Notizen 29 (ab 1.7.26)
14.7.26
Vita Nova
Gestirnte Nacht.
Der neue Wachstumsring
kristallisiert sich einer Wunde an.
Und ist auch nichts und wird es nie vollbracht:
ein Sternbild schlägt die Qual in Bann.
Die Krone schwebt. – Das neue Leben fing
mit einer Wunde an.
(Erika Burkart)
2.300 Delegierte (China)
„Ohne Sprache, so darf man folgern, keine Moral.“ (R.D. Precht, S. 120)
Man sagt mehr über die Welt, wenn man nicht nur die geradlinige Ausbreitung der Wörter und Sätze benutzt, sondern auch ihre Ablenkbarkeit einkalkuliert. (Max Bense)
„… Die Antwort auf all diese Fragen ist überraschend schlicht: weil Sprache kein Instrument der Wahrheit ist! Die Frage nach der Wahrheit war in der Evolution des Menschen und seiner Kultur nicht das wichtigste Problem.“ (R.D. Precht, S. 126)
Herbert Paul Grice, Sprachphilosoph (1918 – 1988)
„Die messbare Seite der Welt ist nicht die Welt; sie ist die messbare Seite der Welt.“ (Martin Seel, Philosoph)
Einen Kaugummi verschenken.
Laura Wiesböck, In besserer Gesellschaft – Der selbstgerechte Blick auf die anderen, Verlag Kremayr & Scherlau, Wien, 2018, eBook.
Der Rest ist Schweigen.
Vor 5 Jahren: Flutkatastrophe im Ahrtal, 30 Mrd. € Schäden, der Katastrophenschutz versagt, die Wiederaufbauarbeiten dürften bis in die 2030-er Jahre reichen.
Eigenanteil für stationäre Pflege gestiegen.
Nationalfeiertag in Frankreich zu gedenken der Französischen Revolution. Gedenken in Nizza 14.7.2016, Anschlag in Nizza.
USA: Handels- und Investitionsprogramm, Unsicherheit in der Straße von Hormus.
extremistisches Motiv für Anschlag in Schongau.
13.7.26
Du weißt es nicht. Wir treiben schon im Meer.
Ist nichts als Luft und Abgrund um uns her.
Nach Mitternacht, im großen Sternensingen,
muß aus meinem Narrenkleide springen.
Die Himmelskrone glänzt dem Schiff voraus:
freies Geleit, Kind zu keinem Haus
und keinem Land! Da ist nur Wind und Meer …
Ist eine solche Krone dein Begehr?
(Erika BUrkart)
Samsungs Waschmaschine defekt zu verschenken (Kleinanzeige)
Tomatentum – Tomentum
Kapitalismus ist die Sucht zu konsumieren.
„Sokrates weiß, was den Menschen im Innersten zusammenhält. Er ist der einzige Kenner der Weltformel.“ (R.D. Precht, S. 33)
„Das Gute ist also keine Tatsache, sondern eine Interpretation.“ (R.D. Precht, S. 74)
Ein Tag genügt, um festzustellen, dass ein Mensch böse ist; man braucht ein Leben, um festzustellen, dass er gut ist. (Théodore Jouffry)
Homo homini lupus (Plautus, römischer Komödiendichter)
Der Rest ist Schweigen.
Australien als erstes Land für Social-Media-Verbot unter 16 Jahren.
Konflikt USA – Iran weiter eskaliert, Trump: „ab jetzt Hüter der Straße von Hormuz“, „Ankündigung ohne Substanz“ (G. Engel)
Koalition der Willigen.
Im Ahrtal dauert der Aufbau bis heute an.
12.7.26
Ich komme als Seemann, König und Tor,
Papier- und Eisenkronen leg ich dir vor,
liliengezackte, – und schmuckrein den Ring
des Saturn: Ende, das sich am Anfang verfing.
Ich kniee, ein fahrender Narr, bei den Reifen.
