Notizen 21 (ab 1.7.22)

raucherzone

14.8.22

Die Natur des Menschen erfordert es und die Natur des Affen selbst ist nicht abgeneigt es anzunehmen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Helmut Hoppe, Die gelenkte Masse – Wie die Eliten mit Verlockungen hoffende Menschen in die Marktverwertung treiben, eBook.

„Die Verängstigung der Masse ist der Dünger für die Herrschaft der Vermögensbesitzer.“ (H. Hoppe, S. 7)

„Den wirtschaftlichen Nutzen, die Unternehmer aus Arbeitnehmern ziehen können, ist jedoch nur möglich, wenn Lohnabhängige dazu erzogen werden, sich nur in ökonomische Zwecke einzunisten.“ (S. 23)

„Gute Konsumente wie auch Lohnabhängige sollen glauben, dass sich Glück oder Unglück von ihren privaten Wünschen abhinge und nicht von Marktgesetzen beherrscht werden.“ (S. 24)

Was man nicht besitzt, kann man auch nicht verlieren.

„Das Gehabe, die eigene Aufnahme in die begehrte Gesellschaftsschicht zu sichern, auch wenn andere Menschen dadurch verstummt am Wegrand liegen bleiben, genießt hohes Ansehen.“ (S. 64)

„Den Gärtnern des Kapitalismus wird die Tür zur Umgestaltung des Lehrbereiches von Politikern weit geöffnet, um auch diesen Raum sowohl ideologisch sowie auch marktfertig zu ihren Gunsten umzugestalten. Junge Menschen müssen frühzeitig auf ein Konsumentenleben vorbereitet werden. Das sind die Investitionsprogramme der Zukunft. Jugendliche sollen mehr ökonomische Kompetenz erreichen, um das System später zu akzeptieren.“ (S. 83)

„Schulen als Zulieferbetriebe für die Unternehmen, das sind Institutionen für die Zukunft. Denn tatsächlich ist es um diese Investition in Deutschland nicht besonders gut bestellt. Wir sind noch nicht alle gute und willige Konsumenten, wir müssen noch lernen mehr wegzuwerfen.“ (S. 85)

„Noch befindet sich Deutschland in einem wachsenden neoliberalen Wachstumsstadium, denn in England lebt bereits jedes vierte Kind in Armut und in unserem Land erst jedes fünfte. Doch die Weichen sind schon in eine feine Richtung gestellt, denn für die Elite entwickelt es sich vorzüglich.“ (S. 92)

„Eine Exportnation erkauft ihre Weltmeisterschaft mit Armut im eigenen Land.“ (S. 101)

„Diejenigen, die Arbeitslose verurteilen, müssen mit der gleichen Schärfe die grausamen Bedingungen verurteilen, wodurch Arbeitslosigkeit entsteht.“ (S. 113)

„An der Privatsphäre der Familien rütteln und zerren geringer Lohn und Frustration, oder auch hochwertiger Konsum und Überfluss. Konsumieren wirkt immer erlösend oder dazu gehörend. Der Ort und Ausmaß des Kaufens entscheidet darüber, ob Bürger sich dem Milieu, das sie atmend umgibt, auch wirklich zurechnen dürfen. Das Niveau des Kaufens wird gesellschaftlich vorgegeben, ist sozial erwünscht. Jemand, der nicht mithalten kann oder nicht mithalten will, wird isoliert und mit Häme übergossen.“ (S. 120)

„Die Menschen müssen lernen zu konsumieren, zu konsumieren wann das System es will und wie viel das System will.“ (S. 125)

„Die Konsumgesellschaft ist eine Art von Gesellschaft, die den Wettstreit um den besseren Lebensstil propagiert. Arbeitslosigkeit ist keine Voraussetzung für die Mitgliedschaft in dieser Gesellschaft. Nur eines ist wenigen klar: auf einem Arbeitsmarkt, der von mächtigen Konzernen beherrscht wird, haben Arbeitslose aktuell keine Chancen. Ursache der Umstände aus dem Rennen zu sein, verdanken sie wirtschaftlichen Spielregeln, die in Vorstandsetagen ausgedacht wurden.“ (S. 140)

„Der größte Teil der überzähligen Arbeitsmenschen wird vielmehr über ein Maßnahmenpaket weiter an ein wackeliges Erwerbssystem gebunden und somit dürftig integriert, denn Arbeit auf dem gehobenen Markt ist nur einer bestimmten Schicht zugedacht. Dieses ist kein Arbeitsmarkt, es ist ein neoliberales Unterdrückungssystem.“ (S. 152)

Der Rest ist Schweigen.

 

„Wir brauchen die Entlastung – sofort!“

IB Metall lehnt Nullrunde ab.

Deutsch-polnisches Treffen wegen des Fischsterbens, Sicherheitsmaßnahme für ganz Westpommern.

UN-Kommisarin zu Besuch: Lage der Rhohingya in Bangladesch, „Völkermord begangen“.

Streit bei Auszählung der Wahl in Kenia.

660.000 Hektar Land in ganz Europa abgebrannt.

Salman Rushdie auf dem Weg der Besserung.

RBB-Rundfunkrat.

 

13.8.22

Ich fand ihn in seiner Stube, die Hose bis an die Knie herunterhängend und mit einem Messer in der Rechten, Jedermann, der ihn so gefunden haben würde, würde geglaubt haben, er wolle sich kastrieren, er hatte eben die Hosen, die ihm geplatzt waren, mit einem langen Bindfaden zugebunden, den er beschäftigt war abzuschneiden. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Corona-Sommer-Welle flacht ab (dpa)

Olympia fehlt die Botschaft – was Sport bedeutet, haben die Spiele vergessen (Hans Böller, NN)

Kanzler der ruhigsten Hand – Scholz liefert, was anderen fehlt: Stabilität (Alexander Jungkunz, NN)

Schröder verklagt Bundestag – ALTKANZLER Es geht ihm um die verlorenen Sach- und Personalmittel und Sonderrechte. (Harald Baumer, NN)

Missbrauchsbeauftragte greift Kardinal Woelki an (dpa)

Friedensmission vorerst ausgesetzt – KONSEQUENZEN Seit fast zehn Jahren ist die Bundeswehr in Mali im Einsatz. Das westafrikanische Land ist weiterhin instabil. (Jörg Blank, Lucia Weiß, Axel Hofmann, dpa)

Angriff auf offener Bühne: Autor am Hals verletzt – ATTENTAT Im US-Bundesstaat New York stach ein Mann auf den preisgekrönten Schriftsteller Salman Rushdie ein. (Benno Schwinghammer, Christoph Meyer, Larissa Schwedes, dpa)

Starke Erwärmung der Arktis – FORSCHUNG Finnische Forscher legen alarmierende Erkenntnis vor. (dpa)

Verdi legt sich erneut mit Amazon an (dpa)

Pegel am Rhein nur noch knapp über 40 Zentimeter (dpa)

„niemand sonst weiß Dank zu erstatten als der Weise, er, der mehr Freude hat über eine von ihm erwiesene und als von ihm empfangene Wohltat.“ (Seneca)

„Herdenmenschen“ (Seneca)

„Glückseligkeit erreicht man nicht durch Anhäufung von Besitz, Macht und oberflächlichen Vergnügungen, sondern nur durch ein vernunftgemäßes und tugendhaftes Leben.“ (Elenor Jain, S. 156)

„Massengeselligkeit ist durch die Wucht der Einstimmigkeit für uns eine Schule der Fehler. Mögen wir auch sonst nichts für unser Seelenheil tun, die Abgeschiedenheit ist doch an und für sich schon von Nutzen. Wir werden uns bessern, wenn wir vereinzelt sind.“ (Seneca)

„Nicht das Leben, das wir empfangen, ist kurz, nein, wir machen es dazu; wir sind nicht zu kurz gekommen, wir sind vielmehr zu verschwenderisch.“ (Seneca)

Der Rest ist Schweigen.

 

FBI stellt streng geheime Dokumente sicher.

Salman Rushdie nach Attentat notoperiert.

Tausende Ortskräfte weiter in Afghanistan, Partnerschaftsnetzwerk.

„Weißer Ring“ kritisiert bürokratische Hürden bei der Hilfe.

Landwirte sorgen sich um Ernteerträge, bis 40% Einbußen.

 

12.8.22

Es ist ein Fehler, den der bloß witzige Schriftsteller mit dem ganz schlechten gemein hat, daß er gemeiniglich seinen Gegenstand eigentlich nicht erleuchtet, sondern ihn nur dazu braucht, sich selbst zu zeigen. Man lernt den Schriftsteller kennen und sonst nichts. So hart es auch zuweilen widergehen sollte, eine witzige Periode wegzulassen, so muß es doch geschehen, wenn sie nicht notwendig aus der Sache fließt. Diese Kreuzigung gewöhnt allmählig den Witz an die Zügel, die ihm die Vernunft anlegen muß, wenn sie beide zusammen mit Ehren auskommen sollen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Zum Narzissmus gehört die Fassade der Coolness und Souveränität, deshalb werden Gefühle in aller Regel verachtet. Ist ein Narzisst hingegen wieder imstande zu weinen, ist das ein Zeichen beginnender Gesundung, soweit das überhaupt möglich ist und von der Umwelt zugelassen wird. Zum Narzissmus gehören aber auch die falschen, die hysterischen Gefühle, die dazu führen, dass ein „Gefühlsmacher“ gar nicht verstehen kann, was mit „fühlen“ gemeint ist, denn er wähnt sich ja als ein gefühlsbetonter Mensch.“ (H.-J- Maaz, S. 240)

„Die Gier ist das narzisstische Symptom der Wachstumssucht, mit der Konsequenz, dass ein anderes Gesellschaftsmodell, das ohne materielles Wachstum auskäme, gar nicht für möglich gehalten wird – ähnlich wie bei Drogensüchtigen, die sich ein abstinentes Leben gar nicht mehr vorstellen und es nur in äußerster Not und dann von schweren Entzugssymptomen begleitet erreichen können. Auch dem Durchschnittsbürger verleiht die Gier im ständigen Bemühen um kleine Profite und im ständigen Konsumstress eine permanente Ablenkung vom inneren Befinden. Die Lust am materiellen Zugewinn, an Konsum und dem individuellen kleinen Wohlstand kann zwar zur wesentlichen Lebensaufgabe werden, aber alle Erfolge, die sich damit verbunden einstellen, erlösen doch nicht narzisstischen Bedürfnisschmerz.“ (S. 255)

„Das Volk als „Souverän“, die Wahlfreiheit und die psychische Reife des Wählers sind die größten Illusionen unseres demokratischen Systems.“ (S. 256)

„Das kapitalistische System wird von narzisstischen Kompensationsprozessen beherrscht und müsste tatsächlich ursächlich verändert werden; die in die Fehlentwicklung involvierten Regierungen sind nicht mehr imstande, das zu leisten. Aber auch die Menschen gehen meistens bislang nur auf die Straße, wenn es um ihr Einkommen geht, nicht aber, um ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.“ … „Und wer sind  die Märkte, die die Politiker vor sich herjagen, weshalb ist die reale Macht an irrationale Prozesse abgegeben worden? Mein Antwort lautet: Wenn selbstwertgestörte Menschen in die Politik gehen, um ihr narzisstisches Defizit durch Macht aufzuwerten, sind sie nicht ihrer selbst mächtig, sondern gejagt vom Erfolgszwang, die ihnen von außen diktiert wird. Und dort entfalten vor allem die versammelten Kräfte narzisstisch begründeter Gier ihre Wirkungsmacht, um dem Mangel an Selbstwert ein „goldenes“ Kostüm zu schneidern.“ (S. 264)

„Der Sozialismus ist gescheitert, weil die Menschen mehr haben wollten, als zu bekommen war, der Kapitalismus scheitert, weil die Menschen mehr verbrauchen, als sie verdient haben. Der Maßstab des „Verdienstes“ orientiert sich nicht an der Realität, sondern an der irrationalen narzisstischen Bedürftigkeit. Das Leben auf Pump bringt ins Bild, dass die Realität des Lebens missachtet wird und einer trügerischen Hoffnung weichen muss.“ (S. 267)

Juliet B. Schor, Wahrer Wohlstand – Mit weniger Arbeit besser leben, Aus demAmerikanischen von Karsten Petersen, Oekom Verlag, München. 2016, eBook.

Elenor Jain, Zur Aktualität der stoischen Lebensweise im Zeitalter der Globalisierung, eBook.

„Schau dich lieber nach einem irgendeinem bleibenden Wert um; es gibt aber keinen (anderen) als den, den der Geist in sich selber findet. Die sittliche Vollkommenheit allein bietet fortwährende, sorglose Freude.“ (Seneca, im 27. Brief an Lucilius)

Der Rest ist Schweigen.

 

Dürre erschwert Binnenschifffahrt.

Erhöhte Werte von Quecksilber in der Oder.

Corona-Werte sinken wieder.

Bundeswehreinsatz in Mali ausgesetzt.

Verordnungen zum Energiesparen.

Altkanzler Schröder fordert sein Büro zurück.

Entschädigung vom Attentat 1972 in München finden keine Einigung.

Autor Salman Rushdie niedergestochen worden.

 

11.8.22

Kein Wunder, daß sich Stutzer so gerne im Spiegel sehen, sie sehen sich ganz. Wenn der Philosoph einen Spiegel hätte, in welchem er sich so wie jener ganz sehen könnte, er würde nie davon wegkommen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Wird dem Narzissten die „Spielwiese“ seiner Eitelkeit entzogen, ist er in seinem Überlebenskampf schwer bedroht und sieht sich zu einem raschen Wechsel des „Objekts seiner Begierde“ gezwungen.“ (H.-J. Maaz, S.110)

Keine Zeit für nichtfruchtende Tätigkeiten.

„Narzisstisch bedürftige Menschen machen sich zu Junkies der medialen Angebote, der Sintflut von sinnloser, überflüssiger und verwirrender Information aus dem Internet und der Erreichbarkeit über das Handy.“ (S. 128)

„Die narzisstische Störung macht tatsächlich „blöd“, engt erheblich den Erkenntnisspielraum ein und ist den Betreffenden, darunter erfolgreiche Wissenschaftler, rhetorisch versierte Politiker und Manager, nicht anzumerken.“ (S. 155)

„Sehr viele Frauen tragen ihr narzisstisches Defizit zu Markte: Mode, Kosmetik und Diäten sind ein Milliardengeschäft mit der narzisstischen Not der Frauen.“ (S. 157)

„Der Narzisst ist zur Empathie nicht fähig. Die ausschließliche Fixierung auf sich selbst sichert sein Überleben, da er sein Leben als nicht gesichert erlebte. Ein anderer wird nur insoweit gesehen und verstanden, als er zur Selbstbestätigung taugt. Das Gegenüber wird danach „gescannt“, inwiefern es als Selbstobjekt verwendbar ist oder verwendbar gemacht werden kann. Der Wert des anderen ergibt sich nicht aus dessen Sein an sich, sondern aus dessen Nutzen für die narzisstische Regulation. Von einem Narzissten geschätzt und „gemocht“ zu werden, bedeutet also nicht sehr viel – man ist auf keinen Fall wirklich gemeint, kann aber durch die Verwendbarkeit (für narzisstische Größe oder narzisstische Selbstabwertung) so lange höchste Zuneigung erfahren, wie dadurch die narzisstische Regulation gesichert wird.“ (S. 194)

Der Rest ist Schweigen.

