Infektionszahlen gehen zurück.

 

20.10.22

Dem Bärtigen kommt dies freilich anders vor. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Menschen mit geringerem Einkommen haben eine drei- bis viermal höhere Inflation. (M. Fratzscher)

„Bezeichnenderweise sind Sandels Lehrmeister, die Philosophen Charles Taylor (*1931) und Alasdair MacIntrye (*1929), glühende Anhänger der Philosophie des Aristoteles. Und der Kernsatz ihrer Lehre ist unmissverständlich: Man ist das, was man ist, weil man in einem Umfeld lebt, in dem sich durch permanenten Austausch zu dem macht, wer man ist. Von „sich aus“, als „Mensch“, als „Mitglied der Menschheit“ oder als „vernünftiges Wesen“ sei man zu nichts verpflichtet.“ (R.D. Precht, S. 340)

„Die Gesellschaft ist der Geburtsort des moralischen Bewusstseins.“ (Westermarck)

„Ein starker Egoismus ist also nicht einfach schlicht unsere Natur, sondern eine Anpassungsleistung an unsere jeweilige Kultur. Oder anders gesagt: Jede Kultur hat die Egoisten, die sie verdient.“ (S. 343)

Der Krieg ist darin schlimm, dass er mehr böse Leute macht, als er deren Wegnimmt. (Immanuel Kant)

credere

Kapazitäten

Sprache ist nicht die Wahrheit – Mathematik ist die Wahrheit!

J. Hanzak, Das große Bilderlexikon der Vögel, Vorwort von H. Remmert, Bertelsmann Lesering.

„… the answer, my friend, is blowing in the wind, is blowing in the wind …“

insgeheim ein Romantiker …

Gute Bücher, in physischer Form, sind viel zu teuer, vollkommen überteuert! (Genauso neue Automobile.)

helfen

wegen Beihilfe zum Einbruchsdiebstahl (Bayern 1)

Ich begreife manuelle – also primitive – Drucktechniken eindeutig als Pendant zur digitalen Bildgestaltung.

wenn einer einem einen werthaltigen Gegenstand abzuluchsen versucht.

Kinder – sie sollen keinen Willen haben.

Vor den Krisen: Künstler errichten sich ein Wolkenkuckucksheim. Und danach?

auch ist gleich.

„die Geisterfahrerwarnung ist wieder aufgehoben.“

In einem Zimmer Antenne Bayern, im anderen Zimmer Bayern 1.

In Russland ist Schizophrenie verboten.

Manche Internet-Marketer nerven einfach nur, mit ihrem E-Mail-Bombardement.

„Und von den rund 7000 Gesellschaften der Menschheit kennen die Völkerkundler nur etwa siebzig, die nie Krieg führen oder geführt haben.“ (R.D. Precht, S. 349)

… „Die Quintessenz ist klar: Krieg ist ein Mittel der Fortpflanzung und der genetischen Säuberung. Un das Mittel dazu ist die männliche Aggression.“ (S. 353)

„Ein Konfliktforscher, der die Geschichte der Kriege in den letzten zwei Jahrtausenden untersuchte, schüttelte über diesen Unsinn nur den Kopf. So einfach kann man es sich nicht machen. Sollte der Aggressionstrieb des Menschen eine Rolle für kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Gesellschaften und Völkern spielen, so ist es gewiss nur eine unter vielen und wahrscheinlich nicht einmal eine besonders wichtige.“ (R.D. Precht, S. 355)

Die Schallmauer zwischen zwei Räumen durchbrechen.

Graswiese zum Abmähen Kupferschrott zu verschenken

Meldung Bayern 1: Premierministerin Truss zurückgetreten.

Der Rest ist Schweigen.

 

GB: Premierministerin Truss tritt zurück, Zick-Zack-Kurs der Steuerpolitik, Truss: „Ich will Wachstum, Wachstum, Wachstum …“, vor dem Tor ungewöhnlich viele Schaulustige, „aber die Menschen hier leiden“, „komplette Autorität über die eigene Partei verloren“, am Montag sollen die Finalisten bekannt gegeben werden.

EU-Gipfel zur Energiekrise, Macron: „Es ist nicht gut, wenn sich Deutschland isoliert“, Scholz: „Denkansätze“.

Regierungserklärung von Kanzler Scholz, Scholz: Putin drohe und erpresse, er spekuliert auf unsere Schwäche …, AfD wirft der Regierung vor, einen Wirtschaftskrieg zu führen.

Stromnetz der Ukraine massiv beschädigt, im Süden und im Osten wird weiterhin gekämpft.

Umstrittene Beteiligung Chinas in Hamburg, Hafen gehört zur kritischen Infrastruktur.

Feuer in Flüchtlingsunterkunft.

 

19.10.22

Bei einem kleinen Werkchen denke ich immer, das ist nur ein Späh-Büchelchen, wodurch er Ankergrund für ein größeres suchen läßt. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„gleich“ erscheint hier ein sehr dehnbarer Begriff. Baugenehmigungen für Wohnungsbau gehen zurück. Hoher Besuch in Frankfurt. (heute journal)

Ich sehe, dass nicht das falsch ist, was man tut, sondern das, was man wird. (Oscar Wilde)

Wer die Initiativer ergreift, ist auch für die Folgen verantwortlich.

(Bildende) Künstler schmücken sich gerne in ihren Biografien mit den Studien an Kunsthochschulen oder Akademien, des Meisterschülertitels, den Ausstellungen und diversen Kunstpreisen, ohngeachtet dem status quo.

„Die Ehre ist das Geld der Armen; die maßlose Ehre der Großgrundbesitz der Armseligen.“ (R.D. Precht, S. 300)

„Mit sich im Reinen sind nur die Doofen“ (Martin Seel, *1954)

„Die Philosophie des menschlichen Verhaltens hat eine lange Tradition, aber ein kurzes Gedächtnis.“ Aristoteles: „Was Wahrheit ist, ist eine Frage der Erkenntnis. Was Moral ist, eine Frage der Erfahrung.“ (R.D. Precht, S. 310)

„Unverwechselbar gute oder schlechte Menschen gibt es eigentlich nur im Märchen. Im wirklichen Leben dagegen haben selbst die übelsten Gestalten ein paar gute Seiten. Kambodschas großer Massenmörder Pol Pot erschien unwissenden westlichen Besuchern als feiner Mensch. Stalin schrieb zartfühlende Liebesgedichte. Und Hitler war gut zu seinem Hund und Eva Braun.“ (R.D. Precht, S. 318)

„Und so wurde die Ethik im 20. Jahrhundert immer logischer, aber leider nicht psychologischer. Man darf sogar sagen: Je mehr Logik die Moral gewann, umso stärker verlor sie ihre psychologische Überzeugungskraft.“ (R.D. Precht, S. 322)

Der Rest ist Schweigen.

 

Kriegszustand in den annektierten Gebieten, Zivilisten werden aus Cherson gebracht, russische Logik, Kriegszustand gibt weitere Befugnisse, Sacharow-Preis an das ukrainische Volk.

Kabinett billigt AKW-Betrieb.

Wissing will Ladenetz für E-Autos ausbauen.

Streit über Fortführung von „Sprach-Kitas“.

Frankfurter Buchmesse eröffnet.

 

18.10.22

Alkibiades hieb einmal seinem Hund den Schwanz ab. Als man ihn um die Ursache fragte, so sagte er, ich tue es bloß um den Atheniensern etwas zu sprechen zu geben. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Die Moral des Menschen in sozialen Institutionen ist aus der Zeit unserer Vorfahren. Aus diesem Grund entscheiden wir zumeist schnell und unbewußt, was wir für richtig halten und für falsch. Unsere Gefühle nehmen dabei einen großen Einfluß. Uns überkommt ein Mitgefühl, wir ärgern uns über Unfairness, und wir haben Reflexe der Scham und Respekt vor Tabus. So wichtig diese Gefühle sind, so wenig sind wir ihnen hilflos ausgeliefert. Unsere Vernunft versetzt uns in die Lage, unsere sozialen Gefühle zu bewerten, selbst wenn wir davon nicht immer Gebrauch machen. Der Mensch ist das einzige Tier, das seine Absichten (zunächst potentiell) vor sich selbst rechtfertigen muss. Dabei entsprechen unsere moralischen Ansichten nicht zwangsläufig unseren Interessen.“ (R.D. Precht, S. 214)

Zeichen geben (im Straßenverkehr)

„Die Fähigkeit des Menschen zur Moral ist angeboren. Schritt für Schritt spulen wir „Programme“ ab, das von der Nachahmung über das Mitgefühl bis zu einem Sinn für Gerechtigkeit reicht. Dabei sind wir in der gesamten Spanne starken erzieherischen Einflüssen ausgesetzt. Intensive Bindungen, das Gefühl der Geborgenheit und das Wissen verstanden zu werden, wirken positiv auf unsere Entwicklung ein. Aus dem Zusammenspiel zwischen individuell verschiedenen natürlichen Anlagen und Einflüssen der Erziehung kommt es zu unterschiedlichen Ausprägungen von Charakteren. Die Fähigkeit zum Mitgefühl und das Empfinden von Gerechtigkeit sind jedem normalen gesunden Menschen gegeben, ihre Reichweite und ihr Zuschnitt sind allerdings individuell verschieden.“ (R.D. Precht, S. 240)

Authentizität heißt auch Glaubwürdigkeit.

Mein Leben besteht darin,dass ich mich mit manchem zufriedengebe. (Ludwig Wittgenstein)

„… Warum haben Sie nicht gelogen, was das Zeug hält, um sich vor anderen wichtig zu tun?“ (S. 244)

„Haben Ridley, Alexander, Wright, Frank und viele andere Recht, so handeln all diese Menschen entgegen ihrer Natur. Ein rechter Homo sapiens dagegen ist ein Kapitalist westlicher Prägung: Jede seiner Handlungen ist eine Investition – seine Freundschaft, seine Liebe, seine Freundlichkeit. Und das Einzige, was zählt, sind Zinsen, Rendite und Profit.“ (R.D. Precht, S. 255)

Georg Simmel: „Sehr erschwert wird die Entscheidung, ob Egoismus oder Altruismus vorliegt, oft dadurch, dass das Bewusstsein des Handelnden selbst nicht die richtige Auskunft über seine Motive zu geben vermag. Es gibt genug unklare Menschen, die in der Meinung, dass Güte eine Schwäche sei, egoistisch zu handeln glauben, während sie unbewusst von lauter Motiven der Gutmütigkeit und desAltruismus bestimmt werden; andere, die, um ihren fundamentalen Egoismus nicht nur vor anderen, sondern auch vor sich selbst zu verbergen, ihm auf altruistischen Umwegen genügen.“

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

Toilettentrainer

Seneca: „Es kann niemand ethisch verantwortungsvoll leben, der nur an sich selbst denkt und alles seinem persönlichen Vorteil unterstellt. Du musst für den anderen leben, wenn du für dich selbst leben willst.“

Der Rest ist Schweigen.

 

EU-Staaten sollen gemeinsam Gas kaufen.

Russland greift Energieanlagen an, Orte von der Stromversorgung abgeschnitten.

BSI-Chef Schönbohm abberufen.

Landesweiter Streik in Frankreich, Streiks in den Raffinerien, nur jeder zweite Zug ist gefahren.

Mehr Geld für Chemie-Beschäftigte.

Ludwigshafen

Frankfurter Buchmesse eröffnet.

BBC wird 100 Jahre alt, steht heute politisch unter Druck, seit 1936 auch Fernsehsender, Zukunft ungewisser denn je.

 

17.10.22

Der Magnet diente anfänglich nur den Taschenspielern. (G.Ch. Lichtenberg)

 

2.300 Delegierte (China)

„Ohne Sprache, so darf man folgern, keine Moral.“ (R.D. Precht, S. 120)

Man sagt mehr über die Welt, wenn man nicht nur die geradlinige Ausbreitung der Wörter und Sätze benutzt, sondern auch ihr Ablenkbarkeit einkalkuliert. (Max Bense)

„… Die Antwort auf all diese Fragen ist überraschend schlicht: weilSprache kein Instrument der Wahrheit ist! Die Frage nach der Wahrheit war in der Evolution des Menschen und seiner Kultur nicht das wichtigste Problem.“ (R.D. Precht, S. 126)

Herbert Paul Grice, Sprachphilosoph (1913 – 1988)

„Die messbare Seite der Welt ist nicht die Welt; sie ist die messbare Seite der Welt.“ (Martin Seel, Philosoph)

John Stuart Mill (1806 – 1873): Gefühl für Gerechtigkeit (sentiment of justice).

„Lebewesen, die Absichten haben, die ihnen bewusst sind, und die Absichten bei anderen erkennen können, hegen soziale Erwartungen. Besonders intelligente Tiere, wie Kapuzineraffen, Menschenaffen und Menschen, haben Ansprüche, wie man sie behandeln soll und wie nicht. Ein wichtiger Anspruch ist das Bedürfnis, nicht unfair behandelt zu werden. Diese Erwartungshaltung ist die Grundlage des menschlichen Anspruchs auf Gerechtigkeit. Als intuitives Bedürfnis ist es fest in der menschlichen Natur verankert.“ (R.D. Precht, S. 187)

Der Rest ist Schweigen.

 

hat von seiner Richtlinienkompetenz Gebrauch gemacht.

Erneut Tote bei russischen Luftangriffen, EU beschließt weitere Militärhilfen für die Ukraine, russische Drohnen aus dem Iran.

Bildungsstudie: Viertklässler werden immer schlechter.

Britische Regierung zieht Steuerpläne zurück.

Überschwemmungen in Nigeria, mehr als 800 Menschen ums Leben gekommen.

Piloten von Eurowings streiken.

Deutscher Buchpreis für Kim L´Horizon.

16.10.22

Er war bei der Sache, was der Schwanz-Meister bei der Ramme ist, er kommandierte, führte den dicksten Strick und arbeitete am wenigsten. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Epiktet: „Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.“

„… es gibt Millionen von Sternen …“

Albert Einstein an Heisenberg, 1926: „Es ist unmöglich, nur beobachtbare Größen in eine Theorie aufzunehmen. Es ist vielmehr die Theorie, die entscheidet, was man beobachten kann.“

Heisenberg, in Gesammelte Werke: „Die Wirklichkeit, von der wir sprechen können, ist nie die Wirklichkeit an sich, sondern eine gewusste Wirklichkeit oder sogar in vielen Fällen eine von uns gestaltete Wirklichkeit. Wenn gegen diese letztere Formulierung eingewandt wird, dass es doch eine objektive, von uns und von unsrem Denken völlig unabhängige Welt gebe, die ohne unser Zutun abläuft oder ablaufen kann und die wir eigentlich mit der Forschung meinen, so muss diesen zunächst so einleuchtenden Einwand entgegengehalten werden, dass schon das Wort „es gibt“ aus der menschlichen Sprache stammt und daher nicht gut etwas bedeuten kann, das gar nicht auf unser Erkenntnisvermögen bezogen wäre. Für uns gibt es eben nur die Welt, in der das Wort „es gibt“ einen Sinn hat.“

Oskar Wilde, in „Lady Windermeres Fächer“: „Es gibt im Leben zwei Tragödien: Die eine ist die Nichterfüllung eines Herzenswunsches. Die andere ist seine Erfüllung. Von den beiden ist die zweite die bei Weitem tragischere.“

Rainer Maria Rilke, in den Duineser Elegien: „Denn das Schöne ist nur des Schrecklichen Anfang, den wir gerade noch ertragen. Und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, uns zu zerstören.“

Richard David Precht, Die Kunst, kein Egoist zu sein – Warum wir gerne gut sein wollen und was uns davon abhält, Goldmann Verlag, 2010, eBook.

„Wer moralisch urteilt, teilt die Welt in zwei Bereiche: in das, was er achtet, und in das, was er ächtet.“ (R.D. Precht, S. 13)

Kapitalismus ist die Sucht zu konsumieren.

„Sokrates weiß, was den Menschen im Innersten zusammenhält. Er ist der einzige Kenner der Weltformel.“ (R.D. Precht, S. 33)

„Das Gute ist also keine Tatsache, sondern eine Interpretation.“ (R.D. Precht, S. 74)

Ein Tag genügt, um festzustellen, dass ein Mensch böse ist; man braucht ein Leben, um festzustellen, dass er gut ist. (Théodore Jouffroy)

Homo homini lupus (Plautus, römischer Komödiendichter)

Der Rest ist Schweigen.

 

vor allem die grüne Jugend fordert dringend mehr Klimaschutz.

Treffen im Kanzleramt zu AKW-Laufzeiten, ein Kompromiss zeichnet sich derzeit nicht ab, morgen soll es weitergehen.

China: Rede von Staatschef Xi zum Auftakt, Wiedervereinigung mit Taiwan Thema, „seit vorbereitet“.

Gefängnisbrand in Teheran.

Weltweit leiden 830 Mio. Menschen an Hunger.

Eurowings: wegen Streik fast die Hälfte der Flüge gestrichen.

 

 

15.10.22

Du fragst mich, Freund, welches besser ist, von einem bösen Gewissen genagt zu werden oder ganz ruhig am Galgen zu hängen? (G.Ch. Lichtenberg)

 

… nicht selten spielt Habgier eine Rolle; Brandstifter als Trittbrettfahrer. (Medical Detectives)

Antenne Bayern Witze-Meisterschaft.

Corona: Herbe Kritik an Bayern (dpa, epd)

Putin will verfehlte Ziele „nachholen“ (dpa)

Die Ampel, nah am Ausfall – Krisen-Ballung braucht mehr Geschlossenheit (Alexander Jungkunz, NN)

Der Erdogan-Hammer – TÜRKEI Das „Desinformationsgesetz“ könnte der Meinungsfreiheit den Rest geben. (Susanne Güsten, NN)

Erster Muezzin-Ruf per Lautsprecher – KÖLNER ZENTRALMOSCHEE Die Aufforderung zum Gebet blieb nicht unwidersprochen. (dpa)

„Deutschland wird uns nie loslassen“ _ INTERVIEW Andrij Melnyk kehrt zurück nach Kiew. Der ukrainische Botschafter in Berlin galt vielen als Nervensäge. (Michael Fischer, dpa)

„Putin darf nicht gewinnen“ _ PARTEITAG Grüne würden für all das stehen, was Putin und seine Trolle hassen, so Habeck. (dpa)

Druck auf Serbien – VISA-PRAXIS EU will Flucht über die Balkanroute eindämmen. (dpa)

Gewartete Haubitzen in Ukraine zurück (dpa)

Kubicki weist Kritik energisch zurück (dpa)

Chaostage in der Downing Street – KRISE Premierministerin Liz Truss steckt in große Schwierigkeiten und gibt Schatzkanzler Kwasi Kwarteng den Laufpass. (Jochen Wittmann, NN)

Trump soll unter Eid aussagen – POLITISCHE ESKALATION Untersuchungsausschuss zur Attacke auf das US-Kapitol lädt den Ex-Präsidenten vor. (dpa)

Mehr Brennholz vom Staat- BILANZ Wegen der Energiekrise erhöhen die Staatsforsten die Produktion und freuen sich über Millionen-Gewinne. (Martin Müller, NN)

Der russische Ölkonzern Rosneft verklagt den Bund (dpa)

Sanktionen wirken – mit Verzögerung – EU Experten fragen nach, ob die Massnahmen Russland so hart treffen wie gewünscht. (Katrin Pribyl, NN)

Die Antipsychiatrie der 60-er Jahre: „Es ist nicht wahr, dass die Gesellschaft unter der geistigen Abnormität gewisser ihrer Mitglieder leidet. Es ist vielmehr so, dass die Gesellschaft pathogen, also krankheitserzeugend ist und ihre sensiblen Mitglieder eben unter dieser Pathologie leiden.“

William James: „Eine unmenschlichere Strafe konnte nicht erfunden werden, als dass man, wenn dies möglich wäre, in der Gesellschaft losgelassen und von allen ihren Mitgliedern völlig unbeachtet bleiben würde.“

Viktor Frankl: „Sich selbst verwirklichen kann der Mensch nur in dem Maße, in dem er sich selbst vergisst, in dem er sich selbst übersieht.“

„… heimatlos sind viele auf der Welt, heimatlos … ein Paar Freunde, eine Liebe, wie es früher, früher einmal war …“

Der Rest ist Schweigen.

 

Die Grünen sind erneut über ihren Schattengesprungen, rote Linien formuliert.

Städtetag: Vorkehrungen für Krisenfälle.

Grubenunglück in der Türkei, 41 Tote, Methangasexplosion.

Ramelow in ehemaliger „Colonia Dignidad“, ein Besuch mit Symbolkraft.

Proteste im Iran gehen weiter.

schwere Regenfälle und Überschwemmungen in Griechenland.

 

14.10.22

Ich habe auch Federn auf dieser Leimrute sitzen lassen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Betonwaschplatten zu verschenken

„Wir aber haben die chronische Knappheit durch ein chronisches Zuviel ersetzt, womit auch die Logik der Natur aus den Fugen geraten ist. In einer Welt des Überflusses essen (und trinken) wir mitunter mehr und bewegen uns weniger, als uns guttut. Wir rauchen. Wir legen uns auf die Sonnenbank. Wir schlendern gelangweilt durch einen Supermarkt, wo es alles gibt. Und was tun wir? Statt zu den öden Karotten greifen wir beherzt zur Chipstüte. Was unser körperliches Wohl betrifft, treffen wir mit unseren Steinzeitgenen in der Supermarktwelt ganz offensichtlich immer wieder Entscheidungen, die nicht ganz so günstig sind.

Bis zu einem gewissen Grad gilt etwas Ähnliches für unser psychisches Wohlbefinden. Nehmen wir dazu ein einfaches Beispiel, das Ökonomen als „Pendler-Paradox“ bezeichnen. Vor die Wahl gestellt, wo wir wohnen sollen, scheinen viele von uns einen universellen Stimmungskiller zu unterschätzen: die tägliche Fahrt zur Arbeit. Kaum etwas ist so nervtötend wie morgens in der Rushhour auf dem Weg ins Büro im zähflüssigen Stau zu stecken und sich Meter für Meter zur Arbeitsstelle vorzukämpfen. Abends gibt´s zur Belohnung das Gleich noch einmal in die andere Richtung.

Trotzdem vernachlässigen viele von uns diesen Glückskiller bei der Wahl des Wohnorts …“ (Bas Kast, S. 349)

Paul Watzlawick, Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns, Picus Verlag Wien, eBook.

Der Rest ist Schweigen.

 

Infektionszahlen steigen wieder, keine Angstkampagne sei das, bezichtigt der Minister.

Debatte über 200 Mrd. € „Abwehrschirm“, sollen streng zweckgebunden eingesetzt werden, Union: zu lange gestritten, AfD: fordert Kehrtwende in der Energiepolitik.

Pilotenstreik bei Eurowings von Montag bis Mittwoch.

Flüchtlingswelle über Balkanroute, „Serbien muss Visapraxis ändern“.

Medienrecht in der Türkei verschärft.

Erster öffentlicher Moschee-Ruf in Köln.

 

13.10.22

Er mäanderte wohl dreimal um die Stelle herum. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Meerschweinchen WhatsApp Gruppe Bayern

„Last but not least ist eine dichte Menschenmenge nicht immer bloß anregend oder Ansteckend, sie kann auch schlichtweg anstrengend, überfordernd und sogar beängstigend sein, womit wir bei einem Aspekt wären, den man als „Stadtneurotiker-Effekt“ bezeichnen könnte: Je größer die Stadt, desto mehr kämpfen die Einwohner, wie Studien belegen, mit Stress und psychischen Erkrankungen.“ (Bas Kast, S. 335)

Rohrfernseher

Telefonieren Sie gerne? (Stellenanzeige NN)

Variatiönchen (E.T.A. Hoffmann in Greiseleriana)

Es gibt Leute, die haben nichts weiter zu tun, als andere Bürger zu überwachen.

Der Rest ist Schweigen.

 

Verkehrsminister für 49-Euro-Ticket.

Bundestag debattiert über Bürgergeld.

UN-Vollversammlung verurteilt Annexionen Russlands, keine praktischen Folgen, tatsächlich ist der Kreml-Chef angeschlagen.

Russland setzt Luftangriffe fort.

Iran: Widerstand gegen das Regime wächst, Demonstrationen in 19 Städten.

Ärzteverband fordert FFP2-Maskenpflicht in Öffentlichen Verkehrsmittel.

Festnahme in Sachsen nach geplanter Lauterbach-Entführung, Kopf einer terroristischer Vereinigung, scharfe Waffen bei Durchsuchung gefunden.

 

12.10.22

Opium, Haschisch (eine Art von Hanfblättern, den die Araber, um sich zu berauschen, rauchen) und Wein. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Jeden Tag etwas Gutes tun.

Drei Laufenten

Babywippe ABC Design

Informationen können goldwert sein!

„Und  dieser Zusammenhang zwischen Informationsflut und Aufmerksamkeitsdefizit zeigt sich nicht nur im Quer-, sondern auch im Längsschnitt: Historisch betrachtet scheinen wir alle von einer milden Aufmerksamkeitsdefizitstörung betroffen zu sein. Viel gieriger als früher dürstet das heutige Gehirn nach Unterhaltung, Abwechslung, Neuem, Unterbrechung. Ein mittelalterlicher Mensch würde gewiss jeden von uns für einen ADHS-Patienten halten.“ (Bas Kast, S. 300)

Von der Stadt zum Neurotiker (B.K.)

„In Städten nehmen Trends und Innovationen ebenso ihren Anfang wie Revolutionen. Es war das alte Athen, in dem die abendländische Philosophie aufblühte, in Wien spielte mit Haydn, Mozart, Beethoven und Schubert einst buchstäblich die Musik. Mailand ist die Stadt der Mode, Paris die Stadt der Liebe – Städte haben offenbar wie Menschen ihre ganz eigene Persönlichkeit, als seien sie ein eigener Organismus.“ (Bas Kast, S. 318)

Der Rest ist Schweigen.

 

R. Habeck: „Diese Gegenakzente müssen gesetzt werden …“, M. Fratzscher: Prognose der Bundesregierung …

Bundesregierung hält an Wohnungsbau-Ziel fest: 400.000 neue Wohnungen, 100.000 Sozialwohnungen.

Debatte über Gaspreisbremse, es war eine emotionelle Debatte, AfD zweifelt grundsätzlich.

Leck an Druschba-Pipeline in Polen.

Angriffe im Süden und Osten der Ukraine.

NATO-Hauptquartier: Beratungen über Hilfe für die Ukraine.

stand 75 Jahre vor der Kamera.

 

11.10.22

Die kleinsten Unteroffiziere sind die stolzesten. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Kitsch in kleinbürgerlichen Vorgärten.

„Denn welcher Absicht dient all die Mühseligkeit und all die lärmende Geschäftigkeit dieser Welt? Was ist der Endzweck von Habsucht und Ehrgeiz und der Jagd nach Reichtum, Macht und Vorrang? Ist es der, den natürlichen Bedürfnissen Genüge zu tun? Der Lohn des geringsten Arbeiters reicht aus, um diese zu befriedigen. (…) Woher entsteht dann also jener Wetteifer, der sich durch alle verschiedenen Stände der Menschen hindurchzieht (…)? (Adam Smith) Antwort: „Dass man uns bemerkt, (…) dass amn mit Sympathie, Wohlgefallen und Billigung von uns Kenntnis nimmt, das sind die Vorteile, die wir daraus zu gewinnen hoffen dürfen. (…) Der reiche Mann rühmt sich seines Reichtums, weil er fühlt, dass dieser Naturgemäß die Aufmerksamkeit der Welt auf ihn lenkt (…). Der Arme auf der anderen Seite schämt sich seiner Armut. (…) Unbeachtet kommt und geht der arme Mann, und inmitten einer Menschenmenge befindet sich in der gleichen Verborgenheit, wie wenn er in seiner Hütte eingeschlossen wäre. (…) Dagegen wird der Mann von Rang und Distinktion von aller Welt beobachtet. (…) Kaum ein Wort kann ihm entfallen, kaum eine Gebärde ihm entschlüpfen, die wirklich ganz und gar unbeobachtet bleiben würde.“ (Bas Kast, S. 288)

„Um in einer modernen, namenlosen Massengesellschaft die Chance zu erhöhen, dass man von seiner sozialenUmwelt eine einigermaßen erträgliche Behandlung erfährt, bestehen drei vielversprechende Strategien darin, (1) einen hohen sozialen Rang zu erklimmen, (2) viel Geld zu verdienen und (3) bekannt zu werden (sich einen Namen zu machen). Alle diese drei ersehnten Ziele aber, die hohe Position, das Vermögen sowie die Berühmtheit, gibt es üblicherweise nur um den Preis harter Arbeit und chronischer Rastlosigkeit.“ (Bas Kast, S. 289)

Der Rest ist Schweigen.

 

Westen sichert Kiew militärische Hilfe zu, Stoltenberg: Die Ukraine hat das Momentum auf ihrer Seite, Schuld eindeutig bei Russland, mehr als 950.000 Menschen nach Deutschland geflüchtet, Flüchtlingsgipfel in Berlin: „riesiger Kraftakt“, Länder und Kommunen verlangen Tempo, „Wir sind am Limit“, sagen die Städte, in den kommenden Monaten rechnet man mit noch mehr Flüchtlingen.

Streit über längere Laufzeiten von AKW, FDP will mehr AKW und länger laufen lassen.

Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes fordern mehr Lohn.

Benzinknappheit in Frankreich, Streiks.

Israel und der Libanon einigen sich auf Seegrenze, Gasfelder.

Sturm „Julia“ zieht Richtung Mexiko.

 

10.10.22

Alles zwecklose Gucken, Fingern, Füßeln, überhaupt alles Zwecklose. (G.Ch. Lichtenberg)

 

oberlehrerhaft

„Wie viele Aufsätze muss ich schreiben, um geliebt zu werden?“ Oder: „Wie viele Flugmeilen muss ich pro Jahr absolvieren, um attraktiv zu bleiben?“ Das eine hat jeweils mit dem anderen nichts zu tun und ist sicher auch etwas überpointiert. Aber genau in diesem Missverhältnis liegt das Problem. (Miriam Meckel, einst Deutschlands jüngste Professorin, über ihren Burnout)

Vielleicht gibt mir die Öffentlichkeit etwas, was ich als Kind nie hatte: Aufmerksamkeit, Liebe. ((Charlotte Roche)

„(Ein Porsche zum Beispiel beweist zwar Investitionspotential, nicht aber Investitionsbereitschaft, zumindest nicht in andere.) Je mobiler und unpersönlicher dagegen eine Gesellschaft wird (radikales Beispiel: die Gesellschaft einer modernen Großstadt), desto weniger wissen wir über unsere Nachbarn und Mitmenschen. Das, was wir über unsere Mitmenschen erfahren, beschränkt sich zunehmend auf das, was wir unmittelbar sehen können. Das heißt, je anonymer eine Gesellschaft wird, desto mehr Macht bekommt der Schein, desto mehr lohnt es sich für uns, in Statussymbole und unser Äußeres zu investieren. Da die Begegnungen mit unseren Mitmenschen flüchtiger und wechselhafter werden, ist das, was andere über uns erfahren, ohnehin häufig auf eben unser Äußeres begrenz.“ (Bas Kast, S. 284)

Der Rest ist Schweigen.

 

Gaspreiskommission schlägt Stufenmodell vor, Kommission schätzt die Kosten auf rund 90 Mrd. €.

neue Eskalation: Tote und Verletzte bei russischen Angriffen, Vergeltung, Ziel: zivile Einrichtungen und Infrastruktur, heute 80 Raketen auf die Ukraine abgefeuert, Putin-Rede zu den Raketenangriffen, Putin: „internationale Terrortruppe“, internationale Reaktionen: Solidarität mit der Ukraine.

Wahlnachlese der Parteien in Berlin, SPD 33,4%, Grüne 14,5%.

Öl- und Gasarbeiter demonstrieren im Iran.

Wirtschaftsnobelpreise an drei Forscher aus den USA.

 

9.10.22

Er frißt etwas mein Fleisch und trinkt mein Blut. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Katastrophentourismus, Weltraumtourismus. (Nitro)

Schrott kostenlos

„Gut für einen, blöd für alle.“ (Robert Frank, US-Ökonom)

Aktion: „Goldenes Scherzkeks“ (Antenne Bayern)

(Der Fall Georg Grün:) Grün endete als ein gefährlicher Winkeladvokat. (K. Schneider)

Mitleidsschwindeleien (K. Schneider)

„Geltungsbedürftige sind für jede Behandlung ungeeignet. Die Unechtheit dieser Charaktere erschwert die Beziehung …“ (K. Schneider, Die psychopathischen Persönlichkeiten, S. 92)

Rasen Kunstrasen Teppich

Der Rest ist Schweigen.

 

SPD mit Weil erneut stärkste Kraft, Zugewinne für die AfD und den Grünen, FDP schwer gebeutelt.

Österreich: Van der Bellen mit absoluter Mehrheit gewählt.

Staatsschutz ermittelt wegen Bahn-Sabotage.

Nach Explosion auf der Krimbrücke.

Proteste im Iran dauern an, bisher mehr als 185 Tote.

 

8.10.22

Dieses ist dem Menschen so natürlich als das Denken oder das Werfen mit Schneebällen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Nobelpreise: Signale an Putin (dpa)

Nobelpreise gegen Putin – Jury würdigt Einsatz für all das, was er zerstört (Alexander Jungkunz, NN)

Alltagsstreit und Sinnsuche – Europa zwischen der EU und der neuen EPG (Katrin Pribyl, NN)

Wie groß ist die Gefahr? – ATOMWAFFEN Politiker haben eine solche Konfrontation zwischen Ost und West angedeutet. (dpa)

Zwei Russen fliehen auf US-Insel – ASYL Alaska nimmt die zwei Männer auf, die sich nicht an Putins Krieg beteiligen wollen. (dpa)

Der Mut, für die Freiheit zu kämpfen – FRIEDENSNOBELPREIS Die Auszeichnung für russische, belarussische und ukrainische Menschenrechtler ist ein Zeichen gegen Moskaus Krieg. (Hannah Wagner, Steffen Trumpf, Ulf Mauder, Andreas Stein, dpa)

Bundeskanzler unter Druck – GIPFEL Die 27 EU-Länder ringen um einen Kurs in der Energiekrise. Das deutsche Entlastungspaket ruft Kritik hervor. (Katrin Pribyl, NN)

„Wir könnten auch nachts kommen“ – TÜRKEI Staatschef Erdogan droht erneut dem Nachbarn und NATO-Partner Griechenland. (dpa)

Kurzarbeitergeld: Bundesrat stimmt zu (dpa)

Hamburg will kein großes LNG-Terminal im Hafen (dpa)

Zahl der Opfer bei Protesten im Iran steigt (dpa)

„Rainer Werner Fassbinder machte ihn berühmt: Günter Lamprecht“ (Bildunterschrift, NN Kultur)

Twitter-Deal geht in die Verlängerung – ELON MUSK Der Tech-Milliardär und der Online-Dienst streiten weiter um Details der Übernahme. Eine US-Richterin gibt ihnen nun mehr Zeit. (Hannes Breustedt, Andrej Sokolow, dpa)

Der Rest ist Schweigen.

 

Die Täter haben Insider-Wissen der Bahn.

Brücke zur Krim durch Explosion beschädigt, Verbindung mit hoher symbolischer Bedeutung, große strategische Bedeutung, „klarer Sieg“.

Experten beraten über Gaspreisbremse.

AfD-Demo in Berlin mit tausenden Teilnehmern, bundesweiter Aktionstag: Proteste gegen hohe Mieten.

 

7.10.22

Wir Protestanten glauben nunmehr in sehr aufgeklärten Zeiten in Absicht auf unsere Religion zu leben. Wie, wenn nun ein neuer Luther aufstünde? Vielleicht heißen unsre Zeiten noch einmal die finstern. Man wird eher den Wind drehn oder aufhalten können, als die Gesinnungen des Menschen heften. (G.Ch. Lichtenberg)

 

(N. Röttgen bei maischberger:) Putin steht wirklich unter Druck, ultimatives Ziel ist, dass der Krieg aus Europa verbannt wird. Er (Putin) verheizt die eigenen Leute …

„kommen Sie gut durch die Nacht“ (Maybrit Illner)

das Ende des neoliberalen Kapitalismus.

Erfolg ist, wenn man bekommt, was man will. Glück ist, wenn man will, was man bekommt. (Sprichwort)

„Der Ökonom Easterlin untersucht bereits seit den 1970er Jahren den Zusammenhang zwischen Geld und Glück und ist dabei schon recht früh auf einige seltsame Widersprüche gestoßen. Sowohl wohlhabende Menschen als auch wohlhabende Nationen, beobachtete der Wissenschaftler, dürfen in der Regel mit mehr Lebenszufriedenheit rechnen als ihr mittellosen Gegenstücke. Zugleich aber scheint das Glück einer Nation über die Zeit kaum mit wachsendem Wohlstand zuzunehmen, eine Sache, die man seither auch als „Easterlin-Paradox“ bezeichnet. Das Easterlin-Paradox gilt (als seien diese Länder allmählich mit Geld gesättigt) gerade für viele der reichsten Länder der Welt, wie etwa die USA, Großbrittanien und Japan – und es gilt auch, ja es gilt in besonderem Maße für Deutschland.“ (Bas Kast, S. 129)

„Und warum eigentlich auch nicht? Wer Geld hat, ist ja auch weniger auf die Gunst seiner Mitmenschen angewiesen. Wer reich ist, kann es sich erlauben, sich abzukapseln. Sobald man etwas von seiner sozialen Umwelt braucht, muss man seine Mitmenschen nicht umständlich darum bitten – man kann es sich, zumindest in unserer Gesellschaft, einfach kaufen. Das heißt auch, dass Wohlhabende sich von allen am wenigsten um ihre Beliebtheit bemühen müssen. Zugespitzt formuliert: Wer Geld hat, kann es sich leisten, ein bischen asozial zu sein.“ (Bas Kast, S. 184)

soziale Zurückweisung.

Läden sind nicht nett zu Menschen. Läden sind nett zu Kreditkarten. (Richard Gere, in Pretty Women)

ein Büchlein.