Keinen geruht dein Blick zu ergreifen.
(Erika Burkart)
Oskar Wilde, in „Lady Wildermeres Fächer“: „Es gibt im Leben zwei Tragödien. Die eine ist die Nichterfüllung eines Herzenswunsches. Die andere ist seine Erfüllung. Von den beiden ist die zweite die bei Weitem die tragische.“
Rainer Maria Rilke, in Duineser Elegien: „Denn das Schöne ist nur des Schrecklichen Anfang, den wir gerade noch ertragen. Und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, uns zu zerstören.“
Richard David Precht, Die Kunst, kein Egoist zu sein – Warum wir gern gut sein wollen und was uns davon abhält, Goldmann Verlag, 2010, eBook.
„Wer moralisch urteilt, teilt die Welt in zwei Bereiche: in das, was er erachtet, und in das, was er ächtet.“ (R.D. Precht, S. 13)
Arjun Appadurai, Neta Alexander, Versagen – Scheitern im Neoliberalismus, Verlag Klaus Wagenbach, Aus dem Englischen von Hans Freundl, Berlin, 2023, eBook.
Handwerk: Etwas geschafft haben.
Businessex – perten
Der Rest ist Schweigen.
„offenbar ohne Ergebnis“ (Susanne Daubner), USA – Iran, „die Meerenge sei wichtiger als ein Duzend Atomwaffen“ (iranischer Militärminister).
Die Linke will eine konsequente Antikriegs-Partei sein.
Volkswagen steht vor einem tiefgreifenden Umbau, weltweit könnten 100.000 Jobs wegfallen, „Stimmung bei VW extrem aufgeheizt“.
BTS wieder zurück, schreiben Pop-Geschichte.
Taifun auf China.
11.7.26
Die Krone
Eine Krone ist dein Begehr.
Kind, eine Krone ist schwer.
Gesenkten Hauptes mußt du sie haben,
die unsichtbar ist und dich preßt,
wenn nicht dein Ich sich entläßt,
das tiefere Selbst zu ergraben.
(Erika Burkart)
Heisenberg, in Gesammelte Werke: „Die Wirklichkeit, von der wir sprechen können, ist nie die Wirklichkeit an sich, sondern eine gewusste Wirklichkeit oder sogar in vielen Fällen eine von uns gestaltete Wirklichkeit. Wenn gegen eine letztere Formulierung eingewandt wird, dass es doch eine objektive, von uns und unserem Denken völlig unabhängige Welt gebe, die ohne unser Zutun abläuft oder ablaufen kann und die wir eigentlich mit der Forschung meinen, so muss diesem zunächst so einleuchtenden Einwand entgegengehalten werden, dass schon das Wort „es gibt“ aus der menschlichen Sprache stammt und daher nicht gut etwas bedenken kann, das gar nicht auf unser Erkenntnisvermögen bezogen wäre. Für uns gibt es eben nur die Welt, in der das Wort „es gibt“ einen Sinn hat.“
Jacques Schuster (Die Welt) zur Bürokratisierung: „… die Bürokratie in Deutschland habe „längst das Maß einer Menschenrechtsverletzung angenommen“ und sein „wider Willen zu einem organisierten Sadismus (…) verkommen.“ (G. Cremer, S. 250)
Der Rest ist Schweigen.
Diplomatische Beziehungen zwischen USA und Iran.
ukrainische Luftabwehr offenbar nicht in der Lage, russische Angriffe abzuwehren.
Srebenica, 11. Juli 1995: 8.000 muslimische Männer ermordet.
Landesparteitag der AfD in Magdeburg.
bei Leverkusen: Anschlag auf Bahn.
In vielen Kliniken fehlt es offensichtlich an Klimakonzepten.
10.7.26
Zum Dunkel neig ich mich und sage: Du.
Ein Duft beginnt zu tönen und ein Laut
ist Ruch von Reif und Niemandskraut.
Geduld. – Das Wunder schließt die Wunde zu.