 

Scholz kündigt weitere Entlastungen an, „Wir werden helfen“, Gratwanderung versucht.

Kritik an Lindners Steuerplänen.

weiter Finanzhilfe für die Ukraine (1,5 Mrd. €).

Ärzte beklagen Überlastung, die Politik müsse eingreifen, so der Marburger Bund.

Massiver Fischsterben in der Oder, ökologische Katastrophe, Verdacht auf Umweltdelikt.

Gletscher schmelzen schneller als erwartet.

Waldbrände im Südwesten Frankreichs.

Achterbahn-Unfall in Günzburg.

Messerattacke in Wuppertal.

Untreue und Vorteilsannahme.

Ruhrtriennale 2022 eröffnet.

 

10.8.22

Es ist eine Frage, welches schwerer ist, zu denken oder nicht zu denken. Der Mensch denkt aus Trieb, und wer weiß nicht, wie schwer es ist, einen Trieb zu unterdrücken. Die kleinen Geister verdienen also würklich die Verachtung nicht, mit der man ihnen in allen Landen zu begegnen anfängt. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Starlink (frontal)

„Alle herausragenden Leistungen im Sport, in der Wissenschaft, in der Kultur und Politik sind der Kompensation von Minderwertigkeitsgefühlen verdächtig; denn nur die bittere Kränkung und der schmerzhafte Stachel der Selbstzerstörung liefern den Ehrgeiz, die Energie, im Grunde den Mut der Verzweiflung, um die Anstrengungen auf sich zu nehmen, großartige Leistungen zu vollbringen und unbedingt Sieger werden zu wollen.“ (H.-J- Maaz, S. 25)

„Die Selbstunsicherheit ist die Schwester der Minderwertigkeit.“ (S. 31)

„Der Narzissmus akzeptiert keine Wahrheit.“ …“Idealisierung und Entwertung sind das Geschwisterpaar narzisstischer Lebenskultur.“ (S. 34)

„Die Kränkbarkeit ist die Achillesverse jeder narzisstischen Störung.“ (S. 37)

Werte erkennen.

„Ein Narzisst im Größenselbst ist ein Mensch, der (nicht selten bei kleiner Statur) als „groß“, als wichtig und bedeutend gesehen werden will und auch von sich selbst glaubt, jemand Besonderes zu sein, der Aufmerksamkeit, Anerkennung, Vorrechte und besondere Zuwendung wie selbstverständlich verdient.“ (S. 44)

„Der Narzisst braucht Sekundärbestätigung, mit ständiger Kritik kann er schwer leben, aber als Verlierer darf er nicht vom Platz gehen, sonst bricht die mühsam aufgebaute Abwehr zusammen und alle kompensierenden Bemühungen drohen ihren Wert zu verlieren.“ (S. 77)

„Der Narzisst fühlt sich eben nur dort wohl und geht nur dorthin, wo er auch ausreichend gesehen und gewürdigt wird. Wenn die Bestätigung ausbleibt oder sogar Ablehnung zu befürchten ist – der labile Selbstwert hat hochempfindliche Wertschätzungsantennen entwickelt, um einer möglichen Kränkung rechtzeitig vorzubeugen – dazu zieht sich der Narzisst zurück.“ (S. 78)

„Gier ist nicht Ausdruck einer normalen menschlichen Wesensart, sondern immer ein Krankheitssymptom.“ (S. 87)

„Die Schuldengesellschaft ist eine kollektiv ausgeformte Suchterkrankung, bei welcher der Staat der Drogenproduzent, die Banken die Dealer, die Wirtschaft das Drogenkartell und die Bürger die Abhängigen sind.“ (S. 89)

„Phagozytose“ (H.-J. Maaz)

„Der Narzisst ist stets in einer sozialen Lüge befangen, im schützenden Selbstirrtum und einer kultiviert-verlogenen Fremdbewertung.“ (S. 101)

„Wirkliche Liebe wird geschenkt oder eben nicht.“ (S. 102)

Der Rest ist Schweigen.

 

Lindner stellt Pläne zur Entlastung vor, steuerliche Entlastungen gegen die Inflation, Vorstellungen in der Koalition sehr unterschiedlich.

Grund für Explosionen auf der Krim unklar, „die Krim ist ukrainisch“.

Wasserknappheit in Teilen Frankreichs.

Trinkwasserbrunnen in deutschen Städten.

München feiert mit ganz Europa.

 

 

9.8.22

Man könnte also deutsche Gesellschaften als ein Kabinett ansehen, worin oft ein philosophischer Ältester junge Affen, in ihrer Überzeugung große Geister zu sein, wie in einem leichten Spiritus aufbewahrt, um daraus Glieder zu der Kette zu finden, mit welcher der Gelehrte an dem Kopisten anhängt. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Es hätte VW übrigens nur 300 bis 500 Euro pro Fahrzeug gekostet, um damit die strengen Abgasnormen in den USA einzuhalten.“ (Jens Katermann, Chefredakteur der auto motor und sport)(K.G. Scheible, S. 260)

„Vertrauen in die Technik macht Manipulationen erst möglich.“ (S. 262)

„Blindes Vertrauen in digitale Technik macht uns zu Opfern.“ (S. 265)

„Wir verlernen durch Technik, komplexe Aufgaben selbst zu lösen.“ (S. 272)

„Neuerungen sind unbequem, also lieber in der Komfortzone bleiben.“ (S. 273)

„Zu wissen, was hinter den Kulissen geschieht, trübt die Freude am Produkt.“ (S. 278)

„Konsequent werden Marken- und Produktversprechen gebrochen.“ (S. 280)

„Ins Kalkül gehört sogar die Täuschung öffentlicher Stellen.“ (S. 282)

„Gesetz alter Kaufmannskunst: Ein Handschlag gilt.“ (S. 284)

„Für einen Einkäufer sind Verhandlungen nie abgeschlossen.“ (S. 286)

„Windfall“ sorgt für böse Überraschungen bei geschlossenen Verträgen.“ S. 287)

„Extrem hartes Beharren wirkt sich langfristig wirtschaftlich nachteilig aus.“ (S. 289)

„Optimierung: Gut ist eben nicht gut genug.“ (S. 291)

„Hat der Pragmatismus ausgedient?“ (S. 298)

„Das Dogma des Immer-billiger-Prinzips verhindert echte Verbesserungen.“ (S. 300)

Effektivität: „Die richtigen Dinge tun.“, Effizient: „Die Dinge richtig tun.“ (S. 306)

„Grenzen werden vermehrt gedehnt – ja sogar überdehnt.“ (S. 310)

„Manche Autos besitzen keinen echten praktischen Mehrwert für den Alltag.“ (S. 314)

„Die Schere zwischen den Bedürfnissen der Kunden und den Zielen der Unternehmen gehen oft weit auseinander.“ (S. 319)

„Mittlerweile kämpft jeder Anbieter um die Kunden des anderen in dessen angestammtem Terrain.“ (S. 323)

Hans-Joachim Maaz, Die narzisstische Gesellschaft – Ein Psychogramm, C.H. Beck, eBook.

„Über Wohl oder Wehe des Kindes entscheidet nicht die Erziehungsform, sondern die Beziehungsqualität, das heißt die zumeist unbewussten Überzeugungen, Einstellungen und Motive des elterlichen Handelns.“ (H.-J- Maaz, S. 18)

„Der pathologische Narzissmus entfaltet sich in zwei – einander entgegengesetzten – Richtungen: als übermäßige Selbstliebe (Größenselbst) und als mangelnde Selbstliebe (Größenklein). Beiden Varianten liegt eine wesentliche Störung des Selbstgefühls, der Selbstbezogenheit zugrunde.“ (S. 22)

„Zugespitzt kann man sagen, dass ein gesundes Selbst „charakterlos“ ist.“ (S. 23)

selbst-synton (echt) – selbst-dyston (unecht).

„Die Selbstanlage bringe ich mit, das Ich gestalte ich aus.“ (S. 24)

Der Rest ist Schweigen.

 

EU-Notfallplan zum Gassparen in Kraft.

weitere US-Hilfen für die Ukraine (1 Mrd.)

Russland setzt Kontrolle von Atomwaffen aus.

FBI durchsucht Haus von Ex-Präsident Trump.

Tote und Verletzte im Westjordanland.

Beratungen über Corona-Schutzkonzept.

Georg-Büchner-Preis für Autorin Özdamar.

 

 

8.8.22

Wenn die wilden Schweine dem armen Manne seine Felder verderben, so rechnet man es ihm unter dem Namen Wildschaden für göttliche Schickung an. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Lüneburger Heide: Bachkresse wächst nur, wo das Wasser rein ist, Waldkräuterbutter, Heidschnucken-Weg, Gin aus der Lüneburger Heide. (WDR, Wunderschön)

Dramatische Lieferengpässe, Attac Deutschland: faire Globalisierung, N. Röttgen: alles gleichzeitig, brauchen eine Strategie, Symbolpolitik Pelosis, brauchen ernsthafte Sicherheitspolitik, brauchen Kurskorrektur des Außenhandels, sonst nicht mehr souverän und handlungsfähig, Wohlstandsfrage, aktiv und proaktiv werden; Deutscher Mieterbund: Heizkosten für Millionen Mieter unbezahlbar. (heute journal)

„Die Generation Y sucht nach den Sinn – haben wir Antworten?“ (K.G. Scheible, S. 153)

„Bei Lustlosigkeit gibt es Motivation auf Rezept.“ (S. 154)

„Es gibt Dinge, die sind nicht mit Subventionen auszugleichen.“ (S. 157)

„Werbung war Ärzten in Deutschland bis 2002 grundsätzlich untersagt.“ (S. 162)

„Werden medizinische Einrichtungen zu Wellness-Hotels?“ (S. 163)

„Gesundheit wird erst zum Thema, wenn sie in Gefahr ist.“ (S. 166)

„Es findet ein Wettkampf um jeden Patienten statt.“ (S. 167)

„Kliniken werden unter betriebswirtschaftlichen Kriterien gemanagt.“ (S. 169)

„Zeitdruck und Personalmangel beeinträchtigen den Informationsaustausch.“ (S. 175)

„Auch im Gesundheitsbereich sorgt ein guter Ruf für mehr Kunden.“ (S. 176)

Suche Gräser, Winterhart zu verschenken

„Krankenhäuser wissen nicht mehr, wie sie die Kosten decken sollen.“ (S. 178)

„Dr. Online“ versus Full-Service-Behandlung – zwei widersprüchliche Trends.“ (S. 182)

„Die Analyse der Patientendaten soll beim Sparen helfen, doch der Aufwand verursacht immense Kosten.“ (S. 184)

„Das Ausland lockt junge, deutsche Ärzte.“ (S. 188)

„Bei Debatten ums Geld geraten Fürsorge und Pflege in den Hintergrund.“ (S. 189)

„Die Gesundheit wird zur Ware – oder zum Preis, der gezahlt wird.“ (S. 191)

„Erfolg um jeden Preis wird zur Pflicht.“ (S. 194)

„Der „Herr Direktor“ einer Bank war früher eine Respektsperson.“ (S. 198)

„Nach der Bankenkrise war „Banker“ schon fast ein Schimpfwort.“ (S. 201)

„Manche Bankfilialen können heute nicht einmal Bargeld wechseln.“ (S. 207)

„Die New Economy bot den Banken neue Optionen für ihre Geschäfte.“ (S. 208)

„Das Internet belebte das Geschäft mit Aktien für jedermann.“ (S. 210)

„Peng! Die New-Economy-Blase platzte im Jahr 2000.“ (S. 211)

„Der Fall Göker brachte die Versicherungsbranche zum Umdenken.“ (S. 216)

„Es gibt tatsächlich Banken, bei denen die Interessen der Kunden im Fokus stehen.“ (S. 217)

„Macht es das Vertrauen in die Banken erst möglich, das System derart zu überreizen?“ (S. 222)

„Sparen ist „uncool“ und altmodisch.“ (S. 223)

„Kleine Beträge werden nur dann zum Kaptal, wenn sie ausgegeben , sondern gespart und angelegt werden.“ (S. 225)

Kunden wünschen gerade bei Bankgeschäften einen persönlichen Ansprechpartner.“ (S. 228)

„Online-Banking bedeutet: Die Bank schläft nie.“ (S. 230)

„Vertrauen ist die Basis von Bankgeschäften – und es beruht auf Gegenseitigkeit.“ (S. 231)

„Früher wurden Kredite ohne eingehende Prüfung vergeben. Es zählte das Wort.“ (S. 232)

„Kleinkredite für Selbständige sind für Baken zu kostenintensiv – daher gibt es keine.“ (S. 234)

„Der persönliche Kontakt zur örtlichen Bank zahlt sich aus.“ (S. 237)

„Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen, dennoch zeitlebens unmündig bleiben.“ (Immanuel Kant)

„Der VW-Abgas-Skandal übersteigt das Maß des Erträglichen.“ (S. 242)

„VW ist die Nummer eins der Autobauer, aber zu welchem Preis?“ (S. 244)

„Defekte Klimaanlagen in Zügen – Service für Kunden sieht anders aus.“ (S. 246)

„Wenn Extreme Normalität werden, müssen die Planungen entsprechend geändert werden.“ (S. 247)

„Oft scheint die Technik mit ganz normalen Situationen überfordert zu sein.“ (DB)(S.  249)

Kondratieff-Zyklen (Nikolai D. Kondratieff)

„Im Namen des maximalen Gewinns findet groß angelegter Betrug statt.“ (S. 250)

„Es ist die Gier nach Ruhm, nach Anerkennung. Man steht fassungslos davor und sieht doch immer wieder, wie das endet. VW wird am Ende nicht mehr das sein, was es war.“ (Wolfgang Schäuble, Bundesminister, zur Manipulation von Abgaswerten bei VW-Dieselmotoren)

„Entschädigung, Reparatur oder Ersatz sind einkalkulierte Kosten.“ (S. 255)

„Moderne Motoren haben bis zu 100 Millionen Zeilen Programmcode – mehr als bei einer Boeing 787.“ (S. 258)

Der Rest ist Schweigen.