Die Wahl zwischen der Familie und der weiten Welt da draußen stellt die hervorstechendste und hartnäckigste Herausforderung dar, vor die Wohlstand der fortgeschrittenen Industrieländer gestellt hat. (Avner Offer, Wirtschaftshistoriker, Universität Oxford)

Der Rest ist Schweigen.

 

Friedensnobelpreis an drei Personen.

Kritik an russischer Militärführung aus eigenen Reihen, Unmut im Volk braucht ein Ventil …

EU-Sondergipfel in Prag.

Europarat: Frauen zu wenig vor Gewalt geschützt.

Faeser für Abschiebestopp für Flüchtlinge aus dem Iran.

 

6.10.22

Die Mutter sagt´s, der Vater glaubt´s und ein Narr leugnet´s. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Abo-Modell auf dem Wohnungsmarkt für Suchende: Abzocke an Notleidende. (Plusminus), “ … denn der Wald ist mehr als nur eine Kulisse zur Jagd.“

Der Schweif des männlichen Pfaus.

Bas Kast, Ich weiß nicht, was ich wollen soll – Warum wir uns so schwer entscheiden können und wo das Glück zu finden ist, Fischer e-books.

„In dem Moment, in dem du Verantwortung für deine Träume übernehmen kannst und dafür haftest, ob du sie verwirklichst oder nicht, wird das Leben ein ganzes Stück härter.“ (Steve Jobs)

„Sieh, darum ist es so schwer, sich selbst zu wählen, weil in dieser Wahl die absolute Isolation mit der tiefsten Kontinuität identisch ist, weil durch sie jede Möglichkeit, etwas anderes zu werden, vielmehr in etwas anderes umzudichten, unbedingt ausgeschlossen wird.“ (Sören Kierkegaard, Entweder – Oder)

Der Rest ist Schweigen.

 

Europa-Gipfel zum Ukraine-Krieg.

Kiew meldet Angriff auf Saporischschja.

Viele Tote bei zwei Bootsunglücken bei Griechenland.

Angriff auf Kindergarten in Thailand.

Experten warne vor Mangelversorgung in der Pflege.

Pilotenstreik bei Eurowings.

Annie Ernaux erhält Literaturnobelpreis, ihr Stil: nüchtern und distanziert.

 

5.10.22

Er speit Geheimnisse und Wein. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Wagner“ ist eine nichtrechtsfähige Strohfirma. (frontal)

Arbeitnehmer sind austauschbar.

Kuchenschranke aus Eiche

das Lattenviertel.

ums Haus schleichen.

„Hitzköpfe“ (K. Schneider)

Angstastheniker, Wunschastheniker. (K. Schneider)

„Der Phantast betrübt sich selbst, der Pseudologen die anderen; daß er dabei mitunter auch sich selbst betrügt, ist ein Nebeneffekt, der nicht in der Tendenz seines Lügens liegt.“ (K. Schneider, Die Psychopathischen Persönlichkeiten, S. 86)

„In einem 1828 entstandenen Text, in dem Coriolis einen Spezialfall des (letztgenannten) Vorgangs beschrieb, führte er erstmals den Begriff „Arbeit“ ein als Bezeichnung für die Kraft, die erforderlich ist, um einen Gegenstand so zu beschleunigen, dass er eine bestimmte Strecke zurücklegt.“ (James Suzman, S. 54)

„Viele andere Mathematiker und Techniker hatten zu dem Zeitpunkt schon Konzepte formuliert, die im Großen und Ganzen dem entsprachen, was Corioilis „Arbeit“ bezeichnete; dich keinem war eine treffende Begrifflichkeit dafür eingefallen. Mansche sprachen von „dynamischen Effekt“, andere von der „Leistungskraft“, wieder andere von einer „bewegenden Kraft.“ (James Suzman, S. 55)

Der Rest ist Schweigen.

 

Die Länder fordern mehr Geld vom Bund.

Bund will Netzentgelte stabil halten, Koalition uneins über AKW-Weiterbetrieb, FDP drängt auf längeren Betrieb, Ch. Lindner: wir brauchen mehr …, die FDP macht Druck.

OPEC+ will Produktion deutlich senken wegen Stabilität des Ölpreises.

Putin unterzeichnet Annexionsgesetz, EU-Staaten einigen sich auf neue Sanktionen (8. Sanktionspaket).

GB: Truss unter Druck.

Nobelpreis für Chemie: drein Molekularforscher (USA, Dänemark, USA).

 

4.10.22

Aus der Weisheit Gottes manche Sachen schließen zu wollen ist nicht viel besser, als es aus seinem eignen Verstand zu tun. (G.Ch. Lichtenberg)

 

… und so wurde Chicago Übernacht zur Ufo-Stadt. (ntv)

Der neuerworbene Rollschrank für dieses kleine Atelier ist goldwert.

ein P-Konto.

Sigmund Freud – Das Gesamtwerk (24 Bände) günstig erworben.

Gutes Design ist nichts Spektakuläres, sondern ein wenig außerhalb der Mitte angesiedelt.

Der Herr hat´s gegeben, der Herr hat´s genommen.

„Was nicht gewesen wäre ohne mich, das zeugt von mir …“ (Viktor Frankl)

werthaltige Dinge anhäufen.

„Physische Kraft und schöne Gestalt sind Gaben der Jugend, des Alters Blüte aber ist die Weisheit.“ (Demokrit)

„Es kommt nicht darauf an, wie alt man wird, sondern wie man alt wird.“ (Ruth Piotrowski)

„Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen erscheint.“ (Albert Einstein)

„Auf dieser Welt gibt es genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (Mahatma Gandhi)

Er sprach oberpfälzer Dialekt.

„Wenn du Gutes tust, wird das morgen vergessen sein – tu es trotzdem!“, „Wenn du Erfolg hast, wirst du falsche Freunde und echte Freunde gewinnen – mach trotzdem weiter!“ (Kent Keith)

„Tu Gutes und wirf es ins Wasser.“ (indisches Sprichwort)

James Suzman, Sie nannten es Arbeit – eine andere Geschichte der Menschheit, Aus dem Englischen von Karl Heinz Siber,  C.H. Beck, eBook.

Der Rest ist Schweigen.

 

Bund-Länder-Treffen zu Entlastungen.

RWE kündigt früheren Braunkohle-Ausstieg an.

Kiew meldet weitere Geländegewinne.

Baerbock zu Besuch in Polen.

Einheitliches Ladekabel in der EU ab 2024.

Nobelpreis für Physik an drei Quantenforscher (Frankreich, USA, Österreich).

Piloten Gewerkschaft kündigt Streik an.

immer mehr Menschen haben einen Hochschulabschluss.

 

3.10.22

Gib meinen guten Entschlüssen Kraft, ist eine Bitte, die im Vaterunser stehen könnte. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Anne Will, „Abwehrschirm“.

Ein auffallend hässliches Sideboard. (Bild in Kleinanzeige)

„Sternberg glaubt, dass Menschen mit hohem IQ für vier Trugschlüsse anfällig sind, die sich als Fallen entpuppen können: für die Egoismus-Falle, weil sie denken, die Welt drehe sich um sie. Für die Allwissenheits-Falle, weil sie meinen, keinen Rat von anderen zu brauchen. Für die Omnipotenz-Falle, weil sie glauben, dass ihre Gehirne sie allmächtig machen. Und für die Unverletzlichkeits-Falle, weil sie glauben, sie dürften tun, was sie wollen, weil andere nie und nimmer so clever seien, sie im Zweifelsfall zu erwischen.“ … „Die Schlagzeilen liefern ständig Nachschub an Beispielen superkluger Dummheit von Personen, bei denen sich Narzissmus und Zynismus paaren. Tückisch nur: Solange sie Erfolg haben, werden sie bewundert und gelten als Vorbilder.“ (H. Tügel, S. 400)

„Der Buddhismus, (so sagt er), strebe nicht im selben Maß wie die westlichen Zivilisationen nach einer Vermehrung des Wissens über die physische Welt und die belebte Natur. Stattdessen hätten seine Anhänger 25 Jahrhunderte eine andere und nicht minder wichtige Art der Forschung betrieben: Introspektion, die Erforschung des Geistes durch Meditation.“ (H. Tügel, S. 418)

Er war eine wandelnde Bibliothek: Herbert Heckmann (Prof. für Sprache an der HfG Offenbach)

Ein Witz aus dem Zen-Buddhismus veranschaulicht das: Ein Schüler fragt: „Meister, wie lange wird es dauern, bis ich Erleuchtung erlangt habe?“ Der Meister antwortet: „Vielleicht zehn Jahre.“ „Und wenn ich mich besonders anstrenge?“ „Dann 20 Jahre.“ (H. Tügel, S. 435)

Der Rest ist Schweigen.

 

… im Erfurter Dom, im Erfurter Theater; Tag der offenen Moschee.

Tausende demonstrieren gegen die Regierungspolitik.

Euro-Staaten beraten über Energiekrise, Frankreich: was auf dem Spiel steht, ist die Wettbewerbsgleichheit …

Nobelpreis für Medizin: Evolutionsforscher Pääbo ausgezeichnet.

Britische Regierung kippt Steuersenkung.

künftige Regierung Bulgariens unklar.

Waffenruhe im Jemen nicht verlängert.

Irans Führer macht USA und Israel Vorwürfe.

Corona-Inzidenz in München stark gestiegen.

mindestens 85 Tote nach Hurrikan „Ian“ in den USA.

 

2.10.22

Es gibt 1000 Witzige gegen einen, der Verstand hat, ist ein wahrer Satz, womit sich mancher witzlose Dummkopf beruhigt, der bedenken sollte, wenn das nicht zuviel von einem Dummkopf gefordert heißt, daß es wieder 100 Leute, die weder Witz noch Verstand haben, gegen einen gebe, der Witz hat. (G.Ch. Lichtenberg)

 

René Descartes: „Ich denke, also bin ich.“ Antonio Damasio richtiger: „Ich fühle, also bin ich.“

Der Daila Lama: „Wir alle streben von Natur aus nach Glück und suchen Leid zu vermeiden.“

Albert Einstein: „Der intuitive Geist ist ein Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.“

Spionageaktion mit Drohnen auf deutschem Truppenübungsplatz. (Bayern 3)

Der Rest ist Schweigen.

 

Deutschland will neue Waffen liefern, Panzerhaubitze aus dem tschechischen System, Lambrecht in der Ukraine.

Tote bei Massenpanik in Indonesien nach Fussballspiel.

Wahlen in Bosnien und Herzegowina.

Bulgarien wählt ein neues Parlament.

Nach der Wahl in Lettland schwierige Regierungsbildung.

Präsidentenwahl in Brasilien, Lula liegt vorn.

GB: Premierministerin Truss unter Druck.

Mehr als 130 Tote in den vergangenen Wochen im Iran.

 

1.10.22

Im Osnabrückischen Land-Recht steht: Wenn fremder Hühner Schaden tun und mein Korn abfressen, bin ich befugt, ihnen die Köpfe auszuschneiden und das Korn daraus zu nehmen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

forensische Umstände lügen nie! (Medical Detectives)

Steuersatz wird gesenkt (dpa)

Von wegen „einig Vaterland“ – Im Osten steigt die Zahl der Demokratie-Kritiker (Michael Husarek, NN)

Welle ja, Sorge nein – CORONA Obwohl die Zahlen wieder steigen, geben sich Lauterbach und Wieler entspannt. (Jörg Ratzsch, dpa)

Nicht alle Speicher sind gut gefüllt – GAS Obwohl das 85-Prozent-Ziel zum 1. Oktober insgesamt erreicht ist, gibt es Probleme. (dpa)

„Geld ablegen kann der Dümmste“ – DEUTSCHLAND IN DER KRISE Sparsamkeit gehört zu den Tugenden, für die man die Deutschen belächelt. Oder bewundert. Von Luther über Kant, Marx und Hitler bis zu Merkel und Habeck: Unpolitisch war die Debatte nie. Jetzt wird Sparsamkeit zum Gebot für den Winter. Eine kleine Kulturgeschichte des Sparens. (Hans Böller, NN)

Skandinavier vermuten massive Sprengladung – NORD STREAM Dänische und schwedische Experten sprechen von vorsätzlichen Explosionen in der Ostsee. (dpa)

Erdogan stellt Strafanzeige gegen Wolfgang Kubicki (dpa)

Energiebrücke über die Pyrenäen – GAS Deutschland, Portugal und Spanien fordern den Weiterbau der MidCat- Pipeline. Doch Frankreich blockiert das Projekt. (Katrin Pribyl, Birgit Holzer, NN)

Schwierige Frage – EU Wie ist mit Kriegsdienstverweigerern zu verfahren? (Katrin Pribyl, NN)

„Zusammen für immer“ – ANNEXIONEN Wie Wladimir Putin vier ukrainische Provinzen seinem Reich einverleibt. (dpa)

Der Rest ist Schweigen.

 

Ukraine rückt in den Osten weiter vor, „beachtliche Erfolge“.

Lambrechts Blitzbesuch in der Republik Moldau und der Ukraine, baldige Lieferung eines Luftabwehrsystems.

Kein Gasaustritt mehr aus dem Pipeline-Leck Nord Stream 2.

Mindestlohn steigt auf 12 Euro.

Präsidentenwahl morgen in Brasilien.

Schäden des Hurrikan „Ian“ noch nicht absehbar, bisher 31 Menschen getötet.

 

30.9.22

Man könnte auch leblose Dinge unter sich korrespondieren lassen. Schreiben des Göttingischen Quadranten an seinen Bruder in Greenwich. 2) eines Fußschemels an einen Armsessel. Geheime Unterredung eines Tintenfasses mit einer Sandbüchse, ihre Philosophie über die benachbarten Gegenstände. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„… Diese Kerndefinition des Zwanges wäre etwa folgende: man spricht von Zwang, wenn jemand Bewußtseinsinhalte nicht verdrängen kann, obschon er sie als unsinnig oder als ohne Grund beherrschend und beharrend beurteilt.“ (K. Schneider, Die Psychopathischen Persönlichkeiten, S. 71)

kapitalistische Gesetzmäßigkeit: Liebe + Sympathie kann man nicht kaufen.

Vorsicht ist geboten bei Tabakgefäßen aus Porzellan.

Absatzprobleme

gestörte Frauen.

„phrenoleptische Psychopathen“ (Ziehen)

Zeichen angeborener Entartung (K. Schneider zu den Geltungssüchtigen Psychopathen)

„Der Phantast verfälscht den Wert der Umwelt für sich, der Pseudologist verfälscht seinen Wert für die Umwelt.“ (Kronfeld, „Der Phantast“)

Der Rest ist Schweigen.

 

Putin annektiert besetzte russische Gebiete, Steinmeier: Grenzverschiebungen würden nicht akzeptiert werden, aus Sicht der NATO ist der heutige Tag die größte Eskalation.

Entlastung von Gaskunden, MWST von 19% auf 7% reduziert ab Oktober bis …

EU-Maßnahmen gegen hohe Energiepreise, Notfallprogramm.

Arbeitslosenquote bei 5,4%, in Bayern: 3,3%.

Waffenlieferungen an Saudi-Arabien.

Erdogan zeigt Kubicki an.

Suche nach Ursache für Fischesterben in der Oder: Salze.

 

29.9.22

Barometer nennen sie öfters Barmeter und daraus machte ein Mann Burmester. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Robert Lawlor zitiert einen Aborigines-Älteren: „Wenn die Weisen nicht lernen, Zugang zu den Träumen des Landes, der Pflanzen und der Tiere zu finden, bevor sie sie brauchen oder essen, werden sie krank werden oder verrückt oder sich selbst zerstören.“ (H. Tügel, S. 282)

„Die Sucht nach Ressourcen und die Lust am Profit haben eine Eigendynamik entfaltet, die kaum zu bremsen scheint. Andererseits wächst die Skepsis gegenüber der Tyrannei von DAX und Wachstumszwang, weil sie offensichtlich Spuren der Zerstörung hinterlässt.“ (H. Tümel, S. 286)

Franz Martin Wimmer (Universität Wien): „Halte keine philosophische These für gut begründet, an deren Zustandekommen nur Menschen aus einer einzigen kulturellen Tradition beteiligt waren.“

Der Rest ist Schweigen.

 

Koalition plant neues Milliarden-Hilfspaket, „Abwehrschirm“ bis 200 Mrd. €, Scholz verkündet das Ende der Gasumlage, Ch. Lindner: … klar zu machen, dass das Volumen zur Verfügung steht …

Wirtschaftsinstitute erwarten Rezession, 10% Inflation (höchster Stand seit 70 Jahren), längerfristige Belastungen, Prognose Wirtschaftswachstum 2023: – 0,4%.

Kreml will besetzte Gebiete annektieren, internationale Gemeinschaft erkennen Konnektion nicht an.

Viertes Leck an Pipelines entdeckt.

Erfolgreicher Börsenstart für Porsche.

Forschungszentren in Braunkohlerevieren.

Hurrikan „Ian“ richtet schwere Verwüstungen in Florida an, Schäden sind historisch.

 

28.9.22

Den 2ten Dezember 1772 des Abends fragte mich jemand in Osnabrück (Herr Henrici): aber Herr Professor, heißt man das nicht das Klima, wenn ich des Abends hinausgehe und so in die Höhe sehe? (G.Ch. Lichtenberg)

 

Günther Anders, vor 50 Jahren: „Die Angebote sind die Gebote von heute.“

Theresa von Ávila: „Tu deinem Leib Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.“

„Die Geduld, das Erkennen des rechten Augenblicks, die Kunst des Nicht-Handelns – für die Annäherung an diese Qualitäten gibt es ein hilfreiches Werkzeug: Ruhe. Alle spirituellen Schulen empfehlen Phasen der Selbstversenkung, um sie zu kultivieren. Im Alltag reicht es aber schon, öfter einfach den Mund zu halten.“ (H. Tügel, S. 261)

„Wenn das, was du sagen möchtest, nicht schöner ist als die Stille, dann schweige!“ (chinesisches Sprichwort)

Im Buch Sirach heißt es: „Die Weisen aber wägen ihre Worte mit der Goldwaage.“

Der Rest ist Schweigen.

 

Länder-Beratungen zu Entlastungspaket, M. Söder: es braucht einen großen Wurf …

Kabinett beschließt Wohngeld-Erhöhung.

Lecks in Nord-Stream 1 und 2, Reaktionen auf mutmaßliche Sabotage.

Russland treibt Annexion voran.

Durchsuchung der Bundesgeschäftsstelle der AfD.

Deutschland-Monitor des Ostbeauftragten: Zufriedenheit mit Politik sinkt.

DB erhöht Preise im Fernverkehr um 5%.

 

27.9.22

Was einem das Liegen auf dem rechten Ellenbogen ist, nachdem man eine Stunde auf dem linken gelegen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Im Traum: freier Fall.

Jemanden ans Leder wollen.

„Als Kriterium könnte gelten: Kunst muss höchste Höhen und tiefe Abgründe auskundschaften dürfen. Entzücken und Glückseligkeit, aber auch Grausamkeit, Hass, Folter. Weisheit säen, gelingt ihr aber allein dann, wenn sie nicht nur verstört, sondern zugleich fähig ist, aus jenen Belohnungsschaltkreisen im Hirn heraus Trost zu spenden. Wenn sie lehrt, das Böse zu akzeptieren, ohne in Verzweiflung zu versinken. Der große Dichter und Mystiker des Orients, Dschelaleddin Rumi (1207 – 1273), hat den Satz geprägt: „Freude finden im Herzen, wenn die Zeit der Kummers kommt.“ (H. Tügel, S. 228)

Der Rest ist Schweigen.

 

Ende der sogenannten „Referenden“ in besetzten Gebieten, „… schätzt, dass mehr als 200.000 Mann Russland verlassen haben.“

Reserve-AKW sollen bis Mitte April laufen als Notreserve.

Mehrere Lecks an Nord-Stream-Pipelines festgestellt, Sabotageakt?

NASA steuert Sonde in Asteroiden.

Fälle sexualisierter Gewalt im Sport.

Hurrikan der Stärke 3 in Kuba.

 

26.9.22

Du wässerst die Berge von oben herab, steht im 104ten Psalm. Vom Ursprung der Flüsse zu gebrauchen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Logos, Ratio.

„Weisheit? Für Naturwissenschaftler ist sie heute fast zwangsläufig ein Fremdwort. Sie wundern sich, wenn sie von den Ideen eines Immanuel Kant hören, der geschrieben hat: „Mit einem Worte: Wissenschaft (kritisch gesucht und methodisch eingeleitet) ist die enge Pforte, die zur Weisheitslehre führt.“ Sie sehen sich nicht mehr als diejenigen, die ausersehen sind, „den Weg zur Weisheit, den jedermann gehen soll, gut und kenntlich zu bahnen.“ (H. Tügel, S. 192)

Der Rest ist Schweigen.

 

Rechtes Bündnis siegt in Italien (26%).

Diskussion über Ende der Gasumlage.

Verbraucherschützer fordern Entlastungen, die Schuldnerberater sind vielerorts voll …

Kreml räumt Fehler bei Einberufung ein.

weitere Proteste gegen Irans Regime, mehr als 1.200 Festnahmen, brutales Vorgehen der Sicherheitsbehörden.

 

25.9.22

Es ist ein Vorurteil unseres Jahrhunderts in Deutschland, daß das Schreiben so zum Maßstab des Verdienstes gediehen ist. Eine gesundePhilosophie wird vielleicht dieses Vorurteil nach und nach vertreiben. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Areal um Stechowitze (ZDF info)

Augustinus (354 – 430): Weisheit ist „letztlich nichts anderes als das Maß unseres Geistes, wodurch dieser Im Gleichgewicht gehalten wird, damit er weder ins Übermaß ausschweife, noch in die Unzulänglichkeit falle.“, sie schützt gegen „Habgier, Furcht, Trauer, Neid und anderes, was ins Unglück führt.“

Umberto Eco: „Weisheit heißt zu begreifen, dass man nicht weiß, ob etwas weiß oder schwarz ist.“

Weisheitsdefinition von Geisteswissenschaftlern in einem Forschungsprojekt: „Praktische Weisheit besteht in der Fähigkeit, gute Entscheidungen über die Dinge zu treffen, die im Leben wirklich zählen, und seine Handlungen damit in Übereinstimmung zu bringen, sofern das in der eigenen Kontrolle liegt.“ (H. Tügel, S. 120)

Hermann Hesse, in Siddharta: „Wissen kann man mitteilen, Weisheit aber nicht. Man kann sie finden, man kann sie leben, man kann von ihr getragen werden, man kann mit ihr Wunder tun, aber sagen und lehren kann man sie nicht.“

Marc Sautet

Gerd B. Achenbach, Internationale Gesellschaft für Philosophische Praxis.

Arthur Schopenhauer: „Die Meisten werden, wenn sie am Ende zurückblicken, finden, daß sie ihr ganzes Leben hindurch ad interim gelebt haben, und verwundert seyn, zu sehn, dass Das, was sie so ungeachtet und ungenossen vorübergehen ließen, eben ihr Leben war, eben Das war, in dessen Erwartung sie lebten. Und so ist der Lebenslauf der Menschen, in der Regel, dieser, daß er, von der Hoffnung genarrt, dem Tode in die Arme tanzt.“

Der Rest ist Schweigen.

 

„Wir müssen die Preise in den Griff bringen …“ (S. Esken, SPD), M. Söder: brauchen grundlegende Aussage …

Scholz beendet Reise in der Golfregion, Gas und Diesel aus den Emiraten, letzte Station der Reise: Katar.

Italien wählt neues Parlament: rechts-nationales Lager vorn.

15. Documenta zu Ende gegangen, „ein Scherbenhaufen“ …

schwere Schäden an Kanadas Ostküste.

 

24.9.22

Das Sprechen im Traum könnte gebraucht werden in einem Roman etwas zur Entwicklung beizutragen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Gib uns ein Zeichen!

Flucht vor dem Kriegseinsatz (dpa)

Das Recht auf Aufklärung – Museum: Ein Untersuchungsausschuss muss her (Hans Peter Reitzner, NN)

Energiesparen geht anders – Absagen von Festen sind das falsche Mittel (André Ammer, NN)

„Alles nur Show“ – BEITRITT Die „Referenden“ im Osten der Ukraine sind angelaufen. Der Ausgang gilt als klar. (Ulf Mauder, Andreas Stein, dpa)

„Protestiert! Kämpft! Lauft weg!“ – MOBILMACHUNG Der ukrainische Präsident fordert Russen zur Gehorsamsverweigerung auf. (dpa)

„Einer der größten Immobilienskandale“ – ZUKUNFTSMUSEUM Experten sehen Verfahrensfehler bei der Vergabe des Millionenprojekts. Ein Untersuchungsausschuss im Landtag soll aufklären. (Hans Peter Reitzner, NN)

„Wir fürchten uns nicht!“ – PROTESTE Der Tod einer jungen Frau sorgt weiter für Aufbegehren im Iran. Wie wird die Staatsmacht reagieren? (dpa)

Lauterbach verteidigt Paket für Krankenkassen (dpa)

Die Politik fordert Antworten – RUNDFUNK Die Länder schalten sich in die Krise bei ARD-Sendern ein. So wollen sie genau erfahren, wie die Häuser nachsteuern. (dpa)

Musik kann die Seele berühren.

„Wer wie trübes Wasser sein kann / kann in Stille zur Klarheit gelangen / Wer in Bewegung behutsam ist / kann in Ruhe zur Beständigkeit gelangen.“ (Laozi)

Die Erde müsste eigentlich „Wasser“ heißen.

„Es mag sein, dass wir durch das Wissen anderer gelehrter werden. Weiser werden wir nur durch uns selbst.“ (Michel de Montaigne, Philosoph)

Grundlagen der Weisheit: Geduld, Gefühl, die Würdigung des Irrationalen und der Mut zur Selbsterkenntnis. (H. Tügel, S. 45)

„Wer andere kennt, ist klug. Wer sich selbst kennt, ist weise“, heißt es im Daodejing.

„Das Weise ist das eine. Die Weisen benennen es verschieden.“ (aus den Upanishaden)

Der Rest ist Schweigen.

 

Kanzler Scholz in Saudi-Arabien, Thema: Energiesicherheit.

Russland: weitere Proteste gegen Teilmobilmachung.

Iran: Raisi kündigt schärferes Vorgehen gegen Proteste an.

Diskussion über Preiszonen beim Strom, M. Söder: nicht Nord gegen Süd ausspielen …

Zahl der Asylsuchenden steigt wieder, Zahle wie 2015 sind nicht zu erwarten.

mehr Demokratie in der katholischen Kirche.

„ein fußballerisches Kunststück“

 

23.9.22

Ich will die keinen Schatten machen, kleines Tierchen (es war eine Spinne), die Sonne gehört dir so gut als mir. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Hanne Tügel, Wege zur Weisheit – Der Traum vom richtigen Leben, Fischer e-books.

„Ein Mensch bleibt weise, solange er die Weisheit sucht. Sobald er sie gefunden zu haben wähnt, wird er ein Narr.“ (n.n.)

Wer weiß, redet nicht. Wer redet, weiß nicht.

Elektrosmoke

selbsternannte Experten (im INnernet)

Die Kunst des Psychiaters gilt, herauszufinden und abzugrenzen zwischen Psychopathie und Psychose.

„Der Inhalt des Zwanges ist tatsächlich nicht ichfremd, sondern er befremdet nur durch diese Unsinnigkeit und Unverständlichkeit.“ (Kurt Schneider, Die psychopathischen Persönlichkeiten, S. 69)

Der Rest ist Schweigen.

 

Schein-Referenden in der Ukraine, eine Form der Kriegsführung.

UN werfen Russland Kriegsverbrechen vor.

17 Mrd. € Defizit bei den Krankenkassen.

Wohngeld soll deutlich steigen.

Klimaproteste in ganz Deutschland, 280.000 Demonstranten.

Parlamentswahlen am Sonntag in Italien, Rechte liegt vorn.

mindestens 26 Tote bei Protesten im Iran.

GSG 9 wird 50 Jahre alt, seit September 1972, wird weltweit angefragt.

 

22.9.22

Die englischen Genies gehen vor der Mode her und die deutschen hinten drein. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Olaf Scholz: „Das ist blanker Imperialismus.“

„Die Autoren formulieren zur Erklärung des doch recht konstanten Auftretens der Schizophrenie eine interessante Hypothese: vielleicht ist die Schizophrenie nur eine maladaptive Variante von genetischen Eigenschaften, die sehr positiv mit der Entwicklung des menschlichen Geistes assoziiert sind – zum Beispiel Kreativität und die Fähigkeit, außerhalb von Normen zu denken. Solche Eigenschaften hätten dann auch sozial sehr erfolgreiche Menschen, was ihren Erfolg bei der sexuellen Auslese erhöhen würde.“ (A. Poppe, S. 181)

Die leise Ordnung der Dinge (Dieter Rams)

„In vielen Büchern wird Psychose oft mit einem Realitätsverlust erklärt. Da ist eine Menge Wahres dran. Ein erwachsener Mensch, der eine Psychose entwickelt, verliert die Ordnung der Dinge, was ein anderes Wort für Realität ist. Ein Kind hatte diese Realität noch nie, kann sie also auch nicht verlieren. Ein Mensch, der unter einer Psychose leidet, kann diesen Verlust aber schmerzhaft empfinden …“ (A. Poppe, S. 221)

Suchet, und ihr werdet finden. (aus der Bibel)

„Voll erblühen kann Schizophrenie nur in einem psychiatrischen Krankenhaus.“ (Jay Haley)

Dieses pappsüße Zeugs ist hochgradig ungesund. (gefüllte Lebkuchenherzen)

„Man hüte sich, alle Einfälle, die einen befremden und seltsam anmuten, gleich als Wahn zu nehmen.“ (Kurt Schneider)

Der Rest ist Schweigen.

 

Offenbar vermehrte Ausreisen aus Russland, 300.000 Reservisten wurden eingezogen, Proteste in russischen Städten.

Lawrow und Blinken im UN-Sicherheitsrat, altbekannte Anschuldigungen.

Bundestag debattiert über Entlastungen.

Bund prüft Einstieg bei Gas-Importeur.

Hunderte Geflüchtete können in Italien an Land gehen.

mindestens 17 Tote bei Protesten im Iran, soziale Medien sind gesperrt.

 

 

21.9.22

Die Mädchen hören euch vielleicht gerne zu, wenn ihr auf euren Lauten eure Phantasien vorklimpert, wenn es ihnen aber zu tun ist, zwischen Geist und Fleisch Friede zu stiften, so werdet ihr nie zum Kongreß gelassen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Anja Kohl (ARD)

„Aber ebenso wie man sich eingestehen müsste, dass nicht jede Schizophrenie „endogen“ ist, müsste man die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass auch nicht jede Schizophrenie eine psychotische Lebenskrise sein muss.“ (A. Poppe, S. 36)

„Das Historische an einer Naturwissenschaft erschließt sich nicht aus der Eigenart der Natur, sondern vielmehr aus der Entwicklung des Geistes, der diese Natur untersucht.“ (A. Poppe, S. 56)

„Wer nicht begreift, wie ungeheuer groß der Einfluss der Weltanschauung des Arztes auf Beschreibung und Einteilung von Geisteskrankheiten, ja selbst auf die Trennung von „gesund“ und „krank“ ist, wie die unbewiesenen Meinungen medizinischer Autoritäten für wissenschaftlich erwiesene Tatsachen hält, der wird das Fach Psychiatrie in seiner Komplexität nicht verstehen können.“ (S. 74)

„Man könnte mit einem gewissen Recht die verbalen und nonverbalen Äußerungen der Patienten (auch als Psychopathologie bezeichnet) eine Art Rohrschach-Test für Psychiater nennen.“ (S. 75)

„Wäre das Gehirn eine Maschine, so würde der Psychotherapeut dieser Maschine helfen, sich selbst zu reparieren.“ (S. 84)

„Coping ist der Vorgang der Bewältigung/Verarbeitung des aus Vulnerabilität und Stress resultierenden Konfliktpotentiales.“ (S. 111)

Zu einer Erkenntnis kommen.

„Nahe einer mehr als hundertjährigen Suche nach den Ursachen, nach der Prävention und nach der optimalen Therapie der Schizophrenie mit bescheidenen Ergebnissen erscheint jedenfalls die Beschränkung dieser Forschungsbemühungen auf das heutige Krankheitskonstrukt Schizophrenie nicht mehr sehr hoffnungsvoll. Man muss sich ersthaft fragen, ob wir bisher nicht einen Phantom nachgejagt haben.“ (Heinz Häfner, A. Poppe, S. 127)

Der Rest ist Schweigen.

 

Putin ordnet Teilmobilmachung an, etwa 300.000 Reservisten; UN-Generalversammlung: scharfe Kritik an Russlands Angriffskrieg, O. Scholz: Akt der Verzweiflung …

Energiekonzern Uniper wird verstaatlicht, 8 Mio. € als Kapitalspritze; Gasumlage wird zur Belastungsprobe der Ampel.

US-Notenbank erhöht erneut Leitzins.

NY: Anklage gegen Trump wegen Betrugsverdachts.

 

20.9.22

Wir glauben öfters, daß wir zu verschiedenen Zeiten verschiedene Hände schrieben, während sie einem Dritten immer einerlei scheinen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Die Ursachen für die am Horizont abzeichnende groß Katastrophe sieht Fromm in den Problemen der gegenwärtigen Erwerbsgesellschaft. Ihre „drei Säulen Privateigentum, Profit und Macht“ bilden die ideologische Basis des Habenmodus, d.h. einer Daseinsweise, die durch Egoismus, Prestigedenken, Beziehungsunfähigkeit, Misstrauen, Gier, Entfremdung etc. gekennzeichnet ist … Den Akt des Besitzergreifens beim Autokauf bezeichnet er treffend als „Defloration“. Das Konsumieren sei eine „Flucht vor sich selbst“; „das ständige Ausschauen nach neuen Dingen, die man tun und nach neuen technischen Spielereien, die man ausprobieren kann“, sei „nur ein Mittel …, um sich davor zu schützen, sich selbst oder anderen nahe zu sein.“ (H. Detering, S. 361)

Ja, das Leben hängt an einem seidenen Faden!

Ein leerer Briefkasten ist ein gutes Zeichen.

Kapitalismus ist die Sucht zu konsumieren.

Andreas Poppe, Schizophrenie: Keine Krankheit?! – Wissenschaftskritik – Biologie – Psychotherapie, neobooks.com, eBook.

„Und während der Recherche fand ich immer mehr Anhaltspunkte dafür, dass „die Schizophrenie“ keine wirkliche Krankheit ist. Es ist ein Sammelsurium bestimmter Symptome, welches als „Schizophrenie“ bezeichnet wird, solange keine Ursache gefunden wurde. Es ist ein bisschen so, als würde man den Husten als Krankheit definieren und sich wundern, dass es manchmal von alleine abheilt, manchmal zu bestimmten Jahreszeiten auftritt und man manchmal auch recht qualvoll davon sterben kann.“ (A. Poppe, S.8)

„Von tragischer Bedeutung ist dieses Missverständnis dagegen dann, wenn Millionen von Euro in die Forschung der Hirnstruktur oder Pathophysiologie oder der Wirkung neuer Medikamente zur Behandlung von Schizophrenien oder Depressionen investiert werden und immer wieder mit sehr viel Aufwand sehr wenig Resultate erzielt werden. Dass diese notorische Unproduktivität der neuropsychiatrischen Forschung der letzten Dekaden spielend einfach durch die Feststellung erklärt werden kann, dass in Form der psychischen Störungsbilder keine Krankheiten, sondern Sammelbegriffe beforscht werden, wird immer noch kaum zur Kenntnis genommen.“ (Tebartz van Elst, A. Poppe, S. 31)

Der Rest ist Schweigen.

 

Uniper soll verstaatlicht werden, Gasumlage: Widerspruch aus dem Kanzleramt.

Gasspeicher zu mehr als 90 Prozent gefüllt.

Bund und Länder streiten über das Entlastungspaket.

Erzeugerpreise der deutschen Wirtschaft gestiegen (höchster Wert seit 1945).

Abstimmung in einigen Gebieten der Ukraine über Beitritt zu Russland, „Scheinreferenden“.

Scholz spricht vor den Vereinten Nationen, viele Krisen bestimmen die Tagesordnung.

Vorratsdatenspeicherung verstößt gegen EU-Recht, M. Buschmann: nur wenn ein Anlass gegeben ist, können Daten gespeichert werden …

Empfehlung zur Auffrischungsimpfung.

Vorwürfe gegen Bistum Osnabrück.

 

19.9.22

Sie sind so sehr unterschieden als schwarz und weiß, also so sehr als ein Perückenmacher von einem Schornstein-Feger. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Meerschweinchen Bücher

„Mir wäre es lieb“, so schrieb Simone Weil, „wenn das Geld wie das Wasser wäre und von selbst dorthin flösse, wo zu wenig davon vorhanden ist.“

Authentizität heißt auch Glaubwürdigkeit.

„Verhältnisblödsinn“ (Bleuler)

presbyophrene Psychosen (K. Schneider)

Das Leben scheint nur aus Zahlen zu bestehen.

Der Rest ist Schweigen.

 

Großbritannien gedenkt der Queen mit zwei Schweigeminuten.

Bundestag arbeitet Afghanistan-Einsatz auf.

Ökosiegel für Öl und Gas: Umweltschützer legen Widerspruch bei EU ein.

Nachfolge für das 9-Euro-Ticket.

Deutschland liefert vier weitere Panzerhaubitzen an die Unkraine.

Kremlsprecher nennt Gräber eine „Lüge“.

Proteste gegen iranische Sittenpolizei.

Biden: Corona-Pandemie in den USA beendet; es starben 400 Menschen pro Tag.

Taifun in Japan.

 

18.9.22

Er kann sich einen ganzen Tag in einer warmen Vorstellung sonnen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Die längste Warteschleife aller Zeiten, „bewegende Bilder aus London“. (heute journal)

Peter Singer, „Animal Liberation“, 1975.