(Erika Burkart)
… nicht selten stellt Habgier eine Rolle. (Medical Detectives)
William James: „Eine unmenschlichere Strafe könnte nicht erfunden werden, als dass man, wenn dies möglich wäre, in der Gesellschaft losgelassen und von allen ihren Mitgliedern völlig unbeachtet bleiben würde.“
Viktor Frankl: „Sich selbst verwirklichen kann der Mensch nur in dem Maße, indem er sich selbst vergisst, indem er sich selbst übersieht.“
„… heimatlos sind viele auf der Welt, heimatlos … ein Paar Freunde, eine Liebe, wie es früher, früher einmal war …“
Epiktet: „Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.“
„… es gibt Millionen von Sternen …“
Albert Einstein an Heisenberg, 1926: „Es ist unmöglich, nur beobachtbare Größen in eine Theorie aufzunehmen. Es ist vielmehr die Theorie, die entscheidet, was man beobachten kann.“
Der Rest ist Schweigen.
am Ende lässt sich die Mehrheit der Länder überzeugen; Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems bedroht, 500 Mio. € extra für die Kliniken, „Wo soll das Geld herkommen?“ (M. Preiß), Erweiterung der Befugnisse der Bundespolizei, auch das Gebäudeenergiegesetz wurde geändert.
Wegner zieht Spitzenkandidatur zurück.
Bundespräsident Steinmeier zieht ins Bundespräsidialamt um.
In Südspanien sind 12 Menschen bei Waldbränden ums Leben gekommen, der Brand ist noch nicht unter Kontrolle.
9.7.26
Geduld
Ein Wehen, doch kein Atem, der es nimmt.
Zwei Hände, aufgetan ins Mondenlicht.
Die Hand, die über mir den Mond zerbricht.
Dann Dunkel, meinem Dunkel eingestimmt.
(Erika Burkart)
ein Leuchten der Augen. (Selenskyj)
„Wir aber haben die chronische Knappheit durch ein chronisches Zuviel ersetzt, womit auch die Logik der Natur aus den Fugen getreten ist. In einer Welt des Überflusses essen (und trinken) wir mitunter mehr und bewegen uns weniger, als uns guttut. Wir rauchen. Wir legen uns auf eine Sonnenbank. Wir schlendern gelangweilt durch einen Supermarkt, wo es alles gibt. Und was tun wir? Statt zu den öden Karotten greifen wir beherzt zur Chipstüte. Was unser körperliches Wohl betrifft, treffen wir mit unsren Steinzeitgenen in der Supermarktwelt ganz offensichtlich immer wieder Entscheidungen, die nicht ganz so günstig sind.
Bis zu einem gewissen Grad gilt etwas Ähnliches für unser psychisches Wohlbefinden. Nehmen wir dazu ein einfaches Beispiel, das Ökonomen, als „Pendler-Paradox“ bezeichnen. Vor die Wahl gestellt, wo wir wohnen sollen, scheinen viele von uns einen universellen Stimmungskiller zu unterschätzen: die tägliche Fahrt zur Arbeit. Kaum etwas ist so nervtötend wie morgens in der Rushhour auf dem Weg ins Büro im zähflüssigen Stau zu stecken und sich Meter für Meter zur Arbeitsstelle vorzukämpfen. Abends gibt´s zur Belohnung das Gleiche nochmal in die andere Richtung.
Trotzdem vernachlässigen viele von uns diesen Glückskiller bei der Wahl des Wohnorts …“ (Bas Kast, S. 349)
Frank Fechner, Medienrecht – Lehrbuch des gesamten Medienrechts unter besonderer Berücksichtigung von Presse, Rundfunk und Multimedia, Eine Arbeitsgemeinschaft von Verlagen, Mohr Siebeck, Tübingen, 2018.
Der Rest ist Schweigen.