 

Waffenruhe in Gaza und Israel, der Vermittlung Ägyptens ist er zu verdanken.

US-Senat: Milliardeninvestitionen in Klima und Soziales, größtes Klima-Paket in der US-Geschichte, die USA wollen ein verlässlicher Partner sein, um die Klimaziele von Paris zu erreichen.

Ukraine: weitere schwere Kämpfe im Osten, „niemand wird den Wind aufhalten, der die radioaktiver Strahlung verteilt …“.

China setzt Manöver vor Taiwan fort.

Blinken in Afrika.

Altkanzler Schröder: kein Verstoß gegen SPD-Parteiordnung.

Verdacht der Untreue und der Vorteilsannahme.

Sinkende Pegelstände auf dem Rhein.

 

7.8.22

Lernen, sich selbst zu prüfen und zu belehren, hat so viele Bequemlichkeit und ist nicht so gefährlich, als sich selbst zu rasieren, jedermann sollte es in einem gewissen Alter lernen, aus Furcht irgend einmal der Raub eines übelgeführten Schermessers zu werden. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Die süßen Trauben der Selbständigkeit werden sauer.“ (K.G. Scheible, S. 99)

Dreimal war ich da, und du hast mich nicht erkannt. (Bayern 1)

„… if you believe in the power of magic, I can change your mind …“

„Rein finanzgetriebenes Denken ersetzt die Suche nach neuen Wegen.“ (S. 110)

„Das Einkommen reicht oft nur gerade so, um die Kosten zu decken.“ (S. 116)

„Die hohen Mindestbeiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung belasten Selbständige mit niedrigem Einkommen zusätzlich.“ (S. 121)

„Wenn Arbeit sich nicht mehr rechnet, geben viele die Selbständigkeit auf.“ (S. 124)

„Zwischen zwei und drei Jobs zu pendeln, ist in den USA längst Alltag.“ (S. 125)

„Ist Motivation messbar und wenn ja, dann wie?“ (S. 129)

„Verhelfen professionalistische Motivationstrainings zu mehr Umsatz?“ (S. 131)

„Haben Mitarbeiter keine Freude an der Arbeit, liegt ein größeres Problem vor als fehlende Motivation.“ (S. 135)

„Vom Controlling veranlasste Sparmaßnahmen können groteske Folgen haben.“ (S.138)

„Verantwortung ist ein Motivationselement.“ (S. 141)

„Zwang hemmt Motivation.“ (S. 143)

„Wer ständig am Limit arbeitet, brennt aus.“ (S. 147)

„Übermotivation bewirkt das Gegenteil: Demotivation.“ (S. 151)

„… sailed on silverbird …“

Der Rest ist Schweigen.

 

Nahost-Konflikt: Weitere Angriffe auf Gaza und Israel, erstmals wurde auch Jerusalem getroffen, Stellvertreter Irans.

Diskussion über Empfehlungen der STIKO über vierte Impfung.

Nachfolge des 9-Euro-Tickets: Lindner gegen Finanzierung durch den Bund.

Linken-Chef warnt vor sozialer Krise, Er sieht seine Partei in voller Verantwortung.

Getreide-Export: Frachter liegt noch fest.

Erneuter Beschuss von ukrainischem AKW.

Machtwechsel in Kolumbien.

Gletscher in den Alpen schmelzen so schnell wie noch nie.

 

6.8.22

Man hört es seinen Bemerkungen an, wie sehr ihn sein Klima drückt. (G.Ch. Lichtenberg)

 

… benutzte Wodka als Brandbeschleuniger. (Medical Detectives)

„konsumistisch“ (H. Welzer)

„Söder lenkt von Versagen ab“ (dpa), „Bashing“.

Keine Steuer auf die Gasumlage? (dpa)

Bayerns Not ist CSU-gemacht – Regierung hat die Energiewende boykottiert (Roland Englisch, NN)

Der neue Sound der Rechten – Amerikas Kulturkämpfe erreichen Deutschland (Manuel Kugler, NN)

„Das finde ich erbärmlich“ – ENERGIEVERSORGUNG Die Diskussion um den Weiterbetrieb der verbliebenen Atomkraftwerke polarisiert. Was spricht dafür und was dagegen? (Gregor Grosse, NN)

„Jeder Tag stellt ein Sicherheitsrisiko dar“ – INTERVIEW Richard Mergner vom Bund Naturschutz kritisiert Söders Energiepolitik scharf: „Das ist obszön.“ (Interview Michael Husarek, NN), „Das ist, als ob Sie in ein Flugzeug steigen und haben keine Landebahn.“ (R. Mergner)

„Chuck Norris statt Drag Queen“ – USA Viktor Orban wettert bei einem Kongress von Rechtskonservativen in Texas und wird regelrecht als Held gefeiert. (dpa)

Schweres Geschütz ist nicht alles – MILITÄRHILFE Experten konstatieren ein statisches Kriegsgeschehen. Wie viel bringen Kiew die Waffen aus dem Westen? (dpa)

Erst Getreide-Deal, dann Waffenruhe? KRIEG Erdogan trifft Putin in Sotschi. Dabei kann sich der Kremlchef einen Seitenhieb auf Europa nicht verkneifen. (Susanne Güsten, NN)

Viel Kritk an der Gasumlage – ENERGIEKRISE Die Abgabe soll für gerechte Verteilung der Belastungen sorgen. Doch ist nicht mal bekannt, wie teuer es wird. (Holger Göpel, dpa)

Pünktlich bleibt für die Bahn großes Problem (dpa)

„Auch mit der Sparsamkeit kann man es übertreiben.“ (K.G. Scheible, S. 69)

„Mit dem Outsourcing geht wertvolles Wissen verloren.“ (S. 72)

„Die Einsparungen machen echte Neuerungen praktisch unmöglich.“ (S. 82)

„Eine Marke ist wie ein Konto, auf das eingezahlt und abgehoben wird.“ (S. 84)

„In der Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen hat das Auto an Bedeutung verloren.“ (S. 85)

„Grundlage des Wirtschaftswunders waren die Kleinbetriebe.“ (S. 92)

„Nachfolgeregelungen sind heute unklar und oft kompliziert.“ (S. 94)

Der Rest ist Schweigen.

 

… inzwischen versucht Ägypten zu beschwichtigen.

Ukraine: Reaktor nach Angriff abgeschaltet.

Sparappell und Debatte über Entlastungen.

Özdemir setzt Regeln für Artenschutz aus.

Vogelgrippe in Deutschland.

 

5.8.22

Vernunft und Einbildungskraft haben bei ihm in einer sehr unglücklichen Ehe gelebt. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Kurt Georg Scheible, Ausgereizt – Wie wir uns gegenseitig die Butter vom Brot nehmen, Gabal, eBook.

„Rabatte machen die Ware nur billiger, jedoch nicht besser.“ (S. 17)

„Die Butterwährung war ein Barometer für teuer oder günstig.“ (S. 24)

„Im Supermarkt ist nicht automatisch alles „super“!“ (S. 28)

„Die Formel der frühen Supermärkte: einfach + simpel = Erfolg.“ (S. 30)

„Günstig reicht nicht – es geht immer noch billiger.“ (S. 32)

„Der Preis hat seine Funktion als Qualitätsfaktor verloren.“ (S. 34)

„Eckprodukte im Discounter haben Butterwährung ersetzt.“ (S. 39)

„Sogar unverhohlene Drohungen sind inzwischen probates Verhandlungsmittel.“ (S. 42)

„In nahezu allen Bereichen des Lebens reizen wir zunehmend unsere Verhandlungsspielräume aus.“ (S. 46)

„Der Ausdruck „Lopez-Effekt“ steht für Schund.“ (S. 54)

„Unternehmen stehen förmlich Schlange, um an Premiumautos beteiligt zu sein.“ (S. 60)

„Unter niedrigen Preisen leidet die Qualität.“ (S. 63)

„Luxuslimousine mit „Schönheitsfehlern“ – überall wird gespart.“ (S. 65)

„Mit dem Airbag-Skandal erreichten die Folgen des Einsparens eine neue Dimension.“ (S. 67)

Der Rest ist Schweigen.

 

Diskussion über Steuerpolitik, Übergewinnsteuer ja oder Nein?

Treffen von Erdogan und Putin: Wirtschaft und Energie.

China verhängt Sanktionen gegen Pelosi.

Israelische Luftangriffe im Gaza-Streifen.

Tarifeinigung bei der Lufthansa, erneuter Streik abgewendet.

Brand im Berliner Grunewald gelöscht.

Missbrauchsopfer klagt gegen Katholische Kirche.

Prozessauftakt um Hassbotschaften im Internet.

4.8.22

Er bewegte sich so langsam als wie ein Stunden-Zeiger unter einem Haufen von Sekunden-Zeigern. (G.Ch. Lichtenberg)

 

In dieser Überflussgesellschaft interessiert man sich plötzlich für Kunst.

„Gesellschaften entwickeln sich dadurch weiter, dass Privilegien bekämpft und abgebaut werden, die Veränderungen blockieren und bekämpfen. Die USA und Europa sind deshalb so sklerotisch und uninspiriert, weil alt gewordene Wirtschaftseliten ihre Privilegien kontinuierlich ausbauen und die genauso alt gewordene Parteipolitik sie dabei unterstützt. Eine Gesellschaft, in der eine gesetzliche Krankenversicherung bekämpft wird, ist im 21. Jahrhundert radikal antiquiert und wird scheitern, genauso wie alle anderen, die nicht akzeptieren können, dass eine Wirtschafts- und Industriepolitik aus dem 20. Jahrhundert unter den veränderten Ressourcenbedingungen des 21. Jahrhunderts nicht funktionieren kann.“ (H. Welzer, S. 463)

„Eine reduktive Kultur würde in fast jeder Hinsicht andere Parameter für Orientierungen, Entscheidungen und Handlungen setzen als die expansive: Statt „Wachstum“ wäre für sie „Kultivierung“ handlungsleitend, statt „Effizienz“ „Achtsamkeit“. Gegen „Schnelligkeit“ stünde „Genauigkeit“, gegen „ALLES IMMER““Saison“, gegen „Fremdversorgung“ „Resilienz“ und gegen „Konsum“: Glück.

Ein Sexunhold.

Der Rest ist Schweigen.

 

Chinas Manöver vor Taiwan mit Langstreckenraketen, es sind die bisher massivsten Manöver.

Zweiter Jahrestag der Explosion in Beirut, bis heute ist die Katastrophe nicht aufgeklärt, der Wiederaufbau geht nur schleppend voran.

Zivile Helfer fordern EU-Rettungsprogramm, 30% mehr Flüchtlinge als 2021.

Diskussion über Stromerzeugung mit Biogas.

Russland: Neun Jahre Haft für US-Basketballerin.

Europatour der Stones.

 

3.8.22

Ich fürchte immer, unter den hundert Händen, wodurch mein Brief gelaufen ist, sind ein paar neugierige gewesen, und das schlimmste Maul kann gewiß nicht so viel Unheil anfangen als ein Paar neugierige Hände, entweder für andere Leute oder auch für den, von dessen Schultern sie herabhängen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Nachhaltigkeit ist nichts, was man einer nichtnachhaltigen Wirtschaft am Ende der Wertschöpfungskette applizieren kann – sie herrscht dort, wo die Produktion von Lebensmitteln oder Gebrauchsgüter ohne vorgängige Zerstörung von Naturressourcen auskommt.“ (H. Welzer, S. 437)

„demokratische Mobilität“: die Schweiz. (H. Welzer)

Eine 82-jährige Geisterfahrerin verstarb auf der A 9 bei Hersbruck. (Meldung Antenne Bayern)

Es muss eine ladefähige Adresse sein.

Unter dem Deckmantel des Glaubens.

Wanderer, kommst du nach D.

eine alte Frau.

„wahnsinnig“ und „total“.

Der Rest ist Schweigen.

 

Taiwan-Besuch Pelosis verschärft Spannungen.

Pläne für neues Infektionsschutzgesetz.

Kanzler Scholz widerspricht Russland, Russland: es fehlen Dokumente, politische Motive.

Energiepolitik in Uruguay, 97% des Strombedarfs durch Wind, Sonne, Wasser, Vorreiter beim Klima.

Getreidefrachter darf Fahrt fortsetzen.

IAEA fordert Zugang zu AKW in der Ukraine.

Waldbrand in Kalifornien.

 

2.8.22

Wenn ich einmal sein Leben herausgebe, so suchen sie gleich im Index die Wörter Bouteille und Selbst-Genuß auf, sie enthalten das Wichtigste von ihm. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Geschichtslosigkeit und Kontextfreiheit sind die Merkmale intellektueller Fremdversorgung; mit solchem Wissen denkt man nicht, sondern man wird von ihm gedacht.“ (H. Welzer, S. 391)

„Erbschaft dieser Zeit“, Ernst Bloch.

Informationen können Gold wert sein.

Der Handel mit Informationen.

„Krankheit gibt es nur im Körperlichen und eine krankhaft seelische Erscheinung ist für uns eine ausschließlich eine solche, deren Dasein durch krankhafte Veränderungen des Leibes bedingt ist … Es besteht also keinerlei sachliche Veranlassung, die abnormen (psychopathischen) Persönlichkeiten krankhafte zu heißen.“ (Kurt Schneider, Die psychopathischen Persönlichkeiten, S. 9) „Der Wille setzt sich ein Objekt, der Trieb sucht ein Objekt, der Drang findet sein Objekt.“ (S. 11)

Der Rest ist Schweigen.

 

US-Politikerin Pelosi besucht Taiwan, Konflikt seit 1949.

Drohnenangriff in Kabul: USA töten Al-Kaida-Chef.

Urteil in Russland: Asow-Regiment als terroristisch eingestuft.

Gaspreis wird sich mehr als verdoppeln.

Spanien beschließt Energieeinsparungen, Symbol der Solidarität.

Europäischer Gedenktag der Sinti und Roma.

US-Bundesstaat Kentucky.