Diogenes: Auf die Frage, was schlimm im Leben sei, antwortete er: „Eine gut aussehende Frau!“ (H. Detering, S. 112)

Wer glaubt, dass in einer endlichen Welt unendliches Wirtschaftswachstum möglich sei, ist entweder ein Idiot oder ein Ökonom. (Boulding)

Der Rest ist Schweigen.

 

M. Söder: Gaspreisdeckel, Finanzminister Lindner: klar verbinden mit Schuldenbremse …

Selenskyj erhebt Foltervorwürfe.

Ausländische Staatsgäste in London eingetroffen.

EU-Kommission will Ungarn Mittel kürzen.

Kritik aus Commonwealth-Staaten (Jamaika).

 

17.9.22

Ja, die Nonnen haben nicht allein ein strenges Gelübde der Keuschheit getan, sondern haben auch noch starke Gitter vor ihren Fenstern. (G.Ch. Lichtenberg)

 

60 Prozent mehr für Strom? (vnp)

Unter dem Radar – Soziale Einrichtungen werden alleine gelassen (André Ammer, NN)

Reformieren, nicht nur retten – Krankenhäuser brauchen mehr als Nothilfe (Isabel Lauer, NN)

Mit Masken in den Herbst – PANDEMIE Der Bundesrat beschließt neue Auflagen. Kritik kommt aus Thüringen und Bayern. (dpa)

Auch gängige Mittel sind nicht erhältlich – APOTHEKEN Dringend benötigte Arzneien fehlen oft wochenlang, das kann kritisch werden. (dpa)

„Kein Journalist sollte bespitzelt werden“ – EU Die Kommission will mit einem neuen Gesetz unabhängige Medien in Europa besser vor staatlichem Einfluss schützen. (Katrin Pribyl, NN)

Beatrix von Storch zeigt Karl Lauterbach an (dpa)

Xi Jinping warnt vor Einmischung (dpa)

Frankreichs Atomkurs scheint zementiert – NUKLEARENERGIE Trotz des Ausfalls von mehr als der Hälfte der Reaktoren im Land wird die grundsätzliche Richtung nicht in Frage gestellt. (Birgit Holzer, NN)

Haltung bis Zuletzt – Der Journalist Fritz Pleitgen ist tot. (C. Driessen, dpa)

„Schließlich gehört die Kunst der Entsagung auch deswegen zu den freien Künsten, weil wir sie kostenfrei bekommen und sie uns jederzeit verfügbar ist. Wir können sofort mit ihr beginnen. Wir brauchen keine weiteren Voraussetzungen, keine andere Gesellschaft, kein Starterkit und auch kein zinsgünstiges Startkapital, keine teure Abenteuerausrüstung mit Klamotten von „Jack Wolfskin“, wir sind so frei und benötigen – rein gar nichts.“ (Hermann Detering, S. 16)

Entsagungskünstler

„Je mehr du hast, je mehr du willst,

mit Strömen Geld du nicht stillst

die Gier, die schafft stets neue Pein.

Wer dies begreift, wird weise sein.“ (Buddhistische Weisheit)

Der Rest ist Schweigen.

 

Diskussion über hohe Energiepreise, eine Energiepreisbremse muss kommen, aber Schnell …

Rosneft prüft juristische Schritte.

Ukraine fordert schärfere Sanktionen gegen Russland.

Marsch „Für das Leben“ in Berlin.

187. Wies´n in München.

 

16.9.22

Er reiste über Northeim nach Einbeck und von da über die Mamsel P…. nach Hannover. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Günstig erstanden:

Immanuel Kant, Herausgegeben von Wilhelm Weischedel, Werkausgabe suhrkamp taschenbuch wissenschaft (im Schuber): stw 55 – Kritik der reinen Vernunft 1, stw 55 –  Kritik der reinen Vernunft 2, stw 56 – Kritik der praktischen Vernunft, stw 57 – Kritik der Urteilskraft, stw 186 – Vorkritische Schriften bis 1768 1, stw 187 – Vorkritische Schriften bis 1768 2, stw 188 – Schriften zur Metaphysik und Logik 1, stw 189 – Schriften zur Metaphysik und Logik 2, stw 190 – Die Metaphysik der Sitten, stw 191 – Schriften zur Naturphilosophie, stw 192 – Schriften zur Anthropologie 1, stw 193 – Schriften zur Anthropologie 2/Register.

 

Ulrich Wickert (bei maischberger): britische Identität; grundsätzlich ist „Gespräch“ immer gut …

Konsumschulden – Investitionsschulden

Schrott zu verschenken

Endziel (des Lebens) ist die Seelenheiterkeit, die keineswegs zusammenfällt mit der Lust, … sodann ein Zustand, in welchem die Seele ein friedliches und gleichmäßiges Dasein führt, von keiner Furcht, von keinem Aberglauben oder sonst welcher Störung aus dem Gleichgewicht gebracht. (Demokrit)

Worin der Weise sein eigentliches Wesen sieht, das ist Liebe …. und Weisheit. Die wurzeln ihm im Herzen, und die Wirkungen, die sie nach außen hervorbringen, zeigen sich in der milden Heiterkeit seines Gesichts … (Menzius)

Der Weise lebt einfach und schlicht. (Zhuangzi)

„Ein jedes kehrt zurück zu seiner Wurzel“, hat Laotse gesagt.

Vier große Wandlungen durchläuft der Mensch von seiner Geburt bis zu seinem Ende: Säuglingsalter und Kindheit – Jugend und Mannheit – Alter und Greisentum – Dahinderben und Vergehen. Als Säugling und Kind sind seine Lebenskräfte gesammelt, und sein Wille ist auf eins gerichtet: sein Höchstmaß ist das des Gleichklanges mit sich selbst. Nicht verletzen kann ihn die Außenwelt, seine Seelenstärke ist unübertrefflich.

… Sich freihalten und einfältig (einfach) sein in allem, was man tut, das ist das Mittel der Erhaltung des Lebens, weiter nichts … Wahrlich, ich sage dir, kannst du sein wie ein Kind? Ein Kind bewegt sich und weiß nicht, wohin … Wenn man also ist, so naht uns weder Leid noch Glück (im Sinne schädlicher Leidenschaft). Wenn man frei ist von Leid und Glück, dann ist man dem Menschenelend entronnen. (Altes China)

Nach all dem Schnitzen und all dem Gestalten muss man sich wieder zur Einfachheit halten. (Zhuangzi)

… erheben sich die Begierden, so würd ich sie bannen durch namenlose Einfalt. Namenlose Einfalt bewirkt Wunschlosigkeit. Wunschlosigkeit macht still, und die Welt wird von selber recht. (Laotse)

„Der Anfang der Genesung ist Einsicht in die eigene Unzulänglichkeit.“ (Epikur)

Hermann Detering, Die Lust der Welt und die Kunst der Entsagung, Gütersloher Verlagshaus, 2013, eBook.

Der Rest ist Schweigen.

 

Rosneft-Raffinerien unter Treuhandverwaltung.

Hunderte Gräber in Ostukraine entdeckt, Beweis russischer Kriegsverbrechen.

Scholz will Bundeswehr besser ausrüsten.

Kommunen fordern Unterstützung für Asylbewerber.

Überschwemmungen in Italien.

als prägende Figur – Fritz Pleitgen.

 

15.9.22

Es ist ein Glück, daß man nicht das Sein und Bedeuten in andern Dingen untersucht. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Lang ist der Weg über Vorschriften, kurz und wirksam der durch das Beispiel.“ (Seneca)

Die physischen Eltern können wir uns nicht wählen, wohl aber die geistigen. (Seneca)

Manche kennen viele Leben, verstehen aber nicht, nach einer einzigen zu leben. (Altes Ägypten)

Wissend ist eher jener, der Wissen benutzt, als derjenige, der es bloß besitzt … (Aristoteles)

Nur wer weiß, wie man vom Nahen zum Fernen kommen kann, wer weiß, woher der Einfluß kommt, wer weiß, was das offenbare Geheimnis ist, der mag mit ihm zusammen eindringen in die Tiefen der Lebenskraft. (Buch der Riten, Sitten und Gebräuche, China)

„Das Wasser fließt so glatt dahin, und doch hat es unermessliche Tiefen; Darin gleicht es der Weisheit“, heißt es im Buch der Riten, Sitten und Gebräuche.

„Natur und Erziehung sind einander ähnlich; denn die Erziehung formt den Menschen um, und indem sie dies tut, erschafft sie (eine neue) Natur.“ (Demokrit)

zur Welt kommen.

Man kann nur das lehren, was man kann und weiß.

„Weisheit ist ein Geschenk der Beharrlichkeit“, meinte Seneca.

Meiner Ansicht nach nämlich steht es nicht so, dass ein tüchtiger Leib durch diese seine Tüchtigkeit auch die Seele gut macht, sondern umgekehrt, dass eine weise Seele durch ihre Tüchtigkeit dem Leibe die denkbar beste Ausbildung gibt. (Platon)

Den Menschen geziemt es, sich mehr um die Seele als an den Leib zu kümmern. Denn Vollkommenheit der Seele richtet die Schwäche des Leibes auf; Leibesstärke aber ohne Verstand macht die Seele um nichts besser. (Demokrit)

Leiden, Gemütsstörung (Depression wegen der Nichterfüllung von Wünschen), Körperschwäche, unnatürlichen Ein- und Ausatmen sind die Begleiterscheinungen eines zerstreuten Geistes. (Patanjali)

Nicht das bloße Wissen macht glücklich, sondern die Tat. (Seneca)

Der Rest ist Schweigen.

 

Die Glasindustrie etwa ist schwer angeschlagen, Scholz müsse schnell handeln, sonst drohen weitere Insolvenzen.

350 Mrd. € Kosten für den Wiederaufbau der Ukraine, Handel nur um 11% zurückgegangen, geografisch nah, kostengünstig …

Deutschland will weitere Waffen liefern, von der Leyen zu Besuch in Kiew, 100 Mio. € für den Wiederaufbau zugesagt.

Xi und Putin beraten in Usbekistan, nach Außen zeigt man sich geeint.

Armenien meldet Waffenruhe.

Immer mehr Autos auf deutschen Straßen, auf 1.000 Einwohnern kommen 550 Autos.

Die Trauernden nehmen bis zu 30 Stunden Wartezeit auf sich.

Humboldt-Forum, nur Leihgaben.

ARD will einheitliche „Compliance“-Regeln.

„Der Himmel über Berlin“

 

14.9.22

Etwas, das sich mit der Schnelligkeit des Blitzes oder des Lichts von dem einen Ende eines Sandkörngens bis zum andern bewegt, wird uns zu ruhen scheinen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Weisheit allein ist Freiheit.“ (Seneca)

Den Weisen ist in ihrem tiefen Nachsinnen über alles unter dem Himmel nichts teurer als das Leben. Ohr, Auge, Nase und Mund sind Diener des Lebens. Aber wenn auch das Ohr diese Musik liebt, das Auge die Schönheit, die Nase Wohlgerüche, der Mund den feinen Geschmack, so verwehren sie doch diesen Dienst, wird durch den Genuss das Leben gefährdet. So widersetzen sich diese vier Sinne, wo dem Leben kein Gewinn erwächst. Darum dürfen Ohr, Auge, Nase und Mund nicht eigenmächtig wirken, sondern müssen sich einem bestimmten Zwang unterordnen … Darin liegt die Kunst der wahren Wertschätzung des Lebens. Wenn nun jemand die berühmte Perle des Fürsten von Sue (kostbares Schmuckstück) als Geschoss auf seine Schleuder legte, um einen Sperling aus tausend Meter Höhe herunterzuschießen, so lachten ihn gewiss alle aus. Und warum? Weil er etwas ungemein Wertvolles für ein sehr nichtiges Vorhaben einsetzte. Und ist das Leben nicht etwa noch wertvoller als jene Perle des Fürsten von Sue! (Lü Buwei, chinesischer Philosoph, Kaufmann und Politiker)

Der beste Mensch auf Erden macht sich alle Guten auf Erden zu Freunden. (Menzius)

„Schlechter Umgang vermehrt die eigenen Laster.“ (Demokrit)

Eifere den Weisen nach! Nur wer sich belehren lässt, kann ein Meister werden. (Altes Ägypten)

„Wir sollten uns einen tüchtigen Menschen erwählen und immer vor Augenstellen, damit wir gewissermaßen unter seinen Augen leben und alles tun, als ob er es sähe“, meinte Epikur.

„Das Vorbild anderer sei deine Erziehung“, sagte Demonax.

„Wenn du einen besseren siehst, sei darauf bedacht, ihm gleich zu werden.“ (Konfuzius)

Ich habe schon tage- und nächtelang über die rechte Art zu leben nachgedacht, nichts gegessen und nicht geschlafen. Ich versuchte, selbst darauf zu kommen. Das aber hat keinen Nutzen. Besser ist es, von anderen zu lernen. (Konfuzius)

Der Rest ist Schweigen.

 

Westminster Hall

Selenskyj besucht zurückeroberte Gebiete.

Rede zur Lage der Europäischen Union.

Schweden: Andersson kündigt Rücktritt an.

Kabinett billigt Bürgergeld, Kritik kommt von der Opposition und der Wirtschaft.

Faeser verbietet „United Tribuns“, Durchsuchungen in 9 Bundesländer.

 

13.9.22

Dieser Satz gehört mit unter die offizinellen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Grundsätzlich profitieren Schuldner von Inflation; City Coins in Miami; auch der Klimaschutz macht Energie teuer; Stagflation. (ZDF info)

Seine Seele (des Menschen) hat ein natürliches Vermögen, sich auszudehnen … Der heilsame Einfluß, den Wälder und Berge auf die Menschen ausüben, kommt größtenteils davon, dass sie für den Geist unerschöpflich sind. Die Kräfte des inneren Lebens zerrinnen, wenn man sich einen Namen machen will. Der Name zerrinnt in Gewalttätigkeiten; sorgendes Denken entsteht aus der Ungeduld; die Klugheit entsteht aus dem Streit. Absonderung (von der allgemeinen Lebensquelle) entsteht aus dem Eigenwillen … (Zhuangzi)

Ein tugendhaftes (weises) Leben ist gleichbedeutend mit einem Leben auf Grund der Erfahrung von dem, was natürlicherweise geschieht. Denn unsere eigene Natur ist ein Teil der Gesamtnatur. Darum ist das höchste Gut ein naturgemäßes Leben, das heißt ein Leben gemäß unserer eigenen und der gesamten Natur … Eben darin besteht die Tugend (Weisheit) des Glücklichen und der schöne Fluss des Lebens, dass alles getan wird gemäß der Übereinstimmung der individuellen Persönlichkeit des Einzelnen mit dem Willen des Weltlenkers (Natur). (Chrysipp)

Der Weise herrscht über die Dinge; die anderen werden von ihnen beherrscht. (Xunzi)

Es gibt sie (Freiheit und Entscheidung), sagte sie (Philosophie); denn es dürfte von Natur kein vernunftbegabtes Wesen geben, ohne dass es Willensfreiheit besäße. Denn was von Natur Vernunft gebrauchen kann, das besitzt ein Urteil, mit dem es jedes unterscheidet; von sich aus hält es also zu Vermeidendes oder Wünschenswertes auseinander. Was aber jemand für wünschenswert hält, das erstrebt er; flieht aber, was man nach seiner Ansicht fliehen muss. (Boethius)

Arbeitnehmer sind austauschbar.

Das Ende des neoliberalen Kapitalismus.

Der Rest ist Schweigen.

 

Deutscher Arbeitgebertag: Debatte über Inflation und Energiekrise, „schwerste Krise der Bundesrepublik“.

Scholz drängt Putin zu Truppenrückzug, Ukrainische Armee rückt weiter vor, Befreiung von Ortschaften.

Tote bei Kämpfen im Südkaukasus.

lebenslange Haft, heimtückischer Mord.

König Charles III. besucht Irland.

William Ruto in Kenia vereidigt.

„Außer Atem“, für ihn waren Regeln dazu da, sie zu brechen, „nationaler Schatz mit dem Begriff des Genies“.

 

12.9.22

Die Sand-Uhren erinnern nicht bloß an die schnelle Flucht der Zeit, sondern auch zugleich an den Staub, in welchen wir einst verfallen werden. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Goldbronze

Dabei halte ich mich, worin die Stoiker alle übereinstimmen, an die Natur. Von ihr nicht abzuirren, nach ihrem Gesetz und Beispiel sich zu bilden, das ist Weisheit. Glücklich also ist dasjenige Leben, das mit seiner Natur in vollem Einklang steht. Dieses Ziel zu erreichen ist aber nicht anders möglich, als wenn zuvörderst der Geist gesund und im dauernden Besitz dieser seiner Gesundheit ist … achtsam auf den Körper und seine Bedürfnisse …voll bedacht für alles, was sonst zum Leben gehört, ohne die mindeste Überschätzung (der eigenen Kräfte und Fähigkeiten) … Als Folge davon stellt sich … andauernde Ruhe verbunden mit dem Gefühl der Freiheit ein … Friede und Eintracht der Seele. (Seneca)

Das Wissen von den Wandlungen stimmt überein mit dem Wesen des Himmels (Natur) und der Erde (menschliche Dinge). Darum vermag es den Rechten Weg des Himmels und der Erde in seiner Ordnung (Gesetzmäßigkeiten, typische Geschehensabläufe) zu erfassen. Mit diesem Wissen blickt der Weise empor und beobachtet die Wahrzeichen des Himmels (die natürliche Konstellation, geschichtliche Gesetzmäßigkeiten?), schaut er hinab und betrachtet die Merkmale der Erde (die menschliche und gesellschaftliche Situation). So erkennt er die Ursachen des Dunklen und des Hellen (Yin und Yang). Er sucht nach der Dinge Anfang (den Ursachen) und, sich rückwendend, nach ihrem Ende (den Folgen). So erkennt er alles Sagbare über Leben und Tod. Die Samenkräfte (Ursachen) gestalten die Dinge … Da das Wesen des Weisen dem des Himmels und der Erde ähnlich ist (Wesensverwandtschaft von innerer und äußerer Natur), handelt er ihnen nie zuwider. Er umfasst in seinem Wissen all die Zehntausend Dinge der Welt (sein Wissen ist auf das Ganze gerichtet) und hilft nach dem Rechten Weg allen … Er freut sich am Himmel, dessen Bestimmung er kennt; und so ist ihm aller Kummer fern. Er findet Frieden überall, wo immer er weilt, … nach ihrer Art hilft er allen Dingen zur Reife … so vermag er zu sein wie der Dinge Wandlung, nicht gebunden an die Starrheit der Gestalt (an ihren augenblicklichen Zustand). (Buch der Wandlungen, China)

Dass nun einer seine Natur der Moral unterordnet, und ob er es noch so weit darin brächte, ist nicht das, was ich gut nenne … Das höchste Richtmaß (Weisheit) vernachlässigt nicht die tatsächlichen Naturverhältnisse … Ach, wie widerspricht doch die Moral der menschlichen Natur! Was macht diese Moral doch für viele Schmerzen“ (Zhuangzi)

Der Rest Ist Schweigen.

 

Ukraine meldet Angriffe auf Infrastruktur, neue Geländegewinne.

Diskussion über Waffenlieferungen, der FDP zu zögerlich.

Erste Tarifrunde in der Metallbranche, IGM fordert 8%, Kompromiss nicht in Sicht.

Enger Ausgang der Wahl in Schweden.

Pläne für Schweizer Endlager vorgestellt.

Schottland nimmt Abschied von der Queen.

 

11.9.22

So wird ein Lappen oft, auf dem der Bettler schlief./ Wenn er ihn nicht mehr nützt, durch Kunst zum Adels-Brief. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Wer wohlgemut leben will, … darf seine eigene Kraft und Begabung nicht übersteigen. Er muss besonders scharf auf der Hut sein …, wenn das Glück über ihn kommt, und … nichts anfassen, was über seine Kräfte geht. (Demokrit)

Ich glaube, viele hätten zur Weisheit gelangen können, wenn sie nicht geglaubt hätten, sie hätten sie schon erreicht, und wenn sie sich nicht manche Fehler selbst verhehlt hätten, manche auch mit offenen Augen übersehen hätten. Denn man glaube ja nicht, es sei mehr fremde Schmeichelei als unsere eigene, die uns zugrunde richtet. Wer wagt es, sich selbst die Wahrheit zu sagen? (Seneca)

Von seinen eigenen Zügeln gelenkt zu werden, ist Freiheit. (Boethius)

Daher haben wir es mehr als einmal ausgesprochen, dass die Sorge um Hab und Gut in unserer Schätzung den letzten Platz einnehmen müsse. Denn mit den drei überhaupt vorhandenen Arten von Gütern, um die sich jeder Mensch bemüht, steht es so, dass die Sorge um Hab und Gut, richtig verstanden, erst an letzter und dritter Stelle steht, die um den Körper an mittlerer Stelle und die um die Seele an erster Stelle. ( )

Maß und Mitte bewahren – das ist die höchste Weisheit. (Konfuzius)

„Leben ist Zeitmanagement.“ (A. Kitzler, S. 192)

„Denn Mangel und Überfluss pflegen umzuschlagen und Erschütterungen in der Seele zu verursachen. Man muss daher seinen Sinn auf das Erreichbare richten und sich an dem Vorhandenen genügen lassen, dagegen um die vielbeneideten und bewunderten (Menschen) wenig kümmern und sich mit ihnen in Gedanken nicht beschäftigen … Wenn man auf diesem Standpunkt beharrt, wird man wohlgemut leben und nicht wenige Dämonen aus seiner Seele verjagen: Neid, Eifersucht und Hass.“ (Demokrit)

„Du brauchst nur dein eigenes Wesen voll zu entwickeln, so wirst du glücklich sein.“ (Platon)

Dem Gewinn ein Maß zu setzen tut not. (Pindar)

Wohlgemutheit erlangen die Menschen durch Maßhalten im Genuß und harmonische Lebensführung. (Demokrit)

Ein Ellbogen-Mensch wird auch im Grabe keine Ruhe finden. (Altes Ägypten)

Wenn Heiterkeit, Zorn, Trauer, Freude sich noch nicht geregt haben, nennt man dies Gleichmaß der Mitte. Haben sie sich bereits geregt, doch in dem ihm zukommenden Maße, nennt man dies Harmonie. Gleichmaß der Mitte ist die große Wurzel des Alls; Harmonie ist der allgültige Rechte Weg des Alls. (Buch der Riten, Sitten und Gebräuche)

Ich behaupte also, dass, wenn die Harmonie in den lebendigen Wesen sich auflöst, mit diesem Zeitpunkt eine Auflösung des naturgemäßen Zustandes und der Beginn von Schmerzen sich einstellt … Fügt sie sich aber wieder zusammen und kehrt sie wieder in ihren naturgemäßen Zustand zurück, dann entsteht, wie wir behaupten müssen, Lust … (Platon)

„Musik bedeutet Freude. Es gibt eine Musik ohne Töne; das ist die Freude.“ (Konfuzius)

Der natürlichen Bestimmung folgen nennt man den Rechten Weg. (Buch der Riten, Sitten und Gebräuche)

Der Rest ist Schweigen.

 

Ukraine: letzter Reaktor heruntergefahren, Ukraine setzt Gegenoffensive fort, „… Flucht zu ergreifen“, 3.000 qkm zurückerobert.

Diskussion über Entlastungspläne, DGB-Demo: „Nicht mit uns – wir frieren nicht für Profite“, Die Linke: Enteignung der Energiekonzerne.

Tag der Wohnungslosigkeit.

Parlamentswahlen in Schweden, auf Schweden dürften schwierige Koalitionsverhandlungen zukommen.

Gedenken an die Opfer vom 11. September 2011.

Edinburgh

einer der bedeutendsten Schriftsteller Spaniens.

 

 

10.9.22

Mit größerer Majestät hat noch nie ein Verstand still gestanden. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Jeder Lauf ist einmalig. (Medical Detectives)

Würdevolle Pflichterfüllung: Die Queen taugt als Vorbild – Auch wenn es viele gute Gründe geben mag, eine Monarchie abzulehnen, gebührt Elizabeth II. für ihre Amtsführung Respekt (Michael Husarek, NN)

Das fränkische Erbe der Windsors – CHARLES III. Der neue britische König hat einen Urururgroßvater aus Franken, ein Coburger gründete die Royal Family. (Hans Böller, NN)

Mehrheit will Reiche zur Kasse bitten – BERTELSMANN-STIFTUNG Studien befasst sich mit Fragen zum Gerechtigkeitsempfinden. (dpa)

Sensationeller Millionen-Fund – ALBRECHT DÜRER Ein Wiener Forscher entdeckt in Nürnberg ein bislang unbekanntes Werk des Meisters – in Stücke geteilt. (Birgit Ruf, NN Kultur)

Die zweite sexuelle Revolution? – TINDER Vor zehn Jahren startete die Smartphone-App – und verhalf dem online-Dating endgültig zum Durchbruch. (Gregor Tholl, dpa)

„Es wird geschrien statt geredet“ – Fast 30 Theaterstücke, 16 Romane, etliche weitere Projekte: Sibylle Berg gehört zu den produktivsten Köpfen der Literatur. Und auch zu den provokantesten: Sie seziert unsere Gesellschaft mit gnadenloser Härte. (Interview: Alexander Jungkunz, NN)

Leidenschaft ist Arbeit ohne Arbeit.

Sei ein Seemann: Versuche nicht, Wind und Wetter zu ändern, sondern richte die Segel! (Teles)

„Ein entschlossener (weiser) Mensch vergisst nie, dass er eines Tages in einem Graben oder Tümpel enden kann.“ (Menzius, China)

Wie dieses Wasser fließt, so fließt alles dahin. (Konfuzius)

„Dieses Vergehen also und Werden wählt derjenige, der dieses Leben wählt.“ (Platon)

Das Seiende (hier der Mensch), das sein Sein (Existenz) nicht als schlechthin Seiendes (Unveränderliches) betrachtet, tut dies, weil es nicht vergessen hat, dass es ein Vergehen gibt. Das Ruhende, das den Frieden seiner Ruhe nicht als schlechthin Ruhevolles betrachtet, tut dies, weil es nicht vergessen hat, dass es Gefahren gibt. Darum ist jeder, der sich auf sein Sein verlässt (es als unveränderlich ansieht), dem Untergang nahe, während jeder, der nicht vergessen hat, dass es ein Vergehen gibt, sein Sein bewahren kann. (Wang Bi)

Die beim Schlaf und beim Ruhen nicht die rechte Zeit beachten .. die in Muße oder Anstrengung die Grenzen überschreiten, die tötet alle die Krankheit. (Konfuzius)

Dass ich dich lieb habe, mein Leben, das verdanke ich dem Tod! (Seneca)

… Seemann, lass´ das Träumen …

Verachte nicht den Tod, sondern befreunde dich mit ihm, da auch er naturgewollt ist …Du wirst in dem verschwinden, was dich erzeugt hat … Durchwandere das Winzige deiner Zeit naturgemäß und beende es heiter, als file die reif gewordene Olive herab, preisend den Boden, der sie trug und dankend dem Baum, der sie nährte. (Mark Aurel)

Wer sein Nichtwissen weiß, ist erhaben, wer sein Nichtwissen nicht weiß, ist leidend. (Laotse)

„Unser Wissen ist immer nur ein vorläufiges. Wir sollten jederzeit bereit sein, es um der besseren Einsicht willen aufzugeben. Das ist die Selbstbescheidung, zu der uns die Warnung vor der Hybris auffordern will.“ (A. Kitzel, S. 165)

Der Rest ist Schweigen.

 

„… Truppen umgruppieren.“

Charles III. offiziell zum König ausgerufen, viele Rituale.

Hannover: März zog positive Bilanz, harter Oppositionskurs.

UN-Generalsekretär fordert Hilfe für Pakistan, 33 Mio. Menschen brauchen Hilfe.

Schweiz will Endlager für Atommüll bauen.

 

9.9.22

Ein Drei-Groschen-Stück ist immer besser als eine Träne. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Sündenböcke. In den Verschwörungstheorien spielen „Sündenböcke“ eine wichtige Rolle, geht es ihnen doch um die Dämonisierung von Minderheiten, denen die Schuld an tiefgreifenden Veränderungen der Gesellschaft unterstellt werden. Diese Minderheiten streben die Weltherrschaft an und üben in der Gesellschaft Macht aus. In der Diskussion über Sündenböcke wird immer wieder die Frage gestellt, ob unsere Kultur diese benötigt. Zweifelsohne stellen Sündenbockdenken und Sündenbockstrukturen ein „Mysterium tremendum et fascinosum menschlicher Kulturen“ dar. Theologen haben im Anschluss an René Girard versucht, Fluch und Segen der Sündenböcke zu untersuchen und Sündenbockstrukturen offenbarungstheologisch zu überwinden sowie das enge Korsett eines binnentheologischen Denkens zu sprengen …“ (H. Reinalter, S. 535)

… und immer, immer wieder geht die Sonne auf …

Religion bedeutet Krieg!

Ausrufung des „Freien Volksstaates Bayern“ 1918 durch Kurt Eisner. (H. Reinalter, S. 579)

Was zählt, ist die Gegenwart.

Ein Kunstakademie ist eine Institution zur Verwaltung von Kunst.

Was könnten wir noch alles kaufen?

Es ist wohl ein Unterschied, ob einer einen großen Flachbildfernseher oder eine kleine Bibliothek in seinem Wohnzimmer stehen hat.

Albert Kitzler, Wie lebe ich ein gutes Leben? – Philosophie für Praktiker, Pattloch Verlag, eBook.

Es heißt, dass der Weise Unglück in Glück zu verkehren mag. (Konfuzius)

Das Lernen allein genügt nicht, hinzukommen müssen Übung und Gewöhnung. (Epiktet)

Niemals wird zu oft gesagt, was niemals gründlich genug gelernt wird. (Seneca)

Das Leben geht mit Aufschieben dahin, und jeder von uns stirbt, ohne MUße gefunden zu haben. (Epikur)

Ist es nicht offensichtlich, dass die Menschen am meisten Gutes dadurch erfahren, dass sie sich selber kennen, am meisten Schlechtes dadurch, dass sie sich in sich selbst täuschen? Denn die, welche sich selber kennen, wissen, was für sie gut ist … Diejenigen aber, welche sich selbst nicht kennen … täuschen sich in allem, sie verfehlen das Nützliche und geraten ins Übel. (Sokrates)

Daher kann, wer sich selber nicht kennt, mit sich selber auch nicht umgehen. (Dion Chrysostomos)

Die Sehnsucht nach Befreiung ist der Wille, sich von den Ketten, die die Unwissenheit geschmiedet hat … durch Erkenntnis des eigenen wahren Wesens zu befreien. (indische Weisheit)

„Wer sein Herz erkennt, der kennt das Glück.“ (ägyptisches Papyrus)

„Die Menschen aber, die nicht auf die Bewegungen der eigenen Seele achten, müssen unweigerlich unglücklich sein.“ (Marc Aurel)

Das Selbst, fürwahr, soll man sehen, soll man hören, soll man verstehen, soll man überdenken, wer das Selbst gesehen, gehört, verstanden und erkannt hat, der kennt die ganze Welt. (n.n.)

Wer sein Wesen durchdringen kann, kann das Wesen der Menschen durchdringen. Wer das Wesen der Menschen durchdringen kann, der kann das Wesen der Dinge durchdringen. (chinesischer Text)

Wenn man seine Mitte erkennt, erkennt man die Übertragung von sich auf andere (Mitgefühl). Wenn man die Übertragung erkennt, erkennt man das Äußere. (Buch der Riten, Sitten und Gebräuche)

„Verstehen führt zur Unparteilichkeit.“ (Laotse)

Viele gerieten zu Reichtum und haben damit nicht eine Befreiung von den Übeln gewonnen, sondern vielmehr eine Umwandlung in noch größere. (Epikur)

Wer sich selbst kennt, klagt nicht mehr über seine Mitmenschen. Wer die Gesetze der Natur kennt, klagt nicht mehr über die Natur. Denn wer über seine Mitmenschen klagt, hat selbst beklagenswert versagt, und wer über die Natur klagt, zeigt damit lediglich, dass er nicht den Willen besitzt, sie zu meistern. (Xunzi)

Der Rest ist Schweigen.

 

Großbritannien trauert um Elizabeth II., König Charles III., O. Scholz: „Jahrhundertfigur“.

CDU-Parteitag in Hannover, ein echter Präsenzparteitag.

Angespannte Lage am AKW Saporischschja.

Sondertreffen der EU-Energieminister.

Gaskonzern VNG beantragt staatliche Hilden.

NDR

 

8.9.22

Flick-Sentenzen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Der „Schwedische Goethe“ – August Strindberg (H. Reinalter)

„Nazismus und Esoterik. Viele geschichtliche und sozialwissenschaftliche Belege zeigen, dass Menschen anfällig für Verschwörungstheorien, für das Magische, das Paranormale und für glaubensbasierte politische Ansichten sind. Die Rolle des verschwörerischen Denkens in der deutschen, anfänglich völkischen und später dann Nazi-Bewegung verdeutlicht auch die Umkehrung, dass die Deutschen, die der Esoterik und anderen Grenzwissenschaften zugeneigt waren, viel eher verschwörerische Ideen über Juden, Freimaurer, Katholiken und/oder Kommunisten (schattenhafte fremde Mächte und andere rechtsgerichtete Schreckgespenster) vertraten …“ (Eric Kurlander, H. Reinalter, S. 373)

Schülerhelfer/innen in Niederbayern gesucht (Antenne Bayern)

„Protokolle der Weisen von Zion“

Der Rest ist Schweigen.

 

Königin Elizabeth II. gestorben, Ende einer Ära.

Bundestag beschließt neue Corona-Regeln.

Rettungsschirm für kleinere Unternehmen.

Vorwürfe gegen Russland: Bericht zu Deportationen aus der Ukraine, schwerwiegende Vorwürfe der amerikanischen Botschafterin.

Erweiterung des Kanzleramts teurer.

EZB erhöht Leitzins auf 1,25 Prozent.

Lebensverhältnisse haben sich weltweit verschlechtert.

 

7.9.22

Bei mir liegt das Herz dem Kopf wenigstens um einen ganzen Schuh näher als bei den übrigen Menschen, daher meine große Billigkeit. Die Entschlüsse können noch ganz warm ratifiziert werden. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Anonymität wird in China zum Fremdwort, Sozialkredit durchdringt das Denken vieler Chinesen. (ZDF info)

Die Ampel kriegt die Kurve nicht, in der Verkehrswende. (I. Brecht, frontal)

sich daran halten.

wertvolle Lebenszeit vergeuden.

kann lesen + schreiben.

„Haus“ ist ein weiter Begriff.

Interieur und Selbstverständnis.

Paranoid ist nicht der Verfolgte, aber die Verfolger. (David Cooper)

Die Basedowsche Krankheit (K. Schneider)

Versandrückläufer

Der Rest ist Schweigen.

 

Bundestag: Schlagabtausch zur Energiepolitik, eine Generaldebatte in schwierigen Zeiten, die Wucht der Auseinandersetzung zeigt, dass die Nerven blank sind. (T. Hassel)

EU: Pläne zur Entlastung bei Energiepreisen.

Putin kritisiert westliche Sanktionen, eine neue Weltordnung brauche es.

Ukraine: AKW erneut beschossen worden.

Bundestag würdigt Michail Gorbatschow.

Maßnahmen gegen Fachkräftemangel, 240.000 Arbeitskräfte fehlen.

 

6.9.22

Empfindungen, die zwar sehr fein und platonisch sind, jedoch schon außerhalb der Grenzen der Kastraten-Empfindungen fallen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Der Tankrabatt, nur ein Strohfeuer, bei die profitiert haben, die es gar nicht nötig haben. (NDR Markt)

„Es gibt nur ein wirklich ernstes philosophisches Problem: den Selbstmord.“ (Albert Camus)

Buchsen-dungen

Nicht so sehr Begabung, als vielmehr Durchhaltevermögen ist entscheidet.

Das Lesen guter Bücher für die weitere Persönlichkeitsentwicklung vergleiche ich mit der Formung des Steins durch einwirkendes Wasser.

Es ist der Heumond.

Ein Gesunder hat gar viele Wünsche, ein Kranker meist nur einen.

Wer nichts zu sagen hat, sollte auch nichts sagen.

Der Rest ist Schweigen.

 

Weitere Diskussion über längere AKW-Laufzeiten.

Ukraine: IAEA fordert Sicherheitszone um AKW.

Bundestag berät über Etatpläne für 2023.

Piloten-Streik bei der Lufthansa abgewendet.

Herzog gedenkt der Opfer des Holocaust in Bergen-Belsen.

GB: Liz Truss neue Premierministerin, in der Downingstreet wartet ein schweres Amt.

Menschen in Pakistan warten auf Hilfe, über 30 Mio. Menschen fehlen Lebensmittel und Medikamente.

 

5.9.22

Die eine Schwester ergriff den Schleier und die andere den Hosen-Schlitz. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Nicht kleckern, sondern klotzen war das Motto in dieser Runde …“ (Christian Sievers, heute journal)

„Ein jeder Mensch hat rechtmäßigen Anspruch auf Achtung von seien Nebenmenschen, und wechselseitig ist er dazu auch gegen jeden Anderen verbunden. Die Menschheit selbst ist ein Würde; denn der Mensch kann von keinem Menschen (weder von Anderen noch sogar von sich selbst) bloß als Mittel, sondern muss jederzeit zugleich als Zweck gebraucht werden, und darin besteht eben seine Würde (die Persönlichkeit), dadurch er sich über andere Weltwesen, die nicht Menschen sind und doch gebraucht werden können, mithin über alle Sachen erhebt.“ … „Andere verachten, d.i. ihnen die dem Menschen überhaupt schuldige Achtung weigern, ist auf alle Fälle pflichtwidrig; denn es sind Menschen.“ (Immanuel Kant, Metaphysik der Sitten)

Kwame Anthony Appiah, US-amerikanischer Philosoph, zu Ethik und Moral: „Und weil sie anerkennt, dass jeder sein Leben zu gestalten hat und wir alle unser Leben gemeinsam gestalten, muss sie auch die Moral – unseren Pflichten gegenüber anderen – ernst nehmen. Gerade die Einsicht, dass auch alle anderen am ethischen Projekt der Lebensgestaltung beteiligt sind, zeigt uns, welche Pflichten wir ihnen gegenüber haben. Die Aufgabe, unser Leben zu gestalten, macht unser Menschsein aus. Wenn wir unser eigenes Menschsein anerkennen und schätzen, müssen wir – eine Kant´sche, aber nicht nur eine Kant´sche Idee – erkennen, dass es dasselbe Menschsein ist wie bei den anderen. Wenn mein Menschsein wichtig ist, dann auch deines. Wenn dein Menschsein nicht zählt, dann auch meines nicht. Wir stehen oder fallen gemeinsam.“

friulanisches Lokal (R. Erlinger)

„Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt, etc., so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen.“ (Immanuel Kant, Was ist Aufklärung?)