„Für die Beschäftigten von VW sind das nervenaufreibende Tage“ (M. Slomka), 100.000 Arbeitsplätze gefährdet, nicht ausgelastet, Standortkosten in Deutschland zu hoch, Betriebsrat hat VW ein Ultimatum gesetzt.
BaföG wird im nächsten Sommersemester erhöht.
Kindergeld soll künftig automatisch kommen.
USA greifen Ziele in Iran an.
„leises Sterben“: Hitzetote, 5.100 Menschen in Deutschland hat es das Leben gekostet.
Zehn Jahre Haft für Anschlag auf Zugbegleiter.
8.7.26
Das Kind
In eine Laubgruft hingeduckt,
von Sperlingsblitzen überzuckt,
durch einen Feldstein abgetrennt
von allem, was der Sinn benennt,
fand ich die Sonne, die nicht tönt,
das grelle Gras, das zischelnd höhnt,
und schloß das Aug und war ein Kind,
nicht mehr gesehn, stellt es sich blind.
Verhaltnen Atems, tot in Pan,
brach ich die letzten Blätter, die mich sahn.
(Erika Burkart)
Im nächtlichen Traum lebt mein Professor und meine Mutter noch.
Telefonieren Sie gerne? (Stellenanzeige in den NN)
Variatiönchen (E.T.A. Hoffmann, in Greisleriana)
Es gibt Leute, die haben nichts anderes zu tun, als andere Bürger zu überwachen.
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Paul Watzlawick, Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns, Picus Verlag, Wien, eBook.
Die Antipsychiatrie der 60-er Jahre: „Es ist nicht wahr, daß die Gesellschaft unter der geistigen Abnormität gewisser ihrer Mitglieder leidet. Es ist vielmehr so, daß die Gesellschaft pathogen, also krankheitserzeugend ist und ihre sensiblen Mitglieder eben unter dieser Pathologie leiden.“
„klaudestine Netzwerke“ (G. Cremer, S. 167)
(weil:) … die Staatsquote viel zu hoch ist.
Felix Heidenreich, Demokratie als Zumutung: „Für gewöhnlich ist zu hören, „die Politik“ solle „liefern“. Bürgerinnen und Bürger stellen Ansprüche an die Demokratie – und diese hat zu reagieren.“ „Politische Partizipation nehme die Form von Konsum an, und im schlimmsten Falle bestehe „die Partizipation nur darin, eine möglichst präzise Bestellung aufzugeben und dann darüber frustriert zu sein, dass „die Politik“ nicht „liefert“. Es werde damit eine Vorstellung bedient, wonach eine Demokratie eine Art Supermarkt darstellt, in dem Kunden möglichst schnell das bekommen sollen, was sie wünschen.“ (G. Cremer, S. 181)
Der Rest ist Schweigen.
NATO-Treffen in Ankara, 140 Mrd.-Hilfe für die Ukraine, Trump sagt Lizenz für Patriot-Raketen an Ukraine zu, Trump befiehlt erneut Attacken gegen den Iran, NATO sei europäischer geworden (F. Merz), Schlußerklärung.
Reform der Gesundheitsausgaben, Grüne und Linke gehen dagegen juristisch vor, „Prestigeprojekt der Regierung“ (M. Preiß).
Palantiv
Ausnahmezustand in Schongau, 16-jähriger Tatverdächtigter.
Lebenslange Haft für Berliner Palliativarzt, aus Eigennutz gehandelt.
7.7.26
Als Wappentiere krönen die Vögel
Feldstein und Kreuz.
Manchmal hört man ein Herz.
Immer ist es das eigne.