 

1.8.22

Nimm dich in acht, daß meine Geduld nicht über deine Langsamkeit abläuft. Auf meine Ehre, ich ziehe sie deinetwegen nicht noch einmal auf. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Der Welzer´sche Theorem lautet: In jeder gesellschaftlicher Subgruppe, egal, ob man diese nach Schicht, Ausbildung oder Beruf differenziert, bleiben die Anteile der Intelligenten (20%), der Durchschnittlichen (40%) und der Doofen (40%) konstant. Unter Professoren gibt es genauso viele dumme Menschen wie unter Polizisten, Putzfrauen oder Polsterern, und umgekehrt. Es sind lediglich gesellschaftliche Verteilungsmuster von Statuschancen, die suggerieren, es gäbe eine Korrelation zwischen Besoldungsstufe und intellektuellem Leistungsvermögen.“ (H. Welzer, S. 356)

„Sowenig die nationalsozialistische Gesellschaft in dem Sinn total war, dass sie dem Einzelnen alle Handlungsspielräume genommen hätte, so wenig ist heute die Gesellschaft total in einer einzigen Handlungsnorm durchdrungen und so wenig haben alle Mitglieder dieser Gesellschaft dieselben Präferenzen, Überzeugungen und Einstellungen. Funktional differenzierte Gesellschaften wie unsere bieten daher unendlich viele Möglichkeiten, sich zu assoziieren, Teil von etwas Gemeinsamen zu sein, initiativ zu werden oder eben auch kein bisschen mehr zu machen, als das unbedingt Notwendige. Es ist einfach nicht wahr, dass soziale Teilhabe ausschließlich davon abhängt, wie viel man sich leisten kann. Natürlich wird in einer Konsumgesellschaft soziale Integration auch und vielleicht sogar vor allen über den Nachweis reguliert, wie viel Geld man ausgeben kann – in einer Kultur, die vor allem quantifiziert und nach quantitativen Kriterien verteilt, ist das auch nicht verwunderlich. Dass man in einer solchen Kultur Sinnerfüllung vor allem in Shoping-Gulags und Preisvergleichsportalen sucht, ist phänomenologisch völlig zutreffend, genauso wie das Gefühl der Ausgrenzung wenn man konsumistisch „nicht mithalten“ kann …“ (S. 359)

Der Rest ist Schweigen.

 

Feier auf dem Trafalgar-Square.

Erstes Getreideschiff verlässt Odessa, Mißtrauen bleibt zu spüren.

NY: UN-Konferenz zum Atomwaffen-Sperrvertrag.

Klage von „Sea-Watch“, Urteil zur Seenotrettung.

EUGH: Gericht kippt Kindergeld-Regelung.

Österreich: Suizid einer Ärztin nach Hassnachrichten, Behördenversagen, das Land ist geschockt und gespalten.

Start des neuen Ausbildungsjahres.

… wurde zum Vorbild von Generationen (Raumschiff Enterprise).

 

31.7.22

Das älteste Sprichwort ist wohl: Allzu viel ist ungesund. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Südseefeeling im Münsterland: der Aasee (hr)

„Anerkennungsverhältnisse sind durch reinen Utilitarismus, wie etwa die absonderliche Theorie vom Homo oeconomicus voraussetzt, überhaupt nicht oder allenfalls momentweise zu ersetzen. Menschen wollen gemocht, anerkannt, am besten geliebt werden, und zwar nicht dafür, was sie haben, sondern dafür, was sie sind. Meist sind ja Besitz, Macht und Bedeutung nur Mittel, um Anerkennung zu bekommen, was in einer auf Expansität ausgelegten Kultur auch prächtig funktioniert. Das ist aber nicht damit zu verwechseln, dass ein Investmentbanker einen Ferrari kauft, um ihn zu haben – er kauft ihn als Mittel, um Anerkennung für das zu ernten, was er zu sein glaubt. Der Ferrari ist in diesem Sinn kein Fortbewegungs- , sondern ein Beziehungsmittel wie andere Güter, die der Identitätsausstattung dienen (man denke nur an die Harleys, die ja heute vor allem als Identitätsprothesen von Männern in der Midlife-Crisis gekauft und benutzt werden – buy to be wild).“ (H. Welzer, S. 278)

„Menschen sind immer schon sozial, bevor sie auch zu Individuen werden. Menschliche Erlebnisgemeinschaften basieren nicht auf Individualismus und Konkurrenz, sondern auf Kooperation.“ (S. 280)

„Identitätsmarker“ (H. Welzer)

Manche betrachten Kunst als eine Ware, als ein Konsumgut.

Bescheid sagen.

Mit Gas soll in Zukunft kein Strom mehr erzeugt werden, so Lindner. (Antenne Bayern)

Salutogenese (Entstehung von Gesundheit)

Instant-Bauten der Discounter: „Ihre Mitteilung: In dieser Gegenwart geht es um nichts anderes, als Dinge zu kaufen, unter welchen Umständen.“ (H. Welzer, S. 320)

sich ins gemachte Nest setzen wollen.

Ein stetes Leben führen.

Der Rest ist Schweigen.

 

(ff.)

30.7.22

Glitzernde Wörtchen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Im Traum: Eindruck machen.

„An der Schwelle zur Rezession“ (dpa)

Sommerferien in ganz Deutschland – LÄNDER Elf Tage sind alle Schüler in den großen Ferien – so lang wie seit sieben Jahren nicht. (dpa)

Ein Anreiz für mehr Qualität – Klinikcheck zeigt Stärken und Schwächen auf ((Melanie Scheuring, NN)

Privatschulen im Blick – Der Staat muss auch hier aktiv werden (Irini Raul, NN)

Unterstützung für Griechenland im Inselstreit – DIPLOMATIE Außenministerin Baerbock macht in Athen klar, auf welcher Seite Deutschland beim Konflikt der Gastgeber mit der Türkei steht. (Alexia Angelopoulou, Takir Tsatos, Michael Fischer, dpa)

Reportage: Was es bedeutet, schwarz zu sein (Isabella Fischer, NN Kultur)

Documenta: Lieber ein Ende des Schreckens – KUNSTSCHAU Wieder wurden antisemitische Exponate entdeckt. Wieder reagiert die Leitung kaum. Das ist unerträglich. (Alexander Jungkunz, NN Kultur)

Eine bizarre Psychologie (Psyche) evoziert bizarre Bilder.

„Leider machen diese Wirtschaftswunder das Leben nur kurzfristig besser; mittelfristig, wie gesagt, unterminieren sie ihren eigenen Erfolg. Die Wahrheit ist nicht schön: Das ethisch wünschenswerte Ziel global auch nur annähernd egalitärer Wohlstandsniveaus steht in Widerspruch zu allen Nachhaltigkeitszielen. Ökologie und Wachstum schließen sich wechselseitig aus. Will man soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit im globalen Maßstab, hilft alles nichts: Dann muss man die Komfortzone verlassen, auf Wohlstand verzichten, abgeben, andere Modelle des Verteilens, Wirtschaftens und Lebens entwickeln …“ (H. Welzer, S. 205)

„Diejenigen, die das kapitalistische Betriebssystem auf Hochtouren laufen lassen, haben kein Interesse an Nachhaltigkeit, tun also alles dafür, dass es in der verbleibenden Zeit weitergeht wie bisher. Dagegen muss Widerstand geleistet werden, denn jeder Tag Wachstum heute bedeutet weniger Ressourcen morgen.“ (S. 214)

Ein Auswuchs von Kitsch. (Bilbao)

Der Rest ist Schweigen.

 

„wie wäre es eigentlich mit Windkraft in Bayern?“, an dem Frackingverbot sei nicht zu rütteln.

Telefonat zwischen Blinken und Lawrow.

16 Schiffe seien mit Getreide beladen worden.

Baerbock beendet Antrittsbesuch.

Nahles übernimmt Behördenleitung der Agentur für Arbeit, viele Baustellen.

Ausbreitung der Affenpocken – Spanien.

 

29.7.22

Wenn ich einen Großen, der ein Bösewicht ist, in Gedanken gehn sehe, so denke ich immer, nun ist er sein eigener Henker vielleicht und vollzieht eine Strafe an sich selbst, welches jener nicht tun darf und kann. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Konsumentenethik“, „strategischer Konsum“ (H. Welzer)

„Einfach gesagt: Der Markt unterliegt dem Bürger; der Konsumbürger unterliegt dem Markt. Deshalb kann es so etwas wie kritischen Konsum überhaupt nicht geben.“ (H. Welzer, S. 124)

„Man hat immer mehr Dinge, aber immer weniger Zeit, sie zu konsumieren. Insofern ist man in Bezug auf viele Güter nur mehr Käufer, nicht mehr Konsument, und die ganze Dialektik dieses Prozesses erschließt sich wieder am Beispiel jener 30 bis 40 Prozent Nahrungsmittel, die nur gekauft, aber nicht mehr konsumiert werden: Der Käufer, der sein Biolachsfilet so lange im energieeffizienten A++-Kühlschrank vergisst, bis das Haltbarkeitsdatum überschritten ist und er es aber entsorgen zu müssen glaubt, fungiert ja lediglich noch als Depot, um das Produkt für die Zeitspanne zwischen Produktion und Entsorgung zu lagern. Man könnte auch sagen: Nicht er konsumiert das Produkt, sondern das Produkt ihn: nämlich seine Zeit, die von ihm bezahlte Energie, die von ihm unterhaltene Infrastruktur.“ (S. 129)

„Shoppingwalls sind keine Konsumtempel, sondern eher Opferstätten, auf deren Altären nicht dem, sondern der Konsum geopfert wird.“ (S. 130)

„Günther Anders hatte schon vor einem halben Jahrhundert von der „prometeischen Scham gesprochen, die die modernen Menschen im Angesicht dessen empfinden, was sie technisch geschaffen haben. Heute hat sich diese Scham in ein Gefühle prometeischer Unterlegenheit verwandelt: Mein Handy kann mehr als ich.“ (S. 136)

peak oil, peak soil, peak everything (Richard Heinberg)

„… Und noch ein Unterschied: Die meisten Kulturen, die gescheitert sind, haben dafür mehr Zeit benötigt als die vielleicht 250 Jahre, die der Kapitalismus für Aufstieg, Konsolidierung, Universalisierung und Abstieg gebraucht haben wird. Aber die gesteigerte Umschlagsgeschwindigkeit ist nur folgerichtig: Eine Kultur, deren Credo Hochgeschwindigkeitskonsum ist, schafft natürlich auch ihren eigenen Untergang in Rekordzeit.“ (S. 149)

werthaltige Dinge.

mit vollem Magen Motorroller fahren.

Der Rest ist Schweigen.

 

(ff.)

28.7.22

Und mit dern Wein, der nun nicht mehr in den Bouteillen, sondern im Kopf war, gingen sie auf die Straße. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Wir halten Wort“, so Lambrecht. (heute journal)

Harald Welzer, Selbst denken – Eine Anleitung zum Widerstand, Fischer eBook.

„Die Politik ist gerade auf diese Weise, da sie so schnell und aktuell sein will, chronisch von gestern. Handlungsfähig wäre sie nur, wenn sie noch etwas zu gestalten vorhätte, aber dafür müsste sie eine Vorstellung von einer wünschbaren Zukunft haben. Eine wünschbare Vergangenheit reicht nicht.“ (H. Welzer, S. 17)

„Aufklärung bedeutet heute: Gewinnung von Unterscheidungsvermögen. Und vor allem: Selbstaufklärung muss sich gegen die allgegenwärtigen konsumistischen Verführungen durchsetzen, indem sie darauf beharrt, dass es nicht schon automatisch Sinn macht, alles haben zu wollen, nur weil man alles haben kann. Konsumismus ist heute totalitär geworden und treibt die Selbstentmündigung dadurch voran, dass er die Verbraucher, slao Sie, zu ihren eigentlichen Produkten macht, indem er Sie mit immer neuen Wünschen ausstattet, Wünsche, von denen Sie vor kurzem nicht einmal ahnten, dass Sie sie jemals hegen würden.“ (S. 21)

„Die Ikeaisierung der Welt sieht in Zahlen so aus, dass der Konsum an möbeln in der westlichen Gesellschaft alle zehn Jahre um 150 Prozent wächst.“ (S. 34)

„Denn die kapitalistischen Gesellschaften produzieren ja beides zugleich: die Erfahrung von Freiheit und Teilhabe und Ungleichheit. Die Steigerung des individuellen Glück und die Zerstörung der Welt. Aufklärung und Selbstentmündigung.“ (S.41)

„…. Denn eines ist ja klar: Gesellschaften unseres Typs werden in den kommenden Jahren und Jahrzehnten mehr und mehr unter Stress geraten, unter Ressourcenstress, Schuldenstress, Migrationsstress usw. Unter Bedingungen von erhöhtem Stress schrumpft der Raum zum Handeln: Man beginnt dann nur noch zu reagieren und hört auf zu gestalten – so wie es die europäischen Regierungen unter dem Druck der Finanzindustrie heute schon tun …“ (S. 42)

„Jemand, der situationsunabhängig wechselnde Anforderungen mit der immer gleichen Antwort versieht, landet in modernen Gesellschaften in der Psychiatrie.“ (S. 46)

Dissonanzreduktion

H. Welzer zu Red Bull: „… Ihre eigentlichen Produkte sind die Konsumenten selbst, die ihre außengeleiteten Bedürfnisse als Verbraucher komplett überflüssiger Erzeugnisse befriedigen. Getränk, Rennen, Magazin usw. sind die Rohstoffe, mit denen Menschen hergestellt werden, die an chronischer Bedürfnisinkontinenz leiden.“ (S. 57)

„assumtive world“ (Alfred Schütz)

„Eine gelingende „Energiewende“ in der falschen Kultur kann in der Konsequenz zu einer Erhöhung der Zerstörungskraft der bestehenden Praxis führen, also gerade nicht zu einer Transformation.“ (S. 104)

Der Rest ist Schweigen.

 

Bahn-Halbjahreszahlen wieder mit Gewinn.

Gas-Umlage soll wohl im Oktober kommen.

Baerbock zu Besuch in Griechenland, Erinnerungskultur in Griechenland, illegale Pushback-Praxis.

Getreide-Export aus der Ukraine verzögert sich.

Erdüberlastungstag bereits im Juli erreicht.