„Haimon, der Sohn des Königs Kreon, zu seinem Vater, der Antigones Hinrichtung befohlen hatte und dabei vollkommen überzeugt war, richtig gehandelt zu haben“: „Ich könnte nicht behaupten, was du sagtest, das sei nicht richtig, möcht´ es auch nicht können, nur kommt wohl auch ein andrer auf das Rechte.“

Helmut Reinalter, Handbuch der Verschwörungstheorien, Salier Verlag, Leipzig, 2019, eBook.

„Verschwörungstheoretiker weigern sich im Gegensatz zur Wissenschaft, ihre Theorien und Hypothesen empirisch zu begründen und auch überprüfbare Bedingungen anzubieten. Sie entziehen sich der empirischen Verifizierung bzw. Falsifizierung. (Karl Popper)“ (H. Reinalter, S. 11)

„Erst eine besondere Kombination der genannten drei Faktoren (Anmerk.: psychologische, soziale, politische Faktoren) erklärt die Akzeptanz einer Verschwörungsideologie. Dabei geschieht folgendes: Die charakterlich bedingte „Verschwörungsmentalität“ stellt eine ständig präsente individuelle Neigung zur Akzeptanz von Konspirationsauffassungen dar. Sie muss allerdings nicht notwendigerweise direkt zum Ausdruck kommen, sondern kann auch als lediglich latent vorhandene Einstellung fortbestehen. Insofern handelt es sich hier um einen eher stabilen Faktor.

Die Möglichkeit zum Übergang zur manifesten Einstellung wird erhöht durch den direkten oder indirekten Druck auf Individuen, wie es sich aus Umbruchssituationen im kulturellen, politischen oder sozialen Bereich ergibt. Sie erhöhen einerseits Ängste, Orientierungslosigkeit und Verunsicherungsgefühle und andererseits den Bedarf an Erkenntnis, Identität und Ordnung. In dieser Situation schlägt die Stunde der Propagandisten von Verschwörungsauffassungen, der erst deren potenzielle Anhänger in ihrer psychischen und sozialen Situation zur Akzeptanz einer solchen besonderen Ideologie motivieren kann.“ (Armin Pfahl-Traughber, H. Reinalter, S. 34)

 

Gedenken an die Opfer des Olympia-Attentats vor 50 Jahren.

Zwei Atomkraftwerke als Notbremse bis Mitte April.

Gemischte Reaktion auf Regierungspläne, Länder wollen mehr Mitspracherecht.

GB: Truss wird britische Premierministerin, Vertraute Johnsons.

Prozess um Anschlag von Nizza am 14. Juli 2016, auf der Anklagebank 8 mutmaßliche Komplizen.

Neue Verfassung in Chile abgelehnt.

 

4.9.22

Finten, Fintchen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

London ist jahrhundertelang ein gefährliches Pflaster. (ZDF info)

„Der Moralist pflegt gern die Ansprüche der menschlichen Natur zu übersehen; in solchen Fällen wird aber wahrscheinlich die Natur des Menschen von den Ansprüchen des Moralisten keine Notiz nehmen.“ (Bertrand Russell)

Warten auf Godot.

Aristoteles über „Freundschaft“: „Denn sie ist eine Tugend oder doch mit der Tugend verbunden; außerdem gehört sie zum Notwendigsten im Leben. Denn keiner möchte ohne Freunde leben, auch wenn er alle übrigen Güter besäße. Auch der ganz Reiche, der Regierende und der Fürst scheinen der Freunde ganz besonders zu bedürfen. Denn was nützt ihnen ein solcher Segen, wenn ihnen das Wohltun unmöglich ist, das am ehesten und lobenswertesten Freunden gegenüber ausgeübt wird? Oder wie ließe sich ein solcher Segen ohne Freunde bewahren oder verteidigen? Je größer er ist, desto gefährlicher ist er. In der Armut wiederum und im sonstigen Unglück hält man die Freunde für seine einzige Zuflucht. Dem jungen Menschen ist die Freundschaft eine Hilfe, damit er keine Fehler begeht, dem Greis verhilft sie zur Pflege und ergänzt, wo er aus Schwäche nicht zu handeln vermag, den Erwachsenen unterstützt sie edlen Taten, denn „zwei miteinander“ sind tauglicher zu denken und zu handeln … Die Freundschaft ist aber nicht nur notwendig, sondern auch schön. Wir loben jene, die die Freundschaft schätzen. Reichtum an Freunden scheint zum Schönen zu gehören, und man meint auch, tugendhaft sein und Freund zu sein, sei dasselbe.“

„Vielleicht wird man eines Tages erkennen, dass die Anzahl der Beine, die Behaarung der Haut oder das Ende des Kreuzbeins gleichermaßen ungenügende Argumente sind, um ein empfindungsfähiges Wesen dem gleichen Schicksal zu überlassen (gemint war, den Launen eines Peinigers ausgesetzt zu sein). Warum soll sonst die unüberwindbare Grenze gerade hier liegen? Ist es die Fähigkeit zu denken oder vielleicht die Fähigkeit zu sprechen? Aber ein ausgewachsenes Pferd oder ein Hund ist ein unvergleichlich vernünftigeres sowie mitteilsameres Wesen als ein Tag, eine Woche, oder gar einen Monat alter Säugling. Aber angenommen dies wäre nicht so, was würde das ausmachen? Die Frage ist nicht „können sie denken?“ Auch nicht „können sie reden?“, sondern „können sie leiden?“ (Jeremy Bentham, 1789)

„Hier soll es ja um die Grundfrage des moralisch richtigen Verhaltens gehen, und da kommt man – ob nun die Prozentzahlen ein wenig nach oben oder unten abweichen – zum Ergebnis, dass die vegetarische Ernährung vorzugswürdig ist. Es ist besser, keine Tiere zu essen. Im Hinblick auf den Tierschutz ohnehin, aber auch aus Gründen des Klimaschutzes und der Schonung der Ressourcen, wenn man sich die Fakten dazu ansieht.“ (R. Erlinger, S. 430)

„Kennen Sie diesen Witz? Treffen sich  zwei Planeten. Fragt der eine: „Wie geht´s?“ Der andere antwortet: „Schlecht, ich hab Homo Sapiens.“ Darauf der erste, tröstend: „Das geht vorbei.“ (R. Erlinger, S. 431)

„Handle so, dass die Wirkungen Deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden.“ (Hans Jonas, „Neuer kategorischer Imperativ“)

„Wenn im Zweifel, gib der schlimmeren Prognose vor der besseren Gehör, denn die Einsätze sind zu groß geworden für das Spiel.“ (Hans Jonas)

Der Rest ist Schweigen.

 

Koalition einigt sich auf drittes Entlastungspaket, Gesamtpaket von mindestens 65 Mio. €.

Steinmeier empfängt Herzog (Israel) in Berlin.

Gedenken im früheren KZ Bergen-Belsen.

Schmyhal (Ukraine) zu Besuch in Berlin.

Abstimmung für neue Verfassung in Chile.

 

3.9.22

In saufbrüderlicher und kaffeeschwesterlicher Eintracht. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Drei Motive für einen Mord: Liebe, Geld, Rache; die forensische Wissenschaft lügt nicht. (Medical Detectives)

Verdi kündigt Demonstrationen an (dpa)

Das war nicht das letzte Feuer – Wir müssen unsere Wälder besser schützen (André Ammer, NN)

Jagd auf Baerbock – Die Wahrheit ist dem Twitter-Mob ziemlich egal (Manuel Kugler, NN)

Viel Wirbel um ein Zitat – BAERBOCK Die Außenministerin wird für einen Satz kritisiert. Was hat sie wirklich gesagt? (dpa)

„Verkappte Gewinnsteuer?“ – ENERGIEPREISE Die EU-Kommission will mit einem Notfallinstrument in den EU-weiten Strommarkt eingreifen. (Katrin Pribyl, NN)

Deutsche Panzer für Ukraine gefordert (dpa)

FDP will „Rückbau“ von Nord Stream 2 (dpa)

Biden warnt vor Ende der Demokratie – ANGRIFFLUSTIG Der US-Präsident, der sonst stets den Ausgleich sucht, greift die Republikaner frontal an – und nimmt die Amerikaner in die Pflicht. (Benno Schwinghammer, dpa)

Putin bleibt fern – GORBATSCHOW-BEERDIGUNG Berlin entsendet Vertreter. (dpa)

„So geht eine Studie der UNO davon aus, dass allein die 3000 größten Unternehmen der Welt durch den Missbrauch natürlicher Ressourcen, Verschmutzung von Luft und Gewässer und das Aussterben von Arten jährliche Umweltschäden in Höhe von etwa 2 Billionen (2 000 000 000 000) Euro verursachen. (Zum Vergleich: Das ist jedes Jahr so viel, wie die Finanzkrise des Jahres 2008, die die Weltwirtschaft an den Rand eines Zusammenbruches geführt hat, nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds insgesamt gekostet hat.)“ (R. Erlinger, S. 295)

„Das Schicksal teilt ungerecht aus; und es gleicht die Ungerechtigkeiten nicht immer aus. Hier hat der Sozialstaat seine Aufgabe. Er sorgt dafür, dass der Mensch reale, nicht nur formale Chancen hat. Es genügt ihm nicht, dass der Staat Kindergärten, Schulen und Hochschulen bereitstellt mit formal gleichen Zugangschancen für Vermögende und Nichtvermögende; der Sozialstaat sorgt auch für die materiellen Voraussetzungen, die den Nichtvermögenden in die Lage versetzen, eine formale Chance tatsächlich zu nutzen. Der Sozialstaat ist also, mit Maß und Ziel, Schicksalskorrektor.“ (Heribert Prantl, „Korrektur des Schicksals“)

„Das Prinzip (gemeint ist das Ausgleichsprinzip) besagt also, wenn alle Menschen gleich behandelt werden sollen, wenn wirkliche Chancengleichheit herrschen soll, dann müsse die Gesellschaft sich mehr um diejenigen kümmern, die mit weniger natürlichen Gaben oder in weniger günstige gesellschaftliche Positionen geboren wurden. Der Gedanke ist der, die zufälligen Unterschiede möglichst auszugleichen. Nach diesem Prinzip würde man vielleicht mehr für die Bildung der weniger Begabten aufwenden, jedenfalls in einem bestimmten Lebensabschnitt, etwa den ersten Schuljahren.“ (John Rawls)

„Denen mit Aufopferung seiner eigenen Glückseligkeit (seiner wahren Bedürfnisse) Anderer ihre zu befördern, würde eine an sich selbst widerstreitende Maxime sein, wenn man sie zum allgemeinen Gesetz machte. Also ist diese Pflicht nur eine weite; sie hat einen Spielraum, mehr oder weniger hierin zu tun, ohne dass sich die Grenzen davon angeben lasse.“ (Immanuel Kant, Metaphysik der Sitten)

Der Rest ist Schweigen.

 

Drittes Entlastungspaket, diskutiert wird, woher das Geld kommen soll …

AKW Saporischschja vom Netz getrennt.

Reaktion auf erneuten Gas-Lieferstopp, „Ölleck an Turbine“.

Demonstrationen in Prag.

Gorbatschow in Moskau beigesetzt.

Argentinien: Nach Attentatsversuch auf Vize-Präsidentin.

Pakistanische Regierung bittet um internationale Hilfe.

 

2.9.22

Die beste Politik ist doch noch nicht für den Zustand von Europa, was ein gutes Barometer für das Wetter ist. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Was ich also zu tun habe, damit mein Wollen sittlich gut sei, dazu brauche ich gar keine weit aushohlende Scharfsinnigkeit. Unerfahren in Ansehung des Weltlaufs, unfähig auf alle sich ereignenden Vorfälle desselben gefaßt zu sein, frage ich mich nur: Kannst du auch wollen, daß deine Maxime ein allgemeines Gesetz werde? Wo nicht, so ist sie verwerflich, und das zwar nicht, um eines dir oder auch anderen daraus bevorstehenden Nachteils willen, sondern weil sie nicht als Prinzip in eine mögliche allgemeine Gesetzgebung passen kann;“ (Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten)

„Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen (naturaliter maiorennes), dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so Bequem, unmündig zu sein.“ (Immanuel Kant, Was ist Aufklärung?)

Der Rest ist Schweigen.

 

Eintägiger Streik bei der Lufthansa, Gewerkschaft Cockpit ist von ihrem Streik überzeugt.

Weiterhin kein Gas aus Russland.

Ukraine greift russischen Stützpunkt nahe AKW an.

G 7 wollen Obergrenze für russisches Öl einführen.

US-Präsident Biden attackiert Trump-Lager, der 6. Januar wird weiter aufgearbeitet.

Hochwasserkatastrophe in Pakistan, mehr als 1.200 Tote.

Gibraltar: Tankerunglück, Ölkatastrophe.

Körber-Preis geht an Alzheimer-Forscher, Anthony Hyman.

IFA in Berlin für Besucher geöffnet.

 

1.9.22

Er hatte so wenig Macht über sich selbst, daß er es nicht einmal über sich bringen konnte, seinen Stock in eine gewisse Ecke seiner Stube zu stellen, wie er sich doch vorgenommen, sondern wenn er nach Hause kam, so ging er an der Ecke vorbei und es war ihm gemeiniglich zu unbequem, ihn aus der Hand zu lassen bis er an ein anderes Ende der Stube gekommen war. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Spaß ohne Grenzen? Einerseits ein schöner Gedanke: Sex ist per se nicht unmoralisch, im Gegenteil, es gibt sogar eine Reihe von Anhaltspunkten, dass man ihn auch von moralischer Seite her positiv sehen kann: die Hingabe an einem anderen Menschen, die Gestaltung seines eigenen Lebens und schlicht die Freude am Leben. Andererseits gibt es auch hier Grenzen, wie auch Thomas Scanlon betont und zudem jedem klar ist. Nur, wo verlaufen diese Grenzen?“ (R. Erlinger, S.236)

„Die heutige Kultur gibt deutlich zu erkennen, dass sie sexuelle Beziehungen nur auf Grund einer einmaligen, unauflösbaren Bindung eines Mannes an ein Weib gestatten will, dass sie die Sexualität als selbständige Lustquelle nicht mag und sie nur als bisher unersetzte Quelle für die Vermehrung der Menschen zu dulden gesinnt ist.“ (Sigmund Freud, Das Unbehagen in der Kultur)

„Denn der natürliche Gebrauch, den ein Geschlecht von den Geschlechtsorganen des anderen macht, ist ein Genuss, zu dem sich ein Teil dem anderen hingibt. In diesem Akt macht sich ein Mensch selbst zur Sache, welches dem Recht der Menschheit an seiner eigenen Person widerstreitet. Nur unter der einzigen Bedingung ist dieses möglich, dass, indem die eine Person vor der anderen gleich als Sache erworben wird, diese gegenseitig wiederum jene erwerbe; denn so gewinnt sie wiederum sich selbst und stellt ihre Persönlichkeit wieder her.“ (Immanuel Kant)

Der Rest ist Schweigen.

 

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte …“ (Anja Kohl, ARD)

Beobachtermission in AKW Saporischschja.

Maßnahmen zum Stromsparen in Kraft, Mineralölkonzerne erhöhen Spritpreise.

Stickstoffwerke Pietzeritz in der Krise.

Morgen streiken die Lufthansa-Piloten, 800 Flüge fallen aus, gescheiterte Tarifverhandlungen.

Polen fordert Reparationen, 1,3 Bill. €, Opposition sieht Wahlkampftaktik.

EU-Behörde lässt Omikron-Booster zu.

UN erheben schwere Vorwürfe gegen China, Uliguren, bis zu 1 Mio. Menschen inhaftiert.

Renaturierung der Emscher (nördliches Ruhrgebiet, mündet in den Rhein).

NDR steht in Kritik, Vorwürfe möglicher Einflußnahme.

 

31.8.22

Fein war er eigentlich nicht, allein er verstund doch die Kunst wenn er es bedurfte, zuweilen auf seinen Nebenmenschen zu reiten. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Ein großer und wichtiger Mann der Weltpolitik. (Antenne Bayern)

Fritz Haber (und der Dünger)

eSports als Finanzmodell.

von Ballast trennen.

diplomatisch rangehen.

Volksstaat Bayern (antike Briefmarke)

ein seismografischer Künstler.

Sie spielt die Rolle als Schauspielerin ganz gut.

wertvolle Lebenszeit vergeuden.

die „psychästhetische Proportion“. (K. Schneider)

Der Rest ist Schweigen.

 

Michail Gorbatschow gestorben, atomare Abrüstung, Wegbereiter der Wiedervereinigung, friedensstiftender Kurs der Politik.

Bilanz zum Abschluss der Regierungsklausur, Digitalisierung vorantreiben, wichtige Themen der Sicherheit, geschlossener Auftritt.

EU setzt Visa-Abkommen mit Russland aus.

München 1972: Entschädigung für Hinterbliebene.

Hans-Christian Ströbele gestorben.

Internationale Filmfestspiele in Venedig.

 

30.8.22

Vorschlag zu einer Gesellschaft zur Beförderung des Romanschreibens, schickt Leute aus, die Charaktere sammeln sollen, sie schicken Redensarten ein, Charaktere, Flüche. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Die Ernährungs-Docs: Ihre Strategie: iss dich gesund. (NDR)

gepurzelt

„In keinem Lande in Europa ist es vielleicht so schwer, im Umgange mit Menschen aus allen Klassen, Gegenden und Ständen allgemeinen Beifall einzuernten, in jedem dieser Zirkel wie zu Hause zu sein, ohne Zwang, ohneFalschheit, ohne sich verdächtig zu machen und ohne selbst dabei zu leiden, auf den Fürsten wie auf den Edelmann und Bürger, auf den Kaufmann wie auf den Geistlichen nach Gefallen zu wirken, als in unserm deutschen Vaterlande.“ (Adolph Freiherr von Knigge, „Über den Umgang mit Menschen“, 1788)

„Wenn die Regeln des Umgangs nicht bloß Vorschriften einer konventionellen Höflichkeit oder gar einer gefährlichen Politik sein sollen, müssen sie auf die Lehren von den Pflichten gegründet sein, sie wir allen Arten von Menschen schuldig sind, und wiederum von ihnen fordern können. – Das heißt: Ein System, dessen Grundpfeiler Moral und Weltklugheit sind, muss dabei zu Grunde liegen.“ (Adolph Freiherr von Knigge)

„Kein Grundsatz scheint mir unfeiner und eines gefühlvollen Herzens unwürdiger als der: daß es ein Trost sei, Gefährten oder Mitleidende im Unglücke zu haben. Ist es nicht genug, selbst leiden und dabei überzeugt sein zu müssen, daß in der Welt noch viele ebenso redlich gute Menschen, wie wir sind, nicht weniger Elend zu tragen haben? Sollen wir noch die Summe dieser Unglücklichen mutwilligerweise dadurch vermehren, daß wir andre zwingen, auch unsere Last mitzutragen, die dadurch um nichts leichter wird?…““Klagt dir ein Freund seine Not, seine Schmerzen so höre ihn mit Teilnehmung an. Halte Dich nicht mit moralischen Gemeinsprüchen auf, mit Bemerkungen über das, was anders hätte sein und was er hätte vermeiden können, da es doch einmal nicht anders ist. Hilf, wenn Du es vermagst, tröste und verwende alles, was ihm Linderung geben kann, aber verzärtle ihn nicht an Leib und Seele durch weibische Klagen. Erwecke vielmehr seinen männlichen Mut, daß er sich erhebe über die richtigen Leiden dieser Welt. Schmeichle ihm nicht mit falschen Hoffnungen, mit Erwartungen eines blinden Ungefährs, sondern hilf ihm, Wege einschlagen, die eines weisen Mannes würdig sind …“ „Jede Art von schädlicher Schmeichelei muß im Umgange unter echten Freunden wegfallen, nicht aber eine gewisse Gefälligkeit, die das Leben süß macht, Nachgiebigkeit und Geschmeidigkeit in unschuldigen Dingen …“ (Adolph Freihherr von Knigge)

„Die Menschen sind insgesamt, je zivilisierter, desto mehr Schauspieler; sie nehmen den Schein der Zuneigung, der Achtung vor Anderen, der Sittsamkeit, der Uneigennützigkeit an, ohne irgend jemand dadurch zu betrügen, weil ein jeder Andere, daß es hiermit eben nicht herzlich gemeint sei, dabei einverständigt ist …“ (Immanuel Kant)

„Höflichkeit (Politesse) ist ein Schein der Herablassung, der Liebe einflößt. Die Verbeugungen (Complimente) und die ganze höfische Galanterie samt den heißesten Freundschaftsversicherungen mit Worten sind zwar nicht eben immer Wahrheit (…) aber sie betrügen darum doch auch nicht, weil ein jeder weiß, wofür er sie nehmen soll, und dann vornehmlich darum, weil diese anfänglich leeren Zeichen des Wohlwollens und der Achtung nach und nach zu wirklichen Gesinnungen dieser Art hinleiten.

Alle menschliche Tugend im Verkehr ist Scheidemünze; ein Kind ist der, welcher sie für echtes Gold nimmt. – Es ist daher aber besser, Scheidemünze, als gar kein solches Mittel im Umlauf zu haben, und endlich kann es doch, wenn gleich mit ansehnlichem Verlust, in bares Gold umgesetzt werden.“ (Immanuel Kant)

„Man muss an sich glauben.“ (Emil Schumacher zu mir.)

Goldfische zu verschenken

Der Rest ist Schweigen.

 

Schloss Meseberg, das Thema „Sicherheit“ im Fokus.

EU-Außenminister: Diskussion über Visa-Stopp für Russen.

Gegenoffensive der Ukraine im Süden, AKW-Gelände wieder unter Beschuss.

Gewalttätige Proteste im Irak, bürgerkriegsähnliche Zustände im Regierungsviertel.

Sommer zu heiß und zu trocken, 817 Sonnenstunden.

Club of Rome: Bericht zum Zustand des Planeten, Grenzen des Wachstums, „Ich glaube, wir können die Welt nicht retten, ohne dass die Reichen die Rechnung bezahlen müssen.“

 

29.8.22

Es tun mir viele Sachen weh, die andern nur leid tun. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Das Unterschiedsprinzip bedeutet faktisch, daß man die Verteilung der natürlichen Gaben in gewisser Hinsicht als Gemeinschaftssache betrachtet und in jedem Falle die größeren sozialen und wirtschaftlichen Vorteile aufteilt, die durch die Komplementaritäten dieser Verteilung ermöglicht werden. Wer von der Natur begünstigt ist, sei es, wer es wolle, der darf sich der Früchte nur soweit erfreuen, wie das auch die Lage der Benachteiligten verbessert.“ (John Rawls)

„Das Recht ist also der Inbegriff der Bedingungen, unter denen die Willkür des einen mit der Willkür des anderen nach einem allgemeinen Gesetze der Freiheit zusammen vereinigt werden kann.“ (Immanuel Kant)

Georg Jellinek, 1972: „ethisches Minimum“ für das Recht. (R. Erlinger, S. 177)

gutes Recht – schlechtes Recht (R. Erlinger, S. 179)

Thomas Hobbes, Leviathan, 1651.

Gustav Radbruch, „Gesetzliches Unrecht und übergesetzliches Recht“, 1946:

„Der Konflikt zwischen der Gerechtigkeit und Rechtssicherheit dürfte dahin zu lösen sein, dass das positive, durch Satzung und Macht gesicherte Recht auch dann den Vorrang hat, wenn es inhaltlich ungerecht und unzweckmäßig ist, es sei denn, dass der Widerspruch des positiven Gesetzes zur Gerechtigkeit ein so unerträgliches Maß erreicht, dass das Gesetz als „unrichtiges Recht“ der Gerechtigkeit zu weichen hat. Es ist unmöglich, eine schärfere Linie zu ziehen zwischen den Fällen des gesetzlichen Unrechts und den trotz richtigen Inhalts dennoch geltenden Gesetzen; Eine andere Grenzziehung kann dagegen mit aller Schärfe vorgenommen werden: wo Gerechtigkeit nicht einmal erstrebt wird, wo die Gleichheit, die den Kern der Gerechtigkeit ausmacht, bei der Setzung des positiven Rechts bewusst verleugnet wurde, da ist das Gesetz nicht etwa nur „unrichtiges Recht“, vielmehr entbehrt es überhaupt der Rechtsnatur.“

„Sodann ist von der Billigkeit und dem Billigen zu reden, wie sich die Billigkeit zur Gerechtigkeit und das Billige zum gerechten verhält (…) Wenn also nun ein Gesetz allgemein spricht, aber dabei ein Fall eintritt, der dem allgemeinen widerspricht, so ist es, soweit der Gesetzgeber allgemein formulieren lässt, richtig, dies zu verbessern, wie es ja auch der Gesetzgeber selbst getan hätte, wenn er dabei gewesen wäre; und wenn er diesen Fall gewusst hätte, hätte er ihn ins Gesetz aufgenommen. Daher ist das Billige ein Recht und besser als ein gewisses Recht, nicht als das Recht im allgemeinen, sondern als der Mangel, der entsteht, weil das Gesetz allgemein spricht. Die ist also das Gesetz des Billigen, eine Korrektur des Gesetzes, soweit es au Grund seiner Allgemeinheit mangelhaft ist.“ (Aristoteles)

„Darum ist die Billigkeit sozusagen die obere Richtschnur für die menschlichen Handlunge.“ (Thomas von Aquin, 13. Jhrdt.)

„Die Höflichkeit ist die erste Tugend und vielleicht der Anfang aller Tugenden. Sie ist auch die dürftigste, oberflächlichste, fragwürdigste: Ist sie überhaupt eine Tugend? Ihre moralische Reputation ist jedenfalls zweifelhaft. Aber sie schert sich um Moral sowenig, wie die Moral sich um sie. Was ändert sich am Faschismus, wenn ein Nazi höflich ist? Was ändert es an der Schreckensherrschaft? Natürlich nichts, und dieses nichts ist für die Höflichkeit sehr bezeichnend: Formtugend, Etikettentugend, Scheintugend. Anschein einer Tugend und nur Schein.“ (André Comte-Sponville, „Ermutigung zum unzeitgemäßen Leben“)

Der Rest ist Schweigen.

 

In Tschechien: Scholz fordert Reformen der EU.

Teuerungsrate bei 7,6%, -4,4% an Kaufkraft.

Gestaltung des neuen Entlastungspakets.

Verkehrsunternehmen ziehen positive Bilanz mit dem 9-Euro-Ticket.

Ukraine: Lage an AKW: Internationale Experten reisen in die Ukraine.

Maskenpflicht in Regierungsmaschinen.

Deutschland und Polen uneins über Oder-Ausbau.

Test für bemannte Mondflüge verschoben.

Hochwasserkatastrophe in Pakistan, Jahrhundertflut.

 

28.8.22

Es kann nicht alles ganz richtig sein in der Welt, weil die Menschen noch mit Betrügereien regiert werden müssen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Vatermörder“ um 1820, ab 1865 das Korsett. (ZDF info)

„Paradox der Toleranz“, Karl Popper (1945): „Weniger bekannt ist das Paradox der Toleranz: Uneingeschränkte Toleranz fürht mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranz ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“
„Wir sollten daher im Namen der Toleranz das Recht für uns in Anspruch nehmen, die Unduldsamen nicht zu dulden. Wir sollten geltend machen, dass sich jede Bewegung, die die Intoleranz predigt, außerhalb des Gesetzes stellt, und wir sollten eine Aufforderung zur Intoleranz und Verfolgung ebenso verbrecherisch behandeln wie eine Auffassung zum Mord, zum Raub oder zur Wiedereinführung des Sklavenhandelns.“ (Karl Popper)

John Rawls, Eine Theorie der Gerechtigkeit (Buch)

Die aus England stammende Nützlichkeitsethik: Utilitarismus . (R. Erlinger, S. 133)

„Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht; je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.“ (Immanuel Kant)

„Es ist überall nichts in der Welt, ja überhaupt auch außer derselben zu denken möglich, was ohne Einschränkung für gut könnte gehalten werden, als allein ein guter Wille.“ (Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten)

„Es liegt also der moralische Wert der Handlung nicht in der Wirkung, die daraus erwartet wird, also auch nicht in irgend einem Prinzip der Handlung, welches seinen Bewegungsgrund von dieser erwarteten Wirkung zu entlehnen bedarf.“ (Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten)

Kants Zweck-Mittel-Formel: „Handle so, dass du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden andern jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchtest.“

„Unter dem Prinzip der Nützlichkeit ist jenes Prinzip zu verstehen, das schlechthin jede Handlung in dem Maß billigt oder mißbilligt, wie ihr die Toleranz innezuwohnen scheint, das Glück der Gruppe, deren Interesse in Frage steht, zu verwehren oder zu verhindern, oder – das gleiche mit andern Worten gesagt – dieses Glück zu befördern oder zu verhindern.“ (Jeremy Bentham, 1789)

„Die Auffassung, für die die Nützlichkeit oder das Prinzip des größten Glücks die Grundlage der Moral ist, besagt, dass Handlungen insoweit und in dem Maße moralisch richtig sind, als sie die Tendenz haben, Glück zu befördern und insoweit moralisch falsch, als sie die Tendenz haben, das Gegenteil von Glück zu bewirken. Unter „Glück“ ist dabei Lust (pleasure) und das Freisein von Unlust (pain), unter „Unglück“ Unlust und das Fehlen von Lust verstanden.“ (John Stuart Mill, 1863)

„Endziel“ – Aristoteles: „Derart dürfte in erster Linie die Glückseligkeit sein. Denn diese suchen wir stets wegen ihrer selbst, und niemals wegen etwas anderes.“

„Glückseligkeit“ – Aristoteles: „Vielmehr ist das Gute für den Menschen die Tätigkeit der Seele auf Grund ihrer besonderen Befähigung, und wenn es mehrere solcher Befähigungen gibt, nach der besten und vollkommensten; und diese außerdem noch ein volles Leben hindurch. Denn eine Schwalbe macht noch keinen Frühling, und auch nicht ein einziger Tag; so macht auch ein einziger Tag oder kurze Zeit niemanden glücklich und selig.“

„Die Tugend ist also ein Verhalten der Entscheidung, begründet in der Mitte im Bezug auf uns, einer Mitte, die durch Vernunft bestimmt wird und dadurch, wie sie der Verständige bestimmen würde. Die Mitte liegt aber zwischen zwei Schlechtigkeiten in den Leidenschaften und Handlungen hinter dem Gesollten zurückbleiben oder über es hinausgehen, besteht die Tugend darin, die Mitte zu finden und zu wählen. Darum ist die Tugend hinsichtlich ihres Wesens und der Bestimmung ihres Was-Seins eine Mitte, nach der Vorzüglichkeit und Vollkommenheit aber das Höchste.“ (Aristoteles)

John Rawls, Theorie der Gerechtigkeit (1971, deutsch 1975): „Vor allem kennt niemand seinen Platz in der Gesellschaft, seine Klasse und seinen Status; ebenso wenig seine natürlichen Gaben, seine Intelligenz, Körperkraft, usw. Ferner kennt niemand seine Vorstellung vom Guten, die Einzelheiten seines vernünftigen Lebensplanes, ja nicht einmal die Besonderheit seiner Psyche wie seine Einstellung zum Risiko oder seine Neigung zu Optimismus oder Pessimismus. Darüber hinaus setze ich noch voraus, dass (sie) die besonderen Verhältnisse in ihrer eigenen Gesellschaft nicht kennen, d.h. ihre wirtschaftliche und politische Lage, den Entwicklungsstand ihrer Zivilisation und Kultur. Die Menschen im Urzustand wissen auch nicht, zu welcher Generation sie gehören.“ (John Rawls)

John Rawls: „Erster Grundsatz: Jedermann hat gleiches Recht auf das umfangreiche Gesamtsystem gleicher Grundfreiheiten, das für alle möglich ist. Zweiter Grundsatz: Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten sind so zu regeln, dass sie sowohl (a) den am wenigsten Begünstigten die bestmöglichen Aussichten bringen als auch (b) mit Ämtern und Positionen verbunden sind, die allen gemäß der fairen Chancengleichheit offen stehen.“

Der Rest ist Schweigen.

 

Diskussion über Energiekosten, Gasspeicher füllen sich schneller als erwartet, M. Söder für Kernkraft.

Lage an ukrainischem AKW bleibt angespannt, gegenseitige Beschuldigungen, Zitterpartie.

Ukrainischer Botschafter lädt Kretschmer aus.

NATO nimmt Arktis stärker in den Blick.

Serbien-Kosovo: Abkommen zur Reisefreiheit begrüßt.

Tote bei Kämpfen in Libyen.

Hunderte Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet.

Mond als Versuchsgelände.

 

27.8.22

Daß das Genie eine Art von Krankheit ist, hat Herr Unzer so vortrefflich in seinem „Arzt“ bewiesen, daß es jemanden grausen sollte, sich diese gefährlichste der Nerven-Krankheiten zu wünschen; und die beneidenswürdigste Nation unter dem Monde, ich meine die englische, hat dieses auch erkannt, denn einer ihrer berühmtesten Naturforscher, der große Hill, hat einen Tee erfunden, der das Nachdenken vertreibt, ein sicherer Beweis, daß dieser große Geist das Nachdenken für eine Schwachheit gehalten hat. Allein dafür sind wir Deutsche auch die Verachtung des leicht dahinrieselnden Galliers und des harmonischen Italieners. Dieses Übel reißt immer mehr und mehr in Deutschland ein, alles will heute zu tage denken, sogar auf die Kanzel und Handwerker breitet sich dieses Übel aus. Ich sehe es schon wie im Traum, daß dereinst, o der Schande! mein sich wegdenkendes Vaterland anfangen wird zu glauben, in der Rang-Leiter der Nationen könnte ein Liedgen die seinige nicht um eine Staffel höher bringen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

9-Euro-Ticket: Nachfolger gesucht (dpa)

Nahverkehr als Ramsch-Ware – ÖPNV braucht Konzepte statt Schnäppchen (Georg Körfgen, NN)

Ein Monster geschaffen – Pläne für Wahlrechtsreform muten absurd an (Manuel Kugler, NN)

Scholz muss liefern – Kanzler darf sich über Protest nicht wundern (Alexander Jungkunz, NN)

Von Null bis 75 Euro – IDEEN Was könnte auf das 9-Euro-Ticket folgen? Wir stellen die Möglichkeiten vor (Harald Baumer, NN)

Reaktion auf Zwischenfall in AKW gefordert (dpa)

Ampel streitet über „Spritfresser“ als Dienstwagen – BESTEUERUNG Grüne und FDP haben gegensätzliche Überzeugungen, die Industrie bangt um einen wichtigen Absatzmarkt. (Andreas Hoenig, Theresa Münch, dpa)

Wichtiges Dokument wird veröffentlicht – FBI Die Durchsuchung im Anwesen von Ex-Präsident Trump löste politische Kämpfe aus. (dpa)

Grimm rät, den Grundverbrauch zu subventionieren (dpa)

Jeder achte Mieter ist überlastet (dpa)

„Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält (denn er kann irren); aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaft sein (er soll nicht täuschen); … Die Übertretung dieser Pflicht zur Wahrhaftigkeit heißt die Lüge.“ (Immanuel Kant)

„… aber die Mitteilung seiner Gedanken an jemanden durch Worte, die doch das Gegenteil von dem (absichtlich) enthalten, was der Sprechende dabei denkt, ist ein der natürlichen Zweckmäßigkeit dieses Vermögens der Mitteilung seiner Gedanken geradezu entgegengesetzter Zweck, mithin Verzichtuung auf seine Persönlichkeit und eine bloße täuschende Erscheinung von Menschen, nicht der Mensch selbst.“ (Immanuel Kant)

„Die Lüge ist Wegwerfung und gleichsam Vernichtung seiner Menschenwürde. Ein Mensch, der selbst nicht glaubt, was er einem anderen … sagt, hat einen noch geringeren Wert, als wenn er bloß Sache wäre.“ (Immanuel Kant.“

Der französische Philosoph André Comte-Sponville betont, dass „die Wahrhaftigkeit keine absolute Pflicht ist, ganz gleich, was Kant darüber denkt.“ „setzt man die Aufrichtigkeit absolut, so verspielt man sie; dann ist sie nicht mehr gut, dann ist sie noch kalte, todbringende, abscheuliche Wahrhaftigkeit. Das ist nicht mehr Aufrichtigkeit, sondern Wahrhaftigkeitswahn; das ist keine Tugend mehr, sondern Fanatismus. Ein theoretischer, seelenloser, abstrakter Fanatismus; ein philosophischer Fanatismus, der der Wahrheit regelrecht verfallen ist. Doch kein Wahn ist gut, kein Fanatismus eine Tugend.“

„Denn, wie ich das Recht habe, den vorausgesetzten bösen Willen Anderer und der demnach präsumierten physischen Gewalt physischen Widerstand, auf Gefahr des Beeinträchtigers, zum voraus entgegenzustellen …; so habe ich auch das Recht, dasjenige auf alle Weise geheim zu halten, dessen Kenntniß mich dem Angriff Anderer bloßstellen würde …“ (Arthur Schopenhauer)

tolerare

Der Rest ist Schweigen.

 

Diskussion über hohe Strompreise, der Bundeswirtschaftsminister steht vor einer großen Herausforderung.