(Erika Burkart)
1, 2, 3 – Develey
„In Städten nehmen Trends und Innovationen ebenso ihren Anfang wie Revolution. Es war das alte Athen, in dem die abendländische Philosophie aufblüht, in Wien Spiele mit Hayden, Mozart, Beethoven und Schubert einst buchstäblich die Musik. Mailand ist die Stadt der Mode, Paris die Stadt der Liebe – Städte haben offenbar wie Menschen ihre ganz eigene Persönlichkeit, als seien Sie ein eigner Organismus.“ (Bas Kast, S. 318)
Meerschweinchen WhatsApp Gruppe Bayern (Kleinanzeige)
„Last but not least ist eine dichte Menschenmasse nicht immer bloß anregend oder ansteckend, sie kann auch schlichtweg anstrengend, überfordernd und sogar beängstigend sein, womit wir bei einem Aspekt wären, den man als „Stadtneurotiker-Effekt“ bezeichnen könnte: Je größer die Stadt, desto mehr kämpfen die Einwohner, wie Studien belegen, mit Stress und psychischen Erkrankungen.“ (Bas Kast, S. 335)
… das war Jan von nebenan.
den Bock zum Gärtner machen.
Das Gros der Künstler: von der Hand in den Mund.
Erfolg und Erfüllung sind zwei Paar Schuhe.
„Medien transportieren Mythen – auch die Qualitätsmedien“ (G. Cremer, Überschrift, S. 157)
Der Rest ist Schweigen.
Ankara dient heute als große Bühne, wichtigster Gast ist Donald Trump, die Europäer wollen zeigen, dass sie verstanden haben, „große Bedenklichkeit was die Verlässlichkeit der USA betrifft“ (E. Theveßen).
Rüstungskonzern TKMS produziert für Kanada, größter Rüstungsauftrag in der deutschen Geschichte.
Le Pen: Sie will aber nicht mit Fußfesseln Wahlkampf machen.
Prien will Regeln für Elterngeld ändern.
Wärmepumpen-Förderung soll gekürzt werden.
EU-Parlament für Überprüfung der ESN-Partei.
Umbau der staatlichen Medien in Ungarn.
Immer mehr junge Drogentote.
EU-Parlament stimmt für neue Fluggastrechte.
Olympisches Komitee: Sanktionen gegen Russland aufgehoben.
6.7.26
Jeden Tag läßt der Wald
eine Farbe eingehn,
eine Stimme und ein Gefühl.
Wie, wenn der Sonne
die Pfeile ausgingen?
(Erika Burkart)
Jeden Tag etwas Gutes tun.
Drei Laufenten.
Babywippe ABC Design (Kleinanzeige)
Informationen können goldwert sein!
Von der Stadt zum Neurotiker (Bas Kast, S. 313)
„Und dieser Zusammenhang zwischen Informationsflut und Aufmerksamkeitsdefizit zeigt sich nicht nur im Quer-, sondern eben auch im Längsschnitt. Historisch betrachtet scheine wir alle von einer milden Aufmerksamkeitsdefizitstörung betroffen zu sein. Viel gieriger als früher dürstet das heutige Gehirn nach Unterhaltung, Abwechslung, Neuem, Unterbrechung. Ein mittelalterlicher Mensch würde gewiss jeden von uns für einen ADHS-Patienten halten.“ (Bas Kast, S. 300)
Der Rest ist Schweigen.
Nähe von Präsident Trump und FIFA-Präsident, UEFA: „rote Linie überschritten“.
Kabinett stimmt Haushaltsentwurf zu, + 6% mehr als dieses Jahr.
morgiger NATO-Gipfel in der Türkei; mehr als 20 ballistische Raketen schlagen in Kiew ein.
Staatstrauer im Iran.
Waldbrand im Südwesten Frankreichs.
5.7.26
Lauschend
Der Nordwind schabt
den Lack von den Gräsern.
Die Wege führen
nirgends mehr hin.