 

27.7.22

Er konnte nicht begreifen, warum zuweilen unwiderstehliche Neigungen in ihm entstunden, wozu ihm doch alle Befriedigung abgeschnitten war. Er richtete diese Zweifel oft als eine Preisfrage an den Himmel und eine befriedigende Beantwortung versprach er mit einer völligen Verleugnung seiner selbst und einer gelassenen Unterwerfung zu erwidern. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Klassische Spaßmaschine: E-Mountainbike (SWR)

„Das neue Schöpfertum wird anderer Art sein, es wird nicht mehr durch die schwierige Lage der Welt aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Picasso ist nicht Prophet dieser neuen Schöpfung – er ist Vollender der alten Welt.“ (Berjdajew, W. Hofmann, S. 205)

„Kunst verhält sich zur Schöpfung gleichnisartig.“ (Paul Klee)

„Kunst – die andere Natur; auch geheimnisvoll, aber verständlicher, denn sie entspringt aus dem Verstande.“ (J.W.v. Goethe)

„Arp verkörpert einen neuen, bescheidenen Typ des Schöpfertums, das sich nicht mehr zum stolzen Gegenüber der Natur ernennt, sondern ein Stück ihres pulsierenden Zusammenhanges sein will.“ (W. Hofmann, S. 224)

„Bazaine zitiert in diesem Sinne einen Ausspruch von Gide, Kunst begänne dort, wo das Leben nicht mehr ausreicht, um das Leben auszudrücken.“ (S. 241)

Bazaine: „Malerei – eine Art zu sein, der Versuch zu atmen in einer Welt, in der man nicht mehr atmen kann.“ (S. 244)

„Die Luft ist überfüllt von Kunstgeschrei.“ (Wilhelm Worringer, 1921)

Der Rest ist Schweigen.

 

Warnstreiks bei der Lufthansa, „gestrandet am Flughafen“, „Die Wut der Beschäftigten ist extrem hoch“ (verdi).

Kabinett billigt höhere Kassenbeiträge, 16,2% vom Bruttolohn, Rekorddefizit von 17 Mrd. €, künftig könnte es um Leistungskürzungen gehen.

Corona-Impfpflicht im Gesundheitswesen.

Regierung genehmigt Rüstungsgeschäfte mit der Ukraine, 1,7 Mrd. € für Panzerhaubitzen.

Kontrollzentrum in Istanbul startet; Kenia, Somalis, Äthiopien stark betroffen.

Gazprom drosselt Gaslieferungen weiter.

US-Notenbank hebt Zinsen an: 2.25 bis 2,5%.

Leichte Entspannung in Waldbrandgebieten im Osten Deutschlands.

 

26.7.22

Wenn uns ein Engel einmal aus seiner Philosophie erzählte, ich glaube, er müßten wohl manche Sätze so klingen als wie 2 mal 2 ist 13. (G.Ch. Lichtenberg)

 

SS-Verfügungstruppe marschiert in Polen ein, Massenerschießungen an Zivilisten, Zwangsrekrutierung von Juden in Polen, Massenverhaftungen polnischer Intellektueller, menschenverachtender Zynismus der Nazis, 25.9.39 Warschau besteht nur noch aus Ruinen, 28.9.39 Kapitulation Polens, Volksgasmasken (1939). (ZDF info)

„Streckbetrieb“ bei AKW, Leopard-Panzer in der Ukraine angekommen, Todesurteile und Hinrichtungen in Myanmar. (heute journal)

Kurt Schwitters findet „daß alle Beschränkung auf ein Material einseitig und kleinlich sei. Aus dieser Erkenntnis formte ich MERZ, zunächst als Summe einzelner Kunstgattungen, MERZ-Malerei, MERZ-Dichtung … Mein letztes Streben ist die Vereinigung von Kunst und Nichtkunst zum MERZ-Gesamtweltbilde. Zitate in der Dichtung, Kitschbilder als Teile von Gemälden, Aufnahme bewußt kitschiger und bewußt schlechter Teile in das Kunstwerk …“ (W. Hofmann, S.128)

„Der Surrealismus ist in erster Linie eine Lebensgesinnung, deren Ziel es ist „die bisher widersprüchlichen Bedingungen von Traum und Wirklichkeit in eine absolute Wirklichkeit aufzulösen, in eine Super-Wirklichkeit.“ (Breton)“ (W. Hofmann, S. 132)

Caspar David Friedrich (1774 – 1840)

Die Subjektivität ist die Wahrheit, sagt Kierkegaard.

W. Hofmann zum Bauhaus: „… Im Umgang mit gereinigten, auf ihren Funktionswert zurückgeführten Gebrauchsgegenständen soll der Mensch formbewußt und die Physiognomie des Alltages vereinfacht werden. Das letzte Ziel heißt Lebensgewinn.“ (S. 151)

Kunst und Marktwirtschaft : Angebot und Nachfrage.

Juan Gris: „Indem ich diese Farben ordne, lasse ich sie zum Gegenstand werden.“

Der Rest ist Schweigen.

 

Stresstest für Stromgewinnung.

Berlin und Moskau streiten über Turbinen, westliche Sanktionen sind ein Dorn im Auge, Russland beendet Zusammenarbeit an der ISS.

geringere Förderung für E-Autos ab nächstes Jahr.

Karlsruhe: Klage gegen EU-Corona-Fonds.

Waldbrände im Osten Deutschlands.

 

25.7.22

Wie viele Torheiten müssen nicht in einem Kopfe Quartier machen, ehe eine solche Platz findet. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Kochen gehört zur baskischen Identität; Unterwasserlagerung von Wein. (WDR)

Meine Gesundheit ist mir wichtiger als Geld.

Wörter in englischem Privatbesitz.

„Nicht ein Mensch, nicht ein Apfel, nicht ein Baum wurden dargestellt, sondern das alles wird von Cézanne gebraucht zur Bildung einer innerlich klingenden Sache, die Bild heißt.“ (Kandinsky, 1912)

„Sehen, das ist Wissen.“ (F. Hodler)

„Im Maler gibt es zwei Dinge, das Auge und das Gehirn. Beide müssen sich gegenseitig helfen, man muß, als Maler, an ihrer beiderseitigen Entwicklung arbeiten.“ (Paul Cézanne)

Der Rest ist Schweigen.

 

Der Nervenkrieg ums Gas geht weiter.

Diskussion über weitere Entlastungen wegen hoher Energiekosten, Lindner: Steuersenkung, Grüne: „wir brauchen Investitionen …“, lange Wartezeiten für neue Heizungen, Auftragsbücher sind voll, Fachkräfte fehlen.

Heil und Faeser in der Ukraine.

Lufthansa-Warnstreik am Mittwoch.

Koalition uneins über Isolationspflicht.

… bei der indigenen Bevölkerung entschuldigt.

Bayreuth: Eröffnung der Wagner-Festspiele, Sexismusvorwürfe.

 

24.7.22

Herr Schnetter, Hofmeister von Reineck, schrieb hinter seinen Namen Gouverneur. Wie viel Torheiten müssen nicht in einem Kopfe Quartier machen, ehe eine solche Platz findet. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Bedingungsloses Grundeinkommen: Thomas Morus, „Utopia“, 1516.

Sir Benjamin Thompson (bayerischer Polizeibeamte, Vorgesetzter) führte 1757 Kontrolluhren (Stechuhren) ein.

Downshifting

Ich verschenke meinen Hahn

Eigentlich müsste Psychose „Neurose“, und Neurose „Psychose“ heißen.

Geisteskrankheiten sind Gehirnkrankheiten. (Wilhelm Griessinger, 1875)

Motivallianzen (Lucia Reisch)

postmaterialistische Gesellschaft

Werner Hofmann, Zeichen und Gestalt – Die Malerei des 20. Jahrhunderts, Fischer Verlag, eBook.

In Russland ist Schizophrenie verboten.

„Wenn es um einen Endzweck in der Kunst überhaupt zu tun ist, so muß dieser als ein Anundfürsichseiendes bestimmt werden.“ (Hegel)

Der Rest ist Schweigen.

 

Russland räumt Beschuss von Odessa ein.

Russischer Außenminister Lawrow in Kairo.

Waffenlieferungen, Ringtausch mit Polen, an die Ukraine.

Diskussion über Gas-Notfallplan.

Mittelmeer: mehr als tausend Migranten gerettet.

 

23.7.22

Wer ist da? Nur ich. O, das ist überflüssig genug. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Viele denken, dass die Staatsschuldenkrise in Europa und die Immobilienkrise in den USA miteinander nichts zu tun haben. Die europäische Staatsschuldenkrise ist eine uneheliche Tochter der US-Suprime-Krise. Es war der gleiche Mutterschoß, dem sie entkrochen sind. Der Name „Euro-Krise“ soll diese Verwandtschaft, das gemeinsame bastardisierte ihrer Herkunft, nur verschleiern.“ (G. Steingart, S. 195)

„Die Niedrigzinspolitik, der Aufkauf von Staatsanleihen durch die eigene Notenbank und die Hebelung der diversen europäischen Rettungsschirme dienen allesamt nur einen einzigen Zweck: der wundersamen Geldvermehrung.“ (G. Steingart, S. 203)

Mehrbelastung für Gaskunden (dpa)

Sollen AKW vorerst vom Netz bleiben? – Zwei Debattenbeiträge zu einer befristeten Verlängerung (Pro: Harald Baumer, Contra: Erik Stecher, NN)

Besteht Bayern der Stresstest? – STROMVERBRAUCH Bei der aktuellen Prüfung wurden die Krisenszenarien deutlich verschärft. (Harald Baumer, NN)

EU leitet vier Verfahren gegen London ein (dpa)

Sorgen vor einem Corona-Herbst wachsen – PANDEMIE Experten sehen bislang kein Ende der Sommerwelle. Lauterbach warnt vor einer schlimmen Entwicklung. (dpa)

Misstrauen bis zur letzten Minute – DIPLOMATIE Die Kriegsparteien haben mit Vereinten Nationen und Türkei eine Lösung für die Ausfuhr von Getreide vereinbart. Susamnne Güsten, NN)

Ein Land schaltet in den Wahlkampfmodus – REGIERUNGSKRISE Italien steht vor einer wohl heftigen Auseinandersetzung. Die Parteien richten sich neu aus. Auch Schuldzuweisungen haben begonnen. (Johannes Neudecker, dpa)

„You´ll never walk allone“ – Energiekrise Kanzler Scholz ringt sich nach einer für ihn typischen Phase des Zögerns zu einem großen Aufschlag durch. (Andreas Hoenig, Michael Fischer, dpa)

„Der Staat bietet Sozialismus für die Großen.“ (Peter Sloterdijk)

„Der fundamentale Unterschied zwischen der bedrohten Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts und dem gescheiterten Kapitalismus in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts ist folgender: Der Kapitalismus ging an sich selbst zugrunde. Er verstarb, weil man seinen wahren Charakter durchschaut hatte. Die Marktwirtschaft dagegen leidet, weil man ihren wahren Charakter manipuliert hat.“ (G. Steingart, S. 214)

Susanne Weingarten, Weniger ist mehr – Wege aus Überfluss und Überforderung, Spiegel eBook.

Der Rest ist Schweigen.

 

Hafen von Odessa mit Raketen beschossen.

Koalition erwägt Hilfen für säumige Gaskunden.

Orban kritisiert EU-Sanktionen.

Ex-Trump-Berater Bannon verurteilt.

WHO erklärt Affenpocken zur internationalen Notlage.

Katastrophenschutz: Grossübung in Pirmasens.

 

22.7.22

Als den 3ten Junii 1760 des Abends die Venus durch die Sonne gehen sollte, so machte man Anstalten vorher und man sah sie um die gehörige Zeit kommen, als aber am 8ten Julii die Prinzessin von Preußen durch Göttingen kommen sollte, so wartete man bis des Nachts um zwölf umsonst, sie kam erst den 9ten früh um 10 Uhr. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Markt Feucht – Zeidelwesen (braunes Autobahn-Schild)

Im Gegensatz zu Journalisten, Politiker, Experten, ändern Verschwörungstheoretiker nicht ihr Meinung.

„Dieses Superwachstum ist nicht für Ausdruck besonderer Leistungen, sondern Ausdruck besonderer Umstrände. Die dem Gemeinwohl verpflichteten Politiker und die auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Banken verstehen sich nicht länger als Gegenspieler, sondern als Partner. Sie bilden eine Zugewinngemeinschaft mit angeschlossener Rückversicherung. Der eine kann ohne den anderen nicht mehr leben. Deshalb rettet heute der Staat die Banken und die Banken retten den Staat.“ (G. Steingart, S. 167)

Der Rest ist Schweigen.

 

Kanzler Scholz zu neuem Bürgergeld: Heizkostenzuschüsse (auch für Rentner), Bund steigt bei Gas-Impoteur ein.

Abkommen zu Getreideexporten zwischen Russland und der Ukraine über Istanbul.

Brexit: weitere Verfahren gegen GB.

Flughafen Frankfurt vor Rekordwochenende.

Der Synodale Weg.

 

21.7.22

Jedermann kennt das Vergnügen und die angenehme Sicherheit, mit welcher man in neuen Strümpfen ausgeht, wenn die vorhergehenden schon öfter geflickt worden und dennoch zuweilen die Aufmerksamkeit der Leute durch ein Loch auf sich gezogen haben. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Zucker ist für die Industrie ein billiger Füllstoff und ein Geschmacksverstärker. (SWR)

„Die unbeschwerte Partnerschaft von Gesellschaft und Wirtschaft fand zuerst in den USA ihr Ende. Es gab keinen bestimmten Tag, an dem sie endete, aber auf dem Armaturenbrett der Volkswirtschaft war zu Beginn der 70er Jahre plötzlich ein Druckabfall ablesbar. Die Einfuhren in die USA überstiegen 1971 erstmals im 20. Jahrhundert die Ausfuhren. Amerika begann, ein Leben auf Kosten seiner Lieferanten zu führen.“ (G. Steingart, S. 139)

„Es kam aus der Mitte der amerikanischen Gesellschaft heraus zu einer Neudefinition wichtiger ökonomischer Grundbegriffe. Wohlstand in Zeiten der Wohlstandsillusion ist nicht mehr das, was die Nation besitzt, sondern das, was sie verbraucht. Wohlhabend ist nicht mehr der Besitzende,sondern der Konsumierende. Reich wird man nicht durch harte Arbeit, sondern durch das Jonglieren mit mehreren Kreditkarten.“ (G. Steingart, S. 147)

Der Rest ist Schweigen.

 

einzigartige Persönlichkeit ohne Allüren …

EZB erhöht Leitzins um 0,5 Prozentpunkte – die Rekordinflation zwingt sie dazu, deutsche Wirtschaft leidet unter Inflation.

Russland liefert wieder gas, neue Gassparpläne.

Völkerrechtsverstöße im Ukraine-Krieg.

Italien steht vor Neuwahlen.

Vatikan warnt vor eigenmächtiger Reform in Deutschland.

 

20.7.22

Witz und Laune müssen, wie alle korrosive Sachen, mit Sorgfalt gebraucht werden. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Jemanden ans Leder wollen.