Diskussion über 9-Euro-Tiket.

Erneut kein Abkommen für mehr Hochseeschutz.

Serbien-Kosovo: Einigung bei Streit über Einreiseregeln.

Unwetter über Deutschland.

 

26.8.22

Man weiß ja selbst kaum, wie man denkt, wer will es einem verdenken, daß man sich eine Ehre daraus macht, wenn man Finsternisse aus den Tafeln berechnen kann? (G.Ch. Lichtenberg)

 

Jeder Tag ist ein Geschenk.

Flaring, Venting – 15% der Gasmenge von Russland. (Monitor)

„Nie war eine Gesellschaft informierter als heute, und nie orientierungsloser. Wir dürfen nicht resignieren und müssen aufhören, vorgefertigten Meinungen, die meist dem Interesse von einzelnen Gruppen dienen, Glauben zu schenken. Wir müssen uns selbst in den betreffenden Bereichen einen Standpunkt erarbeiten – und diesen vertreten.“ (S. Trinkwalder, S. 194)

„Wir kommen nicht drum herum: Wir müssen weniger konsumieren. Der ökologische Fußabdruck einen jeden Einzelnen ist zu groß. Und er würde nicht merklich kleiner, konsumierten wir in gleichem Maße „bio und fair“. Weniger, das ist alternativlos.“ (S. Trinkwalder, S. 198)

„Richtig ist, dass wir Wachstum brauchen. Diesmal aber: qualitativen. Wir müssen weg vom quantitativen hin zum qualitativen Wachstum.“ (S. Trinkwalder, S. 201)

„Wir brauchen Wachstum, denn Wachstum bedeutet Entwicklung und Innovation. Aber wir brauchen es besser: Wir müssen wieder vor allem gute Produkte herstellen und konsumieren, nicht viele. Wir müssen das Augenmerk auf Langlebigkeit legen und nicht auf „öfter mal was Neues“. Wir müssen unser Konsumverhalten radikal ändern.“ (S. Trinkwalder, S. 204)

„Vielfältiger, individuelle, stabiler – das alles erreichen wir nur in einer Wirtschaft, die nicht von großen, globalen Konzernen diktiert, sondern von vielen, kleineren, regionalen Betrieben gestaltet wird. Das brauchen wir für einen Neuanfang in unserem Wirtschaftssystem.“ (S. Trinkwalder, S. 209)

„Wir brauchen ein Wiedererstarken regionaler Märkte und Wertschöpfungsketten. Diese Entwicklung dient dem Umweltschutz, stabilen regionalen Märkten, schafft Glaubwürdigkeit und Transparenz und macht nur denen zu schaffen, die global auf großer Giertour sind: internationalen Großkonzernen. Wir müssen regional kaufen und unsere eigene Wirtschaft gestalten!“ (S. Trinkwalder, S. 216)

„Fair“, „bio“, „öko“ – wer nach diesen Attributen wertschöpft und konsumiert, darf nicht länger durch einen tieferen Griff in den Geldbeutel „bestraft“ werden. Wir brauchen politische Regelungen und Gesetze, die den Raubbau an Mensch und Natur ahnden und nachhaltiges Wirtschaften fördern.“ (S. Trinkwalder, S. 220)

Hanife Örki, Höhenangst und Fallsucht – Konsum (,) Kritik und Sinnsuche, buchverlag Pfaffenweiler, Freiburg, 2017.

Rainer Erlinger, Moral – Wie man richtig gut lebt, Fischer eBooks.

„Und sie (die Gesellschaft) darf auch nicht vergessen, dass die Moral die Funktion hat, das gute Leben der einzelnen zu fördern und es nicht mehr als nötig zu stören. Die Moral ist für den Menschen da und nicht der Mensch für die Moral.“ (William K. Frankena)

„Die völlige Angemessenheit des Willens aber zum moralische Gesetze ist Heiligkeit, eine Vollkommenheit, deren kein vernünftiges Wesen der Sinnenwelt, in keinem Zeitpunkte seines Daseins, fähig ist.“ (Immanuel Kant, Kritik der praktischen Vernunft, 1788)

Der Rest ist Schweigen.

 

Die Bundesregierung fordert Russland auf, das AKW zu verlassen.

Russland verbrennt große Mengen Erdgas.

Minister Habeck lässt Korrekturen prüfen, „Trittbrettfahrer aussortieren“, Union will Gasumlage stoppen.

Überlastung durch Wohnkosten.

Diskussion über 9-Euro-Ticket-Nachfolge.

Patentstreit um Corona-Impfstoffe.

Asylzentrum der Niederland überfüllt.

Fluten in Pakistan und Afghanistan, Monsunregen.

 

25.8.22

Ich spreche jetzo nicht mit ihrem Witz, der alles zu bemänteln weiß, sondern mit ihrem Gewissen spreche ich. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„… Denn: Wir wollen nicht mehr gut konsumieren, wir wollen Gutes konsumieren.“ (S. Trinkwalder, S. 75)

(„Fairtrade“:) „Erster Fehler: falsches System. Dem Konzept des fairen Handels und den innerhalb dieses Rahmens wertgeschöpften Gütern liegt dasselbe wirtschaftliche Gerüst zugrunde, über das wir, interessierte und gerechtigkeitsliebende Konsumenten, und täglich aufregen. Das wir verabscheuen und in dem wir Mitteleuropäer gleichzeitig über die Maßen gut leben. Das wir mit der Substitution von konventionellen Gütern durch Fairtrade-Produkte ablösen wollen: das neokapitalistische, weltumspannende, auf rücksichtslos quantitatives Wachstum ausgerichtete, Angebot-und-Nachfrage-preistreibende, menschenverachtende Wirtschaftssystem, kurz: das ökonomische Survival-of-the-richest.

Die Grundidee von Fairtrade war keine schlechte: Kleinbauern den Zugang zum Weltmarkt zu verschaffen. Das war es dann auch. Was sich ausschließlich daraus entwickelte, ist, wenn man es schonungslos betrachtet, dieselbe Art der Wirtschaft, nur unter dem verdeckten sozialen Mäntelchen der Dauerbetroffenen und Moralkonsumenten. Der größte Benefit dieses Engagements gilt immer noch der Gewissensberuhigung im „Zielmarkt“: bei uns Kunden in der westlichen Welt. Den größten Reibach dieses Systems machen Industrie und Handel durch deutlich höhere Margen.“ (S. Trinwalder, S. 82)

Dritte Welt arbeitet – Erste Welt nutznießt (S. Trinkwalder)

„Allen Übels Grund ist immer wieder das Wirtschaftskonzept des alleinigen quantitativen Wachstums. Dies macht vor regionalen Bewegungen ebenfalls nicht halt.“ (S. 113)

Der Rest ist Schweigen.

 

Weiter Kritik an Gasumlage, es geht um 34 Mrd. €.

Scholz will auch Rentner entlasten, drittes Paket.

Putin vergrößert Armee um 14.000 Soldaten auf 1,15 Mio.

Kritik an CO2-Plänen für Gebäude und Verkehr.

Mordfall Lübcke juristisch abgeschlossen.

Steinmeier in Rostock-Lichtenhagen.

 

24.8.22

Ist es denn so unrecht, daß der Mensch wieder durch die nämliche Pforte zur Welt hinausgeht, durch die er hineingekommen ist? (G.Ch. Lichtenberg)

 

Und plötzlich weht ein Hauch von Klassenkampf über der Koalition. (I. Brecht, frontal)

„An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwas nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.“ (Erich Kästner)

Sina Trinkwalder, Fairarscht – Wie Wirtschaft und Handel die Kunden für dumm verkaufen, Knaur Klartext, eBook.

„Erfolg nämlich ist in unserer Gesellschaft gleichgesetzt mit Geld.“ (S. Trinkwalder, S. 11)

„Für jeden kommt einmal die Stunde der Wahrheit, und dann heißt es: Lügen, lügen, lügen!“ (Willy Millowitsch)

„Innerhalb der letzten 50 Jahre ist aus dem Konsum für den täglichen Gebrauch, der Grundversorgung, bestritten durch viele kleine Handwerksbetriebe, ein globalisierter und industrialisierter Massenmarkt geworden.“ (S. Trinkwalder, S. 21)

„In dem völlig saturierten Massenmarkt war das erste Instrument, Marktanteile im verdrängenden Wettbewerb zurückzugewinnen, die Preisschraube. Immer mehr Ware für immer weniger Geld.“ (S. 30)

„Der Kampf um den Kunden steigerte sich: kleine Preise, steter Ausbau von Produktvarianten, um das Einkaufen zum Erlebnis zu machen und um in einem gesättigten Markt künstlich den Konsum anzufeuern. Der nächste Schritt: die dauerhafte Verfügbarkeit von einst saisonalen und regionalen Produkten und auch ansonsten permanent volle Regale, um den Kunden bei hemmungsloser Kauflaune zu halten und ein dauerhaftes quantitatives Wachstum im Konsumentenmarkt zu erreichen. Und schließlich kam die Antwort des hochpreisigen Qualitätshandels auf die Discountisierung Deutschlands: die Einführung von Eigenmarken.“ (S. 49)

„… Richtig. Die Industrie schnitzt sich den perfekten Kunden, um aus Scheiße Gold zu machen.“ (S.57)

„Die weitere Diversifizierung für noch mehr Umsatz ist die Spezialisierung der Vielfalt unter Berücksichtigung der Wohlstandszipperlein. „Laktosefrei“ und „glutenfrei“ für alle. Die Einbuße im Nährstoffgehalt der Lebensmittel zieht ein nächstes Big Business für Industrie und Handel mit sich: die Nahrungsergänzungsmittel. Für den völlig gesättigten und dennoch mangelernährten Industriekonsumenten.

Und schließlich der „vegane Markt“, angefeuert von der neuen Sehnsucht nach Moral und Ethik, die Industrie und Handel ebenso für sich zu nutzen wissen: völlig überteuerte, sorry, margenattraktive Produkte, die die industrielle Wertschöpfung auf die Spitze treiben und Food-Designern und Lebensmittelchemikern Höchstleistungen abfordern.“ (S. 60)

„Es ist zu viel! Sieht man hinter den Kulissen der kapitalistischen Marktwirtschaft, gibt es sehr wohl ein Zuviel. Ein Vielzuviel. Nicht nur bei Rohwaren wie Butter, Milch und Kaffee herrscht das Problem der Überproduktion. Auch bei Gütern des täglichen Gebrauchs wie Bekleidung wird mehr hergestellt als verkauft und deutlich zu viel als gebraucht. Verglichen mit der Lebensmittelindustrie benötigt es aber bei Kleiderbergen keiner Regelungsquoten in Bezug auf Produktionskapazitäten, da wir Kunden selbst mithelfen, das Überangebot ordentlich zu verstecken und somit der weiteren Ressourcenverschwendung für noch mehr Wachstum freie Fahrt zu gewähren.“ (S. 61)

„Die ursprüngliche Idee Ludwig Erhards einer sozialen Marktwirtschaft wurde gänzlich im Zuge der Globalisierung und durch die Entstehung internationaler Großkonzerne zu Grabe getragen. Ihre Stelle nahm die raubtierkapitalistische Marktwirtschaft (so nenne ich liebevoll die perversen Auswüchse des kapitalistischen Geschäftemachens) ein. Sie ist in einem Satz wunderbar auf den Punkt gebracht: Immer dort, wo ein Mensch mit wenig Arbeit viel Geld verdient, verdient auf der anderen Seite ein Mensch mit viel Arbeit wenig Geld!“ (S. 65)

„… Zusammengefasst: Moral und Ethik, die Klammern einer Gemeinschaft, wurden von der Wirtschaft aufgekauft und verkauft. Der Markt hat über die Moral gesiegt.“ (S. 66)

„In rasanter Entwicklung erzog die Wirtschaft den einst genügsamen Kunden mit Grundbedürfnis zum anspruchsvollsten Konsumenten der Welt, fand die Unternehmensberatung Accenture in ihrer Studie, „Global Consumer Pulse Research“ heraus. Doch mehr als bigger, better, cheaper, more geht nicht. Zudem wuchs und wächst die Sehnsucht nach postmateriellen Werten, die den Konsum legitimieren sollen. Der Kunde entwickelt sich zur Kaufmimose. Und er stellt sich auch mehr und mehr die Frage: „Wollen wir so leben?“ Denn: Kaufen ist Leben.“ (S. 73)

Der Rest ist Schweigen.

 

Ukraine begeht Nationalfeiertag (1991), alle Großveranstaltungen wurden abgesagt, „dieser Krieg wurde uns aufgezwungen“, 3 Mrd. USD aus den USA.

Wasserstoff-Abkommen geschlossen in Kanada, Bau von Werk in Neufundland, es wird noch Jahre dauern …

Verordnung: Gasverbrauch soll sinken; Kabinett beschließt neue Corona-Regeln, CDU/CSU: „Chaos mit Ansage“; Bund gibt 4 Mrd. € für Kitas.

Bundesfinanzminister: Neue Bundesbehörde gegen Geldwäsche: „Mut zum großen Wurf“.

Mannheimer Hafen

 

23.8.22

Sie glauben oft, um ein schöner Geist zu sein, müsse man etwas liederlich leben und gleichsam das Genie mit verdorbenen Sitten fett machen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Konsumsteuer – Die Steuer der Zukunft (Werner, Weik, Friedrich)

„Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, innezuhalten und sich zu besinnen.“ (Mark Twain)

„Noch nie waren so viele so sehr so wenigen ausgeliefert.“ (Aldous Huxley)

Goldfische zu verschenken

„Am Ende gilt doch nur, was wir getan und gelebt und nicht, was wir ersehnt haben.“ Arthur Schnitzler)

Der Rest ist Schweigen.

 

fordert erneut die Krim zurück.

Kanzler Scholz in Kanada: Unabhängigkeit der Energiepolitik, grüner Wasserstoff, grauer Wasserstoff.

Nach Regierungsflug ohne Maskenpflicht.

Getreide-Ernte unter dem Durchschnitt: 43 Mio. Tonnen, 50% Ertragseinbußen, Ernte aber mehr als im Vorjahr.

Pläne des Wirtschaftsministers; Neue Bundesbehörde gegen Geldwäsche.

Tarifabschluß der norddeutschen Hafenarbeiter.

Keine Vorkasse mehr bei Flugbuchungen.

Verlag zieht Winnetou-Bücher zurück, Rassismus-Vorwürfe.

Bremerhaven.

 

22.8.22

Der liebe Gott muß uns doch recht lieb haben, daß er immer in so schlechtem Wetter zu uns kommt. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Götz W. Werner, Matthias Weik, Marc Friedrich, Sonst knallt´s – Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen, Bastei Entertaintment, Bastei Lübbe AG, Köln, 2017, eBook.

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“ (Albert Einstein)

„Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.“ (George Bernard Shaw)

„Ein Hauptirrtum ist, zu meinen, Geld an sich wäre ein Wert. Aber Geld hat überhaupt keinen Wert. Wert haben nur Güter und Dienstleistungen. Da wir ständig aufs Geld starren, schieben wir einen Geldstau, einen virtuellen Liquiditäts-See vor uns her, bei dem wir so tun, als ob er real wäre. Das offenbart jede Finanzblase, bei der mit betrügerischen Manipulationen Illusionswerke generiert werden, die die Menschen dann als reale Werte betrachten. Und was passiert, wenn alle Menschen gleichzeitig an ihr Geld heranwollen? Das System bricht zusammen.“ (Werner, Weik, Friedrich, S. 21)

Menschen sind sich ähnlich.

„Humankapital“

Der Rest ist Schweigen.

 

rbb entlässt Schlesinger fristlos, „offensichtlich politisch motiviert“.

Scholz und Habeck in Kanada: Energiefragen im Mittelpunkt, hohe Erwartungen.

Unterrichtszubehör wird deutlich teurer.

Nach Anschlag auf Publizistin: Russland macht Ukraine verantwortlich.

30 Jahre nach Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen (August 1992).

Die Zeit.

 

21.8.22

Apostel, Apostille, Postille. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Die leise Ordnung der Dinge (Dieter Rams)

Es

Es gibt viele kluge Köpfe.

„Der Historiker Jared Diamond erklärt diesen Realitätsverlust sehr anschaulich mit dem Bild einer Blase. Laut Diamond entstehen Blasen in Zeiten von sehr schnellem Wachstum – nicht nur an der Börse, sondern auch in Zivilisationen. In dieser Expansionsphase bilden sich zwei parallele Wirklichkeiten. Die Realität innerhalb der Blase entkoppelt sich. So entstehen fiktive Wertvorstellungen und eigene Gesetze, die mit der Realität außerhalb der Blase nicht kompatibel sind.“ (Vivian Dittmar, S. 284)

aurum nostrum est non aurum vulgi.

„Wir sind evolutionär auf Mangel gepolt, und unser kapitalistisches System spielt meisterhaft auf dieser Klaviatur. Doch unsere Realität ist längst ein Zuviel. Unsere Behausungen quellen über von Dingen, die wir nicht brauchen. Ein Besuch im Supermarkt ist eine totale Überforderung, weil bei jedem Joghurt zwischen zwanzig Optionen gewählt werden muss. Wir haben zu viele Angebote, zu viele Möglichkeiten, zu viele Themen, die nach unserer Aufmerksamkeit buhlen, zu viel Kanäle, auf denen uns Menschen Nachrichten schreiben, zu viele Informationen, die sich oft widersprechen, und so weiter und so fort. Dabei konnten diverse Studien eindeutig belegen, dass zu viele Optionen uns überfordern und regelrecht unglücklich machen.“ (S. 302)

„Heute kennt man von allem den Preis, aber von nichts den Wert.“ (Oscar Wilde)

„Wenn sich alle Menschen auf das Kultivieren von echtem Wohlstand ausrichten würden, wäre dies das Ende von unserem Wirtschaftssystem in seiner jetzigen Form. Das war ja eines der großen Gefahren des Lockdowns und der Corona-Krise: Wir haben gemerkt, dass wir alles nicht brauchen. Deshalb wurden schon bald Rufe nach einem Konjunkturprogramm laut, um bloß der Konsum wieder anzukurbeln. Die Logik dahinter: Nur wenn Menschen Dinge konsumieren, die sie eigentlich nicht brauchen, können andere Menschen dafür bezahlt werden, diese Dinge herzustellen. Es interessiert niemanden, ob irgend jemand ein neues Auto braucht. Allein dass es Arbeitsplätze schafft, rechtfertigt seine Herstellung. Nüchtern betrachtet ist es ein gigantisches Beschäftigungsprogramm, das uns in diesem ungesunden Kreislauf gefangen hält und nebenbei unsere eigentliche Lebensgrundlage zerstört. Die Frage, ob wir unsere Zeit und Energie nicht besser nutzen könnten, liegt auf der Hand.“ (S. 334)

Mythen unseres Wirtschaftssystems:

  • Homo oeconomicus
  • ohne Wachstum kein Wohlstand
  • die unsichtbare Hand des Marktes.       (S. 352)

Epiktet sagt, dass nur ein Weiser einen Weisen erkennen kann.

„Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug.“ (Epikur)

Der Rest ist Schweigen.

 

Lindner verteidigt die Abgrenzung zur SPD.

Tag der offenen Tür: Diskussion über Entlastungen.

Explosion bei Moskau: Tochter von rechtem Ideologen getötet.

Ungarn verstärkt Grenzschutz, neue Grenzjägertruppe im Entstehen.

Terroranschlag in Somalia beendet.

RBB: Rücktrittsforderung an Geschäftsführung.

 

20.8.22

Polizei, Polzei, Plotzei, Platzei, Platzerei, Plackei, Plackerei. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Erlanger sind Bayerns Top-Verdiener (Manuel Kugler, NN)

Wenn Wetter zum Feind wird – Wir müssen uns dem Klimawandel anpassen (Alexander Jungkunz, NN)

Patzig auf die nette Art – Cum-Ex: Kanzler Scholz agiert unseriös (Manuel Kugler, NN)

Auf Kosten der Ideen – Forschungsförderung muss schneller gehen (Christina Merkel, NN)

Es hat etwas von Déjà-vu – CUM-EX-SKANDAL Scholz bleibt dabei, er habe keinen Einfluß genommen. (Markus Klemm, Martin Fischer, dpa)

Deutlich mehr Ausgaben für Sozialhilfe (dpa)

Moskau warnt erneut vor Katastrophe (dpa)

Nawalny kämpft trotz Todesgefahr gegen Putin – STRAFLAGER Vor zwei Jahren scheiterte das Attentat auf den Kremlgegner, der russische Präsident soll den Giftanschlag seinerzeit befohlen haben. (Ulf Mauder, dpa)

Kubicki will Gaspipeline Nord Stream 2 öffnen – KRITIK Mit der Forderung, die Versorgung über eine Inbetriebnahme von Nord Stream 2 abzusichern, holt sich der FDP-Mann aber eine blutige Nase. (Carsten Hoffmann, Stefan Heinemeyer, dpa)

Aus Erfahrung Gut.

Kapitalismus: die Sucht zu konsumieren.

Man geht dorthin, wo man willkommen ist.

Typisch Kapitalismus: es wird versucht, jeden Furz zu monetarisieren.

Der Rest ist Schweigen.

 

ARD-Spitzen kritisieren rbb-Leitung.

UN-Generalsekretär Guterres in Istanbul.

Ukraine: Angriff auf Siedlung nahe Atomkraftwerk.

Tag der offenen Tür der Bundesregierung.

 

19.8.22

Unser fetter Bacchus, der seine dicken Schenkel über ein Faß geschlagen in der Rechten sein Baßglas hält, muß wieder zu jenem sanften Gott der Alten zurückgebracht werden. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Das Bestreben, möglichst „frei von Beziehungen“ und „frei für Geldvermehrung und Konsum“ zu sein, ist Teil der Dynamik, die uns arm macht. Doch nicht nur das: Es ist eine Scheinfreiheit, denn sie macht uns in hohem Maße abhängig von Geld. Für diese Scheinfreiheit opfern Menschen viel kostbare Lebenszeit und arbeiten in Jobs, an denen ihnen nichts liegt.“ (Vivian Dittmar, S. 106)

„Als klug, wohlhabend und erfolgreich gilt derjenige, der nach der Maxime des Homo oeconomicus handelt: rein rational, streng auf den eigenen ökonomischen Vorteil bedacht, also monetär gewinnbringend … All unser Handeln allein auf die Maximierung des ökonomischen Vorteils auszurichten führt zu unsichtbaren Formen von Armut – zu innerer und kultureller Armut -, da wir andere Formen von Wohlstand nicht kultivieren. Diese werden dem überproportionalen Anhäufen von Materie geopfert.“ (S. 111)

Christian Felber, Geld, die neuen Spielregeln.

Charles Eisenstein, Ökonomie der Verbundenheit.

„Kapitalismus ist auf Hyperkonsum angewiesen, also auf Konsum, der über unsere tatsächlichen Bedürfnisse hinausgeht. Je mehr wir konsumieren, desto erfolgreicher ist der Kapitalismus laut seinen eigenen Erfolgskriterien. Um es krass zu sagen: Süchte sind das Konsummuster, das aus kapitalistischer Sicht am Erfolg versprechendsten ist. Je mehr unser Leben von Ersatzbefriedigungen und damit von Süchten bestimmt ist, desto stärker leiden wir an jenem Durst, der unlöschbar zu sein scheint.“ (S. 128)

Der Rest ist Schweigen.

 

in kriminelle Cum-Ex-Geschäfte verwickelt.

Gazprom kündigt Gas-Lieferstopp an.

Mehrwertsteuersenkung auf Gas stößt auf Kritik.

Russland für Inspektion von Atomkraftwerk.

Alarm für die Oder in Breslau, gefährliche Algen als mögliche Ursache.

 

18.8.22

Lieber Freund, du kleidest deine Gedanken so sonderbar, daß sie nicht mehr aussehen wie Gedanken.

Sage mir, ob dieser nicht seltsam gekleidet ist, und du sollst alle die meinigen nackend sehen, ehe sie doch meine Sinnen mit ihrer Livree bedecken. Es ist eine Schande, die meisten unserer Wörter sind mißbrauchte Werkzeuge, die oft noch nach dem Schmutz riechen, in dem sie die vorigen Besitzer entweihten. Ich will mit neuen arbeiten oder, ohne so viel Luft dazu zu brauchen, als ein Sommervogel aussumst, nur mit mir selbst in alle Ewigkeit sprechen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Seit den 1970er Jahren wurden die Spitzensteuersätze weltweit wieder gesenkt. Heute zahlt ein Milliardär in den USA weniger Steuern als sein Sekretärin. Dieses Vorgehen wurde damit gerechtfertigt, dass Steuererleichterungen es den Reichen ermöglichen würden, die Gewinne so zu investieren, dass auch die Armen davon etwas abbekommen. Diese Rechnung ist offenbar nicht aufgegangen, auch wenn Bill Gates das aus naheliegenden Gründen lieber anders darstellt.“ (Vivian Dittmar, S. 66)

Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt, sagt die Welt, dass er zu früh geht …

„Der Turbokapitalismus hat diesen Dauerstress in einen Druck übersetzt, ständig zu konsumieren. Wer seinen Status halten will, muss alle paar Jahre das Auto gegen ein neueres ersetzen, genauso das Smartphone. Die Modeindustrie wechselt ständig die angesagten Farben und Schnitte, um uns dazu zu zwingen, die Garderobe zu erneuern, bevor sie abgetragen ist – am besten vier Mal im Jahr. Wer nicht mitzieht, wird gleich erkannt. Diese Masche wurde in den letzten Jahren auch zunehmend auf die Inneneinrichtung ausgeweitet … Den eigenen Status zu halten ist eine Sisyphusarbeit. Sie gleicht der Anstrengung, eine Rolltreppe gegen die Fahrtrichtung hochzulaufen. Bleibst du stehen, fällst du zurück. Status ist heute alles andere als statisch – oder?“ (S. 68)

„Zunehmende Ungleichheit und der damit einhergehende Anstieg von Statusangst, Minderwertigkeitsgefühlen und Narzissmus führen zu einer Gesellschaft, in der Schein wichtiger ist als Sein. All das führt zu einem sozialen Klima, in dem die Anstrengungen, einem bestimmten Bild zu entsprechen, zunehmen und es immer riskanter wird, einfach man selbst zu sein. Die sogenannte Gefahr der sozialen Bewertung führt nachweislich zu sehr hohen Stresspegeln. Das hat zur Folge, dass Menschen den Kontakt zu anderen als sehr anstrengend empfinden und sich immer mehr zurückziehen. Das Gefühl, ausgeschlossen zu sein, aktiviert jedoch die gleichen Gehirnregionen wie körperlicher Schmerz. Wie wir es machen, ist es verkehrt.“ (S. 72)

„Echter Wohlstand ist etwas, das wir lediglich kultivieren können, wie einen Garten. Er braucht Pflege, Wissen, Aufmerksamkeit, die richtigen Bedingungen und ganz viel Geduld. Hohe Ungleichheit in einer Gesellschaft oder auf einen Planeten und die damit einhergehende Fixierung auf Äußerlichkeiten, Materialismus und Status sind widrige Bedingungen für das Kultivieren eines solchen Gartens. Das ist wie in einer Wüste. Doch es ist möglich. Und je mehr wir uns mit anderen zusammentun, desto einfacher wird es, gemeinsam kleine Oasen entstehen zu lassen, in denen echter Wohlstand gedeihen kann.“ (S. 86)

„Wenn du bereit bist, Abstriche bei deinem Status hinzunehmen, dann kannst du vermutlich noch viel mehr Zeit und Energie in echten Wohlstand investieren.“ (S. 95)

Der Rest ist Schweigen.

 

Mehrwertsteuer auf Gas wird gesenkt auf 7%.

Krisendiplomatie in der Ukraine.

Baugenehmigungen sinken auf 2,1%.

Masern-Impfpflicht ist verfassungsgemäß.

STIKO empfiehlt zweiten Booster ab 60 Jahren.

Verkehrsgerichtstag zu E-Skootern.

Sexualisierte Gewalt im Schwimmsport.

 

17.8.22

Ein gewisser Freund, den ich kannte, pflegte seinen Leib in drei Etagen zu teilen, den Kopf, die Brust und den Unterleib, und er wünschte öfters, daß sich die Hausleute der obersten und der untersten Etage besser vertragen könnten. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Schutt zum verschenken

Beim Fahren blitzt die Morgensonne zwischen den Bäumen.

„Der eine hat gar kein Geld und ist innerlich reich, wodurch es ihm gelingt, auch seine materiellen Bedürfnisse abzudecken. Der andere hat weit mehr Geld als er bräuchte, um seine materiellen Bedürfnisse zu stillen, und ist offenbar innerlich arm, was ihn sehr unglücklich macht. Ich habe diese beiden Pole hier angeführt, um aufzuzeigen, dass es neben der sichtbaren materiellen Arm-Reich-Skala eine zweite gibt, die offenbar sehr wenig mit finanziellen Mitteln zu tun hat.“ (Vivian Dittmar, S. 32)

„Der Psychotherapeut Stanton Peele, Autor eines Buches über Suchttherapie, formulierte es wie folgt: „Die Sucht nach Reichtum ist bezeichnend für eine Gesellschaft, in der Sinn und sozialer Status ausschließlich durch die Anhäufung von Reichtum erlangt werden. Am einfachsten lässt es sich als … Leere und Abwesenheit von nachhaltigen Werten, Gemeinschaft, und Lebenssinn beschreiben, weshalb Reichtum, Geld und Besitz als glitzernder, attraktiver, süchtig machender Ersatz angestrebt werden.“ (S. 37)

„Die Quintessenz der jahrzehntelangen, akribischen Forschungsarbeit von Wilkinson und Pickett lautet: Ungleichheit macht krank. Je größer die Ungleichheit in einer Gesellschaft ist, desto kranker sind alle Teile dieser Gesellschaft. Doch was genau ist mit „krank“ gemeint? Zum einen psychische Krankheit: Je stärker die Ungleichheit in einem Land, desto mehr Menschen leiden an psychischen Erkrankungen wie Depression, psychotischen Symptomen, Schizophrenie und narzisstischen Persönlichkeitsmerkmalen.“ (S. 44)

Der Rest ist Schweigen.

 

relativiert Holocaust, Union: Antwort des Kanzlers kam zu spät; Abbas sei das Problem, nicht Scholz.

Probleme bei Grundsteuer-Erklärung.

Waldbrände in Portugal und Spanien.

„Das Boot“, bahnbrechender Durchbruch, ein Ausnahmetalent und Macher.

 

16.8.22

Montags den 10. Dec. 1770 setzte ich meinen Wahlspruch Whim fest, denn es ist nicht Whim, in dieser Welt einmal sein wollen, was wir sein wollen. Wir sind immer etwas anderes, das von Gebräuchen der Vor- und Mitwelt abhängt, ein leidiges accidens eines Dings, das keine Substanz ist. Ist denn die menschliche Natur ein Ding, das seinen Kopf im Paradies und seinen Schwanz am andern Ende der Ewigkeit hat und dessen Glieder Homöomerien des Ganzen sind? (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Wenn in ein narzisstisches Abwehrsystem zusammenbricht, droht immer eine schwere Krise. Anstand und Bildung stehen in einer Notzeit immer auf der Verliererseite. Gehen ordnende Strukturen verloren, drohen chaotische Verhältnisse, in denen die dumpfen und primitiven Kräfte die Oberhand gewinnen können; denn dank ihrer intellektuellen Begrenzung und psychischen Unreife haben sie keine moralischen Skrupel, ihre Überlebensinteressen „brutalstmöglich“ zu behaupten.“ (H.-J. Maaz, S. 282)

Vivian Dittmar, Echter Wohlstand – Warum sich die Investition in inneren Reichtum lohnt, Ein Plädoyer für neue Werte, Kailash Verlag, München, 2021, eBook.

Der Rest ist Schweigen.

 

Belieferung von LNG-Terminals, die Anlagestellen sind noch im Bau, „allein reicht das nicht“.

Mehrwertsteuer auf Gasumlage bleibt.

wieder Explosionen auf der Halbinsel Krim, Russland: „Sabotage“, Sorge um Sicherheit der Nuklearanlage, Sorge um Atomunglück, Jodtabletten besonders gefragt.

Kenia: Odingo will Wahlergebnis anfechten.

Ataman stellt Jahresbericht vor (Antidiskriminierungsstelle), Gleichbehandlungsrecht muss reformiert werden.

Keine Ermittlungen gegen Kanzler Scholz.

An der Aufklärung werde intensiv gearbeitet (RBB).

Lebenslange Haft für Amokfahrer von Trier.

fast 100 Tonnen toten Fisch aus der Oder geborgen.

 

15.8.22

Unter den heiligsten Zeilen des Shakespeare wünscht ich, daß diejenigen einmal mit Rot erscheinen mögten, die wir einem zur glücklichen Stunde getrunkenen Glas Wein zu danken haben. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Konkurrenz ist zunächst kein natürliches Handeln, oder ein unmoralischer Verhaltensstil, den man einfach abändern könnte, sondern ein zwingendes Werkzeug unserer heiligen Konsumwirtschaft. So hängt die ständige Verschärfung der Gegnerschaft im Lohnarbeitssystem mit gewaltsam sich durchsetzenden Konzernstrategien auf den Weltmärkten zusammen, die auch von der Politik mitgestaltet wird. Insofern kann man den Einzelnen nicht verantwortlich für diese Verhältnisse machen, denn es herrschen objektive Verhaltenszwänge. Obwohl die Unfreiheiten sich also durch eine unpersönliche Sache entwickeln, schlagen sie sich in die Psyche und im Verhalten der Menschen nieder. Die Individuen sind gezwungen, wenn sie aufeinander stoßen, den jeweils anderen zu schädigen, so dass einer auf der Wegstrecke liegen bleibt.“ (H. Hoppe, S. 177)

„Da drehen sich täglich viele Millionen Waschmaschinen mit einem neuen Waschmittel, wundersame Staubsauger stöhnen und Abermillionen Autoräder rollen an Wochenenden zu Restaurants. Dieser zur Schau getragene symbolische Konsum ist eine klägliche Fassade, die folgsam zu beschaffen ist. Diese Fassadenelemente werden über Medien als etwas Selbstverständliches in unser Alltagsbewußtsein eingewoben.“ (S. 18=)

„Dieses Musterwesen will ja nur das Wohlige für sich. In unserer passiven Handygesellschaft ist Kritik an der Wirtschaftsordnung verlogen. Aktiv sind die Subjekte nur noch vor Geldautomaten, in Konsumhallen und auf kompensierende Urlaubsreisen.“ (S. 189)

„Es müssen immer mehr Warenhaufen in immer größer gebauten Konsumpalästen gebaut werden. Deshalb darf die Verzauberung durch eine Ware nicht lange anhalten. Große Müllwagen fahren täglich durch Städte, und kippen dann das Entzauberte in riesige Verbrennungsöfen. Junge einsame Menschen irren mit einem Handy durch Straßen, warten auf eine Botschaft, eine lang ersehnte Anerkennung, doch sie erblicken nur Werbung von Konzernen. Die jungen Menschen ahnen nicht, dass Handys vorrangig Instrumente internationaler Konzerne sind, um ihre Wege und Konsummuster zu lenken. …“ (S. 196)

„Die große und bewegende Frage sollte sein, wie das herrschende Wirtschaftssystem in unser Privatleben gelangte, und das Profitstreben die Menschen erzieht. Wir müssen auch unseren Blick von dem ökonomischen Kreislauf abziehen und auf die sozialpsychologischen Prozesse der Vergesellschaftung lenken. Der Ort des Übels ist dann nicht nur im Geld zu suchen, sondern zugleich in den Subjekten. Sie benutzen, wie in der Tier- und Pflanzenwelt zu beobachten, Lockmittel, um andere für sich arbeiten zu lassen. Offensichtlich wird dieses Handeln in unserer Gesellschaft immer mehr bejaht. Denn das Kosten-Nutzen-Kalkül hat sich in vielen tief eingenistet. Auch Politiker sollten sich fragen, von welchen Menschen sie trotz hoher Arbeitslosigkeit und Millionengehälter für Manager, Rohstofffraß und Armut immer wieder gewählt werden.“ (S. 201)

„Wer sich durch grenzenlose Wettbewerbs- und Anpassungsfähigkeit auszeichnet, und mit einem fügsamen Konsumverhalten zum allgemeinen Wohl der Konzerne beiträgt, der bekommt im wahren Sinne des Wortes ein hohes Ansehen.“ (S. 202)

Der Rest ist Schweigen.

 

Höhe der Gasumlage steht fest: 2,419 Cent/kWh, ab Oktober, zunächst für drei Monate, J. Spahn: „Gasgrundbedarf“ (ebenso die Linke).

Scholz zu Gesprächen in Norwegen (90% des Energiebedarfes durch Wasserkraft)

Russland will Inspektion des AKW in der Ukraine zulassen.

Afghanistan nach einem Jahr der Machtübernahme, Wirtschaft ist eingebrochen, keine politische Alternative.

Kenia: Vizepräsident Ruto als Wahlsieger erklärt.

einzigartig in der Geschichte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

 

14.8.22

Die Natur des Menschen erfordert es und die Natur des Affen selbst ist nicht abgeneigt es anzunehmen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Helmut Hoppe, Die gelenkte Masse – Wie die Eliten mit Verlockungen hoffende Menschen in die Marktverwertung treiben, eBook.

„Die Verängstigung der Masse ist der Dünger für die Herrschaft der Vermögensbesitzer.“ (H. Hoppe, S. 7)

„Den wirtschaftlichen Nutzen, die Unternehmer aus Arbeitnehmern ziehen können, ist jedoch nur möglich, wenn Lohnabhängige dazu erzogen werden, sich nur in ökonomische Zwecke einzunisten.“ (S. 23)

„Gute Konsumente wie auch Lohnabhängige sollen glauben, dass sich Glück oder Unglück von ihren privaten Wünschen abhinge und nicht von Marktgesetzen beherrscht werden.“ (S. 24)

Was man nicht besitzt, kann man auch nicht verlieren.