(Erika Burkart)
Hochleistungs-Standventilator
„Denn welcher Absicht dient all die Mühseligkeit und all die lärmende Geschäftigkeit dieser Welt? Was ist der Endzweck von Habsucht und Ehrgeiz und der Jagd nach Reichtum, Macht und Vorrang? Ist es der, den natürlichen Bedürfnissen genüge zu tun? Der Lohn des geringsten Arbeitens reicht aus, um diese zu befriedigen. (…) Woher entsteht denn also dieser Wetteifer, der sich durch die Stände der Menschen hindurchzieht (…)? (Adam Smith) Antwort: „Dass man uns bemerkt, (…) dass man mit Sympathie, Wohlgefallen und Billigung von uns Kenntnis nimmt, das sind die Vorteile, die wir daraus zu gewinnen hoffen dürfen. (…) Der reiche Mann rühmt sich seines Reichtums, weil er fühlt, dass dieser die Aufmerksamkeit der Welt auf ihn lenkt (…). Der Arme auf der anderen Seite schämt sich seiner Armut. (…) Unbeachtet kommt und geht der arme Mann, und inmitten der Menschenmenge befindet er sich in der gleichen Verborgenheit, wie wenn er in seiner Hütte eingeschlossen wäre. (…) Dagegen wird der Mensch von Rang und Distinktion von aller Welt beobachtet. (…) Kaum ein Wort kann ihn entfallen, kaum eine Gebärde ihm entschlüpfen, die wirklich ganz und gar unbeachtet bleiben würde.“ (Bas Last, S. 288)
Beobachten, wie die Bilder sich entwickeln.
Taubenabwehr
Ein enges Metallgehäuse außen um den Schließzylinder anbringen, damit nicht gepickt werden kann.
Der Rest ist Schweigen.
Parteitag der AfD in Erfurt, zehntausende Menschen protestieren.
mehr Ausgaben, mehr Schulden, Kritik auch aus den eigenen Reihen.
Bundeswehrbrigarde in Litauen.
Rede von Trump zum Unabhängigkeitstag.
Christopher Street Day in Köln.
Schützenausmarsch in Hannover, Tradition reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück.
4.7.26
Wie weiß, wie kühl, – ein Schluchtenlicht,
dem Ausgang zuzudrehn.
Durch mein zerbrochenes Gesicht
kannst du die Sterne sehn.
(Erika Burkart)
falsche Freunde.
Hühnerstall (Kleinanzeige)
5 Jahre kein Unkraut (Online-Anzeige)
nicht unverschämt sein (bei den Kleinanzeigen)
„Vielleicht gibt mir die Öffentlichkeit etwas, was ich als Kind nicht hatte: Aufmerksamkeit, Liebe.“ (Charlotte Roche)
„Um in einer modernen, namenlosen Massengesellschaft die Chance zu erhöhen, dass man von dieser sozialen Umwelt eine einigermaßen erträgliche Behandlung erfährt, bestehen drei vielversprechende Strategien darin, (1) einen hohen sozialen Rang zu erklimmen, (2) viel Geld zu verdienen und (3) bekannt zu werden (sich einen Namen zu machen). Alle diese drei ersehnten Ziele aber, die hohe Position, das Vermögen sowie die Berühmtheit, gibt es üblicherweise nur um den Preis harter Arbeit und chronischer Rastlosigkeit.“ (Bas Kast, S. 289)
ein Hobby-Fotograf (mit Profi-Ausrüstung).
Der Rest st Schweigen.
Papst Leo XIV.
Trauerfeierlichkeiten im Iran.
Die Vereinigten Staaten feiern ihren 250. Unabhängigkeitstag.
3.7.26
Von Glitzerscherben starr umlaubt,
vereinsamt und verhüllt –
mit bilderlosen Träumen füllt
der Schnee mein hohles Haupt.