Wem soll ich sagen, dass das Funkeln der alten Sterne mich ängstigt, weil heute ein Tag ist, der vor tausend Jahren verging. (Erika Burkart)

„Auf dem Arbeitsmarkt können wir den Unterschied zwischen Kapitalismus und Marktwirtschaft in reinster, fast schon kristalliner Form besichtigen. Der Kapitalismus hat den Sklavenmarkt hervorgebracht, auf dem der Stärkere den den Schwächeren für recht-, würde- und preislos erklärt. Der Marktwirtschaftler besitz ein anderen Menschenbild: Er geht von der Gleichheit der Beteiligten vor dem Gesetz aus, kennt Schlichter, Ombudsleute und Schiedsgerichte, schreibt das Recht, sich zu organisieren, in der Verfassung unter dem Stichwort „Koalitionsfreiheit“ fest und erlaubt jede Form der Preisfindung, solange sie nur auf den Prinzipien der Gewaltlosigkeit und der Freiwilligkeit beruht. Die Idee der Aussöhnung von Kapital und Arbeit scheint ihm mächtiger und fruchtbarer als die Idee vom permanenten Klassenkampf, der nicht nur Marxisten anhingen, sondern mit gleicher Inbrunst auch die Kapitalisten der ersten Stunde.“ (G. Steingart, S. 112)

„Märkte sind so gesehen die Urform der Demokratie, nur dass hier mit Geld abgestimmt wird.“ (G. Steingart, S. 116)

„Die Lehre von der Ordnung ist die Lehre von der Marktwirtschaft.“ (G. Steingart, S. 119)

„Jeder Russe, der den Zerfall der Sowjetunion nicht bedauert, hat kein Herz. Aber jeder, der sie wiederbeleben will, hat keinen Verstand.“ (Ex-KGB-Mann Wladimir Putin)

Volksmund in der Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg zur „Mangelwirtschaft“: „Sie tun so, als ob sie uns bezahlen, und wir tun so, als ob wir arbeiten.“

Der Rest ist Schweigen.

 

EU-Kommission plant Sparzwang.

Stichwahl entscheidet über Johnson-Nachfolge.

Neuer Präsident in Sri Lanka.

Bürgergeld nimmt Gestalt an.

Temperaturen um 40 Grad.

 

19.7.22

Ich will das tun, versetzte er und zeigte mit den zween Fingern nächst dem Daumen zwischen den 6ten und siebenten Knopf seiner Weste, wo es sich also ohngefähr von selbst versteht, daß der Mittelpunkt der menschlichen Gegenwart hinfällt. (G.Ch. Lichtenberg)

 

6,6 Mrd. € jährliche Kosten in Deutschland durch den Klimawandel. (heute journal)

„Jede Wissenschaft ist innerhalb ihrer Grenzen nützlich. Sie wird aber schädlich und zerstörerisch, sobald sie diese Grenzen überschreitet.“ (Ernst Friedrich Schumacher)

„Nicht Reichtum steht der Befreiung im Wege, sondern die Bindung an ihn, nicht die Freuden an angenehmen Dingen, sondern das Verlangen nach ihnen.“ (Ernst Friedrich Schumacher)

Von Geld kann man nicht leben, man lebt immer von der Arbeit anderer Menschen. (Chr. Kreiß)

Alles, was man von der Gemeinschaft in Anspruch nimmt, alles, was man durch Arbeitsleistung beitragen könnte und nicht beiträgt, verteuert das Leben für alle anderen. (Chr. Kreiß)

Gabor Steingart, Unser Wohlstand und seine Feinde, Albrecht Knaus Verlag, München, 2013, eBook.

„Kapitalismus ist das, was Menschen tun, wenn man sie in Ruhe lässt.“ (Kenneth Minogue, Philosoph)

Hühner suchen Urlausdomizil

Der Rest ist Schweigen.

 

Hitzewelle in Deutschland, Höchsttemperaturen 40 Grad.

Südeuropa: Kampf gegen Waldbrände.

Berlin: Appelle im Kampf gegen Klimawandel.

EU gibt Startschuss für Beitritt Mazedoniens und Albaniens.

Putin in Teheran: Gespräche mit Iran und der Türkei zu Syrien.

 

18.7.22

Zwei Aktricen, die sich sehr stark beneideten, kamen in London einmal zu gleicher Zeit heraus und fingen zugleich an zu sprechen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

1972 München: freipressen (ZDF info)

Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind, sondern so, wie wir sind. (Talmud)

Nachtisch mit Schublade

„Wir sollen endlich aufhören, die Aussagen, geplante Obsoleszenz sei lediglich ein Problem bei Monopolen und geplante Obsoleszenz werde von der Industrie nicht praktiziert, als „den Stand der Wissenschaft“ zu zitieren. Wir sollten endlich aufhören, diesen Ansatz von Bulow als Referenzartikel anzusehen. Denn die darin getroffenen Aussagen haben nichts mit der Wirklichkeit zu tun. In Wirklichkeit ist geplante Obsoleszenz ein tägliches Massenphänomen, wie wir alle schon gemerkt haben. Die Augen hiervor zu verschließen ist nicht nur wissenschaftlich falsch, sondern gesellschaftlich in höchstem Maße schädlich. Wir sollten endlich dazu übergehen, realitätsnähere Axiome in der Ökonomie einzuführen und eine Wissenschaft aufzubauen, die die wesentlichen Miseren und Zwänge wahrnimmt und uns damit gangbare Auswege in die Zukunft aufzeigt – zum Wohle unsererFinanzen, unserer Ressourcen und vor allem zum Wohle unser aller Umwelt.“ (Chr. Kreiß, S. 228)

„Die Potenzierung des gesellschaftlichen Unsinns ist Werbung für Werbung. Werbekampagnen wie „Außenwerbung trifft jeden“ sind sozusagen der quadrierte kollektive Unfug.“ (Chr. Kreiß, S. 235)

Der Rest ist Schweigen.

 

Hitzewelle in Europa mit Waldbränden, Alarmstufe Rot für die Atlantikküste, GB: Hitzenotstand.

Konferenz in Berlin: Kurs im Kampf gegen den Klimawandel.

Stresstest zur Sicherheit der Stromversorgung.

Treffen der EU-Außenminister: Beratungen über weitere Sanktionen gegen Russland.

Ukraine: Präsident suspendiert Behördenleiter,Kollaboration.

 

17.7.22

Beleidigungen des Verstandes und Witzes. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Der Zweck von Produkten. Analog kann man fragen: Was ist der Zweck von Produkten für Unternehmen? Auch hier liegt ein weit verbreitetes Vorurteil vor. Die gängigste Auffassung ist, dass Produkte hergestellt werden, damit der Verbraucher einen Nutzen davon hat. Das Ziel der Produktion sei der Verbrauch, der Konsum. Aus Sicht eines kapialmarktorientierten Großunternehmens stimmt dies jedoch nicht. De facto ist das einzige Ziel von Großkonzernen der Gewinn. Der Kundennutzen und der zufriedene Kunde ist für ein gewinnmaximierendes Großunternehmen nur eine Nebensache, nicht das Ziel …“ (Chr. Kreiß, S. 136)

„If however, economic ambitions are good servants, they are bad masters.“ (Wenn auch wirtschaftliche Bestrebungen gute Diener sind, so sind sie jedoch schlechte Herren.) (Ernst Friedrich Schumacher)

„Dr Soziologe Harald Welzer bringt die unsinnige, auf den Kopf gestellte Produktionsplanung auf den Punkt: „Sie befriedigen also in Wahrheit nicht ihre Bedürfnisse, sondern die eines Marktes, den es ohne sie gar nicht gäbe.“ (Chr. Kreiß, S. 143)

„Redet Geld, schweigt die Welt.“

Geldverdienen zum Hobby machen.

„Je stärker der Profitmaximierungsgedanke, desto stärker der Zug in eine unehrliche Wirtschaftsmentalität.“ (Chr. Kreiß, S. 154)

„Der Zweck ist nicht, dem Kunden einen Gefallen zu erweisen, Kundenbedürfnisse zu befriedigen oder dem Kundenkonsum zu dienen. Profitorientierte Großkonzerne sind kein Wohltätigkeitsvereine. Produkte – hier Medikamente – sind für Pharmakonzerne Umsatz- und Gewinnträger. Der Zweck von Produkten ist, Umsatz und damit Gewinn zu generieren. Der Zweck ist nicht, Gesundheit zu erzeugen, das ist lediglich ein Mittel zur Gewinngenerierung. Ob ein Medikament einem Patienten nützt oder schadet ist unter dem Gesichtspunkt der Gewinnmaximierung irrelevant.“ (Chr. Kreiß, S. 158)

„Volkswirtschaftlich gesehen hat geplante Obsoleszenz eine ähnliche Wirkung wie Löcher graben und wieder zuschaufeln. Sie fördert kurzfristig die Konjunktur, ist ein Strohfeuer, trägt aber nicht zu realem Wirtschaftswachstum bei. Sie ist eine ökonomisch völlig unsinnige Beschäftigungstherapie, die Arbeitskraft, Fleiß, Intelligenz und Ressourcen nutzlos verschwendet und die gesamtwirtschaftliche Produktivität künstlich reduziert.“ (Chr. Kreiß, S. 179)

„Wir wissen, dass heute dieses Wirtschaftssystem, das vom Profit getrieben ist und an die Rentabilität des investierten Kapitals denkt und nur an das denkt: 90 Prozent der Produkte sind Schund! Wenn wir mit einem etwas wachen Auge durch die Straßen laufen und in die Schaufenster schauen: 90 Prozent aller Produkte brauchen wir nicht und sie sind uns sogar schädlich. Das wird heute produziert.“ (Josef Beuys, 1985)

„Alles Ziel von Produktion ist Konsumation. In den geschilderten Fällen von Kundenbetrug und Verbrauchertäuschung, von denen geplanter Verschleiß nur eine Spielart darstellt, ist nicht der Konsum oder die Befriedigung von menschlichen Bedürfnissen das Hauptziel, sondern möglichst hohe Profite zu machen. Die Hauptursache für geplanten Verschleiß und andere Formen von unnötiger Arbeit oder unnötigen Produkten ist die Profitmaximierung von Großkonzernen.“ (Chr. Kreiß, S. 192)

„Schlimmer und für die Zivilisation zerstörerisch ist der Anspruch, dass alles einen Preis hat oder, anders gesagt, dass Geld der höchste aller Werte ist.“ (Ernst Friedrich Schumacher)

Der Rest ist Schweigen.

 

Steigende Gaspreise: Diskussion über weitere Entlastungen, Diskussion um beste Maßnahmen hat begonnen, der Druck auf die Politik verschärft sich.

Wieder verstärkte russische Angriffe im Osten.

Triebwerkschaden.

Flughäfen setzen auf türkische Hilfskräfte.

Waldbrände im Süden Frankreichs, in Spanien bis zu 40 Grad, in Kreta und in Italien sind die Feuer unter Kontrolle …

 

16.7.22

Leute werden oft Gelehrte, so wie manche Soldaten werden, bloß weil sie zu keinen andern Stand taugen; ihre rechte Hand muß ihnen Brot schaffen, sie legen sich, kann man sagen, wie die Bären im Winter hin und saugen aus der Tatze. (G.Ch. Lichtenberg)

 

forensischer Taxonomist (Medical Detectives)

Streit um die vierte Spritze (dpa)

Die SPD muss aufpassen – Kanzlerpartei steht vor ungewisser Zukunft (Michael Husarek, NN)

Kurz helfen hilft nicht – Die Tafeln müssen langfristig unterstützt werden (Anette Röckl, NN)

Frankreich hat den Hitzeplan – MAßNAHMEN Nach dem Jahrhundert-Sommer 2003 mit vielen Toten hat die Politik reagiert. (Birgit Holzer, NN)

„Dieses Durcheinander verunsichert“ – INTERVIEW Söder wirft der Bundesregierung unentschlossenes Handeln vor. (vnp)

„Wir brauchen die Industrie weiterhin“ – SOMMERINTERVIEW SPD-Generalsekretär hält nicht von übertriebenen Warnungen vor dem Winter und kritisiert Bayerns Energiepolitik scharf. (Interview: Michael Husarek, NN), „Stadt bedeutet Kompromiss.“

Rentenbeiträge von Beamten und Selbständigen? (dpa)

Was kommt nach dem 9-Euro-Ticket? (dpa)

Hartz IV soll „deutlich“ erhöht werden (vnp/dpa)

In diesem Winter könnte es zuhause ungemütlich werden – VERZICHT Bürger sollen ihren Verbrauch senken und die Heizung runterdrehen. Nun tobt die Debatte, ob die Politik manche dazu zwingen sollte. (Matthias Arnold, Thomas Bremser, Andreas Koenig, dpa)

„Nicht selten wird mit den Disposables das eigentliche Geld verdient.“ (Chr. Kreiß, S. 84)

Der Rest ist Schweigen.

 

Leiterin der documenta legt ihr Amt nieder.

Biden nimmt an Gipfel der Golfstaaten teil, der ganz große Durchbruch fehlt in dieser Runde.

Habeck für weitere Entlastungen.

Russland verstärkt Angriffe im Osten und aus anderen Teilen des Landes.

Verheerende Waldbrände rund um das Mittelmeer, große Hitze in Großbritannien, Löschhelikopter in Malaga, in Portugal und Spanien seit einer Woche Temperaturen über 40 Grad.

 

15.7.22

Ihr Kinn fühlte sich so sanft an, daß auch die feinste Seite in Baskervilles Milton, einer der besten gedruckten Bücher, die man hat und dieses auf das feinste Papier, nur bloßer Pappdeckel dagegen war. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Gib uns ein Zeichen!

„Souverän ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.“ (N. Paech, S. 153)

„In den begüterten Mittelschichtfamilien, erst recht aber in allen Bildungseinrichtungen trainieren wir jungen Menschen Praktiken des Überflusses und einer globalen Mobilität an, die ökologisch ruinöser sind als alles, was vorherige Generationen sich jemals erlauben konnten. Zugleich wird damit systematisch das Potenzial für Enttäuschung, Schmerz und Gewalt maximiert: Was nämlich, wenn dieser auf unbändigen Fortschrittsoptimismus gründende Lebensstil plötzlich nicht aufrechtzuerhalten ist? Wie werden die Heerscharen von Nachwuchshedonisten, wenn ihnen außer abstraktem Wissen nur iPad-Kompatibilität und globale Entgrenzung als Lebenskunst vermittelt worden ist, dann wohl reagieren?“ (N. Paech, S. 163)

„Die günstigste und ökologischste Flugreise ist immer noch die, die nicht stattfindet. Das gilt für Handys, Flachbildschirme, Häuser, Autobahnen und Agrarsubventionen nicht minder. Pures Weglassen ist überall, unilateral und kurzfristig umsetzbar.“ (N. Paech, S. 169)

Christian Kreiß, Geplanter Verschleiss – Wie die Industrie uns zu immer mehr und immer schnellerem Konsum antreibt – und wie wir uns dagegen wehren können, Europa Verlag, Berlin, 2014, eBook-Ausgabe.