„Das Gehabe, die eigene Aufnahme in die begehrte Gesellschaftsschicht zu sichern, auch wenn andere Menschen dadurch verstummt am Wegrand liegen bleiben, genießt hohes Ansehen.“ (S. 64)

„Den Gärtnern des Kapitalismus wird die Tür zur Umgestaltung des Lehrbereiches von Politikern weit geöffnet, um auch diesen Raum sowohl ideologisch sowie auch marktfertig zu ihren Gunsten umzugestalten. Junge Menschen müssen frühzeitig auf ein Konsumentenleben vorbereitet werden. Das sind die Investitionsprogramme der Zukunft. Jugendliche sollen mehr ökonomische Kompetenz erreichen, um das System später zu akzeptieren.“ (S. 83)

„Schulen als Zulieferbetriebe für die Unternehmen, das sind Institutionen für die Zukunft. Denn tatsächlich ist es um diese Investition in Deutschland nicht besonders gut bestellt. Wir sind noch nicht alle gute und willige Konsumenten, wir müssen noch lernen mehr wegzuwerfen.“ (S. 85)

„Noch befindet sich Deutschland in einem wachsenden neoliberalen Wachstumsstadium, denn in England lebt bereits jedes vierte Kind in Armut und in unserem Land erst jedes fünfte. Doch die Weichen sind schon in eine feine Richtung gestellt, denn für die Elite entwickelt es sich vorzüglich.“ (S. 92)

„Eine Exportnation erkauft ihre Weltmeisterschaft mit Armut im eigenen Land.“ (S. 101)

„Diejenigen, die Arbeitslose verurteilen, müssen mit der gleichen Schärfe die grausamen Bedingungen verurteilen, wodurch Arbeitslosigkeit entsteht.“ (S. 113)

„An der Privatsphäre der Familien rütteln und zerren geringer Lohn und Frustration, oder auch hochwertiger Konsum und Überfluss. Konsumieren wirkt immer erlösend oder dazu gehörend. Der Ort und Ausmaß des Kaufens entscheidet darüber, ob Bürger sich dem Milieu, das sie atmend umgibt, auch wirklich zurechnen dürfen. Das Niveau des Kaufens wird gesellschaftlich vorgegeben, ist sozial erwünscht. Jemand, der nicht mithalten kann oder nicht mithalten will, wird isoliert und mit Häme übergossen.“ (S. 120)

„Die Menschen müssen lernen zu konsumieren, zu konsumieren wann das System es will und wie viel das System will.“ (S. 125)

„Die Konsumgesellschaft ist eine Art von Gesellschaft, die den Wettstreit um den besseren Lebensstil propagiert. Arbeitslosigkeit ist keine Voraussetzung für die Mitgliedschaft in dieser Gesellschaft. Nur eines ist wenigen klar: auf einem Arbeitsmarkt, der von mächtigen Konzernen beherrscht wird, haben Arbeitslose aktuell keine Chancen. Ursache der Umstände aus dem Rennen zu sein, verdanken sie wirtschaftlichen Spielregeln, die in Vorstandsetagen ausgedacht wurden.“ (S. 140)

„Der größte Teil der überzähligen Arbeitsmenschen wird vielmehr über ein Maßnahmenpaket weiter an ein wackeliges Erwerbssystem gebunden und somit dürftig integriert, denn Arbeit auf dem gehobenen Markt ist nur einer bestimmten Schicht zugedacht. Dieses ist kein Arbeitsmarkt, es ist ein neoliberales Unterdrückungssystem.“ (S. 152)

Der Rest ist Schweigen.

 

„Wir brauchen die Entlastung – sofort!“

IB Metall lehnt Nullrunde ab.

Deutsch-polnisches Treffen wegen des Fischsterbens, Sicherheitsmaßnahme für ganz Westpommern.

UN-Kommisarin zu Besuch: Lage der Rhohingya in Bangladesch, „Völkermord begangen“.

Streit bei Auszählung der Wahl in Kenia.

660.000 Hektar Land in ganz Europa abgebrannt.

Salman Rushdie auf dem Weg der Besserung.

RBB-Rundfunkrat.

 

13.8.22

Ich fand ihn in seiner Stube, die Hose bis an die Knie herunterhängend und mit einem Messer in der Rechten, Jedermann, der ihn so gefunden haben würde, würde geglaubt haben, er wolle sich kastrieren, er hatte eben die Hosen, die ihm geplatzt waren, mit einem langen Bindfaden zugebunden, den er beschäftigt war abzuschneiden. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Corona-Sommer-Welle flacht ab (dpa)

Olympia fehlt die Botschaft – was Sport bedeutet, haben die Spiele vergessen (Hans Böller, NN)

Kanzler der ruhigsten Hand – Scholz liefert, was anderen fehlt: Stabilität (Alexander Jungkunz, NN)

Schröder verklagt Bundestag – ALTKANZLER Es geht ihm um die verlorenen Sach- und Personalmittel und Sonderrechte. (Harald Baumer, NN)

Missbrauchsbeauftragte greift Kardinal Woelki an (dpa)

Friedensmission vorerst ausgesetzt – KONSEQUENZEN Seit fast zehn Jahren ist die Bundeswehr in Mali im Einsatz. Das westafrikanische Land ist weiterhin instabil. (Jörg Blank, Lucia Weiß, Axel Hofmann, dpa)

Angriff auf offener Bühne: Autor am Hals verletzt – ATTENTAT Im US-Bundesstaat New York stach ein Mann auf den preisgekrönten Schriftsteller Salman Rushdie ein. (Benno Schwinghammer, Christoph Meyer, Larissa Schwedes, dpa)

Starke Erwärmung der Arktis – FORSCHUNG Finnische Forscher legen alarmierende Erkenntnis vor. (dpa)

Verdi legt sich erneut mit Amazon an (dpa)

Pegel am Rhein nur noch knapp über 40 Zentimeter (dpa)

„niemand sonst weiß Dank zu erstatten als der Weise, er, der mehr Freude hat über eine von ihm erwiesene und als von ihm empfangene Wohltat.“ (Seneca)

„Herdenmenschen“ (Seneca)

„Glückseligkeit erreicht man nicht durch Anhäufung von Besitz, Macht und oberflächlichen Vergnügungen, sondern nur durch ein vernunftgemäßes und tugendhaftes Leben.“ (Elenor Jain, S. 156)

„Massengeselligkeit ist durch die Wucht der Einstimmigkeit für uns eine Schule der Fehler. Mögen wir auch sonst nichts für unser Seelenheil tun, die Abgeschiedenheit ist doch an und für sich schon von Nutzen. Wir werden uns bessern, wenn wir vereinzelt sind.“ (Seneca)

„Nicht das Leben, das wir empfangen, ist kurz, nein, wir machen es dazu; wir sind nicht zu kurz gekommen, wir sind vielmehr zu verschwenderisch.“ (Seneca)

Der Rest ist Schweigen.

 

FBI stellt streng geheime Dokumente sicher.

Salman Rushdie nach Attentat notoperiert.

Tausende Ortskräfte weiter in Afghanistan, Partnerschaftsnetzwerk.

„Weißer Ring“ kritisiert bürokratische Hürden bei der Hilfe.

Landwirte sorgen sich um Ernteerträge, bis 40% Einbußen.

 

12.8.22

Es ist ein Fehler, den der bloß witzige Schriftsteller mit dem ganz schlechten gemein hat, daß er gemeiniglich seinen Gegenstand eigentlich nicht erleuchtet, sondern ihn nur dazu braucht, sich selbst zu zeigen. Man lernt den Schriftsteller kennen und sonst nichts. So hart es auch zuweilen widergehen sollte, eine witzige Periode wegzulassen, so muß es doch geschehen, wenn sie nicht notwendig aus der Sache fließt. Diese Kreuzigung gewöhnt allmählig den Witz an die Zügel, die ihm die Vernunft anlegen muß, wenn sie beide zusammen mit Ehren auskommen sollen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Zum Narzissmus gehört die Fassade der Coolness und Souveränität, deshalb werden Gefühle in aller Regel verachtet. Ist ein Narzisst hingegen wieder imstande zu weinen, ist das ein Zeichen beginnender Gesundung, soweit das überhaupt möglich ist und von der Umwelt zugelassen wird. Zum Narzissmus gehören aber auch die falschen, die hysterischen Gefühle, die dazu führen, dass ein „Gefühlsmacher“ gar nicht verstehen kann, was mit „fühlen“ gemeint ist, denn er wähnt sich ja als ein gefühlsbetonter Mensch.“ (H.-J- Maaz, S. 240)

„Die Gier ist das narzisstische Symptom der Wachstumssucht, mit der Konsequenz, dass ein anderes Gesellschaftsmodell, das ohne materielles Wachstum auskäme, gar nicht für möglich gehalten wird – ähnlich wie bei Drogensüchtigen, die sich ein abstinentes Leben gar nicht mehr vorstellen und es nur in äußerster Not und dann von schweren Entzugssymptomen begleitet erreichen können. Auch dem Durchschnittsbürger verleiht die Gier im ständigen Bemühen um kleine Profite und im ständigen Konsumstress eine permanente Ablenkung vom inneren Befinden. Die Lust am materiellen Zugewinn, an Konsum und dem individuellen kleinen Wohlstand kann zwar zur wesentlichen Lebensaufgabe werden, aber alle Erfolge, die sich damit verbunden einstellen, erlösen doch nicht narzisstischen Bedürfnisschmerz.“ (S. 255)

„Das Volk als „Souverän“, die Wahlfreiheit und die psychische Reife des Wählers sind die größten Illusionen unseres demokratischen Systems.“ (S. 256)

„Das kapitalistische System wird von narzisstischen Kompensationsprozessen beherrscht und müsste tatsächlich ursächlich verändert werden; die in die Fehlentwicklung involvierten Regierungen sind nicht mehr imstande, das zu leisten. Aber auch die Menschen gehen meistens bislang nur auf die Straße, wenn es um ihr Einkommen geht, nicht aber, um ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.“ … „Und wer sind  die Märkte, die die Politiker vor sich herjagen, weshalb ist die reale Macht an irrationale Prozesse abgegeben worden? Mein Antwort lautet: Wenn selbstwertgestörte Menschen in die Politik gehen, um ihr narzisstisches Defizit durch Macht aufzuwerten, sind sie nicht ihrer selbst mächtig, sondern gejagt vom Erfolgszwang, die ihnen von außen diktiert wird. Und dort entfalten vor allem die versammelten Kräfte narzisstisch begründeter Gier ihre Wirkungsmacht, um dem Mangel an Selbstwert ein „goldenes“ Kostüm zu schneidern.“ (S. 264)

„Der Sozialismus ist gescheitert, weil die Menschen mehr haben wollten, als zu bekommen war, der Kapitalismus scheitert, weil die Menschen mehr verbrauchen, als sie verdient haben. Der Maßstab des „Verdienstes“ orientiert sich nicht an der Realität, sondern an der irrationalen narzisstischen Bedürftigkeit. Das Leben auf Pump bringt ins Bild, dass die Realität des Lebens missachtet wird und einer trügerischen Hoffnung weichen muss.“ (S. 267)

Juliet B. Schor, Wahrer Wohlstand – Mit weniger Arbeit besser leben, Aus demAmerikanischen von Karsten Petersen, Oekom Verlag, München. 2016, eBook.

Elenor Jain, Zur Aktualität der stoischen Lebensweise im Zeitalter der Globalisierung, eBook.

„Schau dich lieber nach einem irgendeinem bleibenden Wert um; es gibt aber keinen (anderen) als den, den der Geist in sich selber findet. Die sittliche Vollkommenheit allein bietet fortwährende, sorglose Freude.“ (Seneca, im 27. Brief an Lucilius)

Der Rest ist Schweigen.

 

Dürre erschwert Binnenschifffahrt.

Erhöhte Werte von Quecksilber in der Oder.

Corona-Werte sinken wieder.

Bundeswehreinsatz in Mali ausgesetzt.

Verordnungen zum Energiesparen.

Altkanzler Schröder fordert sein Büro zurück.

Entschädigung vom Attentat 1972 in München finden keine Einigung.

Autor Salman Rushdie niedergestochen worden.

 

11.8.22

Kein Wunder, daß sich Stutzer so gerne im Spiegel sehen, sie sehen sich ganz. Wenn der Philosoph einen Spiegel hätte, in welchem er sich so wie jener ganz sehen könnte, er würde nie davon wegkommen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Wird dem Narzissten die „Spielwiese“ seiner Eitelkeit entzogen, ist er in seinem Überlebenskampf schwer bedroht und sieht sich zu einem raschen Wechsel des „Objekts seiner Begierde“ gezwungen.“ (H.-J. Maaz, S.110)

Keine Zeit für nichtfruchtende Tätigkeiten.

„Narzisstisch bedürftige Menschen machen sich zu Junkies der medialen Angebote, der Sintflut von sinnloser, überflüssiger und verwirrender Information aus dem Internet und der Erreichbarkeit über das Handy.“ (S. 128)

„Die narzisstische Störung macht tatsächlich „blöd“, engt erheblich den Erkenntnisspielraum ein und ist den Betreffenden, darunter erfolgreiche Wissenschaftler, rhetorisch versierte Politiker und Manager, nicht anzumerken.“ (S. 155)

„Sehr viele Frauen tragen ihr narzisstisches Defizit zu Markte: Mode, Kosmetik und Diäten sind ein Milliardengeschäft mit der narzisstischen Not der Frauen.“ (S. 157)

„Der Narzisst ist zur Empathie nicht fähig. Die ausschließliche Fixierung auf sich selbst sichert sein Überleben, da er sein Leben als nicht gesichert erlebte. Ein anderer wird nur insoweit gesehen und verstanden, als er zur Selbstbestätigung taugt. Das Gegenüber wird danach „gescannt“, inwiefern es als Selbstobjekt verwendbar ist oder verwendbar gemacht werden kann. Der Wert des anderen ergibt sich nicht aus dessen Sein an sich, sondern aus dessen Nutzen für die narzisstische Regulation. Von einem Narzissten geschätzt und „gemocht“ zu werden, bedeutet also nicht sehr viel – man ist auf keinen Fall wirklich gemeint, kann aber durch die Verwendbarkeit (für narzisstische Größe oder narzisstische Selbstabwertung) so lange höchste Zuneigung erfahren, wie dadurch die narzisstische Regulation gesichert wird.“ (S. 194)

Der Rest ist Schweigen.

 

Scholz kündigt weitere Entlastungen an, „Wir werden helfen“, Gratwanderung versucht.

Kritik an Lindners Steuerplänen.

weiter Finanzhilfe für die Ukraine (1,5 Mrd. €).

Ärzte beklagen Überlastung, die Politik müsse eingreifen, so der Marburger Bund.

Massiver Fischsterben in der Oder, ökologische Katastrophe, Verdacht auf Umweltdelikt.

Gletscher schmelzen schneller als erwartet.

Waldbrände im Südwesten Frankreichs.

Achterbahn-Unfall in Günzburg.

Messerattacke in Wuppertal.

Untreue und Vorteilsannahme.

Ruhrtriennale 2022 eröffnet.

 

10.8.22

Es ist eine Frage, welches schwerer ist, zu denken oder nicht zu denken. Der Mensch denkt aus Trieb, und wer weiß nicht, wie schwer es ist, einen Trieb zu unterdrücken. Die kleinen Geister verdienen also würklich die Verachtung nicht, mit der man ihnen in allen Landen zu begegnen anfängt. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Starlink (frontal)

„Alle herausragenden Leistungen im Sport, in der Wissenschaft, in der Kultur und Politik sind der Kompensation von Minderwertigkeitsgefühlen verdächtig; denn nur die bittere Kränkung und der schmerzhafte Stachel der Selbstzerstörung liefern den Ehrgeiz, die Energie, im Grunde den Mut der Verzweiflung, um die Anstrengungen auf sich zu nehmen, großartige Leistungen zu vollbringen und unbedingt Sieger werden zu wollen.“ (H.-J- Maaz, S. 25)

„Die Selbstunsicherheit ist die Schwester der Minderwertigkeit.“ (S. 31)

„Der Narzissmus akzeptiert keine Wahrheit.“ …“Idealisierung und Entwertung sind das Geschwisterpaar narzisstischer Lebenskultur.“ (S. 34)

„Die Kränkbarkeit ist die Achillesverse jeder narzisstischen Störung.“ (S. 37)

Werte erkennen.

„Ein Narzisst im Größenselbst ist ein Mensch, der (nicht selten bei kleiner Statur) als „groß“, als wichtig und bedeutend gesehen werden will und auch von sich selbst glaubt, jemand Besonderes zu sein, der Aufmerksamkeit, Anerkennung, Vorrechte und besondere Zuwendung wie selbstverständlich verdient.“ (S. 44)

„Der Narzisst braucht Sekundärbestätigung, mit ständiger Kritik kann er schwer leben, aber als Verlierer darf er nicht vom Platz gehen, sonst bricht die mühsam aufgebaute Abwehr zusammen und alle kompensierenden Bemühungen drohen ihren Wert zu verlieren.“ (S. 77)

„Der Narzisst fühlt sich eben nur dort wohl und geht nur dorthin, wo er auch ausreichend gesehen und gewürdigt wird. Wenn die Bestätigung ausbleibt oder sogar Ablehnung zu befürchten ist – der labile Selbstwert hat hochempfindliche Wertschätzungsantennen entwickelt, um einer möglichen Kränkung rechtzeitig vorzubeugen – dazu zieht sich der Narzisst zurück.“ (S. 78)

„Gier ist nicht Ausdruck einer normalen menschlichen Wesensart, sondern immer ein Krankheitssymptom.“ (S. 87)

„Die Schuldengesellschaft ist eine kollektiv ausgeformte Suchterkrankung, bei welcher der Staat der Drogenproduzent, die Banken die Dealer, die Wirtschaft das Drogenkartell und die Bürger die Abhängigen sind.“ (S. 89)

„Phagozytose“ (H.-J. Maaz)

„Der Narzisst ist stets in einer sozialen Lüge befangen, im schützenden Selbstirrtum und einer kultiviert-verlogenen Fremdbewertung.“ (S. 101)

„Wirkliche Liebe wird geschenkt oder eben nicht.“ (S. 102)

Der Rest ist Schweigen.

 

Lindner stellt Pläne zur Entlastung vor, steuerliche Entlastungen gegen die Inflation, Vorstellungen in der Koalition sehr unterschiedlich.

Grund für Explosionen auf der Krim unklar, „die Krim ist ukrainisch“.

Wasserknappheit in Teilen Frankreichs.

Trinkwasserbrunnen in deutschen Städten.

München feiert mit ganz Europa.

 

 

9.8.22

Man könnte also deutsche Gesellschaften als ein Kabinett ansehen, worin oft ein philosophischer Ältester junge Affen, in ihrer Überzeugung große Geister zu sein, wie in einem leichten Spiritus aufbewahrt, um daraus Glieder zu der Kette zu finden, mit welcher der Gelehrte an dem Kopisten anhängt. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Es hätte VW übrigens nur 300 bis 500 Euro pro Fahrzeug gekostet, um damit die strengen Abgasnormen in den USA einzuhalten.“ (Jens Katermann, Chefredakteur der auto motor und sport)(K.G. Scheible, S. 260)

„Vertrauen in die Technik macht Manipulationen erst möglich.“ (S. 262)

„Blindes Vertrauen in digitale Technik macht uns zu Opfern.“ (S. 265)

„Wir verlernen durch Technik, komplexe Aufgaben selbst zu lösen.“ (S. 272)

„Neuerungen sind unbequem, also lieber in der Komfortzone bleiben.“ (S. 273)

„Zu wissen, was hinter den Kulissen geschieht, trübt die Freude am Produkt.“ (S. 278)

„Konsequent werden Marken- und Produktversprechen gebrochen.“ (S. 280)

„Ins Kalkül gehört sogar die Täuschung öffentlicher Stellen.“ (S. 282)

„Gesetz alter Kaufmannskunst: Ein Handschlag gilt.“ (S. 284)

„Für einen Einkäufer sind Verhandlungen nie abgeschlossen.“ (S. 286)

„Windfall“ sorgt für böse Überraschungen bei geschlossenen Verträgen.“ S. 287)

„Extrem hartes Beharren wirkt sich langfristig wirtschaftlich nachteilig aus.“ (S. 289)

„Optimierung: Gut ist eben nicht gut genug.“ (S. 291)

„Hat der Pragmatismus ausgedient?“ (S. 298)

„Das Dogma des Immer-billiger-Prinzips verhindert echte Verbesserungen.“ (S. 300)

Effektivität: „Die richtigen Dinge tun.“, Effizient: „Die Dinge richtig tun.“ (S. 306)

„Grenzen werden vermehrt gedehnt – ja sogar überdehnt.“ (S. 310)

„Manche Autos besitzen keinen echten praktischen Mehrwert für den Alltag.“ (S. 314)

„Die Schere zwischen den Bedürfnissen der Kunden und den Zielen der Unternehmen gehen oft weit auseinander.“ (S. 319)

„Mittlerweile kämpft jeder Anbieter um die Kunden des anderen in dessen angestammtem Terrain.“ (S. 323)

Hans-Joachim Maaz, Die narzisstische Gesellschaft – Ein Psychogramm, C.H. Beck, eBook.

„Über Wohl oder Wehe des Kindes entscheidet nicht die Erziehungsform, sondern die Beziehungsqualität, das heißt die zumeist unbewussten Überzeugungen, Einstellungen und Motive des elterlichen Handelns.“ (H.-J- Maaz, S. 18)

„Der pathologische Narzissmus entfaltet sich in zwei – einander entgegengesetzten – Richtungen: als übermäßige Selbstliebe (Größenselbst) und als mangelnde Selbstliebe (Größenklein). Beiden Varianten liegt eine wesentliche Störung des Selbstgefühls, der Selbstbezogenheit zugrunde.“ (S. 22)

„Zugespitzt kann man sagen, dass ein gesundes Selbst „charakterlos“ ist.“ (S. 23)

selbst-synton (echt) – selbst-dyston (unecht).

„Die Selbstanlage bringe ich mit, das Ich gestalte ich aus.“ (S. 24)

Der Rest ist Schweigen.

 

EU-Notfallplan zum Gassparen in Kraft.

weitere US-Hilfen für die Ukraine (1 Mrd.)

Russland setzt Kontrolle von Atomwaffen aus.

FBI durchsucht Haus von Ex-Präsident Trump.

Tote und Verletzte im Westjordanland.

Beratungen über Corona-Schutzkonzept.

Georg-Büchner-Preis für Autorin Özdamar.

 

 

8.8.22

Wenn die wilden Schweine dem armen Manne seine Felder verderben, so rechnet man es ihm unter dem Namen Wildschaden für göttliche Schickung an. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Lüneburger Heide: Bachkresse wächst nur, wo das Wasser rein ist, Waldkräuterbutter, Heidschnucken-Weg, Gin aus der Lüneburger Heide. (WDR, Wunderschön)

Dramatische Lieferengpässe, Attac Deutschland: faire Globalisierung, N. Röttgen: alles gleichzeitig, brauchen eine Strategie, Symbolpolitik Pelosis, brauchen ernsthafte Sicherheitspolitik, brauchen Kurskorrektur des Außenhandels, sonst nicht mehr souverän und handlungsfähig, Wohlstandsfrage, aktiv und proaktiv werden; Deutscher Mieterbund: Heizkosten für Millionen Mieter unbezahlbar. (heute journal)

„Die Generation Y sucht nach den Sinn – haben wir Antworten?“ (K.G. Scheible, S. 153)

„Bei Lustlosigkeit gibt es Motivation auf Rezept.“ (S. 154)

„Es gibt Dinge, die sind nicht mit Subventionen auszugleichen.“ (S. 157)

„Werbung war Ärzten in Deutschland bis 2002 grundsätzlich untersagt.“ (S. 162)

„Werden medizinische Einrichtungen zu Wellness-Hotels?“ (S. 163)

„Gesundheit wird erst zum Thema, wenn sie in Gefahr ist.“ (S. 166)

„Es findet ein Wettkampf um jeden Patienten statt.“ (S. 167)

„Kliniken werden unter betriebswirtschaftlichen Kriterien gemanagt.“ (S. 169)

„Zeitdruck und Personalmangel beeinträchtigen den Informationsaustausch.“ (S. 175)

„Auch im Gesundheitsbereich sorgt ein guter Ruf für mehr Kunden.“ (S. 176)

Suche Gräser, Winterhart zu verschenken

„Krankenhäuser wissen nicht mehr, wie sie die Kosten decken sollen.“ (S. 178)

„Dr. Online“ versus Full-Service-Behandlung – zwei widersprüchliche Trends.“ (S. 182)

„Die Analyse der Patientendaten soll beim Sparen helfen, doch der Aufwand verursacht immense Kosten.“ (S. 184)

„Das Ausland lockt junge, deutsche Ärzte.“ (S. 188)

„Bei Debatten ums Geld geraten Fürsorge und Pflege in den Hintergrund.“ (S. 189)

„Die Gesundheit wird zur Ware – oder zum Preis, der gezahlt wird.“ (S. 191)

„Erfolg um jeden Preis wird zur Pflicht.“ (S. 194)

„Der „Herr Direktor“ einer Bank war früher eine Respektsperson.“ (S. 198)

„Nach der Bankenkrise war „Banker“ schon fast ein Schimpfwort.“ (S. 201)

„Manche Bankfilialen können heute nicht einmal Bargeld wechseln.“ (S. 207)

„Die New Economy bot den Banken neue Optionen für ihre Geschäfte.“ (S. 208)

„Das Internet belebte das Geschäft mit Aktien für jedermann.“ (S. 210)

„Peng! Die New-Economy-Blase platzte im Jahr 2000.“ (S. 211)

„Der Fall Göker brachte die Versicherungsbranche zum Umdenken.“ (S. 216)

„Es gibt tatsächlich Banken, bei denen die Interessen der Kunden im Fokus stehen.“ (S. 217)

„Macht es das Vertrauen in die Banken erst möglich, das System derart zu überreizen?“ (S. 222)

„Sparen ist „uncool“ und altmodisch.“ (S. 223)

„Kleine Beträge werden nur dann zum Kaptal, wenn sie ausgegeben , sondern gespart und angelegt werden.“ (S. 225)

Kunden wünschen gerade bei Bankgeschäften einen persönlichen Ansprechpartner.“ (S. 228)

„Online-Banking bedeutet: Die Bank schläft nie.“ (S. 230)

„Vertrauen ist die Basis von Bankgeschäften – und es beruht auf Gegenseitigkeit.“ (S. 231)

„Früher wurden Kredite ohne eingehende Prüfung vergeben. Es zählte das Wort.“ (S. 232)

„Kleinkredite für Selbständige sind für Baken zu kostenintensiv – daher gibt es keine.“ (S. 234)

„Der persönliche Kontakt zur örtlichen Bank zahlt sich aus.“ (S. 237)

„Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen, dennoch zeitlebens unmündig bleiben.“ (Immanuel Kant)

„Der VW-Abgas-Skandal übersteigt das Maß des Erträglichen.“ (S. 242)

„VW ist die Nummer eins der Autobauer, aber zu welchem Preis?“ (S. 244)

„Defekte Klimaanlagen in Zügen – Service für Kunden sieht anders aus.“ (S. 246)

„Wenn Extreme Normalität werden, müssen die Planungen entsprechend geändert werden.“ (S. 247)

„Oft scheint die Technik mit ganz normalen Situationen überfordert zu sein.“ (DB)(S.  249)

Kondratieff-Zyklen (Nikolai D. Kondratieff)

„Im Namen des maximalen Gewinns findet groß angelegter Betrug statt.“ (S. 250)

„Es ist die Gier nach Ruhm, nach Anerkennung. Man steht fassungslos davor und sieht doch immer wieder, wie das endet. VW wird am Ende nicht mehr das sein, was es war.“ (Wolfgang Schäuble, Bundesminister, zur Manipulation von Abgaswerten bei VW-Dieselmotoren)

„Entschädigung, Reparatur oder Ersatz sind einkalkulierte Kosten.“ (S. 255)

„Moderne Motoren haben bis zu 100 Millionen Zeilen Programmcode – mehr als bei einer Boeing 787.“ (S. 258)

Der Rest ist Schweigen.

 

Waffenruhe in Gaza und Israel, der Vermittlung Ägyptens ist er zu verdanken.

US-Senat: Milliardeninvestitionen in Klima und Soziales, größtes Klima-Paket in der US-Geschichte, die USA wollen ein verlässlicher Partner sein, um die Klimaziele von Paris zu erreichen.

Ukraine: weitere schwere Kämpfe im Osten, „niemand wird den Wind aufhalten, der die radioaktiver Strahlung verteilt …“.

China setzt Manöver vor Taiwan fort.

Blinken in Afrika.

Altkanzler Schröder: kein Verstoß gegen SPD-Parteiordnung.

Verdacht der Untreue und der Vorteilsannahme.

Sinkende Pegelstände auf dem Rhein.

 

7.8.22

Lernen, sich selbst zu prüfen und zu belehren, hat so viele Bequemlichkeit und ist nicht so gefährlich, als sich selbst zu rasieren, jedermann sollte es in einem gewissen Alter lernen, aus Furcht irgend einmal der Raub eines übelgeführten Schermessers zu werden. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Die süßen Trauben der Selbständigkeit werden sauer.“ (K.G. Scheible, S. 99)

Dreimal war ich da, und du hast mich nicht erkannt. (Bayern 1)

„… if you believe in the power of magic, I can change your mind …“

„Rein finanzgetriebenes Denken ersetzt die Suche nach neuen Wegen.“ (S. 110)

„Das Einkommen reicht oft nur gerade so, um die Kosten zu decken.“ (S. 116)

„Die hohen Mindestbeiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung belasten Selbständige mit niedrigem Einkommen zusätzlich.“ (S. 121)

„Wenn Arbeit sich nicht mehr rechnet, geben viele die Selbständigkeit auf.“ (S. 124)

„Zwischen zwei und drei Jobs zu pendeln, ist in den USA längst Alltag.“ (S. 125)

„Ist Motivation messbar und wenn ja, dann wie?“ (S. 129)

„Verhelfen professionalistische Motivationstrainings zu mehr Umsatz?“ (S. 131)

„Haben Mitarbeiter keine Freude an der Arbeit, liegt ein größeres Problem vor als fehlende Motivation.“ (S. 135)

„Vom Controlling veranlasste Sparmaßnahmen können groteske Folgen haben.“ (S.138)

„Verantwortung ist ein Motivationselement.“ (S. 141)

„Zwang hemmt Motivation.“ (S. 143)

„Wer ständig am Limit arbeitet, brennt aus.“ (S. 147)

„Übermotivation bewirkt das Gegenteil: Demotivation.“ (S. 151)

„… sailed on silverbird …“

Der Rest ist Schweigen.

 

Nahost-Konflikt: Weitere Angriffe auf Gaza und Israel, erstmals wurde auch Jerusalem getroffen, Stellvertreter Irans.

Diskussion über Empfehlungen der STIKO über vierte Impfung.

Nachfolge des 9-Euro-Tickets: Lindner gegen Finanzierung durch den Bund.

Linken-Chef warnt vor sozialer Krise, Er sieht seine Partei in voller Verantwortung.

Getreide-Export: Frachter liegt noch fest.

Erneuter Beschuss von ukrainischem AKW.

Machtwechsel in Kolumbien.

Gletscher in den Alpen schmelzen so schnell wie noch nie.

 

6.8.22

Man hört es seinen Bemerkungen an, wie sehr ihn sein Klima drückt. (G.Ch. Lichtenberg)

 

… benutzte Wodka als Brandbeschleuniger. (Medical Detectives)

„konsumistisch“ (H. Welzer)

„Söder lenkt von Versagen ab“ (dpa), „Bashing“.

Keine Steuer auf die Gasumlage? (dpa)

Bayerns Not ist CSU-gemacht – Regierung hat die Energiewende boykottiert (Roland Englisch, NN)

Der neue Sound der Rechten – Amerikas Kulturkämpfe erreichen Deutschland (Manuel Kugler, NN)

„Das finde ich erbärmlich“ – ENERGIEVERSORGUNG Die Diskussion um den Weiterbetrieb der verbliebenen Atomkraftwerke polarisiert. Was spricht dafür und was dagegen? (Gregor Grosse, NN)

„Jeder Tag stellt ein Sicherheitsrisiko dar“ – INTERVIEW Richard Mergner vom Bund Naturschutz kritisiert Söders Energiepolitik scharf: „Das ist obszön.“ (Interview Michael Husarek, NN), „Das ist, als ob Sie in ein Flugzeug steigen und haben keine Landebahn.“ (R. Mergner)

„Chuck Norris statt Drag Queen“ – USA Viktor Orban wettert bei einem Kongress von Rechtskonservativen in Texas und wird regelrecht als Held gefeiert. (dpa)

Schweres Geschütz ist nicht alles – MILITÄRHILFE Experten konstatieren ein statisches Kriegsgeschehen. Wie viel bringen Kiew die Waffen aus dem Westen? (dpa)

Erst Getreide-Deal, dann Waffenruhe? KRIEG Erdogan trifft Putin in Sotschi. Dabei kann sich der Kremlchef einen Seitenhieb auf Europa nicht verkneifen. (Susanne Güsten, NN)

Viel Kritk an der Gasumlage – ENERGIEKRISE Die Abgabe soll für gerechte Verteilung der Belastungen sorgen. Doch ist nicht mal bekannt, wie teuer es wird. (Holger Göpel, dpa)

Pünktlich bleibt für die Bahn großes Problem (dpa)

„Auch mit der Sparsamkeit kann man es übertreiben.“ (K.G. Scheible, S. 69)

„Mit dem Outsourcing geht wertvolles Wissen verloren.“ (S. 72)

„Die Einsparungen machen echte Neuerungen praktisch unmöglich.“ (S. 82)

„Eine Marke ist wie ein Konto, auf das eingezahlt und abgehoben wird.“ (S. 84)

„In der Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen hat das Auto an Bedeutung verloren.“ (S. 85)

„Grundlage des Wirtschaftswunders waren die Kleinbetriebe.“ (S. 92)

„Nachfolgeregelungen sind heute unklar und oft kompliziert.“ (S. 94)

Der Rest ist Schweigen.

 

… inzwischen versucht Ägypten zu beschwichtigen.

Ukraine: Reaktor nach Angriff abgeschaltet.

Sparappell und Debatte über Entlastungen.

Özdemir setzt Regeln für Artenschutz aus.

Vogelgrippe in Deutschland.

 

5.8.22

Vernunft und Einbildungskraft haben bei ihm in einer sehr unglücklichen Ehe gelebt. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Kurt Georg Scheible, Ausgereizt – Wie wir uns gegenseitig die Butter vom Brot nehmen, Gabal, eBook.

„Rabatte machen die Ware nur billiger, jedoch nicht besser.“ (S. 17)

„Die Butterwährung war ein Barometer für teuer oder günstig.“ (S. 24)

„Im Supermarkt ist nicht automatisch alles „super“!“ (S. 28)

„Die Formel der frühen Supermärkte: einfach + simpel = Erfolg.“ (S. 30)

„Günstig reicht nicht – es geht immer noch billiger.“ (S. 32)

„Der Preis hat seine Funktion als Qualitätsfaktor verloren.“ (S. 34)

„Eckprodukte im Discounter haben Butterwährung ersetzt.“ (S. 39)

„Sogar unverhohlene Drohungen sind inzwischen probates Verhandlungsmittel.“ (S. 42)

„In nahezu allen Bereichen des Lebens reizen wir zunehmend unsere Verhandlungsspielräume aus.“ (S. 46)

„Der Ausdruck „Lopez-Effekt“ steht für Schund.“ (S. 54)

„Unternehmen stehen förmlich Schlange, um an Premiumautos beteiligt zu sein.“ (S. 60)

„Unter niedrigen Preisen leidet die Qualität.“ (S. 63)

„Luxuslimousine mit „Schönheitsfehlern“ – überall wird gespart.“ (S. 65)

„Mit dem Airbag-Skandal erreichten die Folgen des Einsparens eine neue Dimension.“ (S. 67)

Der Rest ist Schweigen.

 

Diskussion über Steuerpolitik, Übergewinnsteuer ja oder Nein?

Treffen von Erdogan und Putin: Wirtschaft und Energie.

China verhängt Sanktionen gegen Pelosi.

Israelische Luftangriffe im Gaza-Streifen.

Tarifeinigung bei der Lufthansa, erneuter Streik abgewendet.

Brand im Berliner Grunewald gelöscht.

Missbrauchsopfer klagt gegen Katholische Kirche.

Prozessauftakt um Hassbotschaften im Internet.

4.8.22

Er bewegte sich so langsam als wie ein Stunden-Zeiger unter einem Haufen von Sekunden-Zeigern. (G.Ch. Lichtenberg)

 

In dieser Überflussgesellschaft interessiert man sich plötzlich für Kunst.

„Gesellschaften entwickeln sich dadurch weiter, dass Privilegien bekämpft und abgebaut werden, die Veränderungen blockieren und bekämpfen. Die USA und Europa sind deshalb so sklerotisch und uninspiriert, weil alt gewordene Wirtschaftseliten ihre Privilegien kontinuierlich ausbauen und die genauso alt gewordene Parteipolitik sie dabei unterstützt. Eine Gesellschaft, in der eine gesetzliche Krankenversicherung bekämpft wird, ist im 21. Jahrhundert radikal antiquiert und wird scheitern, genauso wie alle anderen, die nicht akzeptieren können, dass eine Wirtschafts- und Industriepolitik aus dem 20. Jahrhundert unter den veränderten Ressourcenbedingungen des 21. Jahrhunderts nicht funktionieren kann.“ (H. Welzer, S. 463)

„Eine reduktive Kultur würde in fast jeder Hinsicht andere Parameter für Orientierungen, Entscheidungen und Handlungen setzen als die expansive: Statt „Wachstum“ wäre für sie „Kultivierung“ handlungsleitend, statt „Effizienz“ „Achtsamkeit“. Gegen „Schnelligkeit“ stünde „Genauigkeit“, gegen „ALLES IMMER““Saison“, gegen „Fremdversorgung“ „Resilienz“ und gegen „Konsum“: Glück.

Ein Sexunhold.