(Erika Burkart)
„Wie viele Aufsätze muß ich schreiben, um geliebt zu werden?“ Oder: „Wie viele Flugmeilen muß ich pro Jahr absolvieren, um attraktiv zu bleiben?“ Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun und ist sich auch etwa überpointiert. Aber genau in diesem Mißverhältnis liegt das Problem.“ (Miriam Meckel, einst Deutschlands jüngste Professorin, über Burnout)
„Ein Porsche (zum Beispiel) beweist zwar Investitionspotential, nicht aber Investitionsbereitschaft, zumindest nicht in andere. Je mobiler und unpersönlicher dagegen eine Gesellschaft wird (radikales Beispiel: die Gesellschaft einer modernen Großstadt), desto weniger wissen wir über unsere Nachbarn und Mitmenschen. Das, was wir unsere Mitmenschen erfahren, beschränkt sich zunehmend auf das, was wir unmittelbar sehen können. Das heißt, je anonymer eine Gesellschaft wird, desto mehr Macht bekommt der Schein, desto mehr lohnt es sich für was, in Statussymbole und unser Äußeres zu investieren. Da die Begegnungen mit unseren Mitmenschen flüchtiger und wechselhafter werden, ist das, was andere über uns erfahren, ohnehin häufig auf eben unser Äußeres begrenzt.“ (Bas Kast, S. 284)
Der Rest ist Schweigen.
2.7.26
Winterliche Blume
Die Samenherzen klaffen. Leer
sind alle Wurzelklappen.
Der Sinn weiß keine Spiele mehr,
den Spielern zu gefallen.
(Erika Burkart)
Michael Buchinger – Der Letzte macht den Mund zu Buch (Kleinanzeige)
„Gut für einen, blöd für alle.“ (Robert Frank, US-Ökonom)
(Der Fall Georg Grün:) Grün endete als ein gefährlicher Winkeladvokat. (K. Schneider)
Mitleidsschwindeleien (K. Schneider)
„Geltungsbedürftige sind für jede Behandlung ungeeignet. Die Unechtheit dieser Charaktere erschwert die Beziehung …“ (Kurt Schneider, Die psychopathischen Persönlichkeiten, S. 92)
oberlehrerhaft
auf Weiß sieht man jeden Dreck.
Georg Cremer, Alles schrecklich ungerecht? – Mythen, Halbwahrheiten, Fakten zum deutschen Sozialstaat, Verlag Herder, Freiburg, 2025, eBook.
Der Rest ist Schweigen.
Reformpaket, das 34 Punkte umfasst, geplante Steuerreform, Kritik ließ nicht lange auf sich warten, Lob aus der Wirtschaft, Spielraum für Steuersenkungen begrenzt.
Dresden und die Chipproduktion – Infinion.
Kiew ist in der Nacht nicht zur Ruhe gekommen, schwerster Angriff seit Kriegsbeginn.
Europol meldet Erfolg gegen gewalttätige Sexualstraftäter, lange Recherchen von Journalisten.
1.7.26
Drüben
Ein fremder Vogel sprach in der Nacht.
Vier Töne. Klagende, reine.
Ich habe die Klage zu Ende gedacht
und wieder vergessen.
Drüben, zwischen Zypressen,
weidet die Herde der Steine.
War es hier, wo wir schliefen?
Doch wer ist das: wir?
und wer ist das: du?
Ein Buckliger lacht
in den grauen Oliven.
Der Meerwind weht mir
die Lider zu.
(Erika Burkart)
verschenke Meerschweinchen Futter (Kleinanzeige)
soziale Zurückweisung.
Läden sind nicht nett zu Menschen. Läden sind nett zu Kreditkarten. (Richard Gree, in Pretty Woman)
ein Büchlein.
Die Wahl zwischen der Familie und der weiten Welt da draußen stellt die hervorstechenste und hartnäckigste Herausforderung dar, vor die Wohlstand der fortgeschrittenen Industrieländer gestellt hat. (Avner Offer, Wirtschaftshistoriker, Universität Oxford)
Katastrophentourismus, Weltraumtourismus (Nitro)
Schrott kostenlos (Kleinanzeige)
„Nichts gegen die Kollegen vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk, aber es gibt eine Grenze zwischen Journalismus und Bußprediger-Aktivismus.“ (N. Blome, S. 243)
ein Kunststudium in der teuersten Stadt Deutschlands.
Der Rest ist Schweigen.