„Geplanter Verschleiß“ oder „Geplante Obsoleszenz“.

„Es ist ein Irrtum zu glauben, der Zweck von Werbung sei Information.“ (Chr. Kreiß, S. 30)

Vance Packard: The Waste Makers (1960)

„Eingebaute Obsoleszenz ist bei elektrischen Gütern absolut geplant und in gewissem Sinne auch notwendig: Die hohen Investitionskosten für die Entwicklung der Produkte müssen über neuen Konsum wieder hereingeholt werden.“ (Lucia Reisch, Wirtschaftsprofessorin, Copenhagen Business School, Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung, Chr. Kreiß, S. 44)

„sinnvolle Gebrauchsdauer“ (Chr. Kreiß, S. 46)

Der Rest ist Schweigen.

 

H. Heil für höhere Hartz-IV-Regelsätze, „… bisheriger Mechanismus hinkt den Preisen hinterher.“

Lauterbach empfiehlt zweite Auffrischung, vierte Impfung für über 60-jährige.

schwere staatsgefährdende Straftat geplant zu haben, führte ein Doppelleben – Gericht wertet dies als Betrug.

Palästinenser-Präsident Abbas empfängt Biden, Biden spricht sich für eine Zwei-Staaten-Lösung aus.

Geber-Konferenz in Rumänien für Republik Moldau.

EU-Kommission verklagt Ungarn, „diskriminierte Minderheiten“.

Waldbrände in Südeuropa.

 

14.7.22

Weil er seinem Vater nun einmal bei der Zeugung mißlungen war, so getraute sich kein Kupferstecher nachher, noch einmal sein Heil mit ihm in Kupfer zu versuchen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Tatsächlich ließe sich eher konstatieren, dass gesteigertes Wissen einfach nur dazu verholfen hat, ökologische Ressourcen, insbesondere Energie und Flächen, zusehnds effektiver zu plündern und in noch mehr Mobilität oder Konsum zu transformieren.“ (N. Paech, S. 63)

„Energiesklaven“ (N. Paech)

Ich behalte die alte Druckpresse (Wäschepresse).

„Rebount-Effekt“ (William Stanley Jevons, 1866, Ökonom)

bärenstarke Verbindung.

„Die Frage: psychopathische Persönlichkeit oder Psychose ist ja die Grundfrage der psychotischen Diagnostik und sie könnte daher nur im Rahmen einer Darstellung der gesamten Psychiatrie einigermaßen erschöpft werden. Noch schwieriger ist die Grenzziehung gegenüber den abnormen Erlebnisreaktionen. Persönlichkeiten sind ja im Grunde nur an ihren Reaktionen deutlich und nur als reagierende beschreibbar.“ (Kurt Schneider, Vorwort: Die Psychopathischen Persönlichkeiten)

„So erhält jegliches politische und wirtschaftliche Agieren eine nie zum Ende gelangende, nämlich sich selbst verstärkende Legitimation. Genug ist eben nie genug: Wachstum erzeugt Differenzen, deren Beseitigung – ganz gleich auf welchem Niveau – neues Wachstum notwendig macht.“ (N. Paech, S. 132)

Der Rest ist Schweigen.

 

Jahrestag der Flutkatastrophe.

Biden trifft israelischen Premier Lapid, gemeinsames Feindbild Iran.

Italien: Ministerpräsident Draghi reicht Rücktritt ein.

Ukraine: Viele Tote und Verletzte nach Raketenangriff.

Kriegsverbrechen in der Ukraine: Justiz-Vertreter beraten in Den Haag.

Gespräche über blockierte Getreidelieferungen, 20 Mio. Tonnen Getreide lagern in der Ukraine.

 

13.7.22

Ihr Unterrock war rot und blau sehr breit gestreift und sah aus, als wenn er aus einem Theater-Vorhang gemacht wäre. Ich hätte für den ersten Platz viel gegeben, aber es wurde nicht gespielt. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Recycling – Downcycling, Ziele nicht erreicht, energetische Verwertung. (tagesschau 24)

John Naish, Genug – Wie Sie der Welt des Überflusses entkommen, Übersetzung aus dem Englischen von Barbare Först, Bastei Entertaintment, Bastei Lübbe AG, Köln, 2008, eBook.

Wer weiß, dass er genug hat, ist reich. (Tao Te King, ca. 260 v.u.Z.)

„Wenn wir nur nicht dauernd versuchen würden, glücklich zu sein, könnte es uns ganz gut gehen.“ (Edith  Wharton, Schriftstellerin)

Neuromarketing

„Infomanie“ (J. Naish)

„Journalisten sind ein gieriges Völkchen. Sie glauben, dass aus jeder heissen Information noch mehr rauszuholen ist: mehr Hintergrund, mehr Klatsch, mehr Meinungen. Aber Journalisten gehen auch den umgekehrten Weg: Sie redigieren. Dabei streichen sie alles Überflüssige und bearbeiten einen Text solange, bis er schlank ist wie ein Windhund.“ (J. Naish, S. 54)

Laura Punthöler, Gehirnwaschprogramm Konsum, neobooks.com, eBook.

„Vorzeigebürger“ (L. Punthöler)

Niko Paech, Befreiung vom Überfluss – Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie, oekon, München, 2011, eBook.

„Bequemokratie“ (N. Paech)

Der Rest ist Schweigen.

 

Reaktivierung von Kohle- und Ölkraftwerken.

Kein Stromproblem aber ein Wärmeproblem.

Klimaziele für Verkehr und Gebäude.

GB: Erste Abstimmung in Tory-Fraktion.

US-Präsident Biden zu Besuch in Israel.

Präsident Sri Lankas flieht auf die Malediven.

 

12.7.22

Es war eine Übereilung, ich tat es mit der nämlichen Wärme, ohne welche mein Leben weit weniger wert sein würde, als es jetzo ist, und ich legte mich endlich unter bitteren Vorwürfen, die ich mir machte, zu Bette, meiner Empfindung nach um einen ziemlichen Ausschlag moralischen Gewichts leichter. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Demokratische Gesellschaften durchlaufen von Zeit zu Zeit einen Wandlungsprozess. Sie gehen über zu neuen Geschichten, die davon erzählen, wer sie sind und wer sie sein sollten. In diesen Übergangszeiten ändern sich auch die Geschichten, die davon erzählen, wie die Wirtschaft funktioniert.“ (George Akerhof und Robert Shiller, Ökonomie über die Absurditäten der Finanzmärkte)

Max A. Höfer, Vielleicht will der Kapitalismus gar nicht, dass wir glücklich sind? – Erkenntnisse eines Geläuterten, Knaus Verlag, München, 2013, eBook.

Hanfried Helmchen, Das Janusgesicht der Psychiatrie – Nutzen und Risiken psychiatrischen Handelns, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 2017, eBook.

„Psychiatrisches Handeln zielt auf Nutzen für den psychisch Kranken, enthält jedoch auch das Risiko unerwünschter Wirkungen. Diese Dualität ärztlichen Handelns entspricht der Doppelgesichtigkeit des in einander entgegengesetzte Richtungen schauenden altrömischen Gottes Janus.“ (H. Helmchen, Prolog, S. 16)

Kinder sind neugierig.

Der Rest ist Schweigen.

 

Verteilungsdebatte, Vorrang bei der Versorgung, sozialer Sprengstoff.

Eurokurs fällt zeitweise auf einen US-Dollar.

Strategie für mehr Cybersicherheit.

Kiew meldet Gegenoffensive.

Verlängerung von Syrien-Hilfen für ein halbes Jahr.

Mehr als 800 Mio. Menschen hungern.

 

11.7.22

Sprich nicht immer: weil nun das ist, so muß dieses so sein, laß deine Empfindung auch einmal zum Wort kommen. Bisher konnte die Vernunft nicht zum Wort kommen, jetzo, da sie merkte, daß es etwas stiller ward, so fing sie wie gewöhnlich an, wenn sie lange nicht gesprochen hat. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Isola Bella:  der Blick – unbezahlbar.

Menschen sind sich ähnlich.

Propaganda und Hetze im russischen Fernsehen; Gerichtssaal in Stammheim wird abgerissen. (heute journal)

„Viel zu lange haben wir Wirtschaftswachstum mit Lebensqualität verwechselt.“ Hans Diefenbacher, Pinzler, S. 375)

Julie Zeh: „Prinzip Gregor“

„Das Überflüssige ist das Notwendige.“ (Voltaire)

von oben nach unten.

wertvolle Lebenszeit vergeuden mit (Gesellschafts-) Spielen.

über unlautere Methoden an Informationen kommen.

Die Wehrmachtspsychiatrie (K. Schneider)

Der Rest ist Schweigen.

 

Geht das Gas aus, muss die Politik Farbe bekennen, Industrie rüstet sich für Lieferstopp, auch Molkereien betroffen.

Russland setzt Angriffe unvermindert fort, „absoluter Terrorismus“, Gegenoffensive im Süden angekündigt.

Prag: Beratungen der EU-Innenminister.

EU-Empfehlung: zweite Booster-Impfung für Menschen ab 60.

IG Metall fordert acht Prozent mehr Geld.

Weltbevölkerung wächst langsamer.

Waldbrände in Portugal.

 

10.7.22

Seinen kleinen Stock brauchte er allerlei zu messen, körperliche sowohl als moralische Dinge, denn er sagte oft: ich bekümmere mich nicht so viel darum, und zeigte mit dem Nagel seines Daumens an dem Stock wie viel er sich darum bekümmerte. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann.“ (nicht von Indianerhäuptling Seattle)

„Denn ob links oder rechts, liberal oder libertär – aktiven Politikern, die umsteuern wollen, stellen sich zwei Fragen unmittelbar: Wenn Wachstum und Wohlstand nicht mehr das Maß aller Dinge sein sollen, wie kann dann die Politik ihre Erfolge messen und wie soll sie Fortschritt beschreiben?“ (P. Pinzler, S. 309)

Robert Kennedy zum Bruttoinlandsprodukt: „Es misst alles, außer den Dingen, die das Leben lebenswert macht.“ (S. 317)

„Das Bruttoinlandsprodukt ist ökologisch und sozial blind … Wir ahnen das längst: Das Wachstum als Bruttoinlandsprodukt (BIP) oder Bruttosozialprodukt (BSP) gemessen, ist eine trügerische Größe.“ (P. Pinzler, S. 320)

Stefan Bergheim (Ökonom): „Fortschrittsindex“.

„ökologischer Fußabdruck“ (P. Pinzler)

kreatives Arbeiten befriedigt.

Der Rest ist Schweigen.

 

Sorgen vor Energiekrise, M. Söder: Abstieg der Wirtschaft, Steffi Lemke: … dass in einer solchen Krisensituation das Gas und der Strom einfach abgestellt wird … Großbardorf: Bürgersolaranlage, Biogasanlage, M. Zink: alles richtig gemacht.

Russische Angriffe in der Region Donezk, von einer Pause der Kriegshandlungen kann nicht geredet werden …

Hilfslieferungen nach Syrien vor dem Aus, Bevölkerung ist auf Hilfslieferungen angewiesen.

Gewalt in Südafrika.

Räumung von überfüllten Camps auf Lampedusa.

 

9.7.22

Er besaß viel Philosophie oder common sense, der so aussah. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Hallenbäder schließen (dpa)

Basta: Kein 365-Euro-Ticket! – Die Entscheidung des Stadtrats ist ein Fehler (Michael Husarek, NN)

Schaltet die Brunnen ab! – Notlage muss öffentlich sichtbar werden (Nicole Netter, NN)

Betreff: „Höchst vertraulich“ – IT SICHERHEIT Wie Kriminelle die Bundesagentur für Arbeit angreifen – und wie diese sich wehrt. (Manuel Kugler, NN)

Wer wird neuer Hausherr in der Downing-Street? – BORIS JOHNSON – während sich Protest gegen seinen vorläufigen Verbleib im Amt regt, beginnt der Kampf um die Nachfolge. (Jochen Wittmann, NN)

Lawrow macht den schnellen Abgang – EKLAT Der russische Außenminister will sich beim G20-Treffen auf der indonesischen Insel Bali keine Kritik anhören. (Jörg Blank, Carola Frentzen, Ulf Mauder, dpa)

Deutschland-Tourismus fast auf Vorkrisen-Niveau (dpa)

„Als Ideologie hat das Wachstum der Wirtschaft die prosaische Sphäre des Handfest-Irdischen verlassen und Züge des Metaphysisch-Religiösen angenommen. Wachstum hat sich in gewisser Weise zur Religion unserer Zeit entwickelt und bedarf als solcher keiner rationalen Begründung mehr. Wichtiger ist der Glaube.“ (Meinhard Miegel, P. Pinzler, S. 214)

„… Und das alles, glaubt man Herman Daly, sogar in der Realen Welt. Der nämlich sagt: Das größte Missverständnis der klassischen Ökonomie sei, dass Innovation und Wachstum untrennbar seine.“ (P. Pinzler, S. 220)

Der Rest ist Schweigen.

 

(ff.)

8.7.22

Ich mache nicht gerne Gedichte, worin man großen Personen ein Kompliment macht und welche zugleich unter dem Tanzmeister und dem Kritikus stehen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

„Am Ende ist der Effekt trotzdem der gleiche, auch die Reichen stecken in der Tretmühle des Glücks. Auch sie jagen der Lebenszufriedenheit hinterher, indem sie immer mehr konsumieren und immer mehr wegwerfen – nur eben auf höherem Niveau.“ (P. Pinzler, S. 107)

„So erklärt sich dann wohl auch der leidige Nebeneffekt unserer Wettbewerbsgesellschaft, der sich dann in den Glücksrankings niederschlägt: Trotz allem Luxus stagniert die Lebenszufriedenheit. Oder, anders gesagt: Der Statusstress frisst sich durch, quer durch die Gesellschaft und das mit fatalen Folgen. Immer mehr Leute legen sich krumm, arbeiten unter immer mehr Druck, um mitzuhalten. Immer mehr stecken in der Spirale aus Konsum und Stress.“ (P. Pinzler, S. 111)

„Der erschöpfte Mensch ersetzt den gebrechlichen.“ (Der „Spiegel“)

„Je weniger wichtig Geld und Status sind, desto offener ist der Sinn für ein Verhalten, in dem nicht das Maximum das Optimum ist; eine Haltung, die übrigens nicht selten durch den Glauben unterstützt wird.“ (P. Pinzler, S. 116)

„Der Psychologe Oliver James hat das einmal wie ein Infektionskrankheit beschrieben: Der Wunsch, Besitz anzuhäufen, berühmt zu werden oder von anderen mit seinem Eigentum zu protzen, wächst mit der Ungleichheit in einer Gesellschaft. Das Luxusfieber ist anscheinend ansteckend.“ (P. Pinzler, S. 119)

Aus Erfahrung Gut.