Der Rest ist Schweigen.

 

Chinas Manöver vor Taiwan mit Langstreckenraketen, es sind die bisher massivsten Manöver.

Zweiter Jahrestag der Explosion in Beirut, bis heute ist die Katastrophe nicht aufgeklärt, der Wiederaufbau geht nur schleppend voran.

Zivile Helfer fordern EU-Rettungsprogramm, 30% mehr Flüchtlinge als 2021.

Diskussion über Stromerzeugung mit Biogas.

Russland: Neun Jahre Haft für US-Basketballerin.

Europatour der Stones.

 

3.8.22

Ich fürchte immer, unter den hundert Händen, wodurch mein Brief gelaufen ist, sind ein paar neugierige gewesen, und das schlimmste Maul kann gewiß nicht so viel Unheil anfangen als ein Paar neugierige Hände, entweder für andere Leute oder auch für den, von dessen Schultern sie herabhängen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Nachhaltigkeit ist nichts, was man einer nichtnachhaltigen Wirtschaft am Ende der Wertschöpfungskette applizieren kann – sie herrscht dort, wo die Produktion von Lebensmitteln oder Gebrauchsgüter ohne vorgängige Zerstörung von Naturressourcen auskommt.“ (H. Welzer, S. 437)

„demokratische Mobilität“: die Schweiz. (H. Welzer)

Eine 82-jährige Geisterfahrerin verstarb auf der A 9 bei Hersbruck. (Meldung Antenne Bayern)

Es muss eine ladefähige Adresse sein.

Unter dem Deckmantel des Glaubens.

Wanderer, kommst du nach D.

eine alte Frau.

„wahnsinnig“ und „total“.

Der Rest ist Schweigen.

 

Taiwan-Besuch Pelosis verschärft Spannungen.

Pläne für neues Infektionsschutzgesetz.

Kanzler Scholz widerspricht Russland, Russland: es fehlen Dokumente, politische Motive.

Energiepolitik in Uruguay, 97% des Strombedarfs durch Wind, Sonne, Wasser, Vorreiter beim Klima.

Getreidefrachter darf Fahrt fortsetzen.

IAEA fordert Zugang zu AKW in der Ukraine.

Waldbrand in Kalifornien.

 

2.8.22

Wenn ich einmal sein Leben herausgebe, so suchen sie gleich im Index die Wörter Bouteille und Selbst-Genuß auf, sie enthalten das Wichtigste von ihm. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Geschichtslosigkeit und Kontextfreiheit sind die Merkmale intellektueller Fremdversorgung; mit solchem Wissen denkt man nicht, sondern man wird von ihm gedacht.“ (H. Welzer, S. 391)

„Erbschaft dieser Zeit“, Ernst Bloch.

Informationen können Gold wert sein.

Der Handel mit Informationen.

„Krankheit gibt es nur im Körperlichen und eine krankhaft seelische Erscheinung ist für uns eine ausschließlich eine solche, deren Dasein durch krankhafte Veränderungen des Leibes bedingt ist … Es besteht also keinerlei sachliche Veranlassung, die abnormen (psychopathischen) Persönlichkeiten krankhafte zu heißen.“ (Kurt Schneider, Die psychopathischen Persönlichkeiten, S. 9) „Der Wille setzt sich ein Objekt, der Trieb sucht ein Objekt, der Drang findet sein Objekt.“ (S. 11)

Der Rest ist Schweigen.

 

US-Politikerin Pelosi besucht Taiwan, Konflikt seit 1949.

Drohnenangriff in Kabul: USA töten Al-Kaida-Chef.

Urteil in Russland: Asow-Regiment als terroristisch eingestuft.

Gaspreis wird sich mehr als verdoppeln.

Spanien beschließt Energieeinsparungen, Symbol der Solidarität.

Europäischer Gedenktag der Sinti und Roma.

US-Bundesstaat Kentucky.

 

1.8.22

Nimm dich in acht, daß meine Geduld nicht über deine Langsamkeit abläuft. Auf meine Ehre, ich ziehe sie deinetwegen nicht noch einmal auf. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Der Welzer´sche Theorem lautet: In jeder gesellschaftlicher Subgruppe, egal, ob man diese nach Schicht, Ausbildung oder Beruf differenziert, bleiben die Anteile der Intelligenten (20%), der Durchschnittlichen (40%) und der Doofen (40%) konstant. Unter Professoren gibt es genauso viele dumme Menschen wie unter Polizisten, Putzfrauen oder Polsterern, und umgekehrt. Es sind lediglich gesellschaftliche Verteilungsmuster von Statuschancen, die suggerieren, es gäbe eine Korrelation zwischen Besoldungsstufe und intellektuellem Leistungsvermögen.“ (H. Welzer, S. 356)

„Sowenig die nationalsozialistische Gesellschaft in dem Sinn total war, dass sie dem Einzelnen alle Handlungsspielräume genommen hätte, so wenig ist heute die Gesellschaft total in einer einzigen Handlungsnorm durchdrungen und so wenig haben alle Mitglieder dieser Gesellschaft dieselben Präferenzen, Überzeugungen und Einstellungen. Funktional differenzierte Gesellschaften wie unsere bieten daher unendlich viele Möglichkeiten, sich zu assoziieren, Teil von etwas Gemeinsamen zu sein, initiativ zu werden oder eben auch kein bisschen mehr zu machen, als das unbedingt Notwendige. Es ist einfach nicht wahr, dass soziale Teilhabe ausschließlich davon abhängt, wie viel man sich leisten kann. Natürlich wird in einer Konsumgesellschaft soziale Integration auch und vielleicht sogar vor allen über den Nachweis reguliert, wie viel Geld man ausgeben kann – in einer Kultur, die vor allem quantifiziert und nach quantitativen Kriterien verteilt, ist das auch nicht verwunderlich. Dass man in einer solchen Kultur Sinnerfüllung vor allem in Shoping-Gulags und Preisvergleichsportalen sucht, ist phänomenologisch völlig zutreffend, genauso wie das Gefühl der Ausgrenzung wenn man konsumistisch „nicht mithalten“ kann …“ (S. 359)

Der Rest ist Schweigen.

 

Feier auf dem Trafalgar-Square.

Erstes Getreideschiff verlässt Odessa, Mißtrauen bleibt zu spüren.

NY: UN-Konferenz zum Atomwaffen-Sperrvertrag.

Klage von „Sea-Watch“, Urteil zur Seenotrettung.

EUGH: Gericht kippt Kindergeld-Regelung.

Österreich: Suizid einer Ärztin nach Hassnachrichten, Behördenversagen, das Land ist geschockt und gespalten.

Start des neuen Ausbildungsjahres.

… wurde zum Vorbild von Generationen (Raumschiff Enterprise).

 

31.7.22

Das älteste Sprichwort ist wohl: Allzu viel ist ungesund. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Südseefeeling im Münsterland: der Aasee (hr)

„Anerkennungsverhältnisse sind durch reinen Utilitarismus, wie etwa die absonderliche Theorie vom Homo oeconomicus voraussetzt, überhaupt nicht oder allenfalls momentweise zu ersetzen. Menschen wollen gemocht, anerkannt, am besten geliebt werden, und zwar nicht dafür, was sie haben, sondern dafür, was sie sind. Meist sind ja Besitz, Macht und Bedeutung nur Mittel, um Anerkennung zu bekommen, was in einer auf Expansität ausgelegten Kultur auch prächtig funktioniert. Das ist aber nicht damit zu verwechseln, dass ein Investmentbanker einen Ferrari kauft, um ihn zu haben – er kauft ihn als Mittel, um Anerkennung für das zu ernten, was er zu sein glaubt. Der Ferrari ist in diesem Sinn kein Fortbewegungs- , sondern ein Beziehungsmittel wie andere Güter, die der Identitätsausstattung dienen (man denke nur an die Harleys, die ja heute vor allem als Identitätsprothesen von Männern in der Midlife-Crisis gekauft und benutzt werden – buy to be wild).“ (H. Welzer, S. 278)

„Menschen sind immer schon sozial, bevor sie auch zu Individuen werden. Menschliche Erlebnisgemeinschaften basieren nicht auf Individualismus und Konkurrenz, sondern auf Kooperation.“ (S. 280)

„Identitätsmarker“ (H. Welzer)

Manche betrachten Kunst als eine Ware, als ein Konsumgut.

Bescheid sagen.

Mit Gas soll in Zukunft kein Strom mehr erzeugt werden, so Lindner. (Antenne Bayern)

Salutogenese (Entstehung von Gesundheit)

Instant-Bauten der Discounter: „Ihre Mitteilung: In dieser Gegenwart geht es um nichts anderes, als Dinge zu kaufen, unter welchen Umständen.“ (H. Welzer, S. 320)

sich ins gemachte Nest setzen wollen.

Ein stetes Leben führen.

Der Rest ist Schweigen.

 

(ff.)

30.7.22

Glitzernde Wörtchen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Im Traum: Eindruck machen.

„An der Schwelle zur Rezession“ (dpa)

Sommerferien in ganz Deutschland – LÄNDER Elf Tage sind alle Schüler in den großen Ferien – so lang wie seit sieben Jahren nicht. (dpa)

Ein Anreiz für mehr Qualität – Klinikcheck zeigt Stärken und Schwächen auf ((Melanie Scheuring, NN)

Privatschulen im Blick – Der Staat muss auch hier aktiv werden (Irini Raul, NN)

Unterstützung für Griechenland im Inselstreit – DIPLOMATIE Außenministerin Baerbock macht in Athen klar, auf welcher Seite Deutschland beim Konflikt der Gastgeber mit der Türkei steht. (Alexia Angelopoulou, Takir Tsatos, Michael Fischer, dpa)

Reportage: Was es bedeutet, schwarz zu sein (Isabella Fischer, NN Kultur)

Documenta: Lieber ein Ende des Schreckens – KUNSTSCHAU Wieder wurden antisemitische Exponate entdeckt. Wieder reagiert die Leitung kaum. Das ist unerträglich. (Alexander Jungkunz, NN Kultur)

Eine bizarre Psychologie (Psyche) evoziert bizarre Bilder.

„Leider machen diese Wirtschaftswunder das Leben nur kurzfristig besser; mittelfristig, wie gesagt, unterminieren sie ihren eigenen Erfolg. Die Wahrheit ist nicht schön: Das ethisch wünschenswerte Ziel global auch nur annähernd egalitärer Wohlstandsniveaus steht in Widerspruch zu allen Nachhaltigkeitszielen. Ökologie und Wachstum schließen sich wechselseitig aus. Will man soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit im globalen Maßstab, hilft alles nichts: Dann muss man die Komfortzone verlassen, auf Wohlstand verzichten, abgeben, andere Modelle des Verteilens, Wirtschaftens und Lebens entwickeln …“ (H. Welzer, S. 205)

„Diejenigen, die das kapitalistische Betriebssystem auf Hochtouren laufen lassen, haben kein Interesse an Nachhaltigkeit, tun also alles dafür, dass es in der verbleibenden Zeit weitergeht wie bisher. Dagegen muss Widerstand geleistet werden, denn jeder Tag Wachstum heute bedeutet weniger Ressourcen morgen.“ (S. 214)

Ein Auswuchs von Kitsch. (Bilbao)

Der Rest ist Schweigen.

 

„wie wäre es eigentlich mit Windkraft in Bayern?“, an dem Frackingverbot sei nicht zu rütteln.

Telefonat zwischen Blinken und Lawrow.

16 Schiffe seien mit Getreide beladen worden.

Baerbock beendet Antrittsbesuch.

Nahles übernimmt Behördenleitung der Agentur für Arbeit, viele Baustellen.

Ausbreitung der Affenpocken – Spanien.

 

29.7.22

Wenn ich einen Großen, der ein Bösewicht ist, in Gedanken gehn sehe, so denke ich immer, nun ist er sein eigener Henker vielleicht und vollzieht eine Strafe an sich selbst, welches jener nicht tun darf und kann. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Konsumentenethik“, „strategischer Konsum“ (H. Welzer)

„Einfach gesagt: Der Markt unterliegt dem Bürger; der Konsumbürger unterliegt dem Markt. Deshalb kann es so etwas wie kritischen Konsum überhaupt nicht geben.“ (H. Welzer, S. 124)

„Man hat immer mehr Dinge, aber immer weniger Zeit, sie zu konsumieren. Insofern ist man in Bezug auf viele Güter nur mehr Käufer, nicht mehr Konsument, und die ganze Dialektik dieses Prozesses erschließt sich wieder am Beispiel jener 30 bis 40 Prozent Nahrungsmittel, die nur gekauft, aber nicht mehr konsumiert werden: Der Käufer, der sein Biolachsfilet so lange im energieeffizienten A++-Kühlschrank vergisst, bis das Haltbarkeitsdatum überschritten ist und er es aber entsorgen zu müssen glaubt, fungiert ja lediglich noch als Depot, um das Produkt für die Zeitspanne zwischen Produktion und Entsorgung zu lagern. Man könnte auch sagen: Nicht er konsumiert das Produkt, sondern das Produkt ihn: nämlich seine Zeit, die von ihm bezahlte Energie, die von ihm unterhaltene Infrastruktur.“ (S. 129)

„Shoppingwalls sind keine Konsumtempel, sondern eher Opferstätten, auf deren Altären nicht dem, sondern der Konsum geopfert wird.“ (S. 130)

„Günther Anders hatte schon vor einem halben Jahrhundert von der „prometeischen Scham gesprochen, die die modernen Menschen im Angesicht dessen empfinden, was sie technisch geschaffen haben. Heute hat sich diese Scham in ein Gefühle prometeischer Unterlegenheit verwandelt: Mein Handy kann mehr als ich.“ (S. 136)

peak oil, peak soil, peak everything (Richard Heinberg)

„… Und noch ein Unterschied: Die meisten Kulturen, die gescheitert sind, haben dafür mehr Zeit benötigt als die vielleicht 250 Jahre, die der Kapitalismus für Aufstieg, Konsolidierung, Universalisierung und Abstieg gebraucht haben wird. Aber die gesteigerte Umschlagsgeschwindigkeit ist nur folgerichtig: Eine Kultur, deren Credo Hochgeschwindigkeitskonsum ist, schafft natürlich auch ihren eigenen Untergang in Rekordzeit.“ (S. 149)

werthaltige Dinge.

mit vollem Magen Motorroller fahren.

Der Rest ist Schweigen.

 

(ff.)

28.7.22

Und mit dern Wein, der nun nicht mehr in den Bouteillen, sondern im Kopf war, gingen sie auf die Straße. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Wir halten Wort“, so Lambrecht. (heute journal)

Harald Welzer, Selbst denken – Eine Anleitung zum Widerstand, Fischer eBook.

„Die Politik ist gerade auf diese Weise, da sie so schnell und aktuell sein will, chronisch von gestern. Handlungsfähig wäre sie nur, wenn sie noch etwas zu gestalten vorhätte, aber dafür müsste sie eine Vorstellung von einer wünschbaren Zukunft haben. Eine wünschbare Vergangenheit reicht nicht.“ (H. Welzer, S. 17)

„Aufklärung bedeutet heute: Gewinnung von Unterscheidungsvermögen. Und vor allem: Selbstaufklärung muss sich gegen die allgegenwärtigen konsumistischen Verführungen durchsetzen, indem sie darauf beharrt, dass es nicht schon automatisch Sinn macht, alles haben zu wollen, nur weil man alles haben kann. Konsumismus ist heute totalitär geworden und treibt die Selbstentmündigung dadurch voran, dass er die Verbraucher, slao Sie, zu ihren eigentlichen Produkten macht, indem er Sie mit immer neuen Wünschen ausstattet, Wünsche, von denen Sie vor kurzem nicht einmal ahnten, dass Sie sie jemals hegen würden.“ (S. 21)

„Die Ikeaisierung der Welt sieht in Zahlen so aus, dass der Konsum an möbeln in der westlichen Gesellschaft alle zehn Jahre um 150 Prozent wächst.“ (S. 34)

„Denn die kapitalistischen Gesellschaften produzieren ja beides zugleich: die Erfahrung von Freiheit und Teilhabe und Ungleichheit. Die Steigerung des individuellen Glück und die Zerstörung der Welt. Aufklärung und Selbstentmündigung.“ (S.41)

„…. Denn eines ist ja klar: Gesellschaften unseres Typs werden in den kommenden Jahren und Jahrzehnten mehr und mehr unter Stress geraten, unter Ressourcenstress, Schuldenstress, Migrationsstress usw. Unter Bedingungen von erhöhtem Stress schrumpft der Raum zum Handeln: Man beginnt dann nur noch zu reagieren und hört auf zu gestalten – so wie es die europäischen Regierungen unter dem Druck der Finanzindustrie heute schon tun …“ (S. 42)

„Jemand, der situationsunabhängig wechselnde Anforderungen mit der immer gleichen Antwort versieht, landet in modernen Gesellschaften in der Psychiatrie.“ (S. 46)

Dissonanzreduktion

H. Welzer zu Red Bull: „… Ihre eigentlichen Produkte sind die Konsumenten selbst, die ihre außengeleiteten Bedürfnisse als Verbraucher komplett überflüssiger Erzeugnisse befriedigen. Getränk, Rennen, Magazin usw. sind die Rohstoffe, mit denen Menschen hergestellt werden, die an chronischer Bedürfnisinkontinenz leiden.“ (S. 57)

„assumtive world“ (Alfred Schütz)

„Eine gelingende „Energiewende“ in der falschen Kultur kann in der Konsequenz zu einer Erhöhung der Zerstörungskraft der bestehenden Praxis führen, also gerade nicht zu einer Transformation.“ (S. 104)

Der Rest ist Schweigen.

 

Bahn-Halbjahreszahlen wieder mit Gewinn.

Gas-Umlage soll wohl im Oktober kommen.

Baerbock zu Besuch in Griechenland, Erinnerungskultur in Griechenland, illegale Pushback-Praxis.

Getreide-Export aus der Ukraine verzögert sich.

Erdüberlastungstag bereits im Juli erreicht.

 

27.7.22

Er konnte nicht begreifen, warum zuweilen unwiderstehliche Neigungen in ihm entstunden, wozu ihm doch alle Befriedigung abgeschnitten war. Er richtete diese Zweifel oft als eine Preisfrage an den Himmel und eine befriedigende Beantwortung versprach er mit einer völligen Verleugnung seiner selbst und einer gelassenen Unterwerfung zu erwidern. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Klassische Spaßmaschine: E-Mountainbike (SWR)

„Das neue Schöpfertum wird anderer Art sein, es wird nicht mehr durch die schwierige Lage der Welt aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Picasso ist nicht Prophet dieser neuen Schöpfung – er ist Vollender der alten Welt.“ (Berjdajew, W. Hofmann, S. 205)

„Kunst verhält sich zur Schöpfung gleichnisartig.“ (Paul Klee)

„Kunst – die andere Natur; auch geheimnisvoll, aber verständlicher, denn sie entspringt aus dem Verstande.“ (J.W.v. Goethe)

„Arp verkörpert einen neuen, bescheidenen Typ des Schöpfertums, das sich nicht mehr zum stolzen Gegenüber der Natur ernennt, sondern ein Stück ihres pulsierenden Zusammenhanges sein will.“ (W. Hofmann, S. 224)

„Bazaine zitiert in diesem Sinne einen Ausspruch von Gide, Kunst begänne dort, wo das Leben nicht mehr ausreicht, um das Leben auszudrücken.“ (S. 241)

Bazaine: „Malerei – eine Art zu sein, der Versuch zu atmen in einer Welt, in der man nicht mehr atmen kann.“ (S. 244)

„Die Luft ist überfüllt von Kunstgeschrei.“ (Wilhelm Worringer, 1921)

Der Rest ist Schweigen.

 

Warnstreiks bei der Lufthansa, „gestrandet am Flughafen“, „Die Wut der Beschäftigten ist extrem hoch“ (verdi).

Kabinett billigt höhere Kassenbeiträge, 16,2% vom Bruttolohn, Rekorddefizit von 17 Mrd. €, künftig könnte es um Leistungskürzungen gehen.

Corona-Impfpflicht im Gesundheitswesen.

Regierung genehmigt Rüstungsgeschäfte mit der Ukraine, 1,7 Mrd. € für Panzerhaubitzen.

Kontrollzentrum in Istanbul startet; Kenia, Somalis, Äthiopien stark betroffen.

Gazprom drosselt Gaslieferungen weiter.

US-Notenbank hebt Zinsen an: 2.25 bis 2,5%.

Leichte Entspannung in Waldbrandgebieten im Osten Deutschlands.

 

26.7.22

Wenn uns ein Engel einmal aus seiner Philosophie erzählte, ich glaube, er müßten wohl manche Sätze so klingen als wie 2 mal 2 ist 13. (G.Ch. Lichtenberg)

 

SS-Verfügungstruppe marschiert in Polen ein, Massenerschießungen an Zivilisten, Zwangsrekrutierung von Juden in Polen, Massenverhaftungen polnischer Intellektueller, menschenverachtender Zynismus der Nazis, 25.9.39 Warschau besteht nur noch aus Ruinen, 28.9.39 Kapitulation Polens, Volksgasmasken (1939). (ZDF info)

„Streckbetrieb“ bei AKW, Leopard-Panzer in der Ukraine angekommen, Todesurteile und Hinrichtungen in Myanmar. (heute journal)

Kurt Schwitters findet „daß alle Beschränkung auf ein Material einseitig und kleinlich sei. Aus dieser Erkenntnis formte ich MERZ, zunächst als Summe einzelner Kunstgattungen, MERZ-Malerei, MERZ-Dichtung … Mein letztes Streben ist die Vereinigung von Kunst und Nichtkunst zum MERZ-Gesamtweltbilde. Zitate in der Dichtung, Kitschbilder als Teile von Gemälden, Aufnahme bewußt kitschiger und bewußt schlechter Teile in das Kunstwerk …“ (W. Hofmann, S.128)

„Der Surrealismus ist in erster Linie eine Lebensgesinnung, deren Ziel es ist „die bisher widersprüchlichen Bedingungen von Traum und Wirklichkeit in eine absolute Wirklichkeit aufzulösen, in eine Super-Wirklichkeit.“ (Breton)“ (W. Hofmann, S. 132)

Caspar David Friedrich (1774 – 1840)

Die Subjektivität ist die Wahrheit, sagt Kierkegaard.

W. Hofmann zum Bauhaus: „… Im Umgang mit gereinigten, auf ihren Funktionswert zurückgeführten Gebrauchsgegenständen soll der Mensch formbewußt und die Physiognomie des Alltages vereinfacht werden. Das letzte Ziel heißt Lebensgewinn.“ (S. 151)

Kunst und Marktwirtschaft : Angebot und Nachfrage.

Juan Gris: „Indem ich diese Farben ordne, lasse ich sie zum Gegenstand werden.“

Der Rest ist Schweigen.

 

Stresstest für Stromgewinnung.

Berlin und Moskau streiten über Turbinen, westliche Sanktionen sind ein Dorn im Auge, Russland beendet Zusammenarbeit an der ISS.

geringere Förderung für E-Autos ab nächstes Jahr.

Karlsruhe: Klage gegen EU-Corona-Fonds.

Waldbrände im Osten Deutschlands.

 

25.7.22

Wie viele Torheiten müssen nicht in einem Kopfe Quartier machen, ehe eine solche Platz findet. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Kochen gehört zur baskischen Identität; Unterwasserlagerung von Wein. (WDR)

Meine Gesundheit ist mir wichtiger als Geld.

Wörter in englischem Privatbesitz.

„Nicht ein Mensch, nicht ein Apfel, nicht ein Baum wurden dargestellt, sondern das alles wird von Cézanne gebraucht zur Bildung einer innerlich klingenden Sache, die Bild heißt.“ (Kandinsky, 1912)

„Sehen, das ist Wissen.“ (F. Hodler)

„Im Maler gibt es zwei Dinge, das Auge und das Gehirn. Beide müssen sich gegenseitig helfen, man muß, als Maler, an ihrer beiderseitigen Entwicklung arbeiten.“ (Paul Cézanne)

Der Rest ist Schweigen.

 

Der Nervenkrieg ums Gas geht weiter.

Diskussion über weitere Entlastungen wegen hoher Energiekosten, Lindner: Steuersenkung, Grüne: „wir brauchen Investitionen …“, lange Wartezeiten für neue Heizungen, Auftragsbücher sind voll, Fachkräfte fehlen.

Heil und Faeser in der Ukraine.

Lufthansa-Warnstreik am Mittwoch.

Koalition uneins über Isolationspflicht.

… bei der indigenen Bevölkerung entschuldigt.

Bayreuth: Eröffnung der Wagner-Festspiele, Sexismusvorwürfe.

 

24.7.22

Herr Schnetter, Hofmeister von Reineck, schrieb hinter seinen Namen Gouverneur. Wie viel Torheiten müssen nicht in einem Kopfe Quartier machen, ehe eine solche Platz findet. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Bedingungsloses Grundeinkommen: Thomas Morus, „Utopia“, 1516.

Sir Benjamin Thompson (bayerischer Polizeibeamte, Vorgesetzter) führte 1757 Kontrolluhren (Stechuhren) ein.

Downshifting

Ich verschenke meinen Hahn

Eigentlich müsste Psychose „Neurose“, und Neurose „Psychose“ heißen.

Geisteskrankheiten sind Gehirnkrankheiten. (Wilhelm Griessinger, 1875)

Motivallianzen (Lucia Reisch)

postmaterialistische Gesellschaft

Werner Hofmann, Zeichen und Gestalt – Die Malerei des 20. Jahrhunderts, Fischer Verlag, eBook.

In Russland ist Schizophrenie verboten.

„Wenn es um einen Endzweck in der Kunst überhaupt zu tun ist, so muß dieser als ein Anundfürsichseiendes bestimmt werden.“ (Hegel)

Der Rest ist Schweigen.

 

Russland räumt Beschuss von Odessa ein.

Russischer Außenminister Lawrow in Kairo.

Waffenlieferungen, Ringtausch mit Polen, an die Ukraine.

Diskussion über Gas-Notfallplan.

Mittelmeer: mehr als tausend Migranten gerettet.

 

23.7.22

Wer ist da? Nur ich. O, das ist überflüssig genug. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Viele denken, dass die Staatsschuldenkrise in Europa und die Immobilienkrise in den USA miteinander nichts zu tun haben. Die europäische Staatsschuldenkrise ist eine uneheliche Tochter der US-Suprime-Krise. Es war der gleiche Mutterschoß, dem sie entkrochen sind. Der Name „Euro-Krise“ soll diese Verwandtschaft, das gemeinsame bastardisierte ihrer Herkunft, nur verschleiern.“ (G. Steingart, S. 195)

„Die Niedrigzinspolitik, der Aufkauf von Staatsanleihen durch die eigene Notenbank und die Hebelung der diversen europäischen Rettungsschirme dienen allesamt nur einen einzigen Zweck: der wundersamen Geldvermehrung.“ (G. Steingart, S. 203)

Mehrbelastung für Gaskunden (dpa)

Sollen AKW vorerst vom Netz bleiben? – Zwei Debattenbeiträge zu einer befristeten Verlängerung (Pro: Harald Baumer, Contra: Erik Stecher, NN)

Besteht Bayern der Stresstest? – STROMVERBRAUCH Bei der aktuellen Prüfung wurden die Krisenszenarien deutlich verschärft. (Harald Baumer, NN)

EU leitet vier Verfahren gegen London ein (dpa)

Sorgen vor einem Corona-Herbst wachsen – PANDEMIE Experten sehen bislang kein Ende der Sommerwelle. Lauterbach warnt vor einer schlimmen Entwicklung. (dpa)

Misstrauen bis zur letzten Minute – DIPLOMATIE Die Kriegsparteien haben mit Vereinten Nationen und Türkei eine Lösung für die Ausfuhr von Getreide vereinbart. Susamnne Güsten, NN)

Ein Land schaltet in den Wahlkampfmodus – REGIERUNGSKRISE Italien steht vor einer wohl heftigen Auseinandersetzung. Die Parteien richten sich neu aus. Auch Schuldzuweisungen haben begonnen. (Johannes Neudecker, dpa)

„You´ll never walk allone“ – Energiekrise Kanzler Scholz ringt sich nach einer für ihn typischen Phase des Zögerns zu einem großen Aufschlag durch. (Andreas Hoenig, Michael Fischer, dpa)

„Der Staat bietet Sozialismus für die Großen.“ (Peter Sloterdijk)

„Der fundamentale Unterschied zwischen der bedrohten Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts und dem gescheiterten Kapitalismus in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts ist folgender: Der Kapitalismus ging an sich selbst zugrunde. Er verstarb, weil man seinen wahren Charakter durchschaut hatte. Die Marktwirtschaft dagegen leidet, weil man ihren wahren Charakter manipuliert hat.“ (G. Steingart, S. 214)

Susanne Weingarten, Weniger ist mehr – Wege aus Überfluss und Überforderung, Spiegel eBook.

Der Rest ist Schweigen.

 

Hafen von Odessa mit Raketen beschossen.

Koalition erwägt Hilfen für säumige Gaskunden.

Orban kritisiert EU-Sanktionen.

Ex-Trump-Berater Bannon verurteilt.

WHO erklärt Affenpocken zur internationalen Notlage.

Katastrophenschutz: Grossübung in Pirmasens.

 

22.7.22

Als den 3ten Junii 1760 des Abends die Venus durch die Sonne gehen sollte, so machte man Anstalten vorher und man sah sie um die gehörige Zeit kommen, als aber am 8ten Julii die Prinzessin von Preußen durch Göttingen kommen sollte, so wartete man bis des Nachts um zwölf umsonst, sie kam erst den 9ten früh um 10 Uhr. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Markt Feucht – Zeidelwesen (braunes Autobahn-Schild)

Im Gegensatz zu Journalisten, Politiker, Experten, ändern Verschwörungstheoretiker nicht ihr Meinung.

„Dieses Superwachstum ist nicht für Ausdruck besonderer Leistungen, sondern Ausdruck besonderer Umstrände. Die dem Gemeinwohl verpflichteten Politiker und die auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Banken verstehen sich nicht länger als Gegenspieler, sondern als Partner. Sie bilden eine Zugewinngemeinschaft mit angeschlossener Rückversicherung. Der eine kann ohne den anderen nicht mehr leben. Deshalb rettet heute der Staat die Banken und die Banken retten den Staat.“ (G. Steingart, S. 167)

Der Rest ist Schweigen.

 

Kanzler Scholz zu neuem Bürgergeld: Heizkostenzuschüsse (auch für Rentner), Bund steigt bei Gas-Impoteur ein.

Abkommen zu Getreideexporten zwischen Russland und der Ukraine über Istanbul.

Brexit: weitere Verfahren gegen GB.

Flughafen Frankfurt vor Rekordwochenende.

Der Synodale Weg.

 

21.7.22

Jedermann kennt das Vergnügen und die angenehme Sicherheit, mit welcher man in neuen Strümpfen ausgeht, wenn die vorhergehenden schon öfter geflickt worden und dennoch zuweilen die Aufmerksamkeit der Leute durch ein Loch auf sich gezogen haben. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Zucker ist für die Industrie ein billiger Füllstoff und ein Geschmacksverstärker. (SWR)

„Die unbeschwerte Partnerschaft von Gesellschaft und Wirtschaft fand zuerst in den USA ihr Ende. Es gab keinen bestimmten Tag, an dem sie endete, aber auf dem Armaturenbrett der Volkswirtschaft war zu Beginn der 70er Jahre plötzlich ein Druckabfall ablesbar. Die Einfuhren in die USA überstiegen 1971 erstmals im 20. Jahrhundert die Ausfuhren. Amerika begann, ein Leben auf Kosten seiner Lieferanten zu führen.“ (G. Steingart, S. 139)

„Es kam aus der Mitte der amerikanischen Gesellschaft heraus zu einer Neudefinition wichtiger ökonomischer Grundbegriffe. Wohlstand in Zeiten der Wohlstandsillusion ist nicht mehr das, was die Nation besitzt, sondern das, was sie verbraucht. Wohlhabend ist nicht mehr der Besitzende,sondern der Konsumierende. Reich wird man nicht durch harte Arbeit, sondern durch das Jonglieren mit mehreren Kreditkarten.“ (G. Steingart, S. 147)

Der Rest ist Schweigen.

 

einzigartige Persönlichkeit ohne Allüren …

EZB erhöht Leitzins um 0,5 Prozentpunkte – die Rekordinflation zwingt sie dazu, deutsche Wirtschaft leidet unter Inflation.

Russland liefert wieder gas, neue Gassparpläne.

Völkerrechtsverstöße im Ukraine-Krieg.

Italien steht vor Neuwahlen.

Vatikan warnt vor eigenmächtiger Reform in Deutschland.

 

20.7.22

Witz und Laune müssen, wie alle korrosive Sachen, mit Sorgfalt gebraucht werden. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Jemanden ans Leder wollen.

Wem soll ich sagen, dass das Funkeln der alten Sterne mich ängstigt, weil heute ein Tag ist, der vor tausend Jahren verging. (Erika Burkart)

„Auf dem Arbeitsmarkt können wir den Unterschied zwischen Kapitalismus und Marktwirtschaft in reinster, fast schon kristalliner Form besichtigen. Der Kapitalismus hat den Sklavenmarkt hervorgebracht, auf dem der Stärkere den den Schwächeren für recht-, würde- und preislos erklärt. Der Marktwirtschaftler besitz ein anderen Menschenbild: Er geht von der Gleichheit der Beteiligten vor dem Gesetz aus, kennt Schlichter, Ombudsleute und Schiedsgerichte, schreibt das Recht, sich zu organisieren, in der Verfassung unter dem Stichwort „Koalitionsfreiheit“ fest und erlaubt jede Form der Preisfindung, solange sie nur auf den Prinzipien der Gewaltlosigkeit und der Freiwilligkeit beruht. Die Idee der Aussöhnung von Kapital und Arbeit scheint ihm mächtiger und fruchtbarer als die Idee vom permanenten Klassenkampf, der nicht nur Marxisten anhingen, sondern mit gleicher Inbrunst auch die Kapitalisten der ersten Stunde.“ (G. Steingart, S. 112)

„Märkte sind so gesehen die Urform der Demokratie, nur dass hier mit Geld abgestimmt wird.“ (G. Steingart, S. 116)

„Die Lehre von der Ordnung ist die Lehre von der Marktwirtschaft.“ (G. Steingart, S. 119)

„Jeder Russe, der den Zerfall der Sowjetunion nicht bedauert, hat kein Herz. Aber jeder, der sie wiederbeleben will, hat keinen Verstand.“ (Ex-KGB-Mann Wladimir Putin)

Volksmund in der Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg zur „Mangelwirtschaft“: „Sie tun so, als ob sie uns bezahlen, und wir tun so, als ob wir arbeiten.“

Der Rest ist Schweigen.

 

EU-Kommission plant Sparzwang.

Stichwahl entscheidet über Johnson-Nachfolge.

Neuer Präsident in Sri Lanka.

Bürgergeld nimmt Gestalt an.

Temperaturen um 40 Grad.

 

19.7.22

Ich will das tun, versetzte er und zeigte mit den zween Fingern nächst dem Daumen zwischen den 6ten und siebenten Knopf seiner Weste, wo es sich also ohngefähr von selbst versteht, daß der Mittelpunkt der menschlichen Gegenwart hinfällt. (G.Ch. Lichtenberg)

 

6,6 Mrd. € jährliche Kosten in Deutschland durch den Klimawandel. (heute journal)

„Jede Wissenschaft ist innerhalb ihrer Grenzen nützlich. Sie wird aber schädlich und zerstörerisch, sobald sie diese Grenzen überschreitet.“ (Ernst Friedrich Schumacher)

„Nicht Reichtum steht der Befreiung im Wege, sondern die Bindung an ihn, nicht die Freuden an angenehmen Dingen, sondern das Verlangen nach ihnen.“ (Ernst Friedrich Schumacher)

Von Geld kann man nicht leben, man lebt immer von der Arbeit anderer Menschen. (Chr. Kreiß)

Alles, was man von der Gemeinschaft in Anspruch nimmt, alles, was man durch Arbeitsleistung beitragen könnte und nicht beiträgt, verteuert das Leben für alle anderen. (Chr. Kreiß)

Gabor Steingart, Unser Wohlstand und seine Feinde, Albrecht Knaus Verlag, München, 2013, eBook.

„Kapitalismus ist das, was Menschen tun, wenn man sie in Ruhe lässt.“ (Kenneth Minogue, Philosoph)

Hühner suchen Urlausdomizil

Der Rest ist Schweigen.

 

Hitzewelle in Deutschland, Höchsttemperaturen 40 Grad.

Südeuropa: Kampf gegen Waldbrände.

Berlin: Appelle im Kampf gegen Klimawandel.

EU gibt Startschuss für Beitritt Mazedoniens und Albaniens.

Putin in Teheran: Gespräche mit Iran und der Türkei zu Syrien.

 

18.7.22

Zwei Aktricen, die sich sehr stark beneideten, kamen in London einmal zu gleicher Zeit heraus und fingen zugleich an zu sprechen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

1972 München: freipressen (ZDF info)

Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind, sondern so, wie wir sind. (Talmud)

Nachtisch mit Schublade

„Wir sollen endlich aufhören, die Aussagen, geplante Obsoleszenz sei lediglich ein Problem bei Monopolen und geplante Obsoleszenz werde von der Industrie nicht praktiziert, als „den Stand der Wissenschaft“ zu zitieren. Wir sollten endlich aufhören, diesen Ansatz von Bulow als Referenzartikel anzusehen. Denn die darin getroffenen Aussagen haben nichts mit der Wirklichkeit zu tun. In Wirklichkeit ist geplante Obsoleszenz ein tägliches Massenphänomen, wie wir alle schon gemerkt haben. Die Augen hiervor zu verschließen ist nicht nur wissenschaftlich falsch, sondern gesellschaftlich in höchstem Maße schädlich. Wir sollten endlich dazu übergehen, realitätsnähere Axiome in der Ökonomie einzuführen und eine Wissenschaft aufzubauen, die die wesentlichen Miseren und Zwänge wahrnimmt und uns damit gangbare Auswege in die Zukunft aufzeigt – zum Wohle unsererFinanzen, unserer Ressourcen und vor allem zum Wohle unser aller Umwelt.“ (Chr. Kreiß, S. 228)

„Die Potenzierung des gesellschaftlichen Unsinns ist Werbung für Werbung. Werbekampagnen wie „Außenwerbung trifft jeden“ sind sozusagen der quadrierte kollektive Unfug.“ (Chr. Kreiß, S. 235)

Der Rest ist Schweigen.

 

Hitzewelle in Europa mit Waldbränden, Alarmstufe Rot für die Atlantikküste, GB: Hitzenotstand.

Konferenz in Berlin: Kurs im Kampf gegen den Klimawandel.

Stresstest zur Sicherheit der Stromversorgung.

Treffen der EU-Außenminister: Beratungen über weitere Sanktionen gegen Russland.

Ukraine: Präsident suspendiert Behördenleiter,Kollaboration.

 

17.7.22

Beleidigungen des Verstandes und Witzes. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Der Zweck von Produkten. Analog kann man fragen: Was ist der Zweck von Produkten für Unternehmen? Auch hier liegt ein weit verbreitetes Vorurteil vor. Die gängigste Auffassung ist, dass Produkte hergestellt werden, damit der Verbraucher einen Nutzen davon hat. Das Ziel der Produktion sei der Verbrauch, der Konsum. Aus Sicht eines kapialmarktorientierten Großunternehmens stimmt dies jedoch nicht. De facto ist das einzige Ziel von Großkonzernen der Gewinn. Der Kundennutzen und der zufriedene Kunde ist für ein gewinnmaximierendes Großunternehmen nur eine Nebensache, nicht das Ziel …“ (Chr. Kreiß, S. 136)

„If however, economic ambitions are good servants, they are bad masters.“ (Wenn auch wirtschaftliche Bestrebungen gute Diener sind, so sind sie jedoch schlechte Herren.) (Ernst Friedrich Schumacher)

„Dr Soziologe Harald Welzer bringt die unsinnige, auf den Kopf gestellte Produktionsplanung auf den Punkt: „Sie befriedigen also in Wahrheit nicht ihre Bedürfnisse, sondern die eines Marktes, den es ohne sie gar nicht gäbe.“ (Chr. Kreiß, S. 143)

„Redet Geld, schweigt die Welt.“

Geldverdienen zum Hobby machen.

„Je stärker der Profitmaximierungsgedanke, desto stärker der Zug in eine unehrliche Wirtschaftsmentalität.“ (Chr. Kreiß, S. 154)

„Der Zweck ist nicht, dem Kunden einen Gefallen zu erweisen, Kundenbedürfnisse zu befriedigen oder dem Kundenkonsum zu dienen. Profitorientierte Großkonzerne sind kein Wohltätigkeitsvereine. Produkte – hier Medikamente – sind für Pharmakonzerne Umsatz- und Gewinnträger. Der Zweck von Produkten ist, Umsatz und damit Gewinn zu generieren. Der Zweck ist nicht, Gesundheit zu erzeugen, das ist lediglich ein Mittel zur Gewinngenerierung. Ob ein Medikament einem Patienten nützt oder schadet ist unter dem Gesichtspunkt der Gewinnmaximierung irrelevant.“ (Chr. Kreiß, S. 158)

„Volkswirtschaftlich gesehen hat geplante Obsoleszenz eine ähnliche Wirkung wie Löcher graben und wieder zuschaufeln. Sie fördert kurzfristig die Konjunktur, ist ein Strohfeuer, trägt aber nicht zu realem Wirtschaftswachstum bei. Sie ist eine ökonomisch völlig unsinnige Beschäftigungstherapie, die Arbeitskraft, Fleiß, Intelligenz und Ressourcen nutzlos verschwendet und die gesamtwirtschaftliche Produktivität künstlich reduziert.“ (Chr. Kreiß, S. 179)

„Wir wissen, dass heute dieses Wirtschaftssystem, das vom Profit getrieben ist und an die Rentabilität des investierten Kapitals denkt und nur an das denkt: 90 Prozent der Produkte sind Schund! Wenn wir mit einem etwas wachen Auge durch die Straßen laufen und in die Schaufenster schauen: 90 Prozent aller Produkte brauchen wir nicht und sie sind uns sogar schädlich. Das wird heute produziert.“ (Josef Beuys, 1985)

„Alles Ziel von Produktion ist Konsumation. In den geschilderten Fällen von Kundenbetrug und Verbrauchertäuschung, von denen geplanter Verschleiß nur eine Spielart darstellt, ist nicht der Konsum oder die Befriedigung von menschlichen Bedürfnissen das Hauptziel, sondern möglichst hohe Profite zu machen. Die Hauptursache für geplanten Verschleiß und andere Formen von unnötiger Arbeit oder unnötigen Produkten ist die Profitmaximierung von Großkonzernen.“ (Chr. Kreiß, S. 192)

„Schlimmer und für die Zivilisation zerstörerisch ist der Anspruch, dass alles einen Preis hat oder, anders gesagt, dass Geld der höchste aller Werte ist.“ (Ernst Friedrich Schumacher)

Der Rest ist Schweigen.

 

Steigende Gaspreise: Diskussion über weitere Entlastungen, Diskussion um beste Maßnahmen hat begonnen, der Druck auf die Politik verschärft sich.

Wieder verstärkte russische Angriffe im Osten.

Triebwerkschaden.

Flughäfen setzen auf türkische Hilfskräfte.

Waldbrände im Süden Frankreichs, in Spanien bis zu 40 Grad, in Kreta und in Italien sind die Feuer unter Kontrolle …

 

16.7.22

Leute werden oft Gelehrte, so wie manche Soldaten werden, bloß weil sie zu keinen andern Stand taugen; ihre rechte Hand muß ihnen Brot schaffen, sie legen sich, kann man sagen, wie die Bären im Winter hin und saugen aus der Tatze. (G.Ch. Lichtenberg)

 

forensischer Taxonomist (Medical Detectives)

Streit um die vierte Spritze (dpa)

Die SPD muss aufpassen – Kanzlerpartei steht vor ungewisser Zukunft (Michael Husarek, NN)

Kurz helfen hilft nicht – Die Tafeln müssen langfristig unterstützt werden (Anette Röckl, NN)

Frankreich hat den Hitzeplan – MAßNAHMEN Nach dem Jahrhundert-Sommer 2003 mit vielen Toten hat die Politik reagiert. (Birgit Holzer, NN)

„Dieses Durcheinander verunsichert“ – INTERVIEW Söder wirft der Bundesregierung unentschlossenes Handeln vor. (vnp)

„Wir brauchen die Industrie weiterhin“ – SOMMERINTERVIEW SPD-Generalsekretär hält nicht von übertriebenen Warnungen vor dem Winter und kritisiert Bayerns Energiepolitik scharf. (Interview: Michael Husarek, NN), „Stadt bedeutet Kompromiss.“

Rentenbeiträge von Beamten und Selbständigen? (dpa)

Was kommt nach dem 9-Euro-Ticket? (dpa)

Hartz IV soll „deutlich“ erhöht werden (vnp/dpa)

In diesem Winter könnte es zuhause ungemütlich werden – VERZICHT Bürger sollen ihren Verbrauch senken und die Heizung runterdrehen. Nun tobt die Debatte, ob die Politik manche dazu zwingen sollte. (Matthias Arnold, Thomas Bremser, Andreas Koenig, dpa)

„Nicht selten wird mit den Disposables das eigentliche Geld verdient.“ (Chr. Kreiß, S. 84)

Der Rest ist Schweigen.

 

Leiterin der documenta legt ihr Amt nieder.

Biden nimmt an Gipfel der Golfstaaten teil, der ganz große Durchbruch fehlt in dieser Runde.

Habeck für weitere Entlastungen.

Russland verstärkt Angriffe im Osten und aus anderen Teilen des Landes.

Verheerende Waldbrände rund um das Mittelmeer, große Hitze in Großbritannien, Löschhelikopter in Malaga, in Portugal und Spanien seit einer Woche Temperaturen über 40 Grad.

 

15.7.22

Ihr Kinn fühlte sich so sanft an, daß auch die feinste Seite in Baskervilles Milton, einer der besten gedruckten Bücher, die man hat und dieses auf das feinste Papier, nur bloßer Pappdeckel dagegen war. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Gib uns ein Zeichen!

„Souverän ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.“ (N. Paech, S. 153)

„In den begüterten Mittelschichtfamilien, erst recht aber in allen Bildungseinrichtungen trainieren wir jungen Menschen Praktiken des Überflusses und einer globalen Mobilität an, die ökologisch ruinöser sind als alles, was vorherige Generationen sich jemals erlauben konnten. Zugleich wird damit systematisch das Potenzial für Enttäuschung, Schmerz und Gewalt maximiert: Was nämlich, wenn dieser auf unbändigen Fortschrittsoptimismus gründende Lebensstil plötzlich nicht aufrechtzuerhalten ist? Wie werden die Heerscharen von Nachwuchshedonisten, wenn ihnen außer abstraktem Wissen nur iPad-Kompatibilität und globale Entgrenzung als Lebenskunst vermittelt worden ist, dann wohl reagieren?“ (N. Paech, S. 163)

„Die günstigste und ökologischste Flugreise ist immer noch die, die nicht stattfindet. Das gilt für Handys, Flachbildschirme, Häuser, Autobahnen und Agrarsubventionen nicht minder. Pures Weglassen ist überall, unilateral und kurzfristig umsetzbar.“ (N. Paech, S. 169)

Christian Kreiß, Geplanter Verschleiss – Wie die Industrie uns zu immer mehr und immer schnellerem Konsum antreibt – und wie wir uns dagegen wehren können, Europa Verlag, Berlin, 2014, eBook-Ausgabe.

„Geplanter Verschleiß“ oder „Geplante Obsoleszenz“.

„Es ist ein Irrtum zu glauben, der Zweck von Werbung sei Information.“ (Chr. Kreiß, S. 30)

Vance Packard: The Waste Makers (1960)

„Eingebaute Obsoleszenz ist bei elektrischen Gütern absolut geplant und in gewissem Sinne auch notwendig: Die hohen Investitionskosten für die Entwicklung der Produkte müssen über neuen Konsum wieder hereingeholt werden.“ (Lucia Reisch, Wirtschaftsprofessorin, Copenhagen Business School, Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung, Chr. Kreiß, S. 44)

„sinnvolle Gebrauchsdauer“ (Chr. Kreiß, S. 46)

Der Rest ist Schweigen.

 

H. Heil für höhere Hartz-IV-Regelsätze, „… bisheriger Mechanismus hinkt den Preisen hinterher.“

Lauterbach empfiehlt zweite Auffrischung, vierte Impfung für über 60-jährige.

schwere staatsgefährdende Straftat geplant zu haben, führte ein Doppelleben – Gericht wertet dies als Betrug.

Palästinenser-Präsident Abbas empfängt Biden, Biden spricht sich für eine Zwei-Staaten-Lösung aus.

Geber-Konferenz in Rumänien für Republik Moldau.

EU-Kommission verklagt Ungarn, „diskriminierte Minderheiten“.

Waldbrände in Südeuropa.

 

14.7.22

Weil er seinem Vater nun einmal bei der Zeugung mißlungen war, so getraute sich kein Kupferstecher nachher, noch einmal sein Heil mit ihm in Kupfer zu versuchen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Tatsächlich ließe sich eher konstatieren, dass gesteigertes Wissen einfach nur dazu verholfen hat, ökologische Ressourcen, insbesondere Energie und Flächen, zusehnds effektiver zu plündern und in noch mehr Mobilität oder Konsum zu transformieren.“ (N. Paech, S. 63)

„Energiesklaven“ (N. Paech)

Ich behalte die alte Druckpresse (Wäschepresse).

„Rebount-Effekt“ (William Stanley Jevons, 1866, Ökonom)

bärenstarke Verbindung.

„Die Frage: psychopathische Persönlichkeit oder Psychose ist ja die Grundfrage der psychotischen Diagnostik und sie könnte daher nur im Rahmen einer Darstellung der gesamten Psychiatrie einigermaßen erschöpft werden. Noch schwieriger ist die Grenzziehung gegenüber den abnormen Erlebnisreaktionen. Persönlichkeiten sind ja im Grunde nur an ihren Reaktionen deutlich und nur als reagierende beschreibbar.“ (Kurt Schneider, Vorwort: Die Psychopathischen Persönlichkeiten)

„So erhält jegliches politische und wirtschaftliche Agieren eine nie zum Ende gelangende, nämlich sich selbst verstärkende Legitimation. Genug ist eben nie genug: Wachstum erzeugt Differenzen, deren Beseitigung – ganz gleich auf welchem Niveau – neues Wachstum notwendig macht.“ (N. Paech, S. 132)

Der Rest ist Schweigen.

 

Jahrestag der Flutkatastrophe.

Biden trifft israelischen Premier Lapid, gemeinsames Feindbild Iran.

Italien: Ministerpräsident Draghi reicht Rücktritt ein.

Ukraine: Viele Tote und Verletzte nach Raketenangriff.

Kriegsverbrechen in der Ukraine: Justiz-Vertreter beraten in Den Haag.

Gespräche über blockierte Getreidelieferungen, 20 Mio. Tonnen Getreide lagern in der Ukraine.

 

13.7.22

Ihr Unterrock war rot und blau sehr breit gestreift und sah aus, als wenn er aus einem Theater-Vorhang gemacht wäre. Ich hätte für den ersten Platz viel gegeben, aber es wurde nicht gespielt. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Recycling – Downcycling, Ziele nicht erreicht, energetische Verwertung. (tagesschau 24)

John Naish, Genug – Wie Sie der Welt des Überflusses entkommen, Übersetzung aus dem Englischen von Barbare Först, Bastei Entertaintment, Bastei Lübbe AG, Köln, 2008, eBook.

Wer weiß, dass er genug hat, ist reich. (Tao Te King, ca. 260 v.u.Z.)

„Wenn wir nur nicht dauernd versuchen würden, glücklich zu sein, könnte es uns ganz gut gehen.“ (Edith  Wharton, Schriftstellerin)

Neuromarketing

„Infomanie“ (J. Naish)

„Journalisten sind ein gieriges Völkchen. Sie glauben, dass aus jeder heissen Information noch mehr rauszuholen ist: mehr Hintergrund, mehr Klatsch, mehr Meinungen. Aber Journalisten gehen auch den umgekehrten Weg: Sie redigieren. Dabei streichen sie alles Überflüssige und bearbeiten einen Text solange, bis er schlank ist wie ein Windhund.“ (J. Naish, S. 54)

Laura Punthöler, Gehirnwaschprogramm Konsum, neobooks.com, eBook.

„Vorzeigebürger“ (L. Punthöler)

Niko Paech, Befreiung vom Überfluss – Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie, oekon, München, 2011, eBook.

„Bequemokratie“ (N. Paech)

Der Rest ist Schweigen.

 

Reaktivierung von Kohle- und Ölkraftwerken.

Kein Stromproblem aber ein Wärmeproblem.

Klimaziele für Verkehr und Gebäude.

GB: Erste Abstimmung in Tory-Fraktion.

US-Präsident Biden zu Besuch in Israel.

Präsident Sri Lankas flieht auf die Malediven.

 

12.7.22

Es war eine Übereilung, ich tat es mit der nämlichen Wärme, ohne welche mein Leben weit weniger wert sein würde, als es jetzo ist, und ich legte mich endlich unter bitteren Vorwürfen, die ich mir machte, zu Bette, meiner Empfindung nach um einen ziemlichen Ausschlag moralischen Gewichts leichter. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Demokratische Gesellschaften durchlaufen von Zeit zu Zeit einen Wandlungsprozess. Sie gehen über zu neuen Geschichten, die davon erzählen, wer sie sind und wer sie sein sollten. In diesen Übergangszeiten ändern sich auch die Geschichten, die davon erzählen, wie die Wirtschaft funktioniert.“ (George Akerhof und Robert Shiller, Ökonomie über die Absurditäten der Finanzmärkte)

Max A. Höfer, Vielleicht will der Kapitalismus gar nicht, dass wir glücklich sind? – Erkenntnisse eines Geläuterten, Knaus Verlag, München, 2013, eBook.

Hanfried Helmchen, Das Janusgesicht der Psychiatrie – Nutzen und Risiken psychiatrischen Handelns, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 2017, eBook.

„Psychiatrisches Handeln zielt auf Nutzen für den psychisch Kranken, enthält jedoch auch das Risiko unerwünschter Wirkungen. Diese Dualität ärztlichen Handelns entspricht der Doppelgesichtigkeit des in einander entgegengesetzte Richtungen schauenden altrömischen Gottes Janus.“ (H. Helmchen, Prolog, S. 16)

Kinder sind neugierig.

Der Rest ist Schweigen.

 

Verteilungsdebatte, Vorrang bei der Versorgung, sozialer Sprengstoff.

Eurokurs fällt zeitweise auf einen US-Dollar.

Strategie für mehr Cybersicherheit.

Kiew meldet Gegenoffensive.

Verlängerung von Syrien-Hilfen für ein halbes Jahr.

Mehr als 800 Mio. Menschen hungern.

 

11.7.22

Sprich nicht immer: weil nun das ist, so muß dieses so sein, laß deine Empfindung auch einmal zum Wort kommen. Bisher konnte die Vernunft nicht zum Wort kommen, jetzo, da sie merkte, daß es etwas stiller ward, so fing sie wie gewöhnlich an, wenn sie lange nicht gesprochen hat. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Isola Bella:  der Blick – unbezahlbar.

Menschen sind sich ähnlich.

Propaganda und Hetze im russischen Fernsehen; Gerichtssaal in Stammheim wird abgerissen. (heute journal)

„Viel zu lange haben wir Wirtschaftswachstum mit Lebensqualität verwechselt.“ Hans Diefenbacher, Pinzler, S. 375)

Julie Zeh: „Prinzip Gregor“

„Das Überflüssige ist das Notwendige.“ (Voltaire)

von oben nach unten.

wertvolle Lebenszeit vergeuden mit (Gesellschafts-) Spielen.

über unlautere Methoden an Informationen kommen.

Die Wehrmachtspsychiatrie (K. Schneider)

Der Rest ist Schweigen.

 

Geht das Gas aus, muss die Politik Farbe bekennen, Industrie rüstet sich für Lieferstopp, auch Molkereien betroffen.

Russland setzt Angriffe unvermindert fort, „absoluter Terrorismus“, Gegenoffensive im Süden angekündigt.

Prag: Beratungen der EU-Innenminister.

EU-Empfehlung: zweite Booster-Impfung für Menschen ab 60.

IG Metall fordert acht Prozent mehr Geld.

Weltbevölkerung wächst langsamer.

Waldbrände in Portugal.

 

10.7.22

Seinen kleinen Stock brauchte er allerlei zu messen, körperliche sowohl als moralische Dinge, denn er sagte oft: ich bekümmere mich nicht so viel darum, und zeigte mit dem Nagel seines Daumens an dem Stock wie viel er sich darum bekümmerte. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann.“ (nicht von Indianerhäuptling Seattle)

„Denn ob links oder rechts, liberal oder libertär – aktiven Politikern, die umsteuern wollen, stellen sich zwei Fragen unmittelbar: Wenn Wachstum und Wohlstand nicht mehr das Maß aller Dinge sein sollen, wie kann dann die Politik ihre Erfolge messen und wie soll sie Fortschritt beschreiben?“ (P. Pinzler, S. 309)

Robert Kennedy zum Bruttoinlandsprodukt: „Es misst alles, außer den Dingen, die das Leben lebenswert macht.“ (S. 317)

„Das Bruttoinlandsprodukt ist ökologisch und sozial blind … Wir ahnen das längst: Das Wachstum als Bruttoinlandsprodukt (BIP) oder Bruttosozialprodukt (BSP) gemessen, ist eine trügerische Größe.“ (P. Pinzler, S. 320)

Stefan Bergheim (Ökonom): „Fortschrittsindex“.

„ökologischer Fußabdruck“ (P. Pinzler)

kreatives Arbeiten befriedigt.

Der Rest ist Schweigen.

 

Sorgen vor Energiekrise, M. Söder: Abstieg der Wirtschaft, Steffi Lemke: … dass in einer solchen Krisensituation das Gas und der Strom einfach abgestellt wird … Großbardorf: Bürgersolaranlage, Biogasanlage, M. Zink: alles richtig gemacht.

Russische Angriffe in der Region Donezk, von einer Pause der Kriegshandlungen kann nicht geredet werden …

Hilfslieferungen nach Syrien vor dem Aus, Bevölkerung ist auf Hilfslieferungen angewiesen.

Gewalt in Südafrika.

Räumung von überfüllten Camps auf Lampedusa.

 

9.7.22

Er besaß viel Philosophie oder common sense, der so aussah. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Hallenbäder schließen (dpa)

Basta: Kein 365-Euro-Ticket! – Die Entscheidung des Stadtrats ist ein Fehler (Michael Husarek, NN)

Schaltet die Brunnen ab! – Notlage muss öffentlich sichtbar werden (Nicole Netter, NN)

Betreff: „Höchst vertraulich“ – IT SICHERHEIT Wie Kriminelle die Bundesagentur für Arbeit angreifen – und wie diese sich wehrt. (Manuel Kugler, NN)

Wer wird neuer Hausherr in der Downing-Street? – BORIS JOHNSON – während sich Protest gegen seinen vorläufigen Verbleib im Amt regt, beginnt der Kampf um die Nachfolge. (Jochen Wittmann, NN)

Lawrow macht den schnellen Abgang – EKLAT Der russische Außenminister will sich beim G20-Treffen auf der indonesischen Insel Bali keine Kritik anhören. (Jörg Blank, Carola Frentzen, Ulf Mauder, dpa)

Deutschland-Tourismus fast auf Vorkrisen-Niveau (dpa)

„Als Ideologie hat das Wachstum der Wirtschaft die prosaische Sphäre des Handfest-Irdischen verlassen und Züge des Metaphysisch-Religiösen angenommen. Wachstum hat sich in gewisser Weise zur Religion unserer Zeit entwickelt und bedarf als solcher keiner rationalen Begründung mehr. Wichtiger ist der Glaube.“ (Meinhard Miegel, P. Pinzler, S. 214)

„… Und das alles, glaubt man Herman Daly, sogar in der Realen Welt. Der nämlich sagt: Das größte Missverständnis der klassischen Ökonomie sei, dass Innovation und Wachstum untrennbar seine.“ (P. Pinzler, S. 220)

Der Rest ist Schweigen.

 

(ff.)

8.7.22

Ich mache nicht gerne Gedichte, worin man großen Personen ein Kompliment macht und welche zugleich unter dem Tanzmeister und dem Kritikus stehen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Am Ende ist der Effekt trotzdem der gleiche, auch die Reichen stecken in der Tretmühle des Glücks. Auch sie jagen der Lebenszufriedenheit hinterher, indem sie immer mehr konsumieren und immer mehr wegwerfen – nur eben auf höherem Niveau.“ (P. Pinzler, S. 107)

„So erklärt sich dann wohl auch der leidige Nebeneffekt unserer Wettbewerbsgesellschaft, der sich dann in den Glücksrankings niederschlägt: Trotz allem Luxus stagniert die Lebenszufriedenheit. Oder, anders gesagt: Der Statusstress frisst sich durch, quer durch die Gesellschaft und das mit fatalen Folgen. Immer mehr Leute legen sich krumm, arbeiten unter immer mehr Druck, um mitzuhalten. Immer mehr stecken in der Spirale aus Konsum und Stress.“ (P. Pinzler, S. 111)

„Der erschöpfte Mensch ersetzt den gebrechlichen.“ (Der „Spiegel“)

„Je weniger wichtig Geld und Status sind, desto offener ist der Sinn für ein Verhalten, in dem nicht das Maximum das Optimum ist; eine Haltung, die übrigens nicht selten durch den Glauben unterstützt wird.“ (P. Pinzler, S. 116)

„Der Psychologe Oliver James hat das einmal wie ein Infektionskrankheit beschrieben: Der Wunsch, Besitz anzuhäufen, berühmt zu werden oder von anderen mit seinem Eigentum zu protzen, wächst mit der Ungleichheit in einer Gesellschaft. Das Luxusfieber ist anscheinend ansteckend.“ (P. Pinzler, S. 119)

Aus Erfahrung Gut.

Je freiheitlicher eine Gesellschaft, umso gefährdeter der gesellschaftliche Konsens. (Richard David Precht)

„Manches, was man heute als Armut beklagt, wäre in meiner Kindheit beinahe kleinbürgerlicher Wohlstand gewesen.“ (Helmut Schmidt)

Der Rest ist Schweigen.

 

Japans Ex-Premier stirbt nach Attentat, politische Attentate hat es in Japan seit Jahrzehnten nicht gegeben.

uniper beantragt Staatshilfen, uniper in Not.

Wirtschaftsverbände zur Gasversorgung.

Putin warnt vor neuen Sanktionen.

Bali: Eklat beim Treffen der G20-Außenminister: Lawrow verlässt nach seiner Rede den Saal.

Bundestag setzt Ausschuss ein: Ausstieg aus Afghanistan.

München: Deutsches Museum eröffnet Teilabschnitt.

frei gesprochen worden.

 

7.7.22

Er trug die Livree des Hungers und des Elendes. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Die Tür auflassen, ist tödlicher Leichtsinn.

Goldfisch zum Verschenken

„Bildet euch, denn wir brauchen all eure Klugheit. Bewegt euch, denn wir brauchen eure ganze Begeisterung. Organisiert euch, wir brauchen eure ganze Kraft.“ (Antonio Gramsci)

Wir können Probleme nicht durch dieselbe Denkweise lösen, die sie geschaffen hat. (Albert Einstein)

Petra Pinzler, Immer mehr ist nicht genug! – Vom Wachstumswahn zum Bruttosozialglück, Phanteon, eBook.

„Oder anders gesagt: Glückliche Gesellschaften sind nicht totalitär, sondern basisdemokratisch.“ (P. Pinzler, S. 73)

„Status hängt also längst nicht nur mit Einkommen zusammen: Je unwichtiger Gesellschaften die Tradition, Klasse, bürgerliche Werte oder altruistisches Verhalten sind und je mehr nur der persönliche Erfolg im Wettbewerb mit anderen und das am Markt erzielte Einkommen zählen, desto desto wichtiger wird allerdings Geld und damit sein sichtbarster Ausdruck, der Konsum, für den Status. Die USA sind dafür das beste Beispiel. Kaum eine andere Gesellschaft ist freundlicher zu denen, die es „schaffen“. Wer bezahlen kann, dem steht die Tür zu den besten Unis, zum Leben im richtigen Viertel in einem tollen Haus und zum Trinken im richtigen Club offen … Und deswegen behauptet so mancher Glücksforscher: Einer der Schlüssel für eine echte Politik des Glücks liegt im anderen Umgang mit dem Status.“ (P. Pinzler, S. 95)

Der Rest ist Schweigen.

 

Regierungskrise in GB: fordern „Neuwahlen jetzt“, Johnson ist zwar zurückgetreten, aber wieviel Schaden kann er noch anrichten? EU-Reaktionen auf Johnsons Ankündigung, „keine rühmliche Rolle gespielt“.

Kämpfe im Osten des Landes.

Griechenland wegen Bootsunglück verurteilt.

Ausbau erneuerbarer Energien: Gesetzespaket beschlossen, AfD warnt vor Windkraftanlagen.

F. Ataman wird Leiterin der Antidiskriminierungsstelle.

Zahl der Verkehrstoten auf neuem Tiefstand.

Genua: Prozessauftakt zu Brückeneinsturz.

 

6.7.22

Man pflegte ihn den Halbköpfigten zu nennen, nicht wegen einer besondern Einrichtung und Form seines Kopfes, als vielmehr desjenigen unsichtbaren Wesens, das nach der meisten Menschen Urteil im Kopf sitzt. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Gerhard Klas, Die Mikrofinanzindustrie. Die große Illusion oder Das Geschäft mit der Armut.

Kunst als Hobby.

synehistisch unendlicher Gottesbegriff (bei Peirce)

das Prinzip der Kontinuität (Synechismus)

Bedürfnisse, Wollungen, Setzungen.

the more you learn, the more you earn. (?)

„Peirce gilt heute als der Begründer der modernen Semiotik.“ (Klaus Oehler)

multitasking-fähig

„Wenn der scholastische Realismus wahr ist, ist es möglich, daß es Klassifikationen gibt, die nicht gänzlich konventionell sind, sondern reale Arten repräsentieren. Wenn Peirce recht hatte, dann ist, daß das möglich ist, eine notwendige Voraussetzung des wissenschaftlichen Suchens.“ (Susan Haack, 1992)

Der Rest ist Schweigen.

 

Premier Johnson lehnt Rücktritt weiter ab, das Drama geht erst mal weiter.

Scholz verteidigt Kurs der Bundesregierung – Er hält Kurs in Krisenzeiten.

Russland setzt Angriffe fort.

Atomkraft und Erdgas erhalten Öko-Siegel, „schamloses Greenwashing“.

Kabinett beschließt neues Aufenthaltsrecht, Chancen-Aufenthaltsrecht.

 

5.7.22

Eine Gedanken fliehende Kraft. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Markterschließung unter dem Deckmäntelchen des Sozialen. (K. Hartmann, S. 467)

In China gilt: wenn Jemand einem das Leben gerettet hat, so ist er für ihn ein Leben lang verantwortlich.

„Mögen alle deine Gläubiger stets deine Adresse haben!“ (Jüdischer Fluch)

Kitsch – kitschen

Affenmalerei (das Informel)

Erstheit: Ästhetik hat es mit Gefühl und Qualität zu tun.

Zweitheit: Ethik hat es mit Handeln oder Willen zu tun.

Drittheit: Logik bezieht sich aufs Denken.   (C.S. Peirce)

Der Rest ist Schweigen.

 

Ausbau erneuerbarer Energien: Ampel einigt sich auf Gesetzespaket.

Schutzschirm für Energieunternehmen, „Bürgerbasisgaspreis“ (CSU).

Minister-Rücktritte in Großbritannien.

Unterzeichnung der NATO-Beitrittsprotokolle, „historischer Moment“ (Stoltenberg).

EU-Parlament: strengere Regeln für Internetkonzerne.

Italien: der Po versiegt, Notstand für 5 Regionen.

 

4.7.22

Das einzige, was er Männliches an sich hatte, konnte er des Wohlstandes wegen nicht sehen lassen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Suche Alte Katze

„Denn das ist soziales Unternehmertum: Kapitalismus mit Herz.“ (K. Hartmann, S. 414)

Satt ist gut. Saatgut ist besser. (Anzeige Brot für die Welt)

Die Lehre vom Zufall (Tychismus)

Medienethiker

Haus ohne Hüter.

Konsumkapitalismus (K. Hartmann)

Der Rest ist Schweigen.

 

Gespräche über Inflation, konzertierte Aktion, Beginn eines Prozesses.

Schutzschirm für Energieunternehmen.

Unikliniken in NRW: Streik für bessere Arbeitsbedingungen.

Illinoi

Russische Truppen rücken weiter vor, Ukraine legt Plan für Wiederaufbau vor: geschätzte 720 Mrd. €.

Regenwälder der Meere: eine weisse Koralle ist eine tote Koralle.

 

3.7.22

Man soll sehr gut schießen, wenn man etwa getrunken; sehet da die Verwandtschaft zwischen Schützenkunst und Poesie. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Journalistenausbildung: „Genau genommen bedeutet das, dass die gehobene Mittelschicht im Journalismus den Ton angibt, Themen entsprechend aussucht und aufbereitet – wobei sie sich an ihrer Zielgruppe orientieren. In den Gesprächen mit Schulleitern fand Lueg heraus, dass – wie auch in der Wirtschaftswelt – der Habitus die größte Rolle bei der Aufnahme spielt: entscheidend sind ein Vertrauen erweckendes Auftreten, Medienkenntnisse, Gesprächsführungskompetenz, Sprachgefühl, Flexibilität und eine bescheidene Selbsteinschätzung. Das ist das kulturelle und soziale Kapital, das zählt …“ (K. Hartmann, S. 331)

wohnen bleiben.

„In dem Maße, in dem die Widerwärtigkeit der Arbeit wächst, nimmt der Lohn ab.“ (Karl Marx, Das Manifest der kommunistischen Partei, Februar 1948)

„Unterschichtsfernsehen“ (Paul Nolde)

Naomi Klein: Die Schock-Strategie. Der Aufstieg des Katastrophenkapitalismus.

„Barmherzigkeit ist endlich – Business ist unbegrenzt.“ (Muhammad Yunus)

Der Rest ist Schweigen.

 

„Das ist sozialer Sprengstoff“ (O. Scholz), sozialer Druck ist groß.

DGB-Chefin fordert Preisdeckel für Energie.

Kämpfe in der Region Luhansk.

Kopenhagen

52,x Mrd. € medizinische Kosten in der Pandemie.

Fachkräftemangel im Handwerk.

aus der Ganzen Welt sind sie nach Köln gekommen.

Auszeichnung für Zivilcourage.

Walser übergibt Werk an Literaturarchiv, „großer Polemiker“.

 

2.7.22

Er mußte etwas zu spielen haben, hätte ich ihm keine Vögel halten lassen, so hätte er Mätressen gehalten. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Corona: Mangelhafte Kommunikation (epd)

Was bei Corona schief lief – Gutachten mit beschränkter Aussagekraft (Alexander Jungkunz, NN)

Die Wellen-Brecher – CORONA Um das Schlimmste zu verhindern, wollen Bund und Länder schnell handeln. (Basil Wegener, Sascha Meyer, dpa)

Kaum Schutz vor neuen Varianten – STUDIE Auch Forscher der FAU zeigen, dass die „Alt-Infektion“ bei BA.5  nicht viel bringt. (epd)

Donald Trump beleidigt Ausschusszeugin (dpa)

„Extrakosten für räumliche Distinktionsprofile.“ (Pierre Bourdieu, Soziologe)

Suburbanisierung

Gated Communities

„Laut Bundeskriminalamt ging die Anzahl der Wohnungseinbrüche in den vergangenen zehn Jahren um ein Drittel zurück. Die Bedrohung durch Arme ist allenfalls eine gefühlte, jedenfalls in der Villengegend von Potsdam, wo einem Armut ganz sicher nicht im Alltag begegnet. Schon gar nicht, , wenn man sich zusammen mit anderen Reichen freiwillig wegsperren lässt. Die Sicherheit, die die Bewohner so gerne betonen, ist hier vor allem ein Statussymbol, ein Ausweis von Exklusivität. Der Zaun ist in Potsdam lediglich ein besonders vulgäres Symbol demonstrativen Reichtums. Man setzt sich hier nicht gegen Arme ab, sondern gegen andere Reiche …“ (K. Hartmann, S. 225)

Carloft

„Die erstaunliche Leistung (der Konsumgesellschaft) beruht auf der Besetzung des Raumes, der sich zwischen menschlichen Individuen erstreckt, durch Konsumgütermärkte; jenes Raumes, in den die Fäden gesponnen werden, die Menschen miteinander verbinden, und in dem die Zäune gebaut werden, die sie trennen.“ (Zygmunt Baumann, Leben als Konsum)

„Ein feiner Trick: das System zu kritisieren soll denen vorbehalten bleiben, die an ihm interessiert sind. Die anderen, die Gelegenheit haben, es von unten kennen zu lernen, werden entwaffnet durch die verächtliche Bemerkung, dass sie verärgert, rachsüchtig, neidisch sind.“ (Max Horkheimer in seinen Notizen 1950 bis 1969)

Der Rest ist Schweigen.

 

Bundesnetzagentur warnt vor Totalausfall.

Angriff auf die Schlangeninsel (mit Phosphorbomben).

Verfahren für neues Infektionsschutzgesetz.

Brände und Rodungen in Brasilien nehmen zu.

Proteste in Libyen.

Ideen Expo 2022 in Hannover, Jugendevent.

 

1.7.22

Ein kleines Fenster verriet nur, daß auch dort noch ein Ort wäre, wo Licht hineinkommen, Regen und Wind hingegen herausbleiben sollten. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Mein Essen und Ich – personalisierte Ernährung (3sat), Alkohol ist ein Zellgift.

Kathrin Hartmann, Wir müssen leider draussen bleiben – Die neue Armut der Konsumgesellschaft, Blessing Verlag, München 2012, eBook.

„Im Informationszeitalter bedeutet Unsichtbarkeit den Tod.“ (Germaine Greer, australische Professorin für Literatur)

Das Missverständnis der „relativen Armut“ (K. Hartmann), „Die Schere der Armut inDeutschland rührt nicht allein von einem materiellen Mangel her, sondern von einem Mangel an Teilhabe und Anerkennung. Die Armut in der Konsumgesellschaft kann deshalb sogar noch deprimierender sein als die in armen Ländern.“ (K. Hartmann, S. 28)

„Zwei Arten von Lastwagen fahren Tag für Tag von den Fabrikhöfen – die einen steuern die Lagerhallen und Kaufhäuser an, die anderen die Mülldeponien.“ (Zymunt Baumann, „Verworfenes Leben. Die Ausgegrenzten der Moderne.“)

Stephan Lorenz, Tafelgesellschaft. Zum neuen Umgang mit Überfluss und Ausgrenzung.

„Freeganer“

Stefan Kreutzberger, Valentin Thurn, Die Essensvernichter. Warum die Hälfte unseres Essens auf dem Müll landet und wer dafür verantwortlich ist.

Der Rest ist Schweigen.

 

Die FDP sieht sich in der Datenlage bestätigt.

Haushalt 2023 wieder mit Schuldenbremse, Lindner: „die Schulden von heute sind die Steuererhöhungen von morgen“, ob Lindners Entwurf stand hält, wird sich im Herbst zeigen.

Ukraine: Raketenangriff auf Odessa, „Terror gegen unsere Städte“.

Türkei sperrt Internet-Auftritt der Deutschen Welle, weitere Einschränkung der Pressefreiheit.

25 Jahre Rückgabe von Hongkong an China.

Baerbock: Wir stellen uns unserer Kolonialgeschichte.