Je freiheitlicher eine Gesellschaft, umso gefährdeter der gesellschaftliche Konsens. (Richard David Precht)

„Manches, was man heute als Armut beklagt, wäre in meiner Kindheit beinahe kleinbürgerlicher Wohlstand gewesen.“ (Helmut Schmidt)

Der Rest ist Schweigen.

 

Japans Ex-Premier stirbt nach Attentat, politische Attentate hat es in Japan seit Jahrzehnten nicht gegeben.

uniper beantragt Staatshilfen, uniper in Not.

Wirtschaftsverbände zur Gasversorgung.

Putin warnt vor neuen Sanktionen.

Bali: Eklat beim Treffen der G20-Außenminister: Lawrow verlässt nach seiner Rede den Saal.

Bundestag setzt Ausschuss ein: Ausstieg aus Afghanistan.

München: Deutsches Museum eröffnet Teilabschnitt.

frei gesprochen worden.

 

7.7.22

Er trug die Livree des Hungers und des Elendes. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Die Tür auflassen, ist tödlicher Leichtsinn.

Goldfisch zum Verschenken

„Bildet euch, denn wir brauchen all eure Klugheit. Bewegt euch, denn wir brauchen eure ganze Begeisterung. Organisiert euch, wir brauchen eure ganze Kraft.“ (Antonio Gramsci)

Wir können Probleme nicht durch dieselbe Denkweise lösen, die sie geschaffen hat. (Albert Einstein)

Petra Pinzler, Immer mehr ist nicht genug! – Vom Wachstumswahn zum Bruttosozialglück, Phanteon, eBook.

„Oder anders gesagt: Glückliche Gesellschaften sind nicht totalitär, sondern basisdemokratisch.“ (P. Pinzler, S. 73)

„Status hängt also längst nicht nur mit Einkommen zusammen: Je unwichtiger Gesellschaften die Tradition, Klasse, bürgerliche Werte oder altruistisches Verhalten sind und je mehr nur der persönliche Erfolg im Wettbewerb mit anderen und das am Markt erzielte Einkommen zählen, desto desto wichtiger wird allerdings Geld und damit sein sichtbarster Ausdruck, der Konsum, für den Status. Die USA sind dafür das beste Beispiel. Kaum eine andere Gesellschaft ist freundlicher zu denen, die es „schaffen“. Wer bezahlen kann, dem steht die Tür zu den besten Unis, zum Leben im richtigen Viertel in einem tollen Haus und zum Trinken im richtigen Club offen … Und deswegen behauptet so mancher Glücksforscher: Einer der Schlüssel für eine echte Politik des Glücks liegt im anderen Umgang mit dem Status.“ (P. Pinzler, S. 95)

Der Rest ist Schweigen.

 

Regierungskrise in GB: fordern „Neuwahlen jetzt“, Johnson ist zwar zurückgetreten, aber wieviel Schaden kann er noch anrichten? EU-Reaktionen auf Johnsons Ankündigung, „keine rühmliche Rolle gespielt“.

Kämpfe im Osten des Landes.

Griechenland wegen Bootsunglück verurteilt.

Ausbau erneuerbarer Energien: Gesetzespaket beschlossen, AfD warnt vor Windkraftanlagen.

F. Ataman wird Leiterin der Antidiskriminierungsstelle.

Zahl der Verkehrstoten auf neuem Tiefstand.

Genua: Prozessauftakt zu Brückeneinsturz.

 

6.7.22

Man pflegte ihn den Halbköpfigten zu nennen, nicht wegen einer besondern Einrichtung und Form seines Kopfes, als vielmehr desjenigen unsichtbaren Wesens, das nach der meisten Menschen Urteil im Kopf sitzt. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Gerhard Klas, Die Mikrofinanzindustrie. Die große Illusion oder Das Geschäft mit der Armut.

Kunst als Hobby.

synehistisch unendlicher Gottesbegriff (bei Peirce)

das Prinzip der Kontinuität (Synechismus)

Bedürfnisse, Wollungen, Setzungen.

the more you learn, the more you earn. (?)

„Peirce gilt heute als der Begründer der modernen Semiotik.“ (Klaus Oehler)

multitasking-fähig

„Wenn der scholastische Realismus wahr ist, ist es möglich, daß es Klassifikationen gibt, die nicht gänzlich konventionell sind, sondern reale Arten repräsentieren. Wenn Peirce recht hatte, dann ist, daß das möglich ist, eine notwendige Voraussetzung des wissenschaftlichen Suchens.“ (Susan Haack, 1992)

Der Rest ist Schweigen.

 

Premier Johnson lehnt Rücktritt weiter ab, das Drama geht erst mal weiter.

Scholz verteidigt Kurs der Bundesregierung – Er hält Kurs in Krisenzeiten.

Russland setzt Angriffe fort.

Atomkraft und Erdgas erhalten Öko-Siegel, „schamloses Greenwashing“.

Kabinett beschließt neues Aufenthaltsrecht, Chancen-Aufenthaltsrecht.

 

5.7.22

Eine Gedanken fliehende Kraft. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Markterschließung unter dem Deckmäntelchen des Sozialen. (K. Hartmann, S. 467)

In China gilt: wenn Jemand einem das Leben gerettet hat, so ist er für ihn ein Leben lang verantwortlich.

„Mögen alle deine Gläubiger stets deine Adresse haben!“ (Jüdischer Fluch)

Kitsch – kitschen

Affenmalerei (das Informel)

Erstheit: Ästhetik hat es mit Gefühl und Qualität zu tun.

Zweitheit: Ethik hat es mit Handeln oder Willen zu tun.

Drittheit: Logik bezieht sich aufs Denken.   (C.S. Peirce)

Der Rest ist Schweigen.

 

Ausbau erneuerbarer Energien: Ampel einigt sich auf Gesetzespaket.

Schutzschirm für Energieunternehmen, „Bürgerbasisgaspreis“ (CSU).

Minister-Rücktritte in Großbritannien.

Unterzeichnung der NATO-Beitrittsprotokolle, „historischer Moment“ (Stoltenberg).

EU-Parlament: strengere Regeln für Internetkonzerne.

Italien: der Po versiegt, Notstand für 5 Regionen.

 

4.7.22

Das einzige, was er Männliches an sich hatte, konnte er des Wohlstandes wegen nicht sehen lassen. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Suche Alte Katze

„Denn das ist soziales Unternehmertum: Kapitalismus mit Herz.“ (K. Hartmann, S. 414)

Satt ist gut. Saatgut ist besser. (Anzeige Brot für die Welt)

Die Lehre vom Zufall (Tychismus)

Medienethiker

Haus ohne Hüter.

Konsumkapitalismus (K. Hartmann)

Der Rest ist Schweigen.

 

Gespräche über Inflation, konzertierte Aktion, Beginn eines Prozesses.

Schutzschirm für Energieunternehmen.

Unikliniken in NRW: Streik für bessere Arbeitsbedingungen.

Illinoi

Russische Truppen rücken weiter vor, Ukraine legt Plan für Wiederaufbau vor: geschätzte 720 Mrd. €.

Regenwälder der Meere: eine weisse Koralle ist eine tote Koralle.

 

3.7.22

Man soll sehr gut schießen, wenn man etwa getrunken; sehet da die Verwandtschaft zwischen Schützenkunst und Poesie. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Journalistenausbildung: „Genau genommen bedeutet das, dass die gehobene Mittelschicht im Journalismus den Ton angibt, Themen entsprechend aussucht und aufbereitet – wobei sie sich an ihrer Zielgruppe orientieren. In den Gesprächen mit Schulleitern fand Lueg heraus, dass – wie auch in der Wirtschaftswelt – der Habitus die größte Rolle bei der Aufnahme spielt: entscheidend sind ein Vertrauen erweckendes Auftreten, Medienkenntnisse, Gesprächsführungskompetenz, Sprachgefühl, Flexibilität und eine bescheidene Selbsteinschätzung. Das ist das kulturelle und soziale Kapital, das zählt …“ (K. Hartmann, S. 331)

wohnen bleiben.

„In dem Maße, in dem die Widerwärtigkeit der Arbeit wächst, nimmt der Lohn ab.“ (Karl Marx, Das Manifest der kommunistischen Partei, Februar 1948)

„Unterschichtsfernsehen“ (Paul Nolde)

Naomi Klein: Die Schock-Strategie. Der Aufstieg des Katastrophenkapitalismus.

„Barmherzigkeit ist endlich – Business ist unbegrenzt.“ (Muhammad Yunus)

Der Rest ist Schweigen.

 

„Das ist sozialer Sprengstoff“ (O. Scholz), sozialer Druck ist groß.

DGB-Chefin fordert Preisdeckel für Energie.

Kämpfe in der Region Luhansk.

Kopenhagen

52,x Mrd. € medizinische Kosten in der Pandemie.

Fachkräftemangel im Handwerk.

aus der Ganzen Welt sind sie nach Köln gekommen.

Auszeichnung für Zivilcourage.

Walser übergibt Werk an Literaturarchiv, „großer Polemiker“.

 

2.7.22

Er mußte etwas zu spielen haben, hätte ich ihm keine Vögel halten lassen, so hätte er Mätressen gehalten. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Corona: Mangelhafte Kommunikation (epd)

Was bei Corona schief lief – Gutachten mit beschränkter Aussagekraft (Alexander Jungkunz, NN)

Die Wellen-Brecher – CORONA Um das Schlimmste zu verhindern, wollen Bund und Länder schnell handeln. (Basil Wegener, Sascha Meyer, dpa)

Kaum Schutz vor neuen Varianten – STUDIE Auch Forscher der FAU zeigen, dass die „Alt-Infektion“ bei BA.5  nicht viel bringt. (epd)

Donald Trump beleidigt Ausschusszeugin (dpa)

„Extrakosten für räumliche Distinktionsprofile.“ (Pierre Bourdieu, Soziologe)

Suburbanisierung

Gated Communities

„Laut Bundeskriminalamt ging die Anzahl der Wohnungseinbrüche in den vergangenen zehn Jahren um ein Drittel zurück. Die Bedrohung durch Arme ist allenfalls eine gefühlte, jedenfalls in der Villengegend von Potsdam, wo einem Armut ganz sicher nicht im Alltag begegnet. Schon gar nicht, , wenn man sich zusammen mit anderen Reichen freiwillig wegsperren lässt. Die Sicherheit, die die Bewohner so gerne betonen, ist hier vor allem ein Statussymbol, ein Ausweis von Exklusivität. Der Zaun ist in Potsdam lediglich ein besonders vulgäres Symbol demonstrativen Reichtums. Man setzt sich hier nicht gegen Arme ab, sondern gegen andere Reiche …“ (K. Hartmann, S. 225)

Carloft

„Die erstaunliche Leistung (der Konsumgesellschaft) beruht auf der Besetzung des Raumes, der sich zwischen menschlichen Individuen erstreckt, durch Konsumgütermärkte; jenes Raumes, in den die Fäden gesponnen werden, die Menschen miteinander verbinden, und in dem die Zäune gebaut werden, die sie trennen.“ (Zygmunt Baumann, Leben als Konsum)

„Ein feiner Trick: das System zu kritisieren soll denen vorbehalten bleiben, die an ihm interessiert sind. Die anderen, die Gelegenheit haben, es von unten kennen zu lernen, werden entwaffnet durch die verächtliche Bemerkung, dass sie verärgert, rachsüchtig, neidisch sind.“ (Max Horkheimer in seinen Notizen 1950 bis 1969)

Der Rest ist Schweigen.

 

Bundesnetzagentur warnt vor Totalausfall.

Angriff auf die Schlangeninsel (mit Phosphorbomben).

Verfahren für neues Infektionsschutzgesetz.

Brände und Rodungen in Brasilien nehmen zu.

Proteste in Libyen.

Ideen Expo 2022 in Hannover, Jugendevent.

 

1.7.22

Ein kleines Fenster verriet nur, daß auch dort noch ein Ort wäre, wo Licht hineinkommen, Regen und Wind hingegen herausbleiben sollten. (G.Ch. Lichtenberg)

 

Mein Essen und Ich – personalisierte Ernährung (3sat), Alkohol ist ein Zellgift.

Kathrin Hartmann, Wir müssen leider draussen bleiben – Die neue Armut der Konsumgesellschaft, Blessing Verlag, München 2012, eBook.

„Im Informationszeitalter bedeutet Unsichtbarkeit den Tod.“ (Germaine Greer, australische Professorin für Literatur)

Das Missverständnis der „relativen Armut“ (K. Hartmann), „Die Schere der Armut inDeutschland rührt nicht allein von einem materiellen Mangel her, sondern von einem Mangel an Teilhabe und Anerkennung. Die Armut in der Konsumgesellschaft kann deshalb sogar noch deprimierender sein als die in armen Ländern.“ (K. Hartmann, S. 28)

„Zwei Arten von Lastwagen fahren Tag für Tag von den Fabrikhöfen – die einen steuern die Lagerhallen und Kaufhäuser an, die anderen die Mülldeponien.“ (Zymunt Baumann, „Verworfenes Leben. Die Ausgegrenzten der Moderne.“)

Stephan Lorenz, Tafelgesellschaft. Zum neuen Umgang mit Überfluss und Ausgrenzung.

„Freeganer“

Stefan Kreutzberger, Valentin Thurn, Die Essensvernichter. Warum die Hälfte unseres Essens auf dem Müll landet und wer dafür verantwortlich ist.

Der Rest ist Schweigen.

 

Die FDP sieht sich in der Datenlage bestätigt.

Haushalt 2023 wieder mit Schuldenbremse, Lindner: „die Schulden von heute sind die Steuererhöhungen von morgen“, ob Lindners Entwurf stand hält, wird sich im Herbst zeigen.

Ukraine: Raketenangriff auf Odessa, „Terror gegen unsere Städte“.

Türkei sperrt Internet-Auftritt der Deutschen Welle, weitere Einschränkung der Pressefreiheit.

25 Jahre Rückgabe von Hongkong an China.

Baerbock: Wir stellen uns unserer Kolonialgeschichte